Betreuung unter der Geburt

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von skg 18.01.11 - 12:35 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

die Geburt meiner ersten Tochter vor 4 Jahren war eine Katastrophe, da das Geburtsstation des KHs völlig überlaufen war. Ich hatte bis zum vollständigen Öffnung des Mumu weder Hebammenbetreuung, noch Kreißsaal, noch CTG, was letzendlich in einem Notkaiserschnitt endete, den ich auf fehlende Betreuung schiebe.

Dies soll diesmal anders werden. Geplant ist wieder eine spontane Geburt in einem anderen KH. Ich würde dieses Mal meinem Mann gerne genaue "Anweisungen" geben, worauf er achten soll. Ich selber war da beim letzten Mal nicht mehr so ganz fähig zu.
Daher meine Frage: was ist so üblich?
Ab wann kommt man in den Kreißsaal? Wie oft wird untersucht? Wann wird das erste CTG gemacht? Wie oft wiederholt? Wie oft schaut die Hebamme nach nach einem...?

Mir ist klar, dass das unterschiedlich ist und von der Frau, der Hebamme, der Klinik und letzendlich der Auslastung abhängig ist. Aber mich würde einfach interessieren, wie eure Erfahrungen sind.

Lieben Gruß
Skg

Beitrag von schneehase1979 18.01.11 - 13:00 Uhr

Hallo,

also ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, wie es bei mir war:

Ich bin mit einem Blasenriss ins KH gefahren und dort wurde erst einmal CTG gemacht und die Hebamme hat mich danach untersucht. Bei der Untersuchung ist die Blase dann komplett gesprungen#schein. Dann wurde von einer Ärztin noch einmal ein US gemacht um Größe und Gewicht und Lage vom Kind einzuschätzen.

Danach bin ich in den Kreissaal gekommen.

Im Kreissaal wurde ständig CTG geschrieben und eine Hebammenschülerin war während der gesamten Geburt (8 std) da und die "normale" Hebamme war jede Std. mehrmals da um nach mir zu sehen.

Mein Mann war auch ständig anweßend und hat sich um mich gekümmert. Das hat alles sehr gut geklappt.

Also ich habe mich im KH gut aufgehoben gefühlt.....

LG
Julia mit Raphael Sebastian#baby

Beitrag von anyca 18.01.11 - 13:06 Uhr

Bei mir wurde beide Male gleich CTG gemacht, in den Kreissaal kam ich, als ich nicht mehr rumlaufen wollte / konnte. Die Hebi war da, wenn ich sie brauchte, aber es war auch beide Male ziemlich leer.

Warum nimmst Du keine Beleghebamme?

Beitrag von ina175 18.01.11 - 13:18 Uhr

Ich war bei der Geburt beider Kinder schon vorher im KH. Als ich eingeleitet wurde, bekam ich alle 2 Stunden CTG. Als der MuMu bei 2 cm konnte ich noch aufs Zimmer oder laufen oder das tun wonach mir war. Danach konnte ich entscheiden, ob ich im Kreißsaal bleiben wollte.

Ich bin dann in die Wanne, die Hebamme hat vorher ein CTG gemacht. Sie hat auch immer wieder nach mir geschaut, gefragt wie es geht, Tipps gegeben usw.

Nach der Wanne hat sie untersucht und dann gab es wieder CTG. Als ich im Kreißsaal lag, war ich die ganze Zeit am CTG. Hebamme war immer wieder anwesend.

Untersucht wurde so alle Stunde bis 2 Stunden.

LG, Ina

Beitrag von cori0815 18.01.11 - 14:08 Uhr

hi skg!

Die Betreuung unter der Geburt ist wirklich sehr unterschiedlich und hängt nicht nur vom KH und der dortigen Regeln ab, sondern eben leider auch von der Anzahl der Frauen, die in dem Moment dort gebären. Das ist ja leider nur schwer zu beeinflussen und auch im KH sind irgendwann personelle Kapazitäten erschöpft (Krankheiten, Urlaub etc.).

Bei meinen beiden Geburten hatte ich das Glück, das über weite Teile echt wenig los war auf der Entbindungsstation. Bei der Ankunft wurde erst mal untersucht und CTG geschrieben, dann wurde eingeleitet (waren beides Einleitungen nach ET). Dann musste ich liegen - weitestgehend ohne Hebammenbegleitung. Danach wurde dann in regelmäßigen Abständen (ich würde mal sagen alle 2 Stunden) kontrolliert, ob sich was tut. Wenn ich Probleme hatte oder Fragen, habe ich aber jederzeit aus dem Wehenzimmer (wo ich zwischengeparkt war) losgehen und eine Hebamme aufsuchen können.

Nachdem es dann endlich zu Blasensprung und Wehen gekommen ist, wurde der Muttermund auch alle 1,5-2 Stunden kontrolliert, je nachdem wie mein Befinden war. Ab und zu kam die Hebamme nochmal zwischendurch vorbei, ab und zu auch nicht (wenn zwischendurch mal schnell jemand sein Kind bekam, war sie halt auch mal eine Stunde nicht da und sie war in der Nachtschicht die einzige Hebamme).

Zum Schluss gabs Probleme und die Hebamme, eine Ass.Ärztin und der Chefarzt waren permanent da, um das Kind da rauszuoperieren (vaginal).
Im Kreißsaal war ich ab dem Legen der PDA.


Bei der zweiten Geburt war bei der Einleitung selbst eine Hebamme für mich da, aber nicht permanent anwesend. Zwischendurch musste sie auch mal schnell solche Schnellgebärende entbinden ;-) aber ich hatte irgendwie immer Ansprechpartner. Mit den Untersuchungen und CTG war es genau so: bei der Ankunft, mehrmals während der Einleitung und vor allem, als es dann los ging. Nach dem Blasensprung hatte ich allerdings nur 3 Muttermund-Untersuchungen,die letzte unmittelbar vor der Geburt, weil dann alles so schnell ging. Aber nach dem Anschlagen der Einleitung hatte ich permanent die Möglichkeit, die Hebamme anzusprechen. Ich war von Anfang an im Kreißsaal, da es in dem KH (kleines KH) kein spezielles Wehenzimmer gab. Bei der Geburt war nur die Hebamme anwesend, der Arzt verspätete sich leider etwas, aber es gab auch eh nix zu tun für ihn ;-)

LG
cori

Beitrag von jessica.g1 18.01.11 - 15:45 Uhr

Hallo,

also meine erste Geburt war gleich eine Wehentropfeinleitung, da war ich den ganzen Tag bis letztendlich zur Geburt im Kreißsaal. Die Hebammen (Schichtwechsel dazwischen) waren eigentlich immer anwesend. Sie sind lediglich immer mal kurz raus um Papierkram zu machen oder ähnliches. Untersucht wurde ich oft (soweit ich mich entsinne)


Die zweite Geburt war in 2h erledigt. Da kam ich mit ner Mumu-Öffnung von 5cm ins KH und bin auch sofort in den Kreißsaal da ich da schon nicht mehr laufen konnte. Zum Untersuchen war nicht viel Zeit...vielleicht ca. 2 mal oder so.


LG

Jessi

Beitrag von claerchen81 18.01.11 - 16:15 Uhr

Hi,

dein Mann wird dir nicht viel helfen können - du musst selbst gut vorbereitet sein. Das einzige, was du instruieren kannst ist, dass er auf Zuruf von dir sofort Hilfe holen soll - und auch darauf bestehen soll, dass SOFORT jmd. kommt. Ansonsten brauchst du bei guter Vorbereitung beim 2. Kind gar nicht mehr so viel Betreuung.

Ich empfehle dir die vorsichtige Lektüre von Luxus-Privatgeburt.de. Du sollst dich nicht zu einer Hausgeburt überredet fühlen, darum geht es nicht. Aber dort erfährst du sehr gut, was mit deinem Körper während der Geburt passiert und du kannst Erfahrungsberichte lesen, dass es auch allein ganz gut klappen kann. Deinen Mann brauchst du dann nur noch als Wasserträger.
Wenn du dir selbst vertraust, dann weißt du auch, wo deine Grenzen sind - und in diesem Fall soll dein Liebster auf jeden Fall losrennen und komme was wolle die Betreuung einfordern, falls sie wieder wegen Überlastung nicht gegeben ist. Mehr kann "Mann" m.E. nicht tun, wir müssen da schon selbst durch.

Aber entspann dich: die zweite Geburt wird meist einfacher, ihr schafft das bestimmt ganz wunderbar.

Gruß, C.

Beitrag von sandra7.12.75 18.01.11 - 16:47 Uhr

Hallo

Deshalb habe ich meine eigene Hebamme.Allerdings planen wir ja eine Hausgeburt.
Beim 1,2 und 3.Kind war ich jedesmal im KH und jedesmal hatte ich Hebammenwechsel und kaum einer hatte Zeit.Den ganzen Tag spazieren im KH war auch doof.

Beim 4.Kind hatten wir schon eine Hausgeburt und ich konnte machen was ich wollte.
Die Hebamme war die ganze Zeit bei mir genau wie mein Mann und ich konnte alles entscheiden.
Sie hat nur einmal gesagt das ich nicht so stark drücken soll wegen Dammriss.

Ich denke gerade jetzt viel positiv an die Hausgeburt zurück und freue mich schon auf die nächste.In ein paar Tagen ist es ja soweit #huepf#huepf.

Sollte was nicht stimmen unter der Geburt werde ich mit der Hebamme in das KH gehen wo wir dann den Rest erledigen.

lg

Beitrag von nichtsbereuen 18.01.11 - 16:54 Uhr

hm,

wie wärs denn mit einer beleghebamme und evtl sogar noch einer doula?

lg

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 17:06 Uhr

Hallo,

deswegen hab ich mir ein kleineres Krankenhaus ausgesucht (wenn man die Möglichkeit hat) meistens entbindet man alleine und die Hebamme ist nur für einen da...

So war es auch, bei beiden Geburten war ich in diesem Krankenhaus und ich war super zufrieden, von Anfang bis Ende war die Hebamme da und zum Schluß ist der Arzt dazu gekommen...Die Anweisungen sind von der Hebamme gekommen, beide Male hat es super geklappt......

Aber da ich aus München komme, hab ich natürlich auch ein Paar Krankenhäuser zur Auswahl...aber ich wollte definitiv nicht in ein großes Krankenhaus, da mich Fließbandgeburten sehr abschrecken, selbst von den Kliniken hier, die gerade "in" sind hört man schlimme Dinge....

Also lieber eine etwas kleiner Klinik aussuchen, da hat man meistens auch die Möglichkeit die Hebammen schon im Vorfeld kennen zu lernen, was mir sehr gefallen hat.... auch war ein Einzelzimmer bzw. Familienzimmer überhaupt kein Problem...

LG Maylu

Beitrag von minnie85 19.01.11 - 10:02 Uhr

Hi!

Das kann dir überall passieren, je nachdem, wieviel zu tun ist. Leider sind Kreißsäle oft extremst schlecht besetzt und die Hebammen rennen den ganzen Dienst nur hin und her. Daher habe ich mich für eine Beleghebamme entschieden - die also nur für mich da war, nicht ans Telefon gehen musste, nicht zur Türklingel etc.

Wir haben vorher ausgemacht, dass sie mich zu Beginn einmal untersucht und dann nur wenn ich es möchte bzw wir das Gefühl haben, es geht nicht weiter. Warum hier manche alle 1-2 Std untersucht wurden und das auch noch gut fanden, ist mir ein Rätsel...man merkt doch obs voran geht (sehr deutlich sogar) und da kann man sich diese Untersucherei doch auch sparen, schiebt nur Keime.

Zudem hatte ich ein Aufnahme-CTG und danach gemäß WHO-Evidenz intermittierendes CTG, also alle 2 Stunden für 30 Minuten bis die Geburt in die heiße Phase ging, dann das mobile Dauer-CTG damit ich nicht ans Bett gefesselt bin.

Ich würde mich an deiner Stelle selbst gut vorbereiten (kann das Buch "Die selbstbestimme Geburt" empfehlen) und deinen Mann nur instruieren, das zu tun, was du willst. Im Notfall also schnell jemanden holen.
Ich habe einen Teil der Geburt den starken Drang gehabt, allein zu sein und v.a. mich zu verkriechen - ich hab also Hebi und Mann rausgeschickt.
Mit Beleghebamme kein Thema!