Elternzeit zu ende,muss der AG mich wieder einstellen?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von nicki06 18.01.11 - 12:38 Uhr

Hallo...

Habe mal eine Frage. Und zwar endet am 28.01. meine Elternzeit, d.h. ich müsste theoretisch am 29.01. wieder arbeiten. Nun bin ich aber in der 17. Woche schwanger und könnte theoretisch bis zum 20.05. wieder arbeiten,denn da beginnt der Mutterschutz. Muss mein Arbeitgeber mich wieder einstellen? Mir steht der Arbeitsplatz ja nach Ablauf der Elternzeit zu oder kann er sagen aufgrund der Schwangerschaft nicht? Muss der AG dann wieder voll für mich bezahlen und wie ist das mit Elterngeld? Meine Arbeitskollegin rief mich an und sagte,ich müsse kommen auch wenn ich schwanger bin,das mir der Platz zu steht. Ich bin mir nicht sicher,ob sie Recht hat.

Lg. Nicole

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:42 Uhr

Klar,

du hast einen gültigen Arbeitsvertrag.

Bist aufgrund der Schwangerschaft nicht kündbar.

Bekommst deinen Lohn.

Gehst fleißig bis zum Mutterschutz arbeiten.

Beitrag von knackundback 18.01.11 - 12:42 Uhr

Er muss Dich in dem Sinne nicht wieder einstellen.
Du BIST ja die ganze Zeit dort angestellt.
Natürlich gehst Du nach Ende der Elternzeit normal wieder dort arbeiten.
Und das dann, im Normalfall, bis zum nächsten Mutterschutz.
Da Du normal arbeitest bekommst Du auch dein normales Gehalt.

LG

Miri

Beitrag von nicki06 18.01.11 - 12:47 Uhr

Muss der AG mir dann auch den Aufstockungsbetrag zum Mutterschaftsgeld zahlen,also das was man zum Teil auch von der KK bekommt? Und bekommt man dann auch wenn man nur 3 Monate arbeitet die vollen 67% Elterngeld? Stehe gerade voll auf den Schlauch.

Beitrag von thea21 18.01.11 - 12:49 Uhr

Na wielange musst du denn arbeiten, um diese 67% Anspruch zu haben?

Beitrag von nicki06 18.01.11 - 13:04 Uhr

Das ist die Frage. Keine Ahnung wie das geregelt ist,in so einem Fall. Normalerweise berechnet es sich ja aus den letzten 12 Kalendermonaten.

lg. Nicole

Beitrag von susannea 18.01.11 - 13:14 Uhr

Du bekomsmt 65!!!% vom Durchschnitt der letzten 12 Moante. Und die natürlich voll. Es können auch bis zu 100% gezahlt werden, je nachdem wie hoch der Durchschnitt ist.

UNd klar muss der AG den Zuschuß zahlen. Müßte er auch, wenn du nciht arbeiten warst, aber die Elternziet zu Ende ist.

Beitrag von kati543 18.01.11 - 13:10 Uhr

Du gehst ganz normal arbeiten bis zum Mutterschutz. Dadurch hast du auch Anspruch auf den AG-Teil des Mutterschaftsgeld. Elterngeld berechnet sich nach dem Einkommen der letzten 12 Monate, allerdings zählen Monate mit Mutterschutz und Elterngeldbezug nicht dazu, sondern verlagern die Zeit nach vorn. Dein Kind ist schon über 2 - ichnehme an, es wird jetzt 3, oder? Dann zählen nur die letzten 12 Monate vor Mutterschutz. Also gehst du 4 Monate arbeiten und 8 Monate gehen mit 0€ in die Berechnung.

Beitrag von nicki06 18.01.11 - 14:51 Uhr

das heißt dann mein Elterngeld berechnet sich von den letzten 4 Monaten. Also wenn ich in den 4 Monaten 4000 euro verdiene,dann bekomme ich davon 67% auf 12 Monate oder wie wird das gemacht? Frage deshalb,weil ich überlege ob sich der ganze Streß lohnt. Weil ich dann eine Tagesmutter zsw. brauche.

Lg. Nicole

Beitrag von susannea 18.01.11 - 13:12 Uhr

NAtürlich steht dir der Platz zu und natürlich musst du wieder arbeiten.

Meinst du nciht, dass du dich etwas spät darum kümmerst?!?

Beitrag von nicki06 18.01.11 - 14:52 Uhr

ja,das stimmt. Da ihr aber die Hintergründe nicht kennt und ich wegen Erkrankung meines Kindes 3 Monate im Krankenhaus verbracht habe,hatte ich leider vorher keine Zeit und keinen Kopf für sowas

Beitrag von espirino 18.01.11 - 14:23 Uhr

Hallo,

er MUSS dich für mindestens ein Viertel Jahr nach Ende der Elternzeit zu deinen vorherigen Bedingungen weiterbeschäftigen, es sei denn deine Schwangerschaft stellt dich unter einen besonderen Schutz. Dann muß er diesen gewährleisten oder du bekommst auf Attest ein Beschäftigungsverbot.

LG Jana

Beitrag von windsbraut69 18.01.11 - 14:27 Uhr

Warum für ein Vierteljahr?

Beitrag von espirino 18.01.11 - 14:37 Uhr

Das steht im Gesetz. Danach kann sie gekündigt werden, am beliebtesten sind ja "betriebsbedingte Kündigungen" was natürlich nicht heißt, daß sich jeder AG seiner Kleinkind betreuenden Mütter sofort wieder entledigt, aber der Kündigungsschutz wurde gelockert.

Beitrag von ayshe 18.01.11 - 15:34 Uhr

Ich verstehe jetzt nicht ganz, wie du es meinst.

##
Danach kann sie gekündigt werden
##
Wonach meinst du?
Und wo wurde der Kündigungsschutz gelockert?


Ich kann dir nur sagen, daß eine Kollegin von mir, schwanger mit dem zweiten Kind aus der Elternzeit des ersten Kindes zurückkam.
Ihren Arbeitsplatz gab es nicht mehr, die Firma wollte sie auch loswerden und hatte nur gewartet, daß ihre erste Elternzeit vorbei ist, nur zum Pech der Firma war sie ja wieder schwanger.
Und sie wollten sie zur TZ überreden, was sie aber nicht wollte.

Und die Firma mußte sie zurücknehmen bis zum nächsten Mutterschutz.
Also sie konnten ihr definitiv nicht kündigen.
Und es ist eine sehr große Firma mit eigener Rechtsabteilung, die sie auch echt gern gegen ihre MA ausnutzen.

Beitrag von espirino 18.01.11 - 18:39 Uhr

Sie kann nach Ablauf der 3 Monate ganz regulär wie jeder andere auch gekündigt werden. Das war nicht immer so. Wenn mich nicht alles täuscht durften Mütter oder Väter frühestens 1 Jahr nach dem Erziehungsurlaub entlassen werden.

Du weißt schon, Eltern mit Kleinkindern zuhause sind potenziell unzuverlässige AN, weil sie wegen Kindkrank schnell mal ausfallen können.

In diesem Fall muss die Firma sie weiterbeschäftigen, da sie ihr ja nicht aufgrund der Schwangerschaft kündigen können.

Beitrag von ayshe 19.01.11 - 08:44 Uhr

Nein, innerhalb der Elternzeit ist man nicht kündbar und schwanger auch nicht.
Aber eben auch nicht, solange man in Elternzeit ist.
Und das war ja der zb auch der Punkt bei meiner Kollegin. Sie war 2 Jahre in Elternzeit und sollte sofort danach gekündigt werden, früher ging es ja nicht, aber nun ist sie ja innerhalb der Elternzeit schwanger geworden, also verlängert sich der Kündigungsschutz nun durch die Schwangerschaft.

Aber wenn sie dann nach Geburt die folgende Elternzeit beendet hat, bekommt sie ihre Kündigung.

Beitrag von windsbraut69 18.01.11 - 16:11 Uhr

Nein, da irrst Du.
Nach der Elternzeit hat man keinen besonderen Kündigungsschutz mehr, wohl aber die TE hier, da sie schwanger ist.
Ohne die neue Schwangerschaft wäre sie aber am ersten Arbeitstag nach der Elternzeit genau so kündbar wie jeder andere AN auch.

Welcher Kündigungsschutz wurde gelockert?

LG

Beitrag von espirino 18.01.11 - 18:44 Uhr

Bist du dir da sicher? Dann wäre der Kündigungsschutz ja komplett zugunsten den AG gelockert worden. Meines Wissens nach haben sie die Pflicht sie 3 Monate zu ihrem alten Arbeitsvertrag weiterzubeschäftigen.

Beitrag von windsbraut69 19.01.11 - 07:39 Uhr

Ich wüßte nicht, dass das in den letzten paar Jahren geändert worden wäre...
Vielleicht verwechselst Du den Kündigungsschutz nach Entbindung damit?

http://www.rechtslexikon-online.de/Mutterschutz.html

LG

Beitrag von ayshe 19.01.11 - 08:49 Uhr

Du meinst 3 Monate nachdem die Elternzeit schon abgelaufen ist?
(Ohne weiter Schwangerschaft natürlich).

Vllt könnten die 3 Monate die Kündigungsfrist darstellen?
#kratz
Ich bin da kein Profi.
Wenn zb zum 1. Mai die EZ abläuft, könnte es vllt sein, daß es dann noch 3 Monate Kündigungsfrist gibt?

Ich weiß es nicht.

Beitrag von ayshe 19.01.11 - 08:46 Uhr

Ja, ganz genau.

Beitrag von vwpassat 18.01.11 - 15:03 Uhr

""Meine Arbeitskollegin rief mich an und sagte,ich müsse kommen auch wenn ich schwanger bin,das mir der Platz zu steht. Ich bin mir nicht sicher,ob sie Recht hat. ""

Was hast Du denn gedacht?

Auch wenn ich solche SAchen persönlich nicht so prickelnd finde, aber Dir kann doch nichts Besseres passieren.

Hast halt nur etwas geschlafen mit dem Zeitpunkt der Befruchtung. Nun musste die knapp 4 Monate natürlich arbeiten.