Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Frühförderung?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von mausbaer002 18.01.11 - 15:44 Uhr

Hallo ihr lieben!

Die Erzieherinnen meiner Lütten haben mir die Frühförderung empfohlen. Die KiÄ findet es auch gut und auch die Ärzte der HNO-Klinik hier befürworten es, da die Kleine noch nicht wirklich spricht und zum Teil sehr zurückhaltend ist.

Die Ergotherapeutin meiner Großen, meint aber, wir sollten erst einmal eine TEstung der Händigkeit bei ihr vornehmen, da unsere Familie sehr "linkslastig" ist und meine Große eine umgeschulte Linkshänderin ist. Dadurch hat sie ziemliche Schwierigkeiten.

Was würdet ihr machen? Und habt ihr Erfahrungen mit der Frühförderung?

Beitrag von letizia06 18.01.11 - 16:18 Uhr

Hallöchen,

ich kann die Frühförderung nur empfehlen! Meine Tochter bekommt sie jetzt schon über ein Jahr und davon schon 10 Monate soagar 2x die Woche. Es macht ihr sehr viel Spass.

Bei uns war es son, dass wir uns an die Lebenshilfe gewand haben und nen Antrag gestellt haben. Es musste viel Papierkram ausgefüllt werden, auch von der Kinderärztin. Dann haben wir nen Termin beim Gesundheitsamt bekommen zur Testung. Von Antragstellung, bis Bewilligung hat es 6 Monate gedauert. Haen im Sommer ne Weitergewährung gestellt und da mussten wir auch wieder zum Gesundheitsamt. Es wurde jetzt bis 31.7. genehmigt, aber dann denke ich wir werden keine FF mehr bekommen, da meine Tochter so gut entwickelt hat und damit altersgerecht entwickelt ist. Sie liegt zwar an der untersten Grenze, aber die Grenzen sind ja sehr groß und bis Sommer ist ja auch noch Zeit.

LG Britta mit Letizia-Sophie, die morgen schon 3 Jahre alt wird#schwitz

Beitrag von sillysilly 18.01.11 - 16:18 Uhr

Hallo

also wenn die Erzieherinnen, der Kinderarzt und die Ärzte der HNO dafür sind verstehe ich nicht warum du zweifelst.
Es geht ja darum sie zu unterstützen, durch Fachpersonal die mit vielen Kindern arbeiten und alle pädagogischen und heilpädagogischen Fachkräfte an der Hand haben.
Wenn es nicht helfen sollte, hast du wenigstens nichts verpaßt und hast alle Möglichkeiten genutzt.

Was hat den Bitte die Händigkeit mit der Sprache zu tun ?
Viele Kinder sind sich ihrer Händigkeit nicht sicher, wechseln die Hand - oft auch für verschiedene Tätigkeiten - deswegen Sprechen sie trotzdem altersgemäß.

Das Testen der Händigkeit macht man in der Regel ab 4, 5 Jahren und das kann übrigens die Frühförderung meist auch übernehmen.

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht mit Frühförderungsstellen, wobei natürlich viel von der jeweiligen Persönlichkeit der Förderkraft abhängt.

Grüße Silly

Beitrag von mausbaer002 18.01.11 - 20:22 Uhr

Ich zweifle die Frühförderung in gar keiner Weise an, habe sogar schon vorher Kontakt zu einer Heilpädagogin aufgenommen, die Frühförderung macht.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich vorher oder parallel dazu die Testung machen lasse. Klar gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen Händigkeit und Sprechen. Aber wenn sie ggf. doch eine (umgeschulte) Linkshänderin ist wie meine Große, dann kann die Entwicklungsverzögerung noch weiter verstärkt werden und das möchte ich ihr ersparen.

Trotzdem danke.

LG Nicole

Beitrag von sillysilly 18.01.11 - 21:12 Uhr

Hallo

umso besser bist du doch bei einer Frühförderstelle aufgehoben - die testen doch auch Händigkeit, und wenn du es ansprichst behalten die das dann noch zusätzlich im Auge.
Dann hast du ja sogar den Vorteil, daß sie mehr Fachpersonen miteinbeziehen können - mehr Meinungen sammeln und es noch viel objektiver sehen als einzelne Personen.
Unsere Frühförderstellen haben Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten, Logopäden, ect. und alle treffen sich in Teamsitzungen und besprechen einzelne Fälle - wer was wann am Besten unterstützen kann.
Besser geht es doch gar nicht.

Und ich finde die Sprache ehrlich gesagt wichtiger als die Händigkeit.
Viele Kinder entscheiden sich erst im Vorschulalter für eine best. Hand.
Aber wenn sie sprachlich zurück sind, beeinflußt das ihren ganzen Alltag, ihr Sozialverhalten, ihre Kontakmöglichkeiten und ihre ganze Entwicklung

Grüße Silly
Erzieherin und Mutter von drei Kindern - mit einer Rechtshänderin, einer Linkshänderin und einem Wechsler #winke

Beitrag von kati543 18.01.11 - 21:36 Uhr

Wie willst du eine Händigkeit testen bei einer 2jährigen?

Beitrag von sillysilly 18.01.11 - 21:46 Uhr

Hallo

meinst du mich ?

Ich will die Händigkeit gar nicht testen -
aber die Fragestellerin wohl unbedingt

Ich habe oben schon deutlich geschrieben, daß in diesem Alter die Händigkeit keine Rolle spielt, im Gegensatz zur sprachlichen Entwicklung.

Und sie will aber trotzdem dazu eine Beratung
da ist sie in einer Frühförderstelle die eben auch Händigkeit testen genau richtig, die werden schon ihr sagen was geht und was nicht ....., und ab welchem Alter es sinnvoll ist.
Habe ja auch geschrieben, ab Vorschulalter.

Grüße Silly

Beitrag von mausbaer002 18.01.11 - 22:02 Uhr

Ich weiß, dass viele Kinder sich erst sehr spät zu einer "richtigen" Hand entscheiden. Mein Sohn hat sich auch erst mit 5 Jahren für die Linkshändigkeit entschieden.
Aber ich bin zur Zeit völlig verunsichert, da meine Große halt (zum großen Teil) durch die (unbeabsichtigte) Umgeschultheit wahnsinnig große Probleme in der Schule und im emotionalen Bereich hat, weil sie logischerweise mit der "falschen" Gehirnhälfte denkt und dann total überfordert ist. Eine Rückschulung kommt aber auch nicht infrage, weil die Probleme sich dadurch möglicherweise noch verstärken könnten.

Ich wollte von euch eigentlich auch nur eine Entscheidungshilfe, ob ich die Frühförderung vorerst vorziehen soll oder nicht.

Und wie gesagt, ich habe mich bereits BEVOR die Erzieherinnen aus der Krippe mich dazu ansprachen, mit der Heilpädagogin in Verbindung gesetzt.

LG Nicole

Beitrag von kati543 18.01.11 - 18:44 Uhr

Die Aussage der Ergotherapeutin verstehe ich absolut nicht. Die Händigkeitsentwicklung sollte mit 5 Jahren abgeschlossen sein - dein Kind ist 2. Was will sie da sehen?
Wegen der Frühförderung kommt es darauf an, wo ihr wohnt. Habt ihr die sogenannte komplexe Frühförderung, die alles beinhaltet - also auch Therapien (dann kann ich die Ergotherapeutin verstehen, sie würde eine Patientin verlieren). Bei uns gibt es nur die einfache Frühförderung. Mein Sohn bekommt dort Einzelförderung und geht in den Spielkreis. Ich empfinde es dort sehr positiv und kann es nur weiterempfehlen.

Beitrag von -marina- 18.01.11 - 20:48 Uhr

Hallo :-)

Wir stecken gerade Mitten in der Beantragung zur Frühförderung; haben den ganzen Papierkram und Untersuchungen hinter uns gebracht. Am 18. Februar wird nun vom Ausschuss entschieden, ob wir die FF genehmigt bekommen *Daumen drück* ;-)

Die Frühförderung wurde mir von der Krippe und auch unserem Physiotherapeuten empfohlen.

Setz dich einfach mal mit denen in Verbindung (bei uns ist es die Lebenshilfe) und mache einen Termin aus. Lass dir dann alles in Ruhe erklären und dann wirst du schon den richtigen Weg wählen #klee

LG
Marina & Söhnchen Etienne (14 Mon & 14Tage) #herzlich

Beitrag von zubbeline 19.01.11 - 09:13 Uhr

Ich versteh auch nicht so recht, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll.
Frühförderung schließt doch die Testung nicht aus und die Probleme, die Kiga und Ärzte sehen, haben damit ja auch scheinbar nicht wirklich etwas zu tun.
Schaden wird die Frühförderung ja auf jeden Fall nicht und zum Spaß befürwortet das eigentlich auch kein Arzt.
Ich mußte zumindest damals etwas länger mit unserem Kinderarzt diskutieren, damit er die Frühförderung empfahl, weil er im Gegensatz zum Kindergarten und mir keine wirkliche Notwendigkeit sah. Er muß aber ja sein Urteil dazu abgeben, damit die Sache überhaupt finanziert wird.

Beitrag von mausbaer002 19.01.11 - 11:24 Uhr

Das ist richtig! Aber alles zusammen würde für die Kleine wahrscheinlich viel zu viel auf einmal sein und sie völlig überfordern. Daher meine Frage.