Zuckertest.....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von annazoe 18.01.11 - 15:54 Uhr

#schwitz#kratzHallo,

meine Frauenärztin hat mir geraten einen Zuckertest machen zu lassen....mmhh bin noch unentschlossen.
Ist meine dritte Schwangerschaft und bis jetzt ist noch keine (also ich hatte bei jeder Schwangerschaft ne andere Ärztin da wir bisher viel umgezogen sind) auf die Idee gekommen und ich hatte auch keine Diabetes oder irgendwelche Probleme mit dem Baby. Naja in der ersten Schwangerschaft aber das hatte nix mit Diabetes zu tun sondern mit nem Herzfehler des Babies.
Somit bin ich (da eh schon das Biologische Verfallsdatum erreicht) und natürlich ein Kind mit Herzfehler eine Risiko Schwangere aber deshalb diesen Test???? #kratz

Muß man sowas auch noch über sich ergehen lassen???

Danke für konstruktive Ratschläge.

Beitrag von linzerschnitte 18.01.11 - 15:57 Uhr

Ich persönlich halte diesen Test für seeeehr wichtig und wäre froh wenn er Teil der regulären MUKI-Pass-Untersuchungen wäre! Die Untersuchung selbst ist nämlich ein Klacks und es besteht kein Risiko für Mama und Kind. Dafür kann eine sehr gefährliche Krankheit ausgeschlossen werden, die in der Schwangerschaft oft symptomlos verläuft. Daher: unbedingt machen lassen! ;-)

Lg,
Melli mit Noah (29. SSW)

Beitrag von nudel-08 18.01.11 - 16:03 Uhr

Hallo,

klar schlägt die FÄ Dir das vor,wie soll sie anders Geld verdienen und Ihren BMW in der Garage finanzieren,denn diesen Unsinn aus Spass zahlt die KK nicht.
Der Urin wird während der Ss kontrolliert,unter anderem auch auf Zucker. Sollte dort was auffälliges sein,dann zahlt die KK auch den Zuckertest,denn dann liegt auch ein begründeter Verdacht vor.
Aber der Zuckertest hat nichts,aber auch gar nichts mit einem eventuellen Herzfehler beim Kind zu tun. Dieses kann man nur durch einen guten Ultraschall feststellen.

Alles Gute!

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 16:15 Uhr

Auweia...

...Du hast Dich aber nicht gut informiert....

SS-Diabetes kann völlig ohne Anzeichen ablaufen...d.h. weder Zucker im Urin, noch Übergewicht, noch Bluthochdruck, noch große Gewichtszunahme....lassen auf SS-Diabetes schließen oder ausschließen...

Du kannst SS-Diabetes auch einfach so haben...ohne Zucker im Urin....und wenn man das nicht abchecken läßt, kann, ich wiederhole "kann" es zu Schwierigkeiten beim Kind führen..und einen unentdecke Diabetes ist viel gefährlicher als einen gut eingestellte Diabetes und sei es nur mit Diät...

Ich selber hatte überhaupt keine Anzeichen, auch kein Zucker im Urin und trotzdem, ab ich den Zuckertest nicht bestanden und mußte streng Diät halten und mein Kleiner würde viel häufiger kontrolliert...

Dieser Test sollte absolut Pflicht sein und ich bin froh, dass jetzt doch einige FA darauf drängen, so wie auch meiner...

LG Maylu

Beitrag von ichbinhier 18.01.11 - 16:24 Uhr

Danke :-)
Unterschreibe ich voll und ganz, besser kann man es nicht ausformulieren:-)

Beitrag von nudel-08 18.01.11 - 17:50 Uhr

"Auweia...Du hast Dich aber nicht gut informiert.... "

#rofl das sagts Du einer Krankenschwester #rofl und mittl. eine Angestellten bei einer KK #rofl

Danke,selten so gelacht!

Mag sein,dass es Einige gibt,die den SS-Diabetes nicht bemerken,aber ein SS-Diabetes,der nur im selbst bezahlten Glukosetoleranztest feststellbar ist,ist ein Witz. #rofl

Sorry,habe schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht.

LG

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 18:02 Uhr

Okay, dann haben wohl einiger meiner SS-Diabetiker Freundinnen hier in Urbia und ich wohl auch, uns die SS-Diabetes wohl nur eingebildet, denn wir alle haben den Zuckertest nicht bestanden, obwohl wir alle keine Anzeichen gehabt haben und einige davon müssen jetzt auch Insulin spritzen weil die Werte voll nach oben geschossen sind...

Aber die wenigsten haben Zucker im Urin...das ist nur bei schwerster Diabetes der Fall.....aber bei einigen gibt es schon ziemliche Auswirkungen...und meistens ist das Baby zu groß und mußte leider per KS geholt werden und ist anschließend in den Unterzucker gefallen (tja, leider kein Einzelfall, ich kenn hier schon 2 Frauen, wo das so war...)

Aber Du kennst Dich ja aus....klar......

Jetzt bin ich dran mit Lachen #rofl

Beitrag von nudel-08 18.01.11 - 20:25 Uhr

#gaehn

Beitrag von lela99 18.01.11 - 18:13 Uhr

Ok, jetzt mal euren Schlagabtausch außen vor gelassen: Wie stellt man denn dann einen SS-Diabetes bzw. eingeschränkte Glukosetoleranz fest, wenn keine Anzeichen bestehen?

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 18:56 Uhr

Du einen Zuckertest, den die FA in der 24. SSW anbieten....

Ich bin immer für den großen Test:

Du kommst nüchtern morgens in die Praxis, dann nimmt man den Nüchternwert, dann musst Du einen Zuckerlösung trinken (Traubensaft) und dann wird der Blutzucker nach 1 Stunde gemessen und nach 2 Stunden...

Liegt nur 1 Wert außerhalb der Norm, spricht man von einer Glukoseintoleranz und man muss meistens Diät halten, kommt aber meistens damit hin....wenn 2 oder 3 Werte aus der Norm sind, spricht man von einer SS-Diabetes, die auch erstmal mit Diät versucht wird einzustellen, wenn das nicht klappt muss man Insulin spritzen...

Daher ist es sehr wichtig diesen Test zu machen.....weil es zu sehr großen Schäden bis hin zum Sterben des Babys im Mutteleib kommen kann..

LG Maylu

Beitrag von lela99 18.01.11 - 20:00 Uhr

Ist klar, den Test kenne ich und habe ihn auch gemacht. Meine Frage war vielmehr an deine Diskussionspartnerin gerichtet, weil ich wissen wollte, wie man aus ihrer Sicht einen Gestationsdiabetes aufspüren kann.

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 20:10 Uhr

So, wie ich sie verstanden hab durch Zucker im Urin.....#kratz

Beitrag von lilian2212 18.01.11 - 18:45 Uhr

Hallo Maylu,

ich schließe mich Deine Meinung nach voll und ganz an und zwar auch als Ärztin! Es gibt sogenannte AWMF Leitlinien für viele Erkrankungen und bezüglich des SS-Diabetes kann man nachlesen, dass die Bestimmung des Zuckers im Urin als sogenanntes Screening überholt ist. An anderer Stelle hatte ich gelesen, dass es einfach sehr ungenau ist, da viele Frauen mit SS-Diabetes eben keinen Zucker im Urin haben.
Es wäre meiner Meinung nach auch absolut sinnvoll den Glucosebelastungstest oder zumindest das Screening (50 g Glucoselösung und nur eine Blutzuckermessung nach einer Stunde) für sämtliche Schwangere ins Vorsorgeprogramm aufzunehmen. Zumal ich glaube, dass die Kosten für den Test weit unter dem liegen, was ein nicht erkannter SS-Diabetes anrichten kann. Laut den Leitlinien vermutet man bei 28% der Kinder, die im Mutterleib sterben einen unerkannten SS-Diabetes. Abgesehen von der hohen Kaiserschnittrate, weil die Kinder oft überdurchschnittlich groß sind, kann es auch nach der Geburt zu gefährlichen Hypoglykämien beim Säugling kommen, die nicht erkannt rasch zu Hirnschädigungen führen können.

Wenn man den Test selber bezahlen muss, liegen die Kosten zwischen 15 und 35 Euro. Ich glaube davon wird, abzüglich der Zuckerlösung kein Arzt reich. Dies nur am Rande.

Liebe Grüße,
Silke mit #ei + #ei (14+5)

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 18:52 Uhr

Danke, manchmal fühlt man sich schon etwas verschaukelt....

...ich bin nämlich aus allen Wolken gefallen, als ich das Ergebnis gehört habe....und bei mir war nur der Nüchternwert schlecht....und ich bin haarscharf am Insulin vorbei gekommen und hab einen gesunden, normalgewichtigen Jungen auf die Welt gebracht, der nach der Geburt nicht unterzuckert ist.....

...und ich hatte niemals Zucker im Urin...bin nicht übergewichtig, hab nicht viel zugenommen, die Fruchtwassermenge war normal, Baby war nie zu groß usw...

Viele zahlen so viel Geld für einen extra US, der eigentlich ja nichts bringt....aber beim Zuckertest dann geizig werden..

Viele Dank für Deinen fachmännischen Kommentar....

Liebe Grüße,
Maylu

Beitrag von nudel-08 18.01.11 - 20:45 Uhr

Hallo Silke,

nehmen wir mal Deine Theorie stimmt.
Warum bist Du dann die Einzige mit der Meinung.Nicht nur meine Fa`s,auch die Ärzte im Kh,sowie alle KK sind nicht der Meinung. Wie kommt das zustande? Warum ändern die ihre Meinung nicht?
Wenn es so wäre,wie Du es beschreibst, möchte ich Dir gern Recht geben und sagen,man soll es ins Standartprogramm aufnehmen.

Übrigens bieten meine FA`s diesen Glucosetoleranztest natürlich auch an,aber leider für 80 Euro. Die Arztpraxen machen wirklich aus der emotionalen Not einer Schwangeren eine Tugend. Das ist nicht nachzuvollziehen,ausser das dahinter Geldgeilheit steckt.Sorry,wenn die Praxen wenigstens nur den wirklichen Preis verlangen würden,auch bei anderen Untersuchungen,dann würde ich nichts sagen.Aber Wucher muss nicht unterstützt werden und das Gejammer vom Geld der Ärzte ist unerträglich.
Ich habe leider eine sehr böse Erfahrung mit sowas gemacht und musste gegen einen Arzt per Anwalt dagegen vorgehen.Mein Erfolg lag darin,dass ich das Geld einer sinnlosen solchen IGEL-Leistung in der SS,zurückbekam. In meinen Augen ist das Beweis genug.

Ich arbeite nicht mehr im KH,sonst käme ich zum Einkaufspreis (Lösung kostet ca. 7 Euro) an einen Glucosetoleranztest ran.

LG nudel

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 21:33 Uhr

Sorry, da muss ich mich jetzt nochmal einmischen.....ich finde diesen Thema einfach zu wichtig....

Also, mein FA ist auch der Meinung, die FA von 2 Freundinnen hier in München sind auch der Meinung....meine Diabetologin ist der dieser Meinung und sie ist aus dem Endokrinologikum hier in München (eine große Vereinigung von FA)....in dem Krankenhaus wo ich entbunden habe, sind sie auch der Meinung...Wie Du siehst kann ich genau so mit Fachleuten aufwarten wie Du....und über die Logik von KK möchte ich mich jetzt hier nicht auslassen...das ist meistens auch reine Willkür, und völlig logikfrei....da hätte ich Dir auch ein paar Beispiele...

Außerdem ist der kleine Glukosetest in den meisten Praxen in München kostenlos (eine Kulanz von den Ärzten!!!!) und der große Test kostet 25 Euro, dass ist jetzt nicht wirklich die Welt (davon lässt sich ein BMW bestimmt nicht unterhalten)


Beitrag von marjatta 18.01.11 - 16:06 Uhr

Also in den USA ist dieser Test Standard, da man einen SS-Diabetes nicht bemerkt, anders als ein Diabetes Typ 1/2. Darüber hinaus ist Diabetes in der SS für Mutter und Kind lebensgefährlich, wenn er nicht erkannt wird.

Er kann zu Makrosomie beim Kind und kindlicher Unreife im Verhältnis zur SS-Woche führen. Bei der Geburt bestehen für Kind als auch für die Mutter Lebensgefahr.

Von daher finde ich diesen Test wirklich wichtig und würde ihn - selbst wenn es in den vorherigen SS gut gegangen ist, auf jeden Fall machen. Habe ihn in der ersten SS gemacht und werde ihn auch dieses mal wieder machen lassen, auch wenn ich die 25 EURO dafür selbst berappen muss.

Gruß
marjatta

Beitrag von maylu28 18.01.11 - 16:20 Uhr

Ich finde, dass ist einer der wichtigsten Test in der SS und finde es nicht gut, dass die Krankenkassen da noch nicht mitziehen....

SS-Diabetes kann absolut ohne Anzeichen ablaufen, auch 2 Schwangerschaften, die gut verlaufen sind, schließen die Diabetes leider nicht aus....

Unentdeckt sehr gefährlich für das ungeborene Baby.....

Noch vor ein paar Jahren hat man das anderes gesehen aber heute sollte es jede Schwanger machen...

Mich hatte es auch erwischt..ohne Anzeichen, keinerlei Risikogruppe und doch hatte ich strenge Diät und bin nur mit sehr viel Disziplin am Spritzen vorbei gekommen...

LG Maylu

Beitrag von gingerbun 18.01.11 - 21:28 Uhr

Hallo,
mein Doc. hat mir gesagt dass er mir zum Test geraten hätte wenn irgendwas auffällig gewesen wäre. Letztens hatte ich etwas Zucker im Urin das war aber nach einer Woche nicht mehr. Das Kind war nie zu gross .. von daher.. Ich habe also keinen Zucker-Test gemacht.
Gruß!
Britta

Beitrag von annazoe 19.01.11 - 08:08 Uhr

Liebe Bitta,

danke endlich mal ne Meinung die mich nicht gleich als Kindsmörderin dastellt......Mann ich habe Antworten bekommen. So nach dem Motto: Sag mal wie blöd bist du denn das Du das nicht weißt usw.
Ich habe schon zwei Kinder und alle waren normal groß und haben nach 6 Wochen durchgeschlafen und man mußte nix zufüttern.
Ich denke ich werde es wie du machen und auf mein Bauchgefühl hören denn damit bin ich bis jetzt immer am besten gefahren.
DANKE!!!
Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von gingerbun 19.01.11 - 12:13 Uhr

Kindsmörderin? Himmel! Ich denke heute wird einfach alles untersucht was es zu untersuchen gibt. Aber da mache ich auch nicht mit. Mein Arzt ist echt sehr erfahren, ruhig und macht keine Panik. Und dem glaub ich auch wenn er sagt er macht den Test nur, wenn irgendwas darauf hinweist. Und genauso sehe ich das auch obwohl ich kein Medizinstudium habe :-) Nicht jede Schwangere hat immer alles. Alles gut!
Lieben Gruss!
Britta