Einleitung verschieben und Homiopathische Mittel verwenden

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von angela-25 18.01.11 - 17:15 Uhr

Hallo,

nach Meinung des KH soll morgen die Geburt eingeleitet werden.Ich wäre erst ET+7!! Nach Meinung meiner Nachsorgehebamme wäre das viel zu früh. Kind geht es gut!!!
Somit habe ich nochmal mit dem KH telefoniert und die meinten es wäre nur eine Empfehlung gewesen.

Jetzt habe ich den Termin erstmal auf Eis gelegt und soll trotzdem morgen vorbei kommen zum erneuten Check.
Ich habe Homiopathische Rezepte zur möglichen Geburtseinleitung von meiner Nachsorgehebamme bekommen.
1. Nelkenöltampon
2. Himbeerblättertee
3. Wehencocktail

Hat jemand von euch damit Erfahrung gemacht und hat es geholfen?

Lg Angela-25

Beitrag von tosse10 18.01.11 - 17:20 Uhr

Hallo,

also der Tee löst keine Geburt/Wehen aus.

Das mit dem Tampon habe ich schon mal gehört, weiss aber nicht aus Erfahrung ob und wie er wirkt. Wäre deine Hebi denn bei dem Cocktail dabei? Man sagt ja immer das man es nicht unkontrolliert machen soll. Oder sollst du vielleicht sogar alles kombinieren?

Ich würde es auf jeden Fall erst mal mit der Hebi versuchen, solange es dem Baby noch gut geht. Einleiten kann man später immer noch.

LG

Beitrag von nadja.1304 18.01.11 - 17:20 Uhr

:-) Das sind keine homöopathischen, sondern schlicht und ergreifend natürliche Mittel. Globulis wären das, was du meinst. Da gibt es auch einiges zum Wehen anregen, aber da müsstest du einen Heilpraktiker fragen, der sich gut damit auskennt. Denn nicht jedes Kügelchen ist für Jeden geeignet.
Also schaden tut es sicher nicht, wobei ich nicht glaube, das Himbeerblätter-Tee Wehen macht. Er lockert nur die Muskulatur, was aber wiederrum gut ist, da dein Baby da natürlich besser durchkommt. Der Wehencocktail soll sehr gut sein wenn man tatsächlich geburtsreif ist (oder eben das Baby). Wenn deine Hebamme dir dazu geraten hat, dann kannst du den sicherlich ruhigen Gewissens nehmen. Nelkenöltampon, davon hab ich noch kaum was gehört. Aber sicherlich haben hier einige Frauen schon Erfahrungen mit der Anwendung gemacht. Drück dir die Daumen, dass das natürliche Anschubsen was bringt.
LG Nadja mit Bauchmaus et-4 (trink Himbeerblätter-Tee seit der 36.ssw :-) )

Beitrag von miri83 18.01.11 - 17:22 Uhr

Ich trinke seit der 36. SSW Himbeerblättertee, aber dieser ist meines Erachtens keineswegs wehenfördernd, sondern soll lediglich den Muttermund weicher machen...

Ich bin heute auch bei 40+4 und habe keinerlei Anzeichen von Wehen noch ist mein MuMu bereits geöffnet bzw. durchlässig.

Werde vss. am Freitag bzw. am Montag zur Einleitung ins KH überwiesen, jedoch hab ich mir geschworen keine 7-10 Tage einleiten zu lassen, was ich nun schon öfters gelesen/gehört habe, dann zieh ich lieber einen KS vor.

Vom Wehencocktail habe ich bisher auch nichts positives gehört/gelesen, nur dass dieser zu 90% bei einem KS endet, weshalb auch immer.

Alles Liebe,

LG Miri + Babyboy inside (40+4) #verliebt

Beitrag von icknick 18.01.11 - 18:31 Uhr

"Vom Wehencocktail habe ich bisher auch nichts positives gehört/gelesen, nur dass dieser zu 90% bei einem KS endet, weshalb auch immer. "

Das ist Blödsinn!

Beitrag von manenshki 18.01.11 - 17:57 Uhr

Hallo,

also in meiner 1. SS war ich 40+4 als ich meiner FÄ mitteilte, dass Sie mich zur Einleitung anmelden sollte.
Warum ich das wollte? Ganz einfach, eine Freundin von mir war 5 Tage überfällig, wurde vom KH nach Hause geschickt, am nächsten Tag ist sie wieder ins KH, da war ihr Baby tot. Am Tag vorher war alles i.O.!
Will keinem Angst machen, sondern nur meine Einstellung mitteilen.
Ich musste dann nicht mehr zur Einleitung, einen Tag nach der Anmeldung kam unsere Kleine.
Aber ich würde, wenn ich diesmal wieder über ET gehe, einleiten lassen.

Viel Glück Euch allen.

Beitrag von icknick 18.01.11 - 18:35 Uhr

Der Nelkenöl-Tampon soll gut wirken. Rezept habe ich keines parat, aber das weiß sicher Deine Hebamme. Ansonsten soll Nippel-Stimulation sehr effektiv sein: 1 Minute beide Nippel massieren/reiben, dann 1 Minute Pause und wieder 1 Minute massieren. Das Ganze einige Male wiederholen und warten, was passiert. Man sagt, eine wehenbereite Gebärmutter produziert innerhalb einer Stunde Wehen. Ob das dann allerdings Geburtswehen werden, mußt Du sehen.
Alles Gute!

Beitrag von zwei-erdmaennchen 18.01.11 - 19:10 Uhr

Hi,

also Himbeerblättertee bewirkt keine Wehen sondern nur ein weicheres Gewebe - das allerdings auch nur wenn man ihn eine Weile vor der Geburt zu sich nimmt. Von zwei/drei Tagen wirst du da vermutlich keinen Erfolg merken.

Nelkenöltampons kenne ich persönlich nicht. Ich habe nur gelesen, dass es für das Baby nicht schön sein soll wenn die Geburt dann bald danach stattfindet weil das Öl in den Augen wohl mehr als unangenehm sein soll. Kann ich mir auch vorstellen, dass das keinen Spaß macht. Also ich würd mir das nicht freiwillig in die Augen und auch nicht in den Mund reiben #zitter.

Den Wehencocktail kannst du probieren, allerdings solltest du das nur in ärztlichem Beisein oder wenigstens in Anwesenheit der Hebamme machen. Denn das enthaltene Rhizinusöl regt den Darm an und das wiederum kann wehenauslösend wirken. Allerdings habe ich am eigenen Leibe erlebt wie mir dadurch der Kreislauf weggesackt ist weil das gleich mit Wehen von 0 auf 100 anschlug und ich nicht mehr genug Sauerstoff bekam vor lauter Schmerzen. Ich für meinen Teil würde das nie wieder nehmen - auch nicht unter Aufsicht #aerger

Generell ist es oft ein gutes KH wenn es eine Einleitung nicht erst dann empfiehlt wenn es anfängt brenzlig zu werden. Diese Einleitungen sind nämlich dann mit einer Holzhammermethode zu vergleichen. Da ist meistens nicht viel schönes mehr dran. Eine sanfte Einleitung ist für dich und für dein Kind gut zu verkraften. Das einzig nervige an der sanften Variante ist eben, dass es mehrere Tage dauern kann. Aber dann nicht mit Hammerwehen sondern meistens relativ entspannt und du hast ja immer wieder Pausen dazwischen. Wenn erst dann eingeleitet wird sobald grenzwertige Ergebnisse da sind, dann muss das Kind eben schnell auf die Welt. Dadurch, dass da dann kaum Erholungspausen gemacht werden können ist es sowohl für dich, vor Allem aber für das Kind stressig. Und da kann es schnell passieren, dass das Fruchtwasser grün wird oder die Herztöne abfallen. Und dann müssen sie eben handeln was auch einen KS bedeuten kann.

Ich hatte beim zweiten Kind bei ET-3 eine sanfte Einleitung. Und ich fand das überhaupt nicht tragisch.

Auch ein Wehencocktail ist eine Form der Einleitung - wenn auch eine natürliche. Und auch nicht zu unterschätzen. Im KH wir der Wehencocktail bei einer Einleitung meist erst eingesetzt nachdem ein Wehenbelastungstest gemacht wurde eben um zu sehen wie das Kind auf plötzliche heftige Wehen reagieren würde. Wobei es natürlich nicht immer so heftig anfangen muss.

Klar kann es sein, dass dein Zwerg sich die nächsten Tage noch von alleine auf den Weg macht. Kann aber eben auch sein, dass nicht.

Liebe Grüße und alles Gute
Ina #winke

Beitrag von icknick 18.01.11 - 19:25 Uhr

Zum Thema Nelkenöltampon: Bevor das Kind das Öl ins Gesicht bekommen kann, geht noch das Fruchtwasser vorbei. Und bis zum Blasensprung ist es ohnehin geschützt. Zudem kippt man das Öl nicht pur auf den Tampon, sondern in einer geringen Dosierung in einem Träger-Öl.
Ich glaube die Vorstellung von Öl im Gesicht des Kindes ist sehr plastisch und bißchen übertrieben...

Beitrag von zwei-erdmaennchen 18.01.11 - 21:46 Uhr

Das ist mir schon auch klar, dass da keine Liter Öl drauf sind. Hab ich auch nie behauptet. Trotzdem ist auch ein Mini-Tropfen Öl im Auge unangenehm. Und mal abgesehen davon, dass Fett nicht wasserlöslich ist - nicht selten kommt der größte Schwall Fruchtwasser erst mit dem Kind raus weil der Kopf so gut abdichtet. Ich würde es selber eben nicht machen...

LG

Beitrag von icknick 18.01.11 - 22:19 Uhr

Kann ja auch GsD jeder selber entscheiden. Ich für meinen Teil würde das verschwindend geringe Risiko, daß meinem Kind was am Auge kratzt in Kauf nehmen und den Nelkenöl-Tampon einer medikamentösen Einleitung vorziehen. :-)