Lohnen sich die Partnermonate überhaupt??

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von janina2811 18.01.11 - 18:35 Uhr

Hallo und guten Abend,

ich muss mal wieder ne Frage bzgl. Elternzeit/Elterngeld loswerden:

Mein Mann verdient deutlich mehr als ich.

Wir hatten erst überlegt, dass er die ersten beiden Lebensmonate unseres Kindes (also wenn ich im Mutterschutz bin und Mutterschaftsgeld bekomme) zu Hause bleibt. Dann hätte ich noch mein volles Einkommen bzw. Mutterschaftsgeld plus Arbeitgeberzuschuss. Das ist nun aber schlecht, da er genau dann einen wichtigen Lehrgang hat (er ist Bundesbeamter).

Wenn wir danach irgendwann gleichzeitig Elternzeit nehmen würden, also beide nur 67 % unseres Nettolohns bekommen würden, würde uns das finanziell zu knapp.

Dass er seine Partnermonate an meine "dranhängt" ist auch nicht nötig, da ich 2 Jahre zu Hause bleiben werde.

Es fragt sich nun, ob sich Partnermonate in unserem Fall überhaupt lohnen würden... Wenn er keine Elternzeit nimmt, gehen uns natürlich 2 Monate Elterngeld in gewisser Weise durch die Lappen - aber dafür bekommt er in der Zeit sein volles Gehalt, was letztlich natürlich mehr ist. (Ob das Geld dann vom Bund als Arbeitgeber kommt oder vom Bund als Sozialamt, ist dann auch egal.)

Somit wäre es doch finanziell eigentlich Quatsch, oder?

Ich hoffe, das war verständlich. #schwitz

LG, Janina

Beitrag von caracoleta 18.01.11 - 18:44 Uhr

Uns gehts da genauso, bzw. noch verschärfter, da mein Gehalt rund 1/4 niedriger ist als das meines Mannes und die finanziellen Einbußen, sollte er Elterzeit nehmen, wirklich extrem sind.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie sich das auswirkt, wenn man in der Elternzeit arbeitet-vermutlich aber so, dass sich das Eltergeld deutlich verringert, so dass es sich auch kaum lohnen wird.
Wie es aussieht, werden wir also auch nur 12 Monate Elternzeit für mich nehmen, leider

Beitrag von knusperflocke99 18.01.11 - 18:45 Uhr

Wir nehmen die Partnermonate wohl auch nicht in Anspruch.
Eigentlich aus dem fast gleichen Grund.

Mein Freund verdient im Moment auch um einiges mehr und die 65 % bzw max 1.800 € würden schon ein gutes Stück weniger sein als vorher.
Zudem werde ich auch (bisher geplant) mehr als das eine Jahr zu Hause bleiben.

Also ich würde es gerne davon abhängig machen wie so der Alltag mit dem Zwerg laufen wird (ist ja unser erstes). Vielleicht kommen wir dann ja doch noch auf die Idee die Monate zu nutzen um bisschen Zeit zusammen zu haben bzw. etwas entlastet zu werden.

Aber ich glaub man muss sie recht früh für die Partnermonate entscheiden #schwitz

Beitrag von aliceonline 18.01.11 - 19:05 Uhr

denkt ihr denn nur an das geld? es ist doch auch toll, wenn die väter rund um die uhr mal da sind und die entwicklung der kinder mitbekommen. Also ich finde man kann die finanz. einbußen doch sicher lich mal überbrücken.


also ich finde da sollte man nochmal drüber nachdenken.

alice

Beitrag von hael 18.01.11 - 19:15 Uhr

Wenn es darum geht, dass er auch was vom Baby hat, könnte es sich für euch lohnen, dass er einfach sein Urlaub nimmt. Ich meine, dass er seine 4 Wochen Urlaub spart und auf einmal nimmt, falls es möglich ist.

Beitrag von anyca 18.01.11 - 19:48 Uhr

Ich verstehe Deine Frage nicht. Die Partnermonate sind ja nicht dazu da, Euch einen finanziellen Vorteil gegenüber der Erwerbstätigkeit zu verschaffen, sondern den Nachteil auszugleichen, der ohne Einkommen entstehen würde.

Die Frage ist doch, will Dein Mann zwei Monate echt gut bezahlte Auszeit nehmen, um für das Kind / die Familie da zu sein?

Beitrag von bunny2204 18.01.11 - 20:14 Uhr

Bei uns lohnt es sich eigentlich nicht, wir haben 2007 und 2009 auch darauf verzichtet.

Diesmal wird mein Mann aber in Elterzeit gehen, während meiner Mutterschaftszeit. Wir müssen ca. 500 Euro pro Monat vom Sparbuch holen um über die runden zu kommen, aber das sind uns die beiden Monate wert.

Es ist definitiv unser letztes Kind und wir wollen die ersten Wcohen nochmal richtig geniessne.

LG BUNNY #hasi

Beitrag von mamajo 18.01.11 - 20:21 Uhr

Hallo Janina!

Die Partnermonate lohnen sich auf jeden Fall: 2 Monate bei seinem Kind sein zu dürfen, es von morgens bis abends erleben zu dürfen und dafür noch gutes Geld zu bekommen... von der Seite sollte man das Ganze mal betrachten.

Man weiß doch früh genug, dass es finanziell ein weniger enger wird, dann legt man sich im Vorfelde halt Geld zurück.

Wir haben die 2 Monate, die mein Mann zu Hause war, in vollen Zügen genossen und würden es immer wieder so machen. Leider wird es kein weiteres Kind geben.

Mein Mann ist den 10. und 12. Monat zu Hause geblieben. Es war einfach toll und diese gemeinsam erlebte Zeit kann uns niemand mehr nehmen!

LG #blume

Beitrag von frau_e_aus_b 18.01.11 - 20:29 Uhr

Mein Mann (Soldat) hat seine beiden Vätermonate um den 1. Geb herum gemacht.
Eigentlich wollte er gleich ab Geburt 2 Monate zu Hause bleiben, aber das ging nicht (er musste 2 Wo nacht der Entbindung für 6Monate weg, war aber zum glück immer samstags und so vormittag zuhause).
Das er die Vätermonate erst "so spät" genommen hat war eine sehr gute Entscheidung. Er konnte schon viel mehr mit unserem Sohn anfangen und wir 3 haben die 8Wochen sehr genossen.

Klar finanziell hatten wir eine kleine Einbuße aber das war es uns wert.
Wäre mein Arbeitsvertrag nicht kurz nach der Entbindung ausgelaufen, wäre er auch länger zu hause geblieben und ich wäre wieder arbeiten gegangen.
Naja vielleicht beim nächsten Kind.

LG
Steffi

Beitrag von schmusimaus81 18.01.11 - 20:33 Uhr

Hallo,

die Partnermonate sind ja dafür da, dass der Partner eine gewisse Zeit lang für das Kind Zeit hat. Muss man dann so genau nach dem Geld schauen? Ihr könnt die Partnermonate ja auch teilen in 2x je 1 Monat. Wenn euer Kind z.B. Mitte eines Monats geboren wird, hat dein Mann 1/2 Monatslohn von seiner Arbeit und im nächsten Monat auch nochmal 1/2 Monatslohn (bei niedrigerem Brutto sind ja auch die Abzüge weniger). Und den Rest halt die 65% von seinem durchschnittlichem Netto.

Wenn ihr plant, dass er die ersten beiden Monate daheim bleibt, wenn du noch im Mutterschutz bist, dann kann das geldmäßig gründlich schiefgehen. WEIL du dein Mutterschutzgeld von der Krankenkasse erst bekommst, wenn die Geburtsurkunde hingeschickt und bearbeitet wurde. Und bei mir wars beim 2. Kind z.B. so, dass ich die Geburtsurkunde erst 2 Wochen nach der Geburt vom Krankenhaus bekommen habe und somit zögert sich auch die Überweisung des Mutterschutzgeldes hinaus.

Genauso ist es beim Elterngeld. Die warten auch auf die Geburtsurkunde, brauchen dann noch Unterlagen von euch, unter Umständen fehlt dann was, was nachgefordert wird und es können 2 Monate vergehen, bis euch das erste Elterngeld (im Beispiel deines Mannes, deins fängt ja sicher erst nach den 8 Wochen Mutterschutz an) überwiesen wird. Somit hätte dein Mann in der Zeit 2 Monate kein Einkommen.

Mein Mann hat beim 2. Kind den 3. und 4. Lebensmonat Elternzeit genommen. Beantragt haben wir dies gleich mit meinem Elterngeldantrag. Also direkt nach der Geburt (nach Erhalt der Geburtsurkunde vom Krankenhaus). Den Bescheid übers Elterngeld haben wir erst kurz vor seinem Elternzeitbeginn erhalten. Sein Elterngeld kam dann gerade rechtzeitig.

Liebe Grüße
Antje

Beitrag von bananeneis86 18.01.11 - 22:43 Uhr

Hallo,
also ich kann nur soviel sagen, wir sind total froh das es die Möglichkeit der Partnermonate gibt. Unsere Maus wird ca 6 Wochen auf der ITS liegen und die ist 1 1/2h Stunden von uns daheim entfernt. Wir werden beide diese ganze zeit zusammen bei unserer Maus sein, d.h. mein Mann nimmt die Vätermonate gleich nach der Geburt während ich Mutterschutzgeld bekomme. Uns fehlen dann auch einige Kröten im Monat aber ich muß sagen, es ist uns sowas von sch...egal wieviel Geld uns fehlt. Irgendwie schaffen wir das schon. Also so machens wir, aber ich denke das muß jedes Paar für sich alleine entscheiden. Lg

Beitrag von gingerbun 18.01.11 - 22:55 Uhr

Hm schlecht zu sagen aber mein Mann nimmt nach der Geburt einen Monat Elternzeit und am Ende einen Monat und darum geht es hauptsächlich um die Zeit die er mit unserem zweiten Kind hat. Beim ersten Kind hat er auch schon die Partnermonate genommen. Wenn es finanziell nun gar nicht drin ist dann sollte man es sich halt gut überlegen. Einbußen machen wir geldmässig auch, aber das ist ja nicht alles, also das liebe Geld :-)

Beitrag von chris1179 19.01.11 - 08:12 Uhr

Hallo,

mein Mann wird seine beiden Partnermonate direkt nach der Geburt nehmen.

Ums Geld geht es uns dabei ganz sicherlich nicht, sondern um die Möglichkeit, dass auch er eine Zeit lang intensiv bei seinem Kind sein kann ohne ständig an Arbeit denken zu müssen.

Außerdem denke ich, dass es gerade in der ersten Zeit nicht nur für die Mütter, sondern auch für die Väter recht stressig sein kann, wenn das Kind die Nächte noch nicht durchschläft.

Wenn dann mein Mann nach einer durchwachten Nacht morgens einfach mal liegen bleiben kann, das ist doch auch nicht zu unterschätzen ;-)

Also wir machen es definitiv nicht wegen dem Geld, sondern wegen der Zeit zu dritt!

Lg Christina + Krümelchen (23+0)

Beitrag von wemauchimmer 19.01.11 - 09:42 Uhr

Hallo Janina,

bei der Geburt unserer 2. Tochter habe ich 2 Partnermonate genommen und das hat sich wirklich gelohnt.
Ich habe aber in der Zeit 30 Stunden teilzeit gearbeitet und nur den Sockelbetrag beantragt, wegen der Kappung hat sich das andere nicht gelohnt. So war das Elterngeld nur ein gewisser Ausgleich für den Minderverdienst. im Ergebnis konnte ich jeden Tag sehr früh Feierabend machen und mich mit der Großen beschäftigen, was eine sehr große Entlastung für meine Frau bedeutete. Und natürlich gab es dadurch gewissen finanzielle Einbußen, aber das war die Sache wirklich wert.
Vielleicht kann Dein Mann es ja auch so machen, und somit auch seinen Lehrgang mitnehmen.
Jetzt, bei der Geburt unseres 3., werde ich keine Partnermonate nehmen, denn die Kinder sind inzwischen im Kindergarten und somit besteht der damalige Grund nicht mehr.
Klar, Partnermonate zum Baby versorgen brauch ich jetzt nicht - da hab ich wahrlich genug Gelegenheit am Abend und am Wochenende dazu.
LG

Beitrag von eddi1980 19.01.11 - 16:57 Uhr

wenn man es nur vom geldbeutel abhängig macht, dann lohnt es sich wahrscheinlich bei vielen nicht.

mein mann wird 2 monate nehmen. 1 monat direkt nach der geburt plus 4 wochen urlaub (teilw. resturlaub von 2010) und dann nochmal nach einem halben jahr oder jahr.

ich finde das super, weil er mich dann in der ersten zeit unterstützen kann und auch das baby von anfang an mal richtig erleben kann. glaube diese erfahrung ist mit geld nicht aufzuwiegen. entscheiden muss das aber - wie bei allen dingen - jeder selbst.