Freundin depressiv?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von bennyhill 18.01.11 - 22:10 Uhr

Hallo,

vielleicht erinnert sich der ein oder andere an meine letzten beiden Postings. Darin ging es um meine Freundin und der Tatsache, dass sie nicht redet, wenn es Probleme gibt. Nun ist die Katze aus dem Sack und sie hat mir ihre Probleme gestanden. Zwar unschöne Sachen, aber (wie ich finde) längst kein Grund für Drama. Jedenfalls bin ich an einem Punkt angekommen wo ich mich frage, ob sie vielleicht depressiv sein könnte und darum mit den Dingen gleich so am Ende ist. Ihr schlagen die Dinge auf den Magen und sie kann kaum noch schlafen. Jetzt kommt auch noch hinzu, dass sie nicht möchte, dass ich zu ihr fahre. Meinte heute als ich fragte, ob ich zu ihr kommen soll morgen (ich möchte sogar sehr gerne), dass sie lieber erst mal ihre Ruhe brauche und vllt nächste Woche... Bin da etwas stutzig, um ehrlich zu sein. Jeder Mensch hat so seine Probleme und gemessen am Durchschnitt ist sie nicht schlimmer dran als jeder andere von uns. Finde ich zumindest. Jedenfalls wirkt das alles auf mich sehr seltsam, dass ich mich schon frage, ob sie depressiv sein könnte und darum so arge Probleme hat mit dem was so passiert. Bin mitlerweile mit meinem Latein am Ende und so langsam kommt das Gefühl hoch, dass meine Liebe einfach nicht mehr reicht. Gerade, weil wir noch nicht so lange zusammen sind finde ich, dass für das bischen Zeit schon ganz schön am Bogen gezogen wurde. Möchte sie schon gerne unterstützen, aber sie macht auch noch einen auf "ich brauche keine Hilfe, weiss was ich zu tun habe". Aufgeben ist nicht mein Ding, wenn ich sehe, dass ich was tun kann. Auf der anderen Seite geht auch mir langsam die Kraft dafür aus. Eigentlich müsste unsere Liebeswelt noch schön rosa sein und alles wunderschön und toll. Verzweifle langsam an der Scheiße.

Beitrag von bennyhill 18.01.11 - 22:28 Uhr

NACHTRAG:
Mitlerweile ist das so, dass wir nicht mehr miteinander schlafen, sie sich sofort zum schlafen im Bett rumdreht und sie mir auch nicht mehr in die Augen schaut. Wir kuscheln auch nicht mehr auf der Couch oder im Bett. Bin jetzt kein Kuschelbär, aber ich merke schon, wenn plötzlich gewohnte Dinge wegfallen.

Beitrag von ..gut möglich.. 18.01.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

das kann gut sein, dass sie depressiv ist.

Unter Umständen hat sie auch noch andere psychische Probleme.

Dass sie keine körperliche Nähe mehr zu Dir sucht, heisst noch lange nicht, dass sie das nicht möchte.. Vielleicht wartet Sie nur immer wieder auf Deine Initiative, weil Sie aus irgendeinem Grund nicht aus ihrer Haut kann...

Und auch dass Sie sagt, Sie will Dich nicht sehen, das muss noch lange nicht heisse, dass sie dich nicht liebt.

Evtl hat sie wirklich einfach nur das Bedürfniss für sich zu sein und möchte aber auch spüren, dass Du dabist, wenn Sie es möchte.

Wer weiss. das ist alles möglich.

Klingt mir schon sehr nach einer depression, aber feststellen kann das hier sicher keiner.


LG

Beitrag von bennyhill 18.01.11 - 23:00 Uhr

Ich halt mir mal im Hinterkopf was du geschrieben hast. Vielleicht hast du Recht. Ich glaube die größte Angst ist, dass ich so viel gebe und am Ende den Laufpass bekomme. Hab schon genug mitgemacht in den letzten Jahren, dass ich sowas nicht mehr haben muss.

Beitrag von hedda.gabler 19.01.11 - 00:52 Uhr

Hallo.

So leid es mir tut ... Du hast schon längst den Laufpass bekommen, willst es aber nicht wahrhaben.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von blaue-rose 18.01.11 - 23:23 Uhr

Hallo benny,



es ist gut möglich das sie in eine Depression fällt.

Ich denke sie hat aber ein sehr großen Schritt getan, sie hat dir von ihren Problemen erzählt. Ich weiß nicht was ihr Probleme bereitet. Sei aber bitte sehr vorsichtig beim bewerten ihrer Probleme. Es kann sein das die Probleme für dich kein Grund für ein Drama sind, aber ihr den Boden unter den Füßen weg zieht. Probleme wirken sich oft ganz unterschiedlich aus. Was für einen belanglos aussieht wirft den anderen eventuell aus der Bahn.

Die Aussage das sie keine Hilfe benötigt ist die übliche Antwort von betroffenen die Angst haben Hilfe anzunehmen oder in einer Sucht stecken.

Wenn du sie liebst und an ihr festhalten möchtest biete ihr deine Hilfe und Unterstützung an, setze sie aber nicht unter Druck.
Sollte aber deine Kraft am Ende sein dann bleibt dir nur eine Trennung.



Freundliche Grüße

blaue-Rose

Beitrag von hedda.gabler 18.01.11 - 23:39 Uhr

Hallo.

Die Frau will Dich nicht (mehr) ...

... und inzwischen kann ich sie sogar verstehen.

Nix für ungut.
Gruß von der Hedda.

Beitrag von ?*?*? 18.01.11 - 23:59 Uhr

Hallo Hedda,

<<Die Frau will Dich nicht (mehr) ... >>

das war auch mein erster Gedanke.

<<... und inzwischen kann ich sie sogar verstehen>>

warum siehst Du das so (ist der erste Beitrag den ich hier von ihm lese)?

LG

?*?*?

Beitrag von hedda.gabler 19.01.11 - 00:49 Uhr

Hallo.

Es gab schon zwei Beiträge vorher ...

... ich glaube einfach, dass bei ihm alles zu viel ist ... zu bemüht, zu lieb, zu nah ... bei solchen Männern (und das ist gar nicht abschätzig gemeint, es gibt sicher Frauen, die das mögen) kann man Beklemmungen bekommen.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=16&tid=2969817
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=16&tid=2980507

Gruß von der Hedda.

Beitrag von ?*?*? 19.01.11 - 10:19 Uhr

Danke jetzt kenn ich mich aus.

Oh weh... Armer Kerl...

Hm... ja das könnte zu viel sein.

Wobei ich mal eine Frau kannte die immer so getan hat als könnte sie alles allein und ihrem Freund dann doch vorgeworfen hat das er sie allein gelassen hat (also insgeheim Sätze erwartet hätte wie: "Ich lass dich doch in so einer Situation nicht alleine" usw.)...
Es gibt schon solche komischen Frauen auch...

LG

?*?*?

Beitrag von flogginmolly 19.01.11 - 07:52 Uhr

Hallo,


zu erst schockiert mich ein Satz ganz stark :

>>Aufgeben ist nicht mein Ding (...)<<

Das kling als hättest du es dir zu einem Projekt gemacht, dass diese Beziehung klappt. Ihr kennt euch 5 Wochen lang und du erwartest ein Vertrauensverhältnis wie bei einem alten Ehepaar.
Du schreibst selber dass du sofort redest wenn du ein Problem hast und was ich hier von dir lese, klingt sehr egozentrisch

''Ich gebe''
''Ich helfe''
''Ich rede''

etc.

Du weißt nun wo ihr der Schuh drückt, aber spielst es sofort runter, hast du dir schon mal überlegt, dass es für sie vielleicht nicht so harmlos ist wie für dich.
Für jemanden den es nicht in erster Instanz betrifft ist es einfach zu sagen, es sind Probleme die fast jeder hat, aber für die Person die eben davon betroffen ist, stellt es sich nicht so einfach das, die Dinge so zu sehen, einfach zu sagen, die anderen haben auch Probleme also wird es schon nicht so schlimm sein.

Dir geht es, so macht es den Anschein beim lesen auch nicht darum, deiner Freundin bei zu stehen, sondern es wurmt dich, dass sie dich nicht als Heiland in der schimmernden Rüstung sieht und dich um Hilfe bittet.
Es liest sich so, als wolltest du, dass sie sich dir öffnet um deiner Willen, damit du dich als ''Helfer in der Not'' profilieren kannst, was an sich nicht sooo verkehrt ist, wenn es dir dabei um etwas mehr ginge als das eigene Ego.


Grüße

Beitrag von sniksnak 19.01.11 - 10:18 Uhr

Hola,

ich denke auch, dass sie nicht mehr will - und damit meine ich die Beziehung.
Sie traut sich nicht, es dir zu sagen und daher "schlägt ihr alles auf den Magen" etc, wer verletzt schon gerne!?
Nur weil deiner Meinung nach etwas nicht ganz konform verläuft, sind die Menschen nicht gleich depressiv.

LG
sniksnak, die dir empfieht, sie erstmal in Ruhe zulassen.