Unsere Familienministerin ist schwanger!

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Forum: Politik & Philosophie

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Beitrag von arielle11 19.01.11 - 08:12 Uhr

Guten morgen!

Die frohe Botschaft ist verkündet, Frau Schröder ist schwanger!

Wie herrlich, jetzt wird uns die Superwoman vor Augen führen wie einfach es doch ist Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen.

Klar wird sie direkt nach dem Mutterschutz ( wenn überhaupt) wieder arbeiten und alles ist total easy. Mal davon ab, das das Kind total pflegeleicht sein wird.

Und ihre Familie wird ihr natürlich den Rücken stärken und immer für sie und ihr Kind zu Verfügung stehen. So wie es sich gehört und in all den anderen Familie auch sein sollte.

Ich freue mich für sie und ihren Mann!

arielle11

Beitrag von nisivogel2604 19.01.11 - 08:27 Uhr

Vielleicht begreift sie dann endlich mal, das das Leben mit Kind in echt anders ist als auf dem Papier. Und ganz ehrlich: ich wünsche ihr, das sie die Chance bekommt, das wahre Leben kennen zu lernen. Ohne Promi Bonus, ohne Reichtümer, mit denen man sich jede Hilfe erkaufen kann und mit einem Vollzeit arbeitenden Gatten, der selber einen anstrengenden Job hat. Mit Großeltern, die keine lust haben immer zu helfen, oder zu weit weg sind.

Einfach mal s owirkliche echte Realität. Ist doch Emanzipation oder? Wenn FRAU alles alleine schaffen muss (ohne, das man ihr den Hintern hinterher trägt?)

lg

Beitrag von karna.dalilah 21.01.11 - 10:30 Uhr

Wie du willst ihr die monatlichen Bezüge auf ein durchschnittliches Gehalt kürzen#schock

:-D

coole Idee

Beitrag von leonie133 19.01.11 - 09:23 Uhr

Naja,
ich bin überzeugt dass auch diese sog. Supermütter im stillen Kämmerlein ihre Tränen vergießen, wenn sie direkt wieder arbeiten gehen, das Kind ständig in Fremdbetreuung ist und das Familienleben kaum existiert! Frau Schröder hat sich für eine Karriere in der Politik entschieden und dafür muss man Opfer bringen. Alles "total easy", das gibt es in so einem Job nicht.

Ich wünsche ihr alles Gute und viel Kraft. Und dass sie es in Zukunft besser macht :-p

Beitrag von widowwadman 01.02.11 - 23:11 Uhr

Ich heule nicht im stillen Kaemmerlein und hab trotz Vollzeit-Arbeit noch ein Familienleben.

Heulen Eure Vollzeit-Arbeitenden Maenner, oder sind es nur Frauen die mit ner Doppelbelastung angeblich nicht klarkommen.

Ist ja ok wenn es Frauen gibt die sich bewusst fuer's Hausfrauenleben entscheiden, aber deshalb Frauen die sich anders entscheiden zu wuenschen dass es schief geht ist einfach nur widerlich.

Es gibt mehr als einen Lebensweg, und nur weil Euch Eurer so gefaellt heisst es nicht dass es fuer Alle Anderen auch das Richtige ist.

Beitrag von raleigh 19.01.11 - 13:56 Uhr

Als Ministerin und in der Einkommensklasse, wird sie sich sicher eine Nanny (oder andere qualifizierte Betreuung) leisten können, die ihr das Kind regelmäßig zum Stillen vorbeibringt.

Ich sehe da nicht so unbedingt die Probleme, die jetzt die Masse der Mütter betrifft.

Beitrag von similia.similibus 19.01.11 - 14:38 Uhr

Wenn sie sie nicht sowieso schon hat, wird sie sich eine Haushälterin zulegen, die putzt und wäscht und das Haus in Ordnung hält. Und wenn das Kind da ist, wird es eine Kinderfrau geben, die auf das Kind aufpasst, ihm die Windel wechselt und es durch die Gegend schaukelt, wenn es brüllt.

Du glaubst doch nicht im ernst, dass das da so ablaufen wird, wie bei uns allen?

Beitrag von arielle11 19.01.11 - 19:18 Uhr

Ich hoffe Du verstehst die leichte Ironie meines Beitrages!

Beitrag von similia.similibus 20.01.11 - 22:12 Uhr

Nö. Wie auch ohne entsprechende Mimik?

Beitrag von nele27 21.01.11 - 08:49 Uhr

Was soll sie auch sonst machen bei ihrem Job. Zum selbst putzen wird sie keine Zeit haben, wenn sie noch Zeit mit ihrem Baby verbringen will.
Also ist eine Haushälterin mehr als vernünftig.

LG, Nele

Beitrag von nele27 19.01.11 - 14:58 Uhr

Warum sind viele eigentlich immer so missgünstig und griesgrämig, wenn es um Haushälterin & Co. geht?? #gruebel
Das fällt mir immer wieder auf, wenn es um Promis und Familie geht.

Als Ministerin hat sie sicherlich keinen 9-to-5-Job. Sondern wird eher 12-16 Stunden am Tag arbeiten. Da ists doch logisch, dass sie dann Personal braucht, das die Hausarbeit erledigt. Gerade wenn sie mit Baby früh wieder einsteigt. Da spielt sie sicher abends lieber mit dem Kind, als den Geschirrspüker auszuräumen.

Ich würde auch immer lieber beispielsweise eine Stunde länger in meinem Beruf arbeiten und eine Putzfrau beschäftigen, als in der einen Stunde selbst zu putzen. Außerdem verdiene ich in der Stunde mehr als ich der Putzfrau zahlen muss, also mache ich auch noch Gewinn dabei.
Ist doch eigentlich nur logisch, oder?

LG, Nele

Beitrag von zeitblom 19.01.11 - 15:29 Uhr

dafuer drei dicke Kreuze in den Kalender: genauso sehe ich das auch!

Beitrag von fraukef 19.01.11 - 16:31 Uhr

yepp so ist es!

Beitrag von asimbonanga 19.01.11 - 16:43 Uhr

Fällt mir auch immer wieder auf ---man ist kein besserer Mensch weil man selbst putzt!

Beitrag von lilayakima 19.01.11 - 17:16 Uhr

Unterschrift - wird hier auch so gehandhabt! L

Beitrag von similia.similibus 19.01.11 - 17:19 Uhr

Es ging doch darum, dass die Ministerin dann mal am eigenen Leib erfahren würde, wie das so ist mit Job und Kind(ern). Und ich glaube, dass sie nicht die gleichen Erfahrungen machen wird wie unser einer ohne Haushälterin & Co.

Im Übrigen - ich habe überhaupt nichts gegen Haushälterin & Co. Einmal wöchentlich leiste ich mir auch eine Putzhilfe und wenn ich das Geld hätte und mehr außer Haus arbeiten müsste, hätte ich auch eine Haushälterin. #winke

Beitrag von lilayakima 19.01.11 - 17:21 Uhr

Wobei ich mich bei ihr über eine läääääääääääääääääängere Pause freuen würde. ich glaube nämlich mit Kinderaufzucht erweist sie unserem Stadt einen wesentlich besseren Dienst!:-p

Beitrag von arielle11 19.01.11 - 19:24 Uhr

Hallo!
Von mir aus kann sie hundert kleine Helferlein haben. Wer es sich leisten kann, bitte soll er!

Aber dann dieser Satz: „Wir werden dann vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind.“

Hallo, da krieg ich das kotzen! Es kann doch nicht sein das sie sich mit den vielen Paaren vergleicht.

Und sie hat schon jetzt gesagt das sie direkt nach dem Mutterschutz wieder zurück an ihren Posten geht.

arielle

Beitrag von nele27 19.01.11 - 19:53 Uhr

Wieso Kotzen? Es gibt durchaus viele Doppelverdiener unter den Eltern. Ich kenne mehr als ich z.B. Vollzeithausfrauen kenne. Und ich kenne einige, die sich dann auch Personal ins Haus kommen lassen - wieso auch nicht? Da muss man nicht Politiker für sein.

Aber wie dem auch sei: Wir wissen ja gar nicht, wie sie das alles plant. Man kann nur mutmaßen. Mich stören eben diese Pauschalisierungen - vorgetragen mit einem leicht missgünstigen Unterton. Nicht jede Frau möchte eben Hausfrau sein, wenn Kinder da sind. Und nicht jede Frau möchte selbst zu Hause putzen.

Ich bin übrigens auch nach dem Mutterschutz wieder voll arbeiten gegangen - hatte aber weder Krippe noch Hausangestellte. Es gibt soooo viele Konstellationen....

LG, Nele

Beitrag von sonne0410 20.01.11 - 09:47 Uhr

Da kann ich Dir nur zustimmen meine liebe arielle. Das zeigt doch mal wieder wie nah an der Realität sich die Herren und Damen Politiker bewegen.

Beitrag von raleigh 20.01.11 - 18:32 Uhr

„Wir werden dann vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind.“

Was ist an der Aussage so schlimm? Sie steht vermutlich nicht vor den gleichen Problemen wie ich persönlich, aber jede Situation bringt ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich.

Warum dieser herablassende Ton?

Beitrag von nele27 21.01.11 - 08:47 Uhr

Eben.

Außerdem stehen zumindest mir persönlich die Probleme von Frau Schröder sogar durchaus näher als z.B. die Herausforderungen, vor denen ALG2-Familien stehen. Oder Soldatenfrauen. Oder Alleinerziehende. Von dem Alltag in diesen Familien habe ich keinen blassen Schimmer.

Ich habe auch mal nach sehr kurzer Zeit wieder Vollzeit gearbeitet - zwar weniger verdient als unsere Ministerin, aber kann mir einiges an ihrer Situation gut vorstellen. Auch wenn sie ein Promi ist und ich ein Niemand ohne Dienstmädchen :-)

LG, Nele
PS: Bist ja wieder hier #freu Hab früher gern Deine Beiträge gelesen - im Kampf gegen den neoliberalen Kurs hier im Wahlforum, wenn ich mich recht entsinne ...

Beitrag von raleigh 22.01.11 - 17:17 Uhr

Hallo Nele,

ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich düster mich hier gern mal ausgelassen zu haben. :)

Les dich auch wieder gern.

Grüße,
raleigh

Beitrag von weltenbuergerin2 22.01.11 - 02:18 Uhr

Da ist aber jemand sehr neidisch.

Es gibt viele Paare, wo beide hochqualifiziert sind und die Frau es sich nicht leisten kann, ein Jahr in Elternzeit zu gehen.

Glaubst du nicht, dass es einer Ministerin schwerfallen wird, nach dem Mutterschutz wieder in den Job zu gehen? Sie muss aber.

Wenn ich hier immer lese von arbeitslosen Frauen, die auf ihren drei Jahren Elternzeit bestehen, sind das die besseren Mütter? Haben nichts gelernt, nie gearbeitet, aber machen plötzlich einen auf Supermami?

Dein Beitrag ist nur was für die Tonne.

Beitrag von amory 26.01.11 - 09:11 Uhr

"Und sie hat schon jetzt gesagt das sie direkt nach dem Mutterschutz wieder zurück an ihren Posten geht. "

das ist nicht wirklich ungewöhnlich...ich habe das auch gemacht. weil es nciht anders ging, weil ich nicht von ämtern abhängig sein wollte und weil ich mir den berufseinstieg nicht versauen wollte.

ich denke, sie verdient wicher um einiges mehr als andere.
arbeitet aber auch mehr und bleibt eben nicht 3 jahre auf kosten der allgemeinheit mit ihrem kind zuhause.

ich finde das ok, es ist ihr ding.

grüße, amory

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