Mietminderung...kennt sich jemand aus!?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von ronic 19.01.11 - 09:01 Uhr

Guten Morgen!

Ich habe ein ganz tollen Brief von der Stadt bekommen.... in ein paar Tagen fangen Kanalbauarbeiten in meiner Straße an und das ganze soll sich bis Ende des Jahres hinziehen!Die Straße wird voll gesperrt!

Kann ich Mietminderung von meinem Vermieter verlangen, obwohl er ja nichts damit zu tun hatt?

Ich freue mich jetzt schon auf das Jahr...gerade da das Schlaf- und Wohnzimmer zur Straße gerichtet ist und man alles hört!

Gruß ronic

Beitrag von nightwitch 19.01.11 - 09:19 Uhr

Wieso willst du das tun?

Ich werde es nie verstehen, warum einige Mieter ihren Vermietern gnadenlos einen reindrücken wollen....

Ich gehe mal davon aus, dass du da weiterhin in Frieden und Ruhe leben möchtest...

Wenn du meine Mieterin wärst und wegen notwendigen Bauarbeiten, die ich noch nicht mal veranlasst habe, die Miete mindern willst, wärst du die längste Zeit meine Mieterin. Oder du hättest in Zukunft keine wirklich schöne Zeit mehr da...


Echt, auf Ideen kommt man.... Wahnsinn...

Gruß
Sandra, die sich vielleicht mal überlegen sollte, ihren Vermietern eine Mietminderung aufs Auge zu drücken, weil ich wegen dem Straßenlärm und den bösen bösen Vögeln draußen, die wieder in unseren Garten anfangen zu lärmen, keine ordentliche Wohnqualität habe....

Beitrag von ronic 19.01.11 - 09:24 Uhr

Da hatt aber jemand schlecht geschlafen!!!!!!

Da ich nun von morgens bis abends Lärm vor meiner Türe habe...mit dem Auto nicht mehr aufs Grundstück komme...deswegen!

Und das macht sich sehr gut mit einem Baby und den Einkaufstaschen erstmal nen km zu laufen eh ich zu Hause bin!

Soweit ich weiß kann sich doch der Vermieter das Geld von der Stadt zurück holen.......habe ich gehört!

Gruß

Beitrag von tweety12_de 19.01.11 - 09:30 Uhr

hallo,

das hat nichts mit schlecht geschlafen zu tun !!!!

stell dir mal vor: die rohre , das kanalsystem wird nicht saniert. und rucki zucki läuft die ganze sch... in DEINEN keller!!!

wer schreit dann laut mietminderung, da sachen kaputt, keller nicht nutzbar ???

richtig DU !!!!

gehe mit dem kniderwagen einkaufen, lade diesen voll, getränke kann dein mann ein oder 2 mal im monat heimbringen und gut is....

du machst viel lärm um nix...

sei froh, das saniert wird, BEVOR etwas passiert... arangiere dich mit der situation , mach das beste draus......


immer dieses agumen ,kleines baby etc....

werde erwachsen und meistere die situation souverän, denn es gibt durchaus möglichkeiten, mit der sache gut klar zu kommen...

nur wollen muß man wollen !!!!!!


wenn dir all das zu stresig ist, dann zieh halt um....

denn ich denke und hoffe nicht, das du mietminderung bekommst

gruß alex

Beitrag von nightwitch 19.01.11 - 09:59 Uhr

Hallo,

nö, nicht schlecht geschlafen (obwohl meine Große krank ist). Ich habe sogar sehr gut geschlafen.

Ich hatte vor 2 Jahren das gleiche Problem: Straßendecke wurde erneuert, ALLE Straßen rund um meine Wohnung gesperrt und ich ALLEINE mit ZWEI kleinen Kindern (zu dem Zeitpunkt 3 Monate und 22 Monate) ohne Auto unterwegs.

Geht alles... selbst die Kinder haben bei dem "Krach" schlafen können, obwohl es direkt bei denen vor dem Fenster war.

Laufen ist eh viel gesünder...

Gruß
Sandra

Beitrag von windsbraut69 19.01.11 - 10:08 Uhr

Nee, der Vermieter bekommt nix zurück, der darf solche Bauarbeiten noch mitfinanzieren.

Was hilft es Dir beim Parken, Schleppen usw. wenn Dein Vermieter Geldeinbußen hat?
Rechtlich mag das okay sein, moralisch finde ich es völlig abwegig.

Gruß,

W

Beitrag von ronic 19.01.11 - 10:54 Uhr

okey wie gesagt ich habe es von jemanden gehört das er es machen kann!

die miete für unseren stellplatz werde ich nicht zahlen so lange ich ihn nicht nutzen kann... und wegen dem baulärm-muß ich mal sehen wie wir es machen werden!
ich woollte mich ja nur schon mal erkundigen!

gruß

Beitrag von milka700 19.01.11 - 14:45 Uhr

Klar dürft ihr die Miete mindern, egal ob der VM die Einschränkung der Wohnqualität zu verantworten hat oder nicht.

Guckst du:
http://www.hanhoerster.de/html/mietminderung_baulaerm.htm

Beitrag von -kopfsalat- 19.01.11 - 10:34 Uhr

"wärst du die längste Zeit meine Mieterin. Oder du hättest in Zukunft keine wirklich schöne Zeit mehr da... "

na, da kann man ja froh sein, dass du nicht vermietest, wa? #rofl


Der Straßenlärm wird dir bei Einzug bekannt gewesen sein. Und dass Vögel zwitschern, dürfte dir ebenso vorher bekannt gewesen sein.



Salat



Beitrag von nightwitch 19.01.11 - 09:24 Uhr

Achso, zur eigentlichen Frage:

Mieterschutzbund oder Fachanwalt für Mietrecht. Auf alle anderen Aussagen würde ich mich persönlich bei einen so heiklen Thema nicht verlassen.

Gruß
Sandra

Beitrag von parzifal 19.01.11 - 10:25 Uhr

Ich verstehe nicht, warum es manchen so schwer fällt rechtliches von moralischem zu trennen.

Wenn der Wohnwert nicht unerheblich gemindert ist besteht ein Anspruch auf Mietminderung.

Soll man zum Beispiel den Stellplatz weiter zahlen obwohl man ihn nicht nutzen kann?

Wer ein gesetzlich zustehendes Recht ausübt kann doch moralisch gar nicht so verkehrt handeln? Oder ist das Gesetz schon unmoralisch?

Meine persönliche Meinung:
Wer eine günstige Miete hat wird ohnehin nicht darüber nachdenken wegen aushaltbaren Baulärm die Miete zu mindern, um keine (zulässige) Mieterhöhung zu provozieren.

Wer eine sehr hohe Miete zahlt hat dazu aber auch mehr Anlaß.

Beitrag von nightwitch 19.01.11 - 10:36 Uhr

Natürlich ist sie im Recht dazu, aber mal ehrlich... rate mal wer als erstes rumschnauzt, wenn sie eine höhere Miete zahlen muss, weil der Vermieter auf die tolle Idee kommt, die modernisierte Kanalisation zum Anlass zu nehmen, die Miete zu erhöhen?

Wir zahlen deutschlandweit im Verhältnis sehr wenig Miete, örtlich gesehen liegen unsere Mietzahlungen schon sehr weit oben. Dennoch bin ich noch NIE auf die Idee gekommen, meinem Vermieter etwas von der Mietzahlung vorzuenthalten. Auch wenn diese rechtlich dazu in der Lage wären, sich das Geld vom Staat wieder zuholen.

Mein Gott, wir reden faktisch von ein paar Monaten, in denen sie ihr Grundstück nicht mit Auto befahren kann. Wahrscheinlich wird die Straße noch nicht mal komplett ganz gesperrt sondern immer nur einzelne Teile.

Und ihre Aussage, dass sie dann einen km mit Kind und Einkauf laufen muss, ist einfach lächerlich.
Will sie dann auch versuchen das Autohaus zu verklagen, wenn ihr Auto kaputt geht und sie dadurch nicht laufen kann?

Nur weil man rechtlich gesehen zu etwas in der Lage ist, muss man es nicht zwangsläufig auch auf Biegen und Brechen durchsetzen. Vorallem, weil die geplante Aktion höchstwahrscheinlich auch Konsequenzen für das weitere Mietverhältnis hat. Und ob es wirklich wert ist für ein paar Euro dieses Risiko einzugehen?


Gruß
Sandra

Beitrag von ronic 19.01.11 - 10:43 Uhr

lächerlich finde ich deine überreaktion.....du tust ja so als ob ich dir ans geld will!!!!

Beitrag von nobility 19.01.11 - 12:22 Uhr

Mach dir nichts draus. Manche kriegen das eben in den falschen Hals.

Hier geht es nicht darum und auch nicht bei deiner Frage, ob den eine Mietminderung angemessen ist.

Über das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter, wie in deinem Fall, war hier keine Rede und außerdem kann dies ohnehin kein Außenstehender beurteilen.

Und gute und böse Mieter und Vermieter gibt es überall.

Beitrag von parzifal 19.01.11 - 10:45 Uhr

Ich persönlich würde mir wegen Baulärms auch zweimal überlegen ob ich etwas machen würde.

Wenn ich aber z.B. für einen Stellplatz zahle/zahlen soll den ich ein Jahr nicht nutzen kann würde ich diesbezüglich auf jeden Fall etwas machen.

Dies muss aber jeder persönlich mit sich abmachen.

Wer überlegt ein gesetzliches Recht wahrzunehmen (oder sich nach diesen sogar nur erkundigt) handelt moralisch nicht verwerflich.

Beitrag von windsbraut69 19.01.11 - 12:05 Uhr

Recht und Moral decken sich nicht zu 100%.

Beitrag von -kopfsalat- 19.01.11 - 10:29 Uhr

Laut Mieterverein meiner Stadt kann man die Miete aufgrund Bauarbeiten vor der Wohnung (auch wenn der Vermieter diese nicht beauftragt hat) mindern.

Erkundige dich doch mal beim Mieterverein bei dir.

Gruß
Salat

Beitrag von ronic 19.01.11 - 10:41 Uhr

hallo salat!

danke für die info!

gruß

Beitrag von muqq 19.01.11 - 11:30 Uhr

Von der gesetzlichen Lage her, bist Du berechtigt die Miete zu kürzen, da der Baulärm zur Minderung der Wohnqualität führt, auch wenn Dein Vermieter nichts für den Lärm kann.

So sind leider unsere Gesetze in Deutschland.

Wenn Ihr bisher ein gutes Verhältniss mit Eurem Vermieter habt, würde ich mir die Sache aber dreimal überlegen, denn er wird sicher nicht begeistert sein, wenn Ihr die Miete kürzt.

Wegen des Stellplatzes würde ich mit dem Vermieter mal reden.

Beitrag von nobility 19.01.11 - 12:26 Uhr

" So sind leider unsere Gesetze in Deutschland "

Wieso leider ?

Was kann den der Mieter dafür ? Was kann der Mieter für seinen Verlust an Wohnqualität ? Nichts! Nichts! Rein garnichts!!

Der Vermieter aber pocht auf sein Recht pünktlich den vereinbarten Mietzins zu erhalten. Und zwar so, als sei alles in bester Ordnung. Alle Unanehmlichkeiten habe der Mieter widerspruchslos hinzunehmen. Man, wo läufst du denn ?

Beitrag von muqq 19.01.11 - 14:47 Uhr

Entschuldigung, was kann der vermieter dafür, dass die Kommune auf die Idee kommt die Kanäle zu sanieren??

Richtig, gar nix und dagegen machen kann er auch nichts.

Ich sehe Mietminderungen ein, wenn der Verlust der Wohnqualität auf die Kappe des Vermieters geht (Schimmel aufgrund Baumängel, Heizungsausfall usw), aber Dinge an denen der Vermieter auch nichts ändern kann und diese dann zu Lasten des Vermieters gehen zu lassen sind meiner Meinug nach nicht korrekt.

Beitrag von parzifal 19.01.11 - 15:20 Uhr

Wenn das Haus nun von allen unverschuldet in ein Erdloch sacken würde und die Wohnung zum Teil unbewohnbar wird. Sollte der Mieter dann weiter volle Miete zahlen müssen?

Du siehst, dass wenn Du die volle Mietzahlung allein an die Frage knüpfst ob der Vermieter etwas dafür kann kommt man auch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis.

Der Gesetzgeber verlangt nunmal für die volle Miete nunmal auch die volle Nutzungsmöglichkeit. Wirklich ungerecht ist das doch nicht oder?

Beitrag von muqq 19.01.11 - 19:03 Uhr

Der Vergleich hinkt ja wohl.

Wenn das in ein Loch fällt, ist es nicht mehr bewohnbar, aber Lärm den der Vermieter nicht zu verschulden hat, beeinträchtigt die Wohnung an sich wohl mal nicht, oder???

Finde es nur toll, dass man Mietern solche Instrumente an die Hand gibt, während Eigentümer eines EFH oder eine ETW dann halt Pech haben und mit dem Krach leben müssen, oder wird derren Wohnqualität nicht gemindert???

Das Perfide an der ganzen Sache ist nur, wenn ich las Mieter in ein Neubaugebiet ziehe, bin ich nciht berechtigt die Miete aufgrund von Baulärm zu kürzen, da mit ja klar sein muss, dass in diesem Baugebiet noch gebaut wird.

So wo bitte schön ist den nun der UNterschied zwischen dem Krach in einem Neubaugebiet oder in einer Wohngegend, wo dann halt mal ein Haus rnoviert oder abgerissen und neuaufgebaut wird, der Krach ist der selbe.

Aber gut jedem seine Meinung, muss man sich bloß halt nicht wundern, dass die Zahlen der privaten ständig zurück gehen.

Beitrag von parzifal 19.01.11 - 19:43 Uhr

Mein Beispiel ging aber von der weiteren eingeschränkten Bewohnbarkeit aus. Ist aber auch egal. Es sollte nur aufzeigen, dass die Aufhängung an der Frage des Verschuldens hinkt.

Lärm beeinträchtigt Deiner Meinung nach nicht die Wohnung?

Das ist richtig, wenn Du damit die Bausubstanz meinst.

Er beeinträchtigt aber die Wohnqualität und damit den Nutzwert der Wohnung. Und um diesen Maßstab geht es.



Beitrag von muqq 20.01.11 - 13:40 Uhr

Ja aber wo ist der Unterscheid zwischen dem Lärm in einem Neubaugebiet und in einem bereits vollständig bebeautem Gebiet?

Mal noch ein anderes Beispiel:

Ich leihe mir bei einem Autoleiher ein Porsche Caprio, damit ich offen und schnell fahren kann.

Dummerweise regnet es an diesem Tag und die Autobahnen sind alle total verstopft und eine Baustelle nach der anderen.
Ich kann dann auch nicht hingehen und sagen ich bezahl für den Wagen nur die Hälfte weil ich nicht offen und schnell fahren konnte.

Wie gesagt, Mietminderung bei Mängeln, welche der Vermieter zu verschulden hat, bin voll einverstanden, aber Dinge die der Vermieter nicht beeinflussen kann, gehören da m.E, nicht dazu.

Es geht ja mittlerweile soweit, dass man berechtigt ist die Miete aufgrund Baulärms oder eines Gerüstes zu kürzen, wenn der Vermieter das Haus saniert.

Das macht der ja auch nicht aus Spass, sondern tut seinen Vermietern auch was gutes (Energieeinsparung und so).

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