Wie kann ich ihm helfen? :((

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mohnudel 19.01.11 - 09:05 Uhr

Hej Leute,

ich bin erst neu hier...

Ich habe ein großes Problem mit meinen Freund.
Er war den ganzen Monat schon so komisch, und gestern habe ich es endlich geschafft, rauszubekommen was los ist.

Wir haben grad zusammen fern gesehen, als ich zu ihm sagte: ich liebe dich
Und er sagte dann nichts, darauf habe ich ihm gefragt: Und du mich?
Und dann hat er gesagt, er weiß es nicht :-(

Dann habe ich den Fernsehe ausgeschalten und ihm zur rede gestellt, was eigentlich mit ihm los ist, schon seit ca mitte Dezember.

Er hat mir gesagt, dass eine schreckliche Leere in ihm herrscht, und ihm alles egal ist. Schule, Beziehung und einfach sein ganzes Leben.

Sowas zu hören hat mich sehr traurig gemacht, und ich habe ihm gefragt, wieso das so sein könnte.

Was er mir dann erzählt hat, konnte ich selbst kaum fassen...
Er meinte, dass er irgendwas "Dunkles" in sich schon sein ganzes Leben lang unterdrückt und "es" auf keinen Fall raus darf.

Ich war geschockt, und hab nachgebohrt...
Er sagte, dass er anders ist als andere Menschen in seinen Alter (18) und das sie ihm nicht verstehen.

Info: Ich habe von seiner Schwester schon oft gehört, dass er ein ziemlicher Aussenseiter ist und kaum Freunde in der Schule hat, sie versteht ihm überhaupt nicht, denn sie ist genau das Gegenteil, kontaktfreudig, munter und immer gut drauf. Während er eher still, manchmal komisch und zurückgezogen ist.

Jedenfalls, bat ihm ich darum, dass gefühl zu beschreiben, und er sagte, dass er dieses "Etwas" schon das ganze Leben versucht zu unterdrücken, und er lässt es sich bei anderen nicht anmerken, dass er Probleme hat. Das dieses "Etwas" auf keinen Fall raus darf, sonst würde er für nichts garantieren.

Sowas zu hören hat mich schon sehr erschrocken und mir auch irgendwie sehr weh getan.

Info: Er denk über sich, dass er nichts wert ist und dass ihm niemand versteht, dass er es nicht verdient hat glücklich zu sein etc.

Ich habe ihm gefragt, ob er vll eine Beziehungspause will oder überhaupt die Beziehung beenden will, darauf hat er gesagt, nein.
Er meinte auch, dass ich einen Teil von ihm egal wäre, und ein anderer wollte mich nicht verlieren. Und er sich im Moment nicht ihm klaren ist was die Überhand übernehmen wird.

Ich sagte zu ihm, dass das vielleicht nur eine Phase ist, und dass er über seine Probleme rede muss.
Doch dann hat er gesagt, er möchte über dieses "Etwas" gar nicht mehr reden, es einfach nur vergessen und gut ist.

Ich meinte, dass es ihm doch von innen auffrisst und es nichts bringt wenn er es totschweigt, denn dadurch geht es nicht weg.
Doch er wollte davon nichts mehr hören....

Nja dann musste er mich nach Hause fahren (war schon ziemlich spät, und ich darf nicht bei ihm übernachten).

Mir ist auch aufgefallen, dass seine Familie KEINE AHNUNG hat was in ihm vorgeht, mit welchen Dämonen er da kämpfen muss. Er setzt bei ihnen immer diese "Alles-in-Ordnung-Maske" auf und sie bekommen nicht mal mit, wie sehr er mit sich selbst kämpft und leidet.

Doch ich habe seine Fassade durchschaut, und er hat mir gestern einen Kleinen Teil davon erzählt, was in ihm los ist.

Ich will ihm wirklich helfen, aber ich weiß nicht wie!
Er meint er geht sich nicht zu einen Psychologen, und er will das alles einfach nur vergessen.
Doch ich weiß, dass man Probleme nicht löst, wenn man sie nur aufschiebt :(

Ich habe auch Angst ihn zu verlieren, denn ich liebe ihn über alles, wir sind schon fast 2 Jahre zusammen *.*

Bitte helft mir, ich weiß echt nicht mehr weiter :(((

Danke

Beitrag von sonne.hannover 19.01.11 - 09:24 Uhr

das hört sich sehr nach Depressionen an. Du kannst ihm da leider nicht helfen, er muss sich selber helfen, helfen lassen und es vor allen Dingen zulassen.

Beitrag von mohnudel 19.01.11 - 09:31 Uhr

Aber irgendwas muss ich doch tun können!
Ich bin nicht so ein Mensch, wenn ich sehe aha die person ist in not, ich kann derweil nichts tun, lassen wir sie ihrem Schicksal...

Beitrag von hasipupsi1984 19.01.11 - 09:30 Uhr

Hallo

ersteinmal #liebdrueck ich kenne soetwas leider auch, ich hatte damals auch einen Freund er hatte auch ein großen Problem, er war zwar kein Aussenseite aber an manchen Punkte hat er total zu gemacht ich habe lange lange versucht rauszubekommen was er hatte, ich wollte mich meinen Eltern anvertrauen, da Sie auch super mit Ihm klar kamen.
Letztendlich irgendwann vertraute er mir alles an und ich wusste nicht was ich tun soll, er wurde als Kind missbraucht vom Onkel und hatte es noch niemandem gesagt, auch nicht seinen Eltern. Und es hatte lange lange gedauert da ich gemerkt hatte das er was hatte und mir immer kam "ach nein es ist alles in Ordnung" nichts war in Ordnung und das habe ich damals mit 17 gemerkt. (er war ein Jahr älter als ich)

Irgendwann haben wir das seinen Eltern erzählt er hatte so große Angst davor. Aber wir haben den Schritt gemacht.Und er hat das alles nur mit Professioneller Unterstüzung geschafft.


Zu deinem Problem, ich denke auch das du ihm da so nicht helfen kannst, du kannst ihm zwar anbieten das du immer für Ihn da bist, aber dieses "etwas" zu besiegen schaffst du nicht, bzw nur er mit Hilfe.

Drücke Euch die Daumen, das er es viell. doch schafft irgendwann dadrüber zu reden, natürlich besser jetzt als zu Spät.


Liebe Grüße
#hasi

Beitrag von mohnudel 19.01.11 - 09:46 Uhr

Danke, ich werde versuchen nochmal mit ihm zu reden, ich hoffe er lässt es überhaupt zu o.o

Beitrag von goethes-erbin 19.01.11 - 09:43 Uhr

Du kannst nur dem helfen, der sich helfen lassen will.

Gib ihm Hilfe zur Selbsthilfe, mehr kannst du nicht tun.

Hast du einen guten Draht zu seinen Eltern und könntest mit ihnen darüber reden?

Beitrag von mohnudel 19.01.11 - 09:44 Uhr

Naja zu seiner Mutter habe ich schon einen guten draht, und zu seiner schwester auch, ich hab mir auch schon überlegt, es denen zu erzählen :O

Beitrag von goethes-erbin 19.01.11 - 09:47 Uhr

Das ist doch gut.
Rede mit ihnen. Es ist ein Anfang ihm zu helfen.

Beitrag von seelenspiegel 19.01.11 - 09:51 Uhr

Das geht definitiv gewaltig in die Hose !!

Wenn er mit ihnen darüber reden wollte, hätte er es schon getan. Vielleicht hat er es auch schon versucht und gegen die psychische Wand geknallt, da nicht alle Menschen wissen mit so etwas umzugehen, und die Reaktion darauf fast schon planmäßig so ausfällt, dass der Betroffene sich danach so richtig scheisse vorkommt.

Beitrag von goethes-erbin 19.01.11 - 09:53 Uhr

Was sollte sie denn dann tun?

Beitrag von sonne.hannover 19.01.11 - 09:55 Uhr

sie kann ihn höchstens darin unterstützen, sich jemandem (ob seinen Eltern oder Anderen) anzuvertrauen..... mehr bleibt da leider nicht.

Beitrag von sonne.hannover 19.01.11 - 09:47 Uhr

Das könnte aber auch gewaltig nach hinten losgehen, nämlich dann, wenn er das überhaupt nicht möchte. Dann werdet Ihr mit Sicherheit ziemlichen Stress bekommen..... Ich sehe das immer noch so, dass er sich von sich aus helfen lassen muss. Das mit der Starthilfe ist gut, aber ich würde nicht hinter seinem Rücken mit seiner Familie reden.

Beitrag von goethes-erbin 19.01.11 - 09:48 Uhr

Sie lästern ja nicht hinter seinem Rücken. Sie müssen es ihm ja nicht auf die Nase binden sondern können dann, wenn auch die Eltern wissen, was in ihm vor geht, schauen, was weiter zu tun ist.

Beitrag von blaue-rose 19.01.11 - 09:56 Uhr

Hallo mohnudel,



du kannst ihn helfen wenn du für ihn da bist, ihm zuhörst und ihm vertrauen schenkst.

Zwingen sich Hilfe zu suchen kannst du ihn leider nicht. Es würde auch nicht viel nutzen wenn er es nicht möchte.

Ich habe auch schon den Gedanken gehabt das es sich unter Umständen um Missbrauch handeln könnte.

Er wird versuchen das auslösende Problem zu verdrängen und zu vergessen. Es hängt in meinen Augen damit zusammen, das er alles noch einmal durchlebt wenn er es verarbeiten möchte. jede Frage in diese Richtung wird das Verdrängte wieder ans Tageslicht bringen und er muss sich aktiv damit auseinander setzen. Oft hindert diese Angst Betroffene Hilfe anzunehmen und daher kommt auch meist die Antwort, ich habe nichts mir geht es gut.


Freundliche Grüße

Beitrag von mohnudel 19.01.11 - 10:32 Uhr

Danke für deine erliche Antwort :)

Ich habe jetz auch darüber nachgedacht, ich denke auch das es tiefere Wurzeln hat das problem

Ich werde auf jeden Fall für ihn da sein, und ihm zu nichts Zwingen.
Ich denke wenn die Zeit reif ist, wird er meine Hilfe annehmen/ mir alles erzählen.

Liebe Grüße

Beitrag von blaue-rose 19.01.11 - 12:19 Uhr



Ich wünsche euch das er bald bereit ist Hilfe anzunehmen und ihre gemeinsam in die Zukunft sehen könnt.


Lg

Beitrag von nicht bös gemeint 19.01.11 - 10:10 Uhr

Vielleicht will er dich auch einfach nur los werden?
Ist nicht böse gemeint der Gedanke, aber irgendwie ist das ganze Verhalten von ihm schon merkwürdig.#gruebel

Beitrag von ...!! 19.01.11 - 10:14 Uhr

#pro Jap, genauso denk ich es auch!

Er schwafelt dich voll .. er liebt dich einfach nicht (mehr)!

Beitrag von du arme 19.01.11 - 10:25 Uhr

schließe mich an...der ist zu feige und weiß net wie er Schluß mit dir machen soll.

Beitrag von landmaus 19.01.11 - 10:38 Uhr

Hallo,

ich habe heute morgen einen Rehaberichtin den Händen gehalten, in dem der Patient genau die gleichen Worte nutzt, um sein Innenleben zu beschreiben. Hier war die Diagnose Depressionen und Posttraumatische Belastungsstörung.

Auch wenn sich Diagnosen (schon gar) nicht anhand zweier Sätze übertragen assen, wäre es mir persönlich Indiz genug, mich in die Richtung zu erkundigen. Ich würde vorschlagen, dass Du Dich an den psychsozialen Dienst in Eurer Stadt wendest. Dort werde auch Angehörige beraten ud unterstützt.

Alles Gute