Die Perfekte Geburt. Währe da nicht die Angst gewesen.

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von die_elster 19.01.11 - 10:01 Uhr

Entbindung von Dean

Es ist Montag der 20.12.2010 und wir sind gerade ins Bettgegangen.
Ich habe es mir auf meinem Stillkissen gemütlich gemacht und habe ein Buach gelesen, als ich merke wie sich langsam eine Wehe anschleicht. Sie ist noch nicht stark aber die folgenden werden immer stärker.
Ich denk mir nichts dabei und bin bald daruf auch eingeschlafen.
Um fünf Uhr werde ich mit starken Schmerzen wach. Eine Wehe!
Nun gut, schaun wir mal, wie oft die kommen.
Sebastian muß ja eh in einer Stunde aufstehen.
In dieser Stunde hatte ich alle 10 Min. eine Wehe.
Als ich Sebastian wecke, merkt er gleich was los ist.
Er fragte mich ob er zu Hause bleiben soll. Ich verneite und sagte ihm, dass ich ihn anrufen würde, wenn es doller werden würde.
Tatsächlich wurden die Wehen aber nicht schlimmer, sondern etwas weniger.
Ich machte die Mädchen also Kindergarten fertig und brachte sie auch noch weg.
Bis dahin ging es mir super!
Hatte ja die Hoffnung, dass die Wehen dadurch doller werden.
Aber Pustekuchen.
Als ich dann am Frühstückstisch sahs, ging es mir aufeinmal garnicht mehr so gut.
Mein Kreislauf machte schlapp, mir war schlecht und ich fühlte mich nicht wirklich wohl in meiner Haut.
Ich wollte jetzt aber nicht die Pferde scheu machen, da die Wehen jetzt auch nicht mehr so stark und regelmässig waren.
Also rief ich so gegen halb zehn meine Hebamme an.
Sie meine das hört sich gut nach Geburt an, aber so wie ich jetzt noch mit ihr telefoniere, brauch ich noch nicht los fahren, dass dauert noch. Aber wenn ich das Gefühl habe ich sollte doch los, dann sollte ich fahren.
Auf meine Frage hin, wie lange es noch dauern würde, meinte sie nur: "Heute oder morgen?" das kann sie so nicht sagen. Sie würde später vorbei kommen und nach mir sehen.
Nach der Aussage beschloß ich meine Mutter an zurufen, dass sie doch her kommen soll. Da sie bei dem Schnee und der Glätte warscheinlich auch eine ganze Zeit brauchen würde um bei uns zu sein.
Sebastian habe ich auch bescheid gesagt und der hat sich gleich auf dem nach Hauseweg gemacht.
So um elf kam dann meine Hebamme und untersuchte mich.
Muttermund 1cm offen, Gebärmutterhals fast verstrichen.
Na toll das ist ja wirklich nicht viel, gut das ich noch nicht ins Krankenhaus bin.
Meine Hebamme meinte, ich solle mich in eine schöne heiße Badewanne legen oder zu der Advens-Aufführung meine Tochter gehen, um mich etwas abzulenken.
Ich entschied mich für die Wanne und schickte meinen Mann zur Aufführung!
Gerade aus der Wanne, war dann entlich auch meine Ma da.
Es muß so 12:30 Uhr gewesen sein.
Bis zum Abend hatte ich dann so ca. jede Stunde eine Wehe aber nicht schlimm.
Nach der Wanne wurden sie zwar etwas doller, aber epten dann wieder schnell ab.
Um halb sechs schrieb ich noch meiner Hebamme, dass sich nicht viel an meinem Zustand geändert hätte und es wohl noch dauern würde.
Wir brachten also noch die Kids ins Bett und ich schaute auch noch meine Abendliche Serie, als ich so um halb neun das Gefühl hatte so jetzt sollten wir los.
Hatte dann auch eine sehr starke Wehe in der Küche, sodas mich mein Mann festhalten mußte.
Um 22 Uhr waren wir dann in Höxter im Krankenhaus.
Ich wurde erstmal ans CTG gelegt und lag da so ca. 45 Minuten dran. Hatte da auch schon wieder gut Wehen.
Die Hebammen hatten gerade Schichtwechsel und ich bekamm somit eine "fische" Hebamme.
Bei der Untersuchung stelle sie dann fest, Muttermund 4cm Gebärmutterhals weg!
Woh, das hätte ich nicht gedacht, dass ich jetzt doch schon so weit bin.
Aber Vorderere Muttermundslippe noch sehr fest. Die sie dann auch promt massierte, welches mir höllische Schmerzen bereitete.
Die Ärztin machte dann noch schnell einen Ultraschall und dann mußten wir noch ne halbe Stunde laufen gehen.
Um genau 24 Uhr waren wir wieder im Untersuchungszimmer, mit schönen regelmässig, starken Wehen alle drei Minuten.
Auf dem WC merkte ich dann, he da ist ja der ominöse Schleimfropf!
Wieder CTG und Untersuchung.
Die Untersuchung tat höllisch weh, weil die Hebamme wieder an der vorderen Muttermundlippe zu gange war.
Sie meinte es könne sein, dass das Köpfchen diese wieder ein klemmen könnte (wie bei meiner Kleinen auch).
Bei mir fuhr innerlich schon gleich die Panik hoch.
Wieder solche Schmerzen, wie bei der Kleinen? Nein! Niemals!
Ich weill eine PDA!!!!!!
Gesagt getan!
Um 0:30 Uhr kam ich dann Kreisaal und es wurde mir eine PDA gelegt. Und die Schmerzen waren sofort weg. Ich war so erleichtert und habe mich so gut gefühlt. Das kaum nach dem legen der PDA auch schon die Blase geplatzt ist.
Aber es kamen keine Presswehen.
Also legte man mir um 02:15 Uhr einen Wehentropf an um die Presswehen zu fördern.
Die kamen dann auch promt und die Schmerzen auch!
Warum ich Schmerzen hatte? Keine Ahnung?! Ich weiß nur das ich tierische Angst hatte, dass es wieder so schlimm wird, wie bei der Kleinen und ich mich so darein gesteigert habe, dass ich eine Panikatake bekommen habe.
Ich konnte einfach nicht mitpressen.
So blieb der Kopf des Lütten zwei mal stecken.
Beim zweiten Mal, als er halb drausen war und ich nicht mehr konnte, meine die Hebamme nur.
"So, Mädel. Dem Kleinen wird es da zu eng. Seh zu das Du Dich jetzt zusammenreist und Dein Kind da raus schiebst!"
Diese Ansage habe ich beraucht und schon war der Kopf des Kleinen da.
Mit der nächsten Wehe wurde dann der Rest in die Arme meines Mannes geboren.
Er druft seinen Sohn auf die Welt holen!!!!!

Um 02:57 Uhr am Mittwoch des 22.12.2010 erblickte unser Sohn mit 3500g, 52cm und einem Kopfumfang von 37cm das licht der Welt.

Laut errechnetem Termin währe er 2 Tage zu früh gekommen.
Aber er war so reif, dass die Ärzte gesagt haben, dass er übertragen sei und der eigendliche Termin wohl schon der 18.12.10 gewesen währe.
Somit kam er 4 Tage zuspät.

Mir ist es egal, er ist gesund und munter.
Und für mich währe es die perfekte Geburt gewesen, wenn da nicht die Panikatake gewesen währe.

Eins steht fest. Noch ein Kind kann ich nicht bekommen. Da habe ich jetzt zu viel Angst vor der Geburt.

Lg Heike+Dean(28Tage)+Lindsey(3,5)+Ziva(2)#drache

Beitrag von vika1986 19.01.11 - 23:46 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu dem kleinen mann. Alles gute für dirZukunft.

Ich war übrigens auch in Höxter zur Entbindung ;-)

LG Vicky

Beitrag von estelle-miriam 26.01.11 - 22:13 Uhr

Hallo Heike,

hatte auch Panikattacken unter der Geburt (unter denen ich auch so mal mehr mal weniger leide). Dafür habe ich auch noch eine ganz ordentliche Geburt hingelegt.

Ich hatte Panik vor jeder Wehe im Kreißsaal und richtige Presswehen hatte ich nicht. Also musste die Hebamme mir sagen, wann ich pressen soll. Richtig erholt von meiner Angst habe ich mich erst als sie ganz beiläufig sagte, dass die Herztöne schlecht werden. Da habe ich Gas gegeben und nach ein paarmal Pressen war der Kopf da den ich anfassen durfte. Die Schultern und der Rest gingen ganz leicht raus.

Meine Angst war auch das Schlimmste an der Geburt. War auch danach sofort wieder fit und hab' die Schwester ganz blöd angeschaut als sie mich im Bett auf die Station fahren wollte - schließlich wollte ich laufen.

LG und viel Spaß miteinander
Romy mit Hendrik (4,5 Monate)