Meine Oma...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von nicky2211 19.01.11 - 10:19 Uhr

HAllo

ich weiß nicht mehr weiter, meine Oma liegt nun endgültig im sterben und sie lässt einfach nicht los.
Sie ist so eine starke kämpferin und sagt sie hat keine schmerzen, wobei ich ganz genau weis das sie höllenschmerzen leidet.
sie will keinem von uns angst machen oder zu last fallendeshalb jammert sie nicht einmal.
Ich spüre das sie sterben will es sich aber nicht trait weil sie keine umstände machen will.
Die ganze nacht bin ic bei ihr gesessen und habe gebetet und gehofft ds sie gehen darf. ich hab ihr auch gesgat das es ok ist das sie gehen darf, sie hat genug gekämpft und sie hat gewonnen.
Aber sie lässt nicht los...

deshalb die etws "seltsame" bitte, bete für meine oma das sie endlich die kraft hat los zu lassen. es tut so weh sie kämpfen zu sehen ohnehoffnung haben zu dürfen.

traurige grüße nicky

Beitrag von diana1101 19.01.11 - 13:49 Uhr

Hallo Nicky,

ich bete für deine Oma das sie die den Weg - ihre letzte Reise - "endlich" geht.

Lass dich feste drücken!

Ganz liebe grüße Diana

Beitrag von sigi78 20.01.11 - 14:40 Uhr

Liebe Nicky!

Ende Mai 2010 ist mene Mama gestorben und sie war auch eine Kämpferin. Ich bin tage- und nächtelang an ihrem Bett gesessen und hab ihre Hand gehalten. Mein Vater, meine Geschwister und ich haben ihr jede Situation "angeboten", um sie in Frieden gehen zu lassen: Jeder von uns war eine zeitlang alleine bei ihr, unser Papa mit jeweils einem von uns, nur wir Kinder usw. Zwischendurch sind wir dann wieder alle raus gegangen und trotzdem hatten wir das Gefühl es passt noch nicht für sie.
Dann haben wir uns dran erinnert, was sie zu uns gesagt hat, nämlich dass es ihr größter Wunsch ist, dass keiner von uns aus der Bahn geworfen wird und wir wissen, wo unser Platz im Leben ist. Darauf hin sind wir (schwersten Herzens) alle dort hingegangen, wo wir Mamas Meinung nach "hingehören" z.B. ich mit meinem Sohn auf den Spielplatz usw. Wir haben uns alle noch verabschiedet und Mama gesagt, wo wir hin gehen (Sie war zwar nicht mehr ansprechbar, hat aber noch alles mitgekriegt, glaub ich zumindest).
Eine halbe Stunde später ist sie ganz friedlich eingeschlafen.
Es hilft vielleicht , sich an Gespräche zu erinnern oder Grundsätze, die der Sterbende sein Leben lang hatte. Diese verlieren auch in den letzten Stunden hier auf der Erde nicht an Bedeutung.#blume
Starke Menschen brauchen vielleicht manchmal einfach Abstand, um gehen zu können. Und die Angehörigen brauchen viel Stärke, ihnen diese Freiheit zu lassen.

Ich wünsche dir viel Kraft, auch für die Zeit "danach"!!!