weiterführende Schule - Beratungsverfahren und Aufnahmeprüfung

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von lillebro 19.01.11 - 10:43 Uhr

Hallo und guten Tag,

hat jemand von Euch Erfahrungen bezüglich des Beratungsverfahrens und der anschließenden Aufnahmeprüfung an den weiterführenden Schulen gemacht?
Darf eine Grundschule eine niedrigere Grundschulempfehlung aussprechen, obwohl der Schnitt in Mathe und Deutsche ausreichend ist?
In unserem Fall geht es um Realschule / Gymnasium.

Wir wohnen hier in Baden-Würrtemberg.

Vielen Dank

Y.

Beitrag von rienchen77 19.01.11 - 10:57 Uhr

wir haben am Dienstag das Beratungsgespräch....

ich habe aber schon vorab am Elternsprechtag das Thema kurz angesprochen...

meine Tochter hat den Geist für das Gymnasium aber überhaupt keine Arbeitsmoral, ist verträumt und vergißt grundsätzlich die Bücher in der Schule für die Hausarbeiten (kein Problem für uns die Grundschule ist 5 Minuten von hier weg)

einen Einstufungstest gibt es in Niedersachen nicht, man darf sein Kind anmeldnen wo man möchte...

Sie wird wahrscheinilch jetzt von mir auf der Realschule hier im Ort angemeldet, und später, wenn sie möchte kann sie die oberen Jahrgänge aufs Gymnasium wechseln oder ein Fachabitur auf der Berufsschule machen...aber ihre derzeitigfer Lernwille fehlt und ich will sie nicht mühevoll durch Gymnasium quälen und sie dauerhaft anspornen bis sich ganz die Lust auf Schule verliert....

genre würde ich sie auf dem Gymnasium sehen, es wäre auch ihr wunsch...aber man sollte den Tatsachen ins Gesicht sehen, ich will sie nicht streßen, und ich will auch nicht immer Druck ausüben müssen....das ist auch purer Streß für mich, und das will und kann ich nicht noch Jahre durchstehen....

Beitrag von delfinchen 19.01.11 - 11:07 Uhr

hallo,

wenn der notenschnitt 2,5 ist, dann muss sie eine realschulempfehlung kriegen - zumindest war das in bayern vor zwei jahren noch so, und bawü und bay sind da ja sehr ähnlich.

ausreichend wäre aber eine 4, das wäre dann hauptschule. deine tochter wird dann wohl einen dreitägigen probeunterricht machen müssen, bei denen diktate, aufsätzer und matheproben geschrieben werden. wenn sie den besteht, kann sie auf die realschule. oft ist dann noch ein elterngespräch, bei dem darauf hingewiesen wird, was passieren kann, wenn das kind auf der falschen schulart sitzt oder was getan werden muss, damit sie auf der realschule mitkommt.

lg,
delfinchen

Beitrag von lillebro 19.01.11 - 11:15 Uhr

mit ausreichend meinte ich: besser als 2,5!

Beitrag von delfinchen 19.01.11 - 12:20 Uhr

dann muss sie eigentlich die empfhelung kriegen, nur im wortgutachten könnten gründe vermerkt sein, weswegen die lehrkraft das kind trotzdem für nicht geeignet hält. aber sie hat den schnitt und damit muss sie das häkchen haben "ist für den besuch einer realschule/ (bei 2,0 für) das gymnasium" geeignet.

vielleicht ist es ein tippfehler gewesen, fragt mal nach.

lg,
delfinchen

Beitrag von tattel 19.01.11 - 11:29 Uhr

Hi,

ich habe keine Ahnung vom Beratungsverfahren.

Aber ich habe eine Tochter in der 5.Klasse Gym, die hatte einen Notendurchschnit von 1,8. Sie ist toal eingebrochen im Gym, obwohl sie sehr sehr fleißig ist und auch gerne in die Schule geht.

Warum geben die Lehrer Deinem Kind keine Gymnasiumenpfehlung ? Das haben sie sicherlich begründet....

LG

Tanja

Beitrag von misses_b 19.01.11 - 12:00 Uhr

Hallo!

Weil die Lehrer nicht nur auf die Noten schielen (wie nahezu alle Eltern ) sondern "das ganze Kind" in die Empfehlung mit einbeziehen.

Lernwille/Eigenständigkeit usw...

Mit Gewalt aufs Gymnasium drücken halte ich persönlich für verkehrt.

Ebenso den 3-tägigen Probeunterricht. Das setzt die Kinder unter enormen Druck. Und wenn es dann diesen "Test" nicht besteht...

Gruß

misses_b

Beitrag von miss-bennett 19.01.11 - 14:34 Uhr

Hallo!

Meine Tochter hat das Ganze durchgemacht!

Auch ihr wurde eine niedrigere Grundschulempfehlung ausgesprochen, obwohl die Noten gereicht hätten. Die Gründe waren eher persönlich und nicht im Interesse des Kindes.

Die beiden Lehrerinnen hielten sie für nicht gymnasiumtauglich, also ab zum Beratungsverfahren. Da war sie die beste, die schnellste, der beratende Lehrer war von ihrer Art mit "Problemen" umzugehen begeistert, ABER er wurde von den Lehrerinnen überstimmt (ja, sie setzen sich hin und jede Stimme zählt gleich viel).

Danach ist sie zu Aufnahmeprüfung. Davon hat uns jeder abgeraten, nur unsere Tochter wollte es unbedingt aufs Gymnasium schaffen. Diese Prüfung hat sie dann problemlos geschafft. Ich habe zwar viel mit ihr gearbeitet, mein Mann hat zwei alte Prüfungen besorgt und wir konnten uns danach orientieren. Die Aufgaben sind/waren sehr umfangreich und schwer. Da musste ich mich fragen, warum? Ein "normaler" 4-Klässler mit Gymnasiumempfehlung saß auch sehr lange dran!

Auch wir wohnen in Baden-Württemberg. Wir wären mit Realschule zufrieden gewesen und haben unsere Tochter nie aufs Gymnasium getrimmt, das war wirklich ihr Wunsch. Nun ist sie 6. Klasse und eine der besten. Der "Kampf" hat sich gelohnt.

Viel Erfolg und Gruß

Miss Bennett