Einschulung

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sunshine7505 19.01.11 - 11:13 Uhr

Hallo zusammen,
ich möchte mir mal was von der Seele schreiben.
Meine Tochter Julia wird im April 6 und - klar - wird dieses Jahr schulpflichtig.
Sie hat schon sehr viel mitgemacht, die Trennung von mir und ihrem Vater und eine lebensbedrohliche Krankheit mit langem Krankenhausaufenthalt. Zudem ist sie sehr klein (knapp über ein Meter) und zart - obwohl sie isst wie ein Scheunendrescher.
Mit 4,5 Jahren werden bei uns alle Kinder in die Grundschule zum Test eingeladen. Nun hat Julia diesen damals komplett verweigert - sie hat nicht mal ein Puzzle mit 6 Teilen zusammen gesetzt. Dann ging es in der Kita los - mein Kind sei entwicklungsverzögert und darf nicht in die Vorschule. Ich solle einen Antrag auf Rückstellung machen. Außerdem mich um Ergotherapie kümmern, einen Termin beim Gesundheitsamt machen und sie in einem Institut vorstellen. Ergo bekommt sie jetzt seit geraumer Zeit, die schlägt toll an. Der Mensch auf dem Gesundheitsamt sagte mir, ich würde bei ihm keinen Termin bekommen. Denn so wie ich es beschreibe ist mein Kind ganz normal. In dem Institut waren wir. Dort: das Kind ist kognitiv altersgerecht bis sehr weit entwickelt und muss unbedingt in die Schule - denn das bemängelte Verhalten resultiert aus einer Unterforderung. Wir haben das auch schriftlich. Zwischendurch hat die Kita-Leitung gewechselt. Die Leiterin kam auf mich zu und fragte, weshalb Julia nicht in die Vorschulgruppe soll - sie kann nicht nachvollziehen weshalb Entwicklungsverzögerung. Also habe ich sie in die Vorschule gehen lassen. Ich habe nun privat Kontakt zu einer Erzieherin, die in der Einrichtung in die meine Tochter geht gekündigt hat. Die meinte, dass meine Tochter das Verhalten überdurchschnittlich begabter Kinder aufweist und unbedingt in die Schule gehört. Es wäre absolut kontraproduktiv sie ein Jahr zurückzustellen. Das Gleiche meint der Ergotherapeut. Ich selbst sehe die Verzögerung nur in der Grob-Motorik und bemerke die Konzentrationsprobleme. Ebenso den Knacks im Selbstvertrauen. Den Anforderungen in der Vorschule ist Julia locker gewachsen, sie kann alle Buchstaben und rechnen bis 20, Uhr fast schon lesen. Sie will unbedingt in die Schule und wäre maßlos enttäuscht wenn das nicht klappen würde. Die Vorschul-Erzieherin hat mich auch nie wieder angesprochen dass etwas nicht klappt. Nun ist am Montag Anmeldung mit einem kleinen Test. Ich habe nun Angst dass die Akte wieder hervorgeholt wird und der Zirkus von vorne los geht. Inwiefern, wenn die Schule nun nochmal anfängt, zählt denn mein Wille als Mutter?
#danke für Antworten!
LG Katja mit Julia (5) und Sebastian (2) #sonne


Beitrag von schweinemoeppel 19.01.11 - 13:39 Uhr

Hallo Katja,

meine Tochter ist 5 und wird im Herbst als Kann-Kind eingeschult.

Mit der Schule habe ich Kontakt aufgenommen und die Rektorin sagten mir, dass letztendlich allein der Wille der Eltern zählt. Egal, was Schule/Kiga sagen.

Uns wurde gesagt, dass alle Eltern deren Kinder Kann- oder Muss-Kinder sind, eine Einladung zur Anmeldung für die Schule erhalten. Die Rektorin muss dann danach schauen, dass alle Muss-Kinder angemeldet werden.

Vlg.

Beitrag von ulli7979 19.01.11 - 18:35 Uhr

Du brauchst dir keinerlei Sorgen machen!
Egal, ob sie sich verweigert oder nicht. Sie ist ein MUSS-Kind. Und wird somit auf jeden Fall eingeschult. Und es ist egal, was sie schon kann oder nicht: Denn wir Lehrer werden das Kind genau dort "abholen", wo es steht und individuell fördern! Es bleibt zwar die Frage, wie man das bei einer Klassengröße von z.B. 29 Kindern machen soll, aber es ist so.
Und deine Tochter kann ja schon eine Menge! Und wenn sie es nicht bei dem Schulspiel zeigt, dann halt später im Klassenunterricht!
Liebe Grüße
Ulli