Durchschlafen mit fast 4 Jahren

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Forum: Kindergartenalter

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Beitrag von mellam 19.01.11 - 11:54 Uhr

Hallo.

Annika wird im März 4 Jahre alt. Richtig viel durchgeschlafen hat sie noch nie. Immer mal wieder da 2 Monate lang, dann wochenlang nicht. Wiedermal ne Woche durchgeschlafen, das nächste halbe Jahr wieder nicht. So gehts jetzt die ganzen 4 Jahre. Im großen und ganzen finde ich schon das es besser geworden ist. Die letzten 4 Monate wacht sie zwar auf, schreit nach uns, und schläft dann schnell wieder weiter, wenn wir zu Ihr in Ihr Zimmer gehen, kurz Licht anmachen, Bettdecke sortieren, Kuscheltier in den Arm,und noch ein paar Minuten am Bett sitzen bleiben. Dann kann ich wieder in mein Bett gehen. Wenn sie Nachts mal wacher ist, fragt sie dann ob ich bei Ihr bleibe. Dann schlaf ich halt ne Zeitlang auf der Notmatraze in Ihrem Zimmer, und geh später in mein Bett, oder wach erst früh wieder auf. Nur das ganze Aufwachen spielt sich meistens zwischen 1 bis 3mal die Nacht ab. Und das mit fast 4! Unsere kleine Tochter mit fast 2 Jahren schläft auch noch nicht durch. Also mindestens 4 mal die Nacht aufstehen ist die Regel.

Heute früh kam es deswegen gleich mit meinem Mann zum Streit. Ich war einfach noch nicht wach, bin heut nacht eben 5 mal aufgeweckt worden. Und hab dann nur zu Ihm in der früh gemeint, ob das denn irgendwann mal besser wird :-) Und er hat dann nur gemeint, naja, ich gewöhne Annika das ja richtig an, das ich immer gleich komme wenn Sie ruft. Und immer das bei Ihr schlafen. Und wir müssen sie besser "erziehen" das sie , (was weis ich wie) durchschläft ,oder nicht immer ruft. OK , er war auch noch nicht fit. Aber bei mir ist es echt so angekommen, als mache ich´s falsch. Und vor allem ich weis ja nicht wie ich es ändern sollte. Manchmal ruft Annika nach mir, und ich sag dann nur, ja ich bin da , ich komm. Und sie schläft weiter. Manchmal ruft sie aber dann ein weiteres Mal, dann geh ich rüber zu Ihr. Wenn ich schlecht schlaf, lang ich auch mal eben zum meinem Mann rüber, das beruhigt eben. Ach ich weis auch net, müsste sie mit 4 Jahren nicht einfach mal schlafen, zumindest regelmäßiger durchschlafen?

Hat jemand den wieder mal ultimativen Tipp?

Ich hab Annika dann heut früh gefragt warum sie so oft wach wird. Und das ich so eben nicht richtig schlafen kann, und dann oft grantig bin, oder müde. Erst meinte Sie, sie will mich dann was fragen. Und im zweiten Anlauf meinte sie, sie hat mich eben so lieb, und will mich die ganze Zeit haben. was soll ich da dann drauf sagen? Muss noch dazu sagen, ich darf nicht in Ihrem Bett schlafen, nur auf der Matraze daneben,. Im Bett ist es Ihr zu eng und zu warm. Wir haben uns heut früh dann drauf geeinigt, das wir heute Nacht durchschlafen und die Türen ganz weit aufmachen, das ich ganz nah bei Ihr bin. Bis jetzt sind die Türen nur angelehhnt. Konfus alles, zu erklären.

Liebe Grüße

Melanie.

Beitrag von bine3002 19.01.11 - 12:14 Uhr

Der ultimative Tipp ist: Ein 4jähriges Kind darf wissen, dass man genervt ist von der vielen Aufsteherei. Meine Tochter hat es mitunter drauf, dass sie mitten in der Nacht regelrecht rumbrüllt. Manchmal träumt sie, manchmal ist sie aber auch wach. Dann geht man hin, fragt was los ist und sie sagt "Nichts!" Ich HASSE das, vor allem, weil ich das Rumgeschreie gar nicht mehr ernst nehmen kann. Sie hat aber auch Pseudo-Krupp und dann wäre es ja schon wichtig, dass jemand kommt oder auch bei Erbrechen. Ich habe ihr also klar gesagt, dass sie bitte wegen "Nichts" nicht rumschreien soll, sondern nur, wenn wirklich was ist. ("Klar gesagt" heißt in dem Fall, dass ich sie auch manchmal angemault habe). Und für den Fall, dass es ihr um körperliche Nähe geht, kann sie ja dann zu uns kommen und auch bei uns schlafen.

Mittlerweile hat sie es verstanden. Vorletzte Nacht hat sie nachts eingepullert und hat dann ihre Unterhose mitten in der Nacht selbst gewechselt und sich ein Handtuch auf den nassen Fleck im Bett gelegt. Als ich sie fragte, warum sie nichts gesagt hat, sagte sie "Ich wollte Euch doch nicht wecken." Ich habe ihr dann erklärt, dass sie uns für so etwas natürlich wecken darf. Also muss man vielleicht die "Notfälle" und das "Nichts" etwas näher beschreiben, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Das Durchschlafen als solches ist bei uns auch ein ewiges Auf und Ab. Anfangs war es eine richtige Katastrophe. Bis dahin habe ich auch oft im Kinderzimmer geschlafen. Seit sie 3 ist geht es aber bergauf. Aber mal klappt es besser und mal schlechter. Schlechter heißt, dass sie abgesehen von dem Geschrei, dann zu uns kommt und sich hin und her wälzt, dabei spricht und schreit. Dafür kann sie nichts, sie verarbeitet einfach den Tag sehr extrem. Letztes Jahr war es von August bis Dezember wieder mal extremer. Seit Mitte Dezember schläft sie aber wieder durch und auch viel ruhiger. Ich denke, das sind einfach mal Phasen und wenn die Tendenz stimmt, dann ist das ja auch OK. Ein zweites Kind könnte ich aber nicht mehr verkraften, dafür war die Zeit echt zu anstrengend.