Legasthenie Förderung-wann sind Verbesserungen zu merken?

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Beitrag von reethi 19.01.11 - 12:04 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist 9, geht in die 4. Klasse.
Am Ende der 3. Klasse wurde bei ihm eine Legasthenie festgestellt(auf unsere Initiative hin. Von der Klassenlehrerin hieß es immer, dass er damit keine Probleme hat, und wir einfach nur mehr mit ihm lesen müssten).
Nun besucht mein Sohn seit dem Sommer ein Legasthenie Institut, dass einen sehr guten Ruf genießt. Mein Problem ist jetzt dass ich langsam erwarte, dass sich Veränderungen einstellen.

Ab wann müsste man damit rechnen können, dass sich etwas verändert? Er geht seit 7-8 Monaten dorthin. Er liest immer noch sehr holprig (wir lesen jeden Tag mit ihm) und seine Noten in Deutsch bewegen sich immer noch im 4er und 5er Bereich. Sprich, es hat sich noch überhaupt nichts getan.

Hat jemand Erfahrungen damit?

Vielen Dank!
Neddie

Beitrag von manavgat 19.01.11 - 13:49 Uhr

Legasthenie-Institut?


Ich wüsste gern, um was es sich da handelt!

Echte Legasthenie ist in einem SPZ am besten aufgehoben.

Oder ist es "LRS"?

Gruß

Manavgat

Beitrag von reethi 19.01.11 - 14:09 Uhr

Hallo!

Es handelt sich um das hier:
http://www.legasthenie-therapie.de/

Es ist eine Legasthenie diagnostiziert worden.

Wir sind dorthin verwiesen worden, auch von unser Ergotherapeutin.
Bei uns bietet das SPZ leider keine Fördermöglichkeiten in diese Richtung an.

Ich erwarte ja auch nicht, dass er plötzlich nur noch 2er schreibt. Aber eine positive Änderung erwarte ich schon langsam irgendwie. Zumal wir auch jede Menge Geld dafür ausgeben, dass wir uns zusammen sparen.

VG
Neddie

Beitrag von manavgat 19.01.11 - 18:34 Uhr

Es sind auf diesem Markt leider sehr viele Scharlatane unterwegs. Ich würde mir eine zweite Meinung von der Schulpsychologin (örtliches Schulamt) holen.

Ein Institut, welches ausschließlich von Legastenie-Therapie lebt, muss zwingend Legasthenie diagnostizieren, sonst kann nichts verdient werden...

Deine Frage hätte man Dir dort - wenn man was von seinem Handwerk versteht - mit ca. Angaben basierend auf dem Test - beantworten können.

Gruß

Manavgat

Beitrag von 3erclan 19.01.11 - 19:44 Uhr

Hallo

da ist meine auch.

Bekommt er Einzeltherapie??
Habt ihr Pädaudiologen und Ortoptisten hinter euch??
Ich lese nicht täglich mit meiner Tochter sondern ich lasse sie am computer spiele machen die sie lesen muss aber sie nicht merkt dass sie übt.

lg

Beitrag von vergeslich 19.01.11 - 18:02 Uhr

Hallo,

ich studiere gerade Legasthenietrainerin beim EÖDL (Erster Österreichischer Dachverband Legasthenie).
Wurde dein Sohn auf LRS oder Legasthenie getestet? LRS und Legasthenie sind zwei verschiedene Sachen.

Wann man mit einer Besserung rechnen kann, kann ich dir leider nicht sagen, da ich noch ganz am Anfang stehe. Die Förderung ist bei beiden anders.
Bei Legasthenie muss ein spezielles, individuelles Trainingsprogramm entwickelt werden. Es muss auf das Kind abgestimmt sein.

Was ich aber ganz wichtig finde:

Laut Aussage des Bundesministerium für Gesundheit darf das Wort "Therapie" nicht im Zusammenhang mit einer pädagogisch-didaktischen Förderung auf den Gebieten der Legasthenie/LRS (trifft auch für Dyskalkulie/Rechenschwäche zu) verwendet werden. Bezeichnungen wie "Legasthenietherapeut". "LRS-Therapeut" sind nicht zulässig!

Wenn du noch Fragen haben solltest, kannst du dich ja gerne per PN bei mir melden. Wie gesagt, ich stehe noch ganz am Anfang, aber vielleicht kann ich ja für dich in meinen Büchern mal stöbern. :-)

LG vergeslich