3. Schuljahr und zuviel Sport

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sipi 19.01.11 - 12:54 Uhr

Hallo,

meine Stieftochter, sie wohnt bei Ihrer Mutter, geht jetzt in die 3. Klasse.
Sie kann nicht besonders gut lesen, verrutscht in den Zeilen, das Schriftbild ist katastrophal und die Rechtschreibung ebenso schlimm.
Seit Anfang 2010 ist sie in einem Turnverein, mittlerweile geht sie dort 6 mal die Woche hin, obwohl sie nicht zu den Besten im Sport gehört.
Sämtlicher Urlaub usw. wird nach ihrem Sport/ den Trainingsstunden ausgerichtet.

Sie hat braune Augenringe, ist blaß und die Schulnoten fallen ab. Zudem fehlen Hausaufgaben. Am Ende der 2. Klasse brachte sie es auf 50 Fehlstunden und 7 unentschuldigten Stunden (wegen Müdigkeit, bummeln, zu spät aufstehen).
Leider kümmert sich die Mutter nicht um das Kind, sondern ist froh, wenn es zum Sport ist oder Wii spielt. Sie bekommt zu Hause selten Mittagessen, geht spät abends - bedingt durch das tägliche Training - ins Bett. Sie hat mit ihren gerade 9 Jahren seit 3 Jahren einen eigenen Fernseher im Zimmer, seit 8 Monaten ein Handy und zu Weihnachten sinnvollerweise von der Mutter eine Wii bekommen.
Ich mache mir riesige Sorgen um das Kind, immer, wenn sie hier ist, zerfrisst es mich.
Die kleine weint, wenn man darüber spricht, den Sport zu kürzen, da sie in der Schule nicht mehr nachkommt. Aber wegen einer schlechten Note weint sie nicht. Für sie ist der Sport NR.1 und der Rest der Energie wird für die Schule eingesetzt.

Nun meine Frage: sind 6 mal Sport zuviel für eine sehr zierliche 9 jährige, wenns in der Schule bergab geht?
Was und wie würdet Ihr die Sache mit der Schule regeln (Lehrer) bzw. vorallem auch mit der Mutter, die ihrer Sorgepflicht nicht nachkommt.
Zähne werden einmal die Woche geputzt und die Unterwäsche wird in eben diesem Turnus gewechselt. IGITTTTT. Und da gibst noch viel mehr.
Ich habe selber ein Kind und es auch allein bestens grossgezogen. Weiss also etwas einzuschätzen, was normal und was nicht normal ist.

DANKE von ganzem Herzen für jede konstruktive Hilfe!!!

#herzlich



Beitrag von rienchen77 19.01.11 - 12:56 Uhr

und warum wart ihr noch nicht beim Jugendamt? Anwalt? Holt sie zu euch....

Beitrag von sipi 19.01.11 - 13:09 Uhr

ja, die Termine stehen schon....

Zu uns holen, dass möchte ich nicht und würde nie funktionieren.

Ich habe meinen Sohn grossgezogen und sehr, sehr schwere Zeiten gehabt, privat und beruflich. Vielleicht stößt mir die jetzige Situation auch deshalb so auf. Vorallem bringt sie jedesmal Streit in unsere Beziehung.

Ich möchte das nicht nochmal alles durchmachen, dafür bin ich mir zu wertvoll und ich fange endlich an, an mich zu denken. Auch wenn es jetzt egoistisch erscheint.

Wenn mein Freund es möchte, muss er zu Hause bleiben.

Beitrag von brotli 19.01.11 - 13:32 Uhr

hi

also wenn du sie nicht zu dir holen willst, egal warum, ist es bestimmt nicht einfach eine lösung zu finden.

ich meine, mutter ist mutter für ein kind und sie müssten hilfe vor ort haben dann.
sie bringt streit in euer leben? das wird sich wohl nicht ändern, ehrlich nicht denke ich, denn sie ist seine tochter und sie ist noch sehr jung und er wird sich bemühen um sein kind und deren situation.
egistisch darf man sein, ist ehrlicher als ein kind zu sich nehmen und wenig lust drauf zu haben.
aber all die probleme samt kind gehören eigentlich doch zu euch und nicht zum papa alleine und wie man das klären kann?
termine stehe? was für termeine?
in dem fall bezweifel ich das wenger sport für bessere noten sorgen.denn was würde statt dessen zuhause sein , wenn sie dort nicht hingeht?

was sagt denn die schule dazu ? so fühlt sie sich ja auch nicht wohl .
familienhilfe beantragen vielleicht?
l.g.

Beitrag von litalia 19.01.11 - 13:49 Uhr

ich finde es durchaus verständlich was du schreibst.

das einzige was ich nicht verstehen kann und vielleicht magst du ja darauf antworten.

WENN man sich einen partner nimmt der bereits ein kind hat dann weiß man doch von der ersten sekunde an das dieses kind immer das kind vom freund/mann bleiben wird und es im fall der fälle immer passieren kann das dieses kind mit in den gemeinsamen haushalt einzieht und man nun mal als partnerin für dieses kind mit sorgen muss, auch wenn es nicht das eigene ist.

verstehst du? JETZT an dich zu denken ist zwar menschlich verständlich aber letztendlich bist du bewusst dieses risiko eingegangen da du gewusst hast dein partner hat ein kind.
was wenn der mutter was passiert wäre etc? hätte das kind ins heim gemusst?

wie gesagt, ich verstehe deine gedanken und würde wo auch so denken aber genau aus diesem grund wäre für mich NIE ein partner mit kind in frage gekommen. das klingt ebenfalls egoistisch aber bevor ich dann in so einer situation wie du jetzt, stecke umgehe ich sie lieber komplett.

Beitrag von claudia1500 19.01.11 - 13:51 Uhr

Da kann ich nur 100 % zustimmen!

Beitrag von sipi 19.01.11 - 14:04 Uhr

Hi litalia,

Danke für Deine offene Art und ich möchte Dir gleich direkt antworten.

Damals war es mir wirklich nicht so klar, was das Ganze ab Schuleintritt für Sorgen machen kann. Als sie noch kleiner war, war alles ok.
Ich war damals wirklich blind vor Liebe, man möge mir verzeihen.

Wohin das Kind im Notfall kommt, kann ich nicht sagen. Der Papa würde nie seine Arbeit aufgeben, die geht ihm vor. Kürzer arbeiten ginge nicht für ihn und ich bin gerade in einem neuen Job und plane langfristig eine Selbständigkeit.

Die Kleine hängt so sehr an mir, wenn sie da ist, bin ich es, die sie duscht, badet, dass Essen bereitet, die Haare wäscht, ihre Wäsche wäscht, dass Bett überzieht usw. Sie kuschelt oft mit mir, obwohl ich schon mal strenger bin, oder konsequenter??
Auch das stimmt mich immer mehr nachdenklich.

Und: wenn ich meinen Sohn mit in den Urlaub nehmen will, (Er, Tochter, ich, Sohn) der zwar schon Volljährig ist, gibts Trubel und es wird mir untersagt.

Puh, alles ziemlich quer momentan.

Aber Daumen hoch für Deine Einstellung was Partner mit Kind betrifft!!!

Beitrag von rienchen77 19.01.11 - 14:59 Uhr

du willst das es dem Kinder besser geht?

aber sie aus der "Hölle" rausholen willst du nicht?

soll sie lieber ins Heim oder zu Pflegeeltern?

alles ändern wollen, aber keine Verantowortung tragen?

jetzt seit ihr dran...der Vater muß seinen Pflichten nachkommen nämlich zum Wohl des Kindes und nicht weil du es nicht nochmal durchmachen möchtest ...

Beitrag von elaaylin 19.01.11 - 13:20 Uhr

Hallo,

als ganz ehrlich , ich finde es zuviel zumal wie du schreibst die Schulischen Leistungen bergab gehen.
Ich habe eine Tochter die genau so alt ist, sie geht 2 mal die Woche zum Training und ist dann auch gut ausgepowert. Ich muß dazusagen meine Tochter hat sich die Sportart selbst ausgesucht und liebt ihren sport über alles, aber sie weiß auch das wenn die Schule darunter leidet der Sport gekürzt wird. Und zu dem rest kann ich mich meiner Vorschreiberin nur anschließen, holt das Kind zu euch!!! Ich denke die Maus wird es euch danken !!!! Ich kann mir nicht vorstellen das sie im moment glücklich ist, sie ist mit sicherheit überfordert. Das ist zumindest meine meinung.

Lg Michaela und Fabienne (9)#verliebt

Beitrag von valeska1979 19.01.11 - 13:41 Uhr

Hallo,

also es kommt immer auf das Kind an, ob 6x Sport zuviel sind.

Die braunen Augenringe und das blass sein, würde ich allerdings nicht auf den Sport schieben, sondern darauf, dass sie wahrscheinlich zu spät ins Bett geht. Soweit ich weiß, ist ja Training für Kinder nicht abends.

Auch neben dem Sport kann man zeit zum lernen haben. Wenn ich allerdings mitbekommen würde, dass mein Sohn so starke Defizite in der Schule hat, würde ich es beschränken auf ca. 3x die Woche. Kinder brauchen auch Möglichkeiten sich auszutoben und zu bewegen. Und turnen ist besser als nur vor der Wii zu hocken.

So wie du es beschreibst liegt es eher an der Mutter und deren Fürsorge.

Schade, dass es nicht für dich in Frage kommt, das Kind zu euch zu nehmen. Auch wenn du schon viel mit deinem Sohn duchgemacht hast, heißt das ja nicht, dass das mit dem Mädchen auch so laufen muss??
Vielleicht ist sie ja dankbar, wenn sie jemanden hat, der sich um sie kümmert.
Ansonsten legt der Mutter dich nahe eine Beratungsstelle, Hilfe vom Jugendamt etc. in Anspruch zu nehmen.

Ich finde schimpfen fällt immer leichter als sich dann wirklich damit auseinanderzussetzen und dabei zu helfen, dass es besser wird!

Viele Grüße

Beitrag von sipi 19.01.11 - 13:55 Uhr

Danke für Eure Antworten.

Der Sport ist täglich von 16 / 17 Uhr Beginn bis 19/ 20 uhr Ende. Dann noch Katzenwäsche, Essen usw. Wir haben es oftmals erlebt, dass sie noch 21.30 Uhr wach ist. Zudem kann sie durch den eigenen Fernseher und der eigenen Etage, die sie bewohnt, unkontrolliert Fernsehen. Man merkt, dass sie oft noch spät nachts guckt, da sie über die Nachtsendungen sehr gut Bescheid weiss.

Ich erlebe das Ganze jetzt gute 3 Jahre, der Haß auf die Mutter wird bei mir von Woche zu Woche größer, dass hat nichts mit dem Kind zu tun. Die Kleine tut mir nur leid. Schade finde ich auch, dass der Papa eigentlich erst jetzt - für mich schon zu spät - wirklich reagiert.

Das Jugendamt will die Mutter nicht, da hat sie Schiss vor. Sie hat noch nie ein Weihnachten mit der Tochter zusammen erlebt oder gefeiert, geschweige denn, die letzten 4 Geburtstage der Kleinen. War gute 1.5 Jahre nicht beim Zahnarzt mit ihr ....never ending story.

Ich rede, rede, bereite Schreiben vor usw. Aber ist das wirklich meine Pflicht???? Ich bin nicht die Mutter und nicht der Vater des Kindes.
Eigentlich misch ich mich ein, in eine Sache, die mich persönlich nichts angeht, ich aber den Hilferuf der Kleinen spüre....#heul

Beitrag von claudia1500 19.01.11 - 14:02 Uhr

Was ist denn das bitte für ein Sport der 3 Stunden dauert????
Bei uns wird kein Sport für bis 20 Uhr angeboten vielleicht mal bis 18:30 Uhr.

Um 20 Uhr liegt mein Sohn schon im Bett und schläft!

Ich würde die Mutter nicht fragen ob sie das Jugendamt einschalten will, sondern würde es einfach machen...

Naja mitgehangen mitgefangen würde ich mal sagen. Es ist nunmal die Tochter deines Freundes und da hat man einfach eine gewisse Mitverantwortung!
Würde auch dafür sorgen, dass dein Freund mal in die Gänge kommt!

Beitrag von sipi 19.01.11 - 14:08 Uhr

in die Gänge schieb ich ihn, seit es mir verdächtig vorkommt.

Es ist ein Turnverein, der auch oft noch dazu am Wochenende wegfährt, usw.

Mein Sohn ist, bis er in der 8. Klasse war, spätestens um 19.30 Uhr ins Bett und hat jeden Tag gegen 20 Uhr geschlafen, ausnahmslos. Weil er einfach fertig war, Schule und Fussball 2 mal die Woche.

#winke

Beitrag von leiahenny 19.01.11 - 13:48 Uhr

Meine Tochter hat das auch gemacht und sie und ihre Freundinnen sind und waren immer Klassenbeste- der Sport hat sie strukturiert und selbstständig gemacht.
Der Sport ist doch nicht das Problem, da zu Hause die Kleine doch wohl eher nur TV schaut etc. , anstatt Schulaufgaben zu machen, oder ?.
Und ob da nach dem Sport (essen und Duschen) gleich ins Bett gegangen wird ist doch wohl zweifelhaft.
Vielleicht kannst du der Mutter helfen, indem ihr gemeinsam mit der Kleinen deren Tagesablauf besser strukturiert und mit klaren Regeln. ( Also Schulaufgaben und dann zum Sport) - und dies kann man auch mit dem Trainer und der Lehrerin abstimmen.
(Bei uns wollen die Trainer immer die Zeugnisse sehen). Meistens halten die Mädels sich besser an diese Strukturen als die Mütter.

Alles Gute



Beitrag von parzifal 19.01.11 - 16:08 Uhr

Deine Tochter war auch sechs mal die Woche beim Sport? So etwas erwarte ich eigentlich nur bei Leistungssportlern.

Beitrag von sandra7.12.75 19.01.11 - 20:43 Uhr

Hallo

Unsere Tochter ist 7 Jahre und hat 3 mal Schulsport,1 mal Handball,1 mal Kinderturnen und 1 mal schwimmen.

Sie ist sehr sportlich und in der Klasse gehört sie zu den Leistungsstarken Schülerinnen.

Am WE muß sie eigentlich auch noch 15 km laufen sonst bekommt die Hummeln im Hintern.#schwitz

TV gibt es nicht so viel und ein eigener im Zimmer geht garnicht.

lg

Beitrag von leiahenny 20.01.11 - 16:54 Uhr

Meine Tochter ist inzwischen auch Leistungssportlerin - ein Tag ohne Training ist für sie unvorstellbar. :-)

Beitrag von susanne85 19.01.11 - 14:58 Uhr

hi

ganz ehrlich ich finde nein es ist nicht zuviel

die kleine scheint ihren sport gerne zuhaben auch finde ich die uhrzeit nicht schlimm.

gesetz des falles die mutter würde sich kümmern könnte die tochter um 20-21 uhr im bett liegen..

früher bin ich auch nie gegangen..

was ich eher schlimm finde das die kleine dann noch fernseh schaut und somit ihren schlaf vertrödelt.

ich denke würde die mutter sie abmelden, würde es eher dazu führen das sie vor der wi abends hängt. vor 20-21 uhr ist sie dann garantiert auch nicht am schlafen.

Beitrag von 3erclan 19.01.11 - 19:36 Uhr

Hallo

sry ich finde 6 x die Woche nicht schlimm.
Findest du es besse rwenn sie zuhause hockt und Wii spielt oder fernsieht??

Meine hat auch einen strenge Wochenplan.
Mo: 1,5 std Termin
Die: bis 15 uHr Unterricht
Mi: Pflegepony von 14-17 Uhr
Do: Theater
Fr: SChwimmverein
Sa: Reiten

Es macht ihr spass und ich würde ihr nichts kürzen wenn sie in der Schule absacken würde.
Fehlstunden hat meine ganz viele weil sie mehrmals im Jahr Scharlach hat.

Die anderen Umstände muss der Papa klären und was unternehmen.

lg