Babykoller

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Beitrag von muire 19.01.11 - 13:06 Uhr

Hallo ihr Lieben,

direkt mal eine Bitte an alle die keinen haben, bitte setzt mir nicht zu mit Vorwürfen und gutgemeinten Äußerungen, überlest diesen Thread einfach, bin im Moment schon dünnhäutig genug.

Vielleicht gibt es ja grad noch Mütter denen es ähnlich geht, und vielleicht versteht ihr mich.

Mein 4,5 Monate altes Baby war ein Wunschlind, lange erwünscht. Seit Geburt war ich glückselig, es war für mich perfekt, endlich vollkommen. Mutterschauft von nur einem Kind kein Thema für mich, hatte vorher beruflich Kids allein betreuen müssen im Alltag (Heimerziehung).

Mein Baby ist ein Wonneproppen, unkompliziert (noch), keine Koliken, nur das übliche (zahnen, Wachstumsschübe etc) echt gnädig mit mir :)

Und nu hats mich erwischt, von heute auf morgen. Ich liebe mein baby, aber ... das solls jetzt gewesen sein? Lebenslänglich Mutter? Lebenslänglich verheiratet? Ich bin doch noch Frau?
Ich wusste vorher worauf ich mich einlasse, aber irgenwie war mir anscheinend nicht bewusst, wie gefangen ich dadurch bin. Eine Trennung jetzt zb vom Mann...mit Kind...sehr schwierig. Wie gestaltet man es, dass beide was vom Kind haben?
Kein Mann guckt einen mehr an, mit Kind.

Ich weiß vom Verstand her, dass ich es mir so ausgesucht habe und dass meine Lebensgestaltung im Grunde solide und schön ist.
Aber ich habe das Gefühö alles um mich herum stimmt, nur ich nicht.
Als ich gestern mit dem Kinderwagen zum Arzt rollte, wusste ich, ich muss immer weiter gehen, sobald ich stehen bleibe, bleibe ich stehen. Fall ihr mich versteht.

Ich kann seit 3 Wochen kaum noch was essen, mir ist nur schlecht und ich fühl mich unglücklich.

Dabei habe ich immer so aufgepasst, jede Woche 1 mal ohne baby Kaffetrinnken mit Freundin, 1x im Monat Kino mit Freundin, mein Mann übernimmt so viel beim Kleinen nach seiner Arbeit um genauso Bezugsperson zu sein. Ich kann mich da überhaupt nicht beklagen, bin nicht überfordert.

Aber ich habe keine Lust mehr nur noch Mutter zu sein, (für meinen Mann bin ich es nicht nur) aber für den rest der Gesellschaft. Ich kenne andere Mütter, kriege aber Nacken, wenn man sich nur über Kids unterhält. Ich bin schon extra nicht in den Rückbildungskurs weil ich andere Mütter nicht mehr reden hören kann, es dreht sich alles nur ums Baby. (Ich geh aber zum babyschwimmen mit dem Kleinen) statt dessen melde ich mich lieber im Fitnissstudio oder zu anderem Sport an.

Bitte verurteilt mich nicht, ich weiß andere haben es schlimmer, bla bla bla...ich hab es mir nicht ausgesucht wie ich fühle.
Als ich vorher gearbeitet hatte gings mir nicht besser, da hatte ich auch keine Erwachsenen mit denen ich reden konnte, war ja allein im Schichtdienst. Also ich bin nicht unbedingt schlechter dran und freu mich über meine Elternzeit, weil ich so Zeit für ein Privatleben habe.

Geht es irgendwer noch ähnlich? Warum ist das so? Was tut ihr? Bin so ratlos.

LG

Beitrag von roxy262 19.01.11 - 13:15 Uhr

huhu

mir gehts auch so ähnlich...
als ich am montag in der city so war mit dem kinderwagen, da kam ich mir schon irgendwie doof vor... und ich musste feststellen, das nichts unattraktiver ist als eine frau mit nem kinderwagen ;-)

ich habe zum glück im geburtsvorbereitungskurs jmd. kennen gelernt, die genauso denkt... nicht nur hausfrau und mutter sein, sondern einfach FRAU..
ich treffe mich fast jede woche mit ihr und das hilft echt..
weil wir halt nicht nur über die kids reden können, sonden auch mal über uns selbst, wies uns so geht, was uns bewegt...

ich glaube man muss sich erst an die situation noch gewöhnen, obwohl es mir echt etwas schaudert bei dem gedanken, den rest meines lebens doch in gewisser weise verantwortung zu haben, nie mehr allein sein zu können, immer rücksicht nehmen muss usw.
das klingt schon irgendwie hart, auch wenn ich das mutti sein liebe und meinen schatz nie wieder hergeben möchte..

auch das gefühl was wäre wenn... z.bsp. im falle einer trennung usw. das kenne ich nur zu gut... aber eig. will ich da nicht drüber nachdenken, ich lasse es auf mich zu kommen wenn es wirklich mal soweit kommen sollte...
es bringt eh nix sich schon gedanken drüber zu machen, weil man eh nie weiss was dann kommen wird...


du bist nicht allein, ich denke jeder von uns hat mal solche gedanken...
solange sie nicht zur dauersituation werden und dein kind nicht darunter leidet sind diese gedanken auch vollkommen okay... jeder hat selbstzweifel..

lg

roxy

Beitrag von schneemannmama 19.01.11 - 13:28 Uhr

Hallo Schnecke,

also ich muss schon sagen, was du so schreibst hört sich verdammt nach Depression und/oder Burn-Out an. Sag jetzt nicht, das kann nicht sein, du kümmerst dich ja "nur" ums Baby, aber das ist nunmal Schwerstarbeit, wie wir Mamis alle wissen, besonders die erste Zeit.

Ich an deiner Stelle würde mal ganz schnell nen Doc konsultieren.

Du wirst nicht dein Leben lang "nur" Mutter und Ehefrau sein, wart mal ab, wenn dein Kind erst in die Kita kommt. Ich persönlich war froh, wieder arbeiten gehen zu können, das war anfang für mich die Erholung vom Kind. Jetzt freu ich mich, wenn ich mich ums 2. kümmern kann.

Ich persönlich finde im übrigen Mamis oder auch Papis mit KiWa ganz besonders attraktiv, weil sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sensible zugewandt Menschen sind.

Wünsch dir gute Besserung!

Beitrag von berry26 19.01.11 - 13:37 Uhr

Hi,

also verstehen kann ich das "ansatzweise". Klar mir geht es manchmal auch gewaltig auf die Nerven nicht gerade das machen zu können, was ich will aber das sind kurze Augenblicke! Bei dir klingt das nach einer Depression! Als "normal" würde ich das jetzt nicht mehr bezeichnen wenn du seit Wochen nicht mehr richtig essen kannst und dich quasi immer alles ank...!

Ansonsten kann ich dir nur sagen, das ich die Zeit einfach genießen muss! Es ist soooo ein winziger Abschnitt in unserem Leben, wo die Kleinen wirklich uns so brauchen und dafür lohnt es sich auch sich etwas einzuschränken! An Trennung und neuen Mann verschwende ich ehrlich gesagt keinen Gedanken, sonst hätte ich gar nicht erst geheiratet und Kinder bekommen.

Ich würde dir wirklich raten einen Arzt aufzusuchen! Eine Depression lässt sich recht unkompliziert behandeln und dir geht es wieder besser!

LG

Judith

Beitrag von linagilmore80 19.01.11 - 13:41 Uhr

Ich hatte und habe diese Phasen auch immer wieder. Und ich habe mir dann eine neue Herausforderung außerhalb es Haushalts gesucht: Spanisch gelernt, Schwimmen und seit neuestem arbeite ich hin und wieder bei einem Bekannten in der Buchführung - das hält mich fit.

Liebe Grüße,
Lina

Beitrag von hoffnung2011 19.01.11 - 13:57 Uhr

Oh die andere Dame hat geschrieben, du solltest schnell den doch konsultieren...laaach, dann müsste ich auch ran. Herzlichen Glückwunsch in der Realität#liebdrueck

Es ist zwar nicht eine übliche Reaktion aber als ich festgestellt habe, dass ich zum zweiten mal schwanger bin, dann dachte ich: Na toll. Endlich ist das Kind aus dem grobsten raus und jetzt das da.

Und ich kann verstehen, was du meinst ABER

das ist jetzt eine ganz ganz ganz ganz wichtige Feststellung. Du hast einfach festgestellt, dass du nicht die 4o-Stunden Mami sein wirst und ein Kind nach dem anderen gebären wirst..und diese Feststellung ist für deinen weiteren Lebensweg durchaus wichtig..

Wenn du z.B. schreibst, dass du dich eher im Fitnessstudio anmelden wirst, dann tue es DOCH! In der heutigen Zeit, falls du gerade nicht auf dem platten Land wohnst, gibt es genug Fintesstudios, wo man Kinderbetreuung anbietet. Was meinst du denn, dass ich beim ersten Kind tat. Es existiert nichts besseres, du hast das Kind noch unter Kontrolle und tortzdem kannst du machen, was dir spass macht..und das beste ist, auch das Kind hat spass..wenn die Betreuung da gut ist.
mit 6 Monaten gab es das und dann war ich JEDEN Tag da. ich warte sehnlichst auf die 6 Monate, dass ich es wieder tun kannst. im Gegenteil ich muss es tun wegen meinem Rücken.

Und so geht es dann weiter. sich mit dem Partner absprechen, dass auch er auf das Kind aufpasst und du rausgehen kannst..

oder, jetzt geht es noch..ich schnappe mir den Kinderwagen und gehe in eine Buchhandlung und da bleibe ich und lese ich und bin glücklich und zufrieden..

Klar, irgendwann kommt dann die Phase, wo die Kids schon ,,verlangen´´ aber auch dann ist zum Teil nur kreativität angesagt, was meinst du, sobald sie laufen konnte, waren wir im Naturkundemuseum. Ich liebe Steine, so haben wir es verbunden..ich werde es nciht vergessen. das schönste war das Laufen zwischen den Steinsammlungen und verstecken und absolut viel Spass haben..

und und und...irgendwann kommt allespätesten mit 3 der Kindergeburtstag und dann geht es in den Kiga und dann hast du mehr Zeit..wenn du vorher schon nciht arbeiten gehst..:-p

Jaaa, auch bei mir gab es eine Phase, in der ich sagte: und das sollte es gewesen sein ?

Und jetzt sehe ich es als eine Seite von uns. Ich bin nicht nur Mutter. Jetzt nur ganz kurz vorübergehend..100%, weil ich halt mit 2 Kids nirgendwo rumlaufen will aber sobald wir diesen blöden Winter überwunden haben, dann geht es losssss...

und wenn man eine Herausforderung sucht, muss man sie nur finden, verstehst du, was ich meine ?

kopf hoch, wikrlich. Falls du sonst nicht depressiv ist, ist alles o.k., du bist nur angekommen.

Lass dich fest drücken und denke darüber nach, wie du dein Leben verändern kannst in dem das Kind dann intergriert ist!

Beitrag von manja. 19.01.11 - 16:10 Uhr

Bleib ganz locker, das denkt jede Mama im ersten Jahr. Man hat ja auch kaum eine Minute für sich. Aber du hast schneller, als du gucken kannst, wieder mehr Zeit. Sie werden so schnell größer und selbständig. Warte ein bißchen, dann wird alles gut! und genieße die Babyzeit.
Manja

Beitrag von romance 19.01.11 - 21:31 Uhr

Huhu,

die Phasen kenne ich zu gut. Und ich habe nicht die Zeit, mal ins Kino zu gehen oder das wa du sonst machst. Da ich keine Betreunung für mien Kind habe, mein Mann arbeitet viel und daher kaum Möglich. Auch er braucht mal seine 5 Minunte Ruhe.

Aber ich kenne das Gefühl, von der Arbeitswelt in das Leben einer Mutter und da kommt mann nicht mehr raus. Aber ist da nicht was wir wollten? Mutter werden. Und nun wie jemand schön sagte. Es ist die Realität!

Und doch wird es eine Zeit geben, dann wirst du dich daran sehnen. Die erste Zeit, wie du es gerad erlebst. Meine Tocher wird 1 Jahr alt, sie wird jeden Tag ein bisschen selbstständiger. Und das tut weh, mann sieht die Zeit verfliegen und mann hat viel Wehmut. Und doch kommt auch die Zeit, wo mann sich freut. Endlich, mal ein Zeit für sich selbst.

Ich würde erstmal raten, geh zum Arzt. Und sichere dich nur ab, ob das wirklich Burnout ist. Und evtl. kann er Arzt dir was pflanzliches aufschreiben. Dannach such dir ein Job für 400 Euro, so bist du für paar Stunden für dich und du tust was für dich. Es wird bestimmt die Möglichkeit geben.

Überwiegend bin ich zwar auch alleine, treffe mich auch mit den anderen. das muß sein.
Meine beste Freundin, der kann ich auch nicht jedes Mal erzählen. Mensch die Emma wollte nichts essen. Weil das was ich ihr erzählen würde, wahnsinnig weh tun würde. Denn sie möchte ein Kind, ihr Freund nicht. Daher geniese ich mein Muttersein.

Und du solltest die Augen aufmachen...nur weil du Kind hast, wirst du trotzdem angeschaut. Ob du hässlich bist oder wunderschön. Angesehen wirst du. Augen auf, beim nächsten Kauf.;-)

LG Netti
jeder kann aus seinem Loch kommen, wenn er das will.