Trotzphase -- alle reden mir rein. Wie soll ich es machen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von putput 19.01.11 - 13:38 Uhr

Hallo,

meihne Maus steckt grad voll in der Trotzphase. Was meiner Meinung nach ganz normal ist und zur Entwicklung dazu gehört. Ich finde es übertrieben, wegen jeder Kleinigkeit zu maßregeln. Veilleicht bin ich auch zu "schlaff" in derErziehung.

Folgendes Beispiel:

Meine Freundin war mit ihrer KLeinen heut morgen zu Besuch bei uns. Erst haben die Kinder schön gespielt, dann war halt irgendwas und meine Tochter hat das Zicken angefangen. Erst wollte sie ihren Frust an mir auslassen. Sie hat alles getan, was eigentlich verboten ist (Am TV rumgedrückt, ihrer Freundin alles weggenommen etc.) Meine Freundin meinte, ich soll sie in ihr Zimmer sperren, damit sie sich wieder beruhigt. Ich sagte, dass ich das auf keinen Fall mache. Dann hab ich meiner kleinen was weggenommen, was sie nicht haben durfte (mein Handy) und wollte es in die Küche bringen (Außer Sichtweite). Jasmin wollte mir hinter her, ist vom Sofa gefallen und hat sich am Tisch gestoßen. Sie hat dann geweint und ich bin hin, hab sie auf den Arm genommen und getröstet. Meine Freundin meinte, sie habe sich mit Absicht weh getan um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich solle sie zur Strafe in ihr Zimmer sperren. Ich sagte, ich mach das auf keinen Fall. Wenn sich mein Kind weh tut, bin ich IMMER für sie da und tröste und sperre sie dann nicht auch noch weg. Die Stimmung war hinüber, der Besuch bald beendet. Jasmin ist von sich aus in ihr Zimmer gegangen und meinte, sie macht jetzt heia. Sie ist auch erst wieder rausgekommen als die beiden nach Hause gegangen sind.

Bin ich zu weich? Muss ich meine Tochter ins Zimmer sperren wenn sie was "falsch" gemacht hat oder bockig ist? Ich kann doch nicht einfach das Zimmer absperren und sie da drin bocken, schreien und weinen lassen? Das mach ich nicht.

Was macht ihr denn, wenn eure Kinder die Grenzen testen? Sperrt ihr sie weg (sogenannte "Auszeit") oder was macht ihr?

LG putput

Beitrag von pegsi 19.01.11 - 13:45 Uhr

Aus dem Kontakt gehen ist nie eine gute Lösung, wenn das Kind den Kontakt sucht.

Meine Kleine wird auch mal gnatschig bis provozierend, aber meistens fühlt sie sich dann einfach unwohl, sei es durch Müdigkeit oder durch Frust.
Ich biete dann oft an, sie in den Arm zu nehmen und in mindestens der Hälfte der Fälle reicht das aus, um den "Streit" nicht ausarten zu lassen.

Wenn es gar nicht anders geht, weil meine Kleine mich tritt und schlägt (in der Regel habe ich dann die Signale zu spät erkannt), dann trage ich sie auch in ihr Zimmer (hat eine Verbindungstür zum Wohnzimmer, die immer offen ist) und lege sie dort auf ihre "Couch". Normalerweise steht sie innerhalb von 5 Sekunden auf und kommt zurück, weil sie Nähe braucht und nicht Distanz. Dann hat sie ihr Signal bekommen, dass es reicht und holt sich Trost.
Ich würde sie da nicht zurückweisen.

Wenn sich meine Tochter jemals tatsächlich weh tun würde, um in den Arm genommen zu werden, dann wäre das ja ein Hilfeschrei vom feinsten, gerade dann wäre es superwichtig, ihr zu geben, was sie braucht!

Ich würde mich aber auch sehr wundern, wenn mir eine Freundin erzählen wollte, wie ich mein Kind zu erziehen habe.

Beitrag von putput 19.01.11 - 13:52 Uhr

Ich war etwas verunsichert weil man das anscheinend machen "muss" damit einem das Kind nicht auf der Nase rumtanzt. Ich fand meine Methode eigentlich nie so falsch und finde es übertrieben, so arg streng zu sein und das Kind ständig im Zimmer einzusperren.

LG Putput

Beitrag von pegsi 19.01.11 - 13:55 Uhr

Wie Astrid Lindgren so schön gesagt hat:

Man kann nichts in Kinder hineinprügeln, aber viel aus ihnen herausstreicheln.

Man sollte Konsequenz nicht mit Härte verwechseln. :-)

Beitrag von elaaylin 19.01.11 - 13:51 Uhr

Hallo,

ich finde weg sperren echt schlimm!!!! Ich meine das eigene Zimmer soll doch keine Strafe sein, da soll mein Kind auch mal allein drin spielen, und auf garkeinen fall drin eingespert sein!!! Wenn mein kleiner was hat was er nicht haben soll mache ich es wie du, wegnehmen und außer sicht und reichweite legen. Und wenn er mal so richtig Bockt setze ich ihn auf den Boden und lasse ihn ausbocken ,er kommt von ganz allein wieder an und is dann auch meistems wieder lieb.Natürlich versuche ich ihm zu erklären was er fasch gemacht hat, oder setzte ein "NEIN" auch durch. Es gehört halt dazu das sie Zwerge dann Bocken weil sie es nicht verstehen können.

Lg Michaela und Jaden (21.09.09)#verliebt

Beitrag von putput 19.01.11 - 13:58 Uhr

Genau, ich bring sie bei einem Bockanfall in die Küche und setze sie auf den Boden. Wenn sie fertig ist mit Bocken, kommt sie schon alleine wieder und sagt "Min lieb". das ist so süss da kann ich dann nicht böse sein mit ihr.

Ok, dann bin ich doch nicht zu "weich" nur weil ich sie nicht weg sperre.

Beitrag von knueddel 19.01.11 - 13:54 Uhr

Hallo putput,

nein, Auszeiten gebe ich nicht, ich sage meiner Tochter auch durch das Geschrei hindurch einmal kurz und deutlich, was sie falsch gemacht hat/nicht darf oder so.
Dann darf sie schreien oder was auch immer, sie darf nur nix rumschmeißen oder kaputt machen. Ich hab ihr auch schon mal gesagt und gezeigt, das sie gerne ihre Wut am Sofa oder an Kissen auslassen kann, sprich drauf hauen.
Alles, was sie rumschmeißt kommt sofort weg, auch wenn es ihre Spielsachen sind. So hatten wir schon mal einen Nachmittag nur noch ein Buch hier stehen, weil sie die durch die Gegend gepfeffert hatte.
Wenn sie mich hauen will , dann sage ich ihr, dass nicht gehauen wird und gehe etwas von ihr weg. Aber immer noch so, dass sie schnell wieder bei mir ist, wenn sie möchte.

Meist beruhigt sie sich nach etwas schreien wieder und möchte kuscheln. Wenn sie aufhört vor Wut richtig rumzuschreinen, nehme ich sie gern wieder auf den Arm.
Manchmal sagt sie dann schon, dass sie jetzt bockig war.
Wenn sie sich wieder eingekriegt hat, sage ich ihr immer nochmal kurz, warum sie das jetzt nicht durfte und gut ist.

LG Cindy

Beitrag von mengesonnenschein 19.01.11 - 17:39 Uhr

Hallo putput,

also mit der Auszeit würde ich schon machen, aber 1. reagiert jedes Kind anders (sehe es bei meinen zwei). Wende die selben Maßnahmen an . Doch ich habe mir extra einen kleinen Stuhl gekauft, und das ist der Ort der Auszeit. Kinderzimmer, Bett etc. können für die Zukunft problematisch werden. Meine Töchter wissen wenn die auf diesen Stuhl müssen, dann war was nicht in Ordnung. Alles negative bleibt bei diesen Stuhl.
Ich habe ein Beispiel für ins Kinderzimmer setzen. Freundin hat das immer gemacht, wenn Ihre Tochter abdrehte. Ließ die Tür offen, aber bis heute mit fast 5 Jahren spielt sie nicht gerne in Ihrem Zimmer.
Auch ist halt sehr schwer das richtige Maß an Erziehung zu haben. Wann gibt man nach und wann nicht.
Ich habe festgestellt, dass ich bei meiner Kleinen nachsichtiger bin. Aber weil ich bei meiner Großen nicht es war, finde ich persönlich sie wohl geraten. Und dann kommt auch noch der Charakter. Bei meiner Kleiner muss ich wohl in der nächsten Zeit strenger sein, was nicht leicht ist. Aber ich habe die devise jetzt am Ball bleiben, dann wird es später einfacher. Was ich so bei meiner Großen so empfinde.
Aber wenn es für dich OK ist, dann mach es so. Hör immer auf dein Bauchgefühl.
Lieben Gruss mengesonnenschein