Um in Arbeit zu kommen müssen wir ALG2Bezieher werden

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von chaosmal4 19.01.11 - 13:45 Uhr

Irgendwas läuft doch verkehrt, gut mein Mann ist kein Superiq der studiert hat oder noch eine super qualifizierte Ausbildung machen kann - zum einen vom Bildungsstand (Realschule und Ausbildung) und zum anderen vom Geldlichen her......Halt Fussvolk im Joblichen gesehen ;-) Grins uns muss es ja auch geben.
Das einzigste was er sucht: Arbeit in seinem Beruf: Verkäufer.
Zig Bewerbungen sind raus, Absagen und das eigentliche Problem:
Vermittlungsgutschein!
- oder selbst bezahlen.
Es sind soooo viele Voll und Teilzeit-Stellen hier frei, aber alle nur unter der Vermittlungsgutscheinvoraussetzung..........#kratz
Mehrfach informiert wie teuer das privat wird und so ca. 500 - 1500e Kosten..........die haben wir nicht um das zu bezahlen .........zu bezahlen das er Arbeit bekommt...:-[ Versteh da das System nicht wirklich.

Nun hat er sich ohne Bezüge arbeitssuchend gemeldet, da er dringend mehr Stunden braucht. Leben mit meiner Stelle unterm Soziallimit, wollten aber nie was beantragen, weil wir hofften selber was zu finden.

Nun geht es aber gar nicht mehr und wir müssen uns was überlegen.

Durch Zufall las ich heute wieder eine passende Stellenauschreibung....wieder das gleiche:Vermittlungsgutschein.
Angerufen...da würden Kosten von ca. 700-800 e auf uns zukommen bei erfolgreicher Vermittlung.#aerger Hab ich in der Portokasse.
Da stand aber auch bei das man diesen V.gutschein auch im ALG2 Bezug bekäme - was das Jobcenter im letzten Jahr verneinte.....#kratz
Nun gut, ich da beim zuständigen Jobcenter angerufen und ja wenn ich 60 Tage im Bezug bin ist es im !Ermessen des Sachbearbeiters! ob er den bekommt.
Nun gut, ich geb auf und geh morgen zum Jobcenter - ALG2 beantragen in der Hoffnung das in 60 Tagen der Fallmanager uns mag und den Vermittlungsgutschein ausstellt.:-(
Tja so kanns gehen, dann hoff ich nur das er uns den dann ausstellt und wir da so schnell wie möglich wieder weg kommen!

Weiß einer ob es rechtliche Grundlagen zur Entscheidung Vermittlungsgutschein ja oder nein gibt?

Beitrag von king.with.deckchair 19.01.11 - 15:10 Uhr

Ja, gibtes: Es gibt keinen Rechtsanspruch für ALG II-Bezieher. Im Gegenteil, seit 2011 wird dank der Einsparungen mit der Vergabe noch restriktiver umgegangen.

Aber mal ehrlich: Ich bin seit einigen Jahren pAp im Bereich SGB II, habe schon etliche VGS ausgegeben. Nicht einer kam mit einem Arbeitsvertrag zurück, nicht einer. Also bitte diese Sache nicht überbewerten und auch nicht als Entschuldigung hernehmen, dass er deswegen keinen Job finden würde…!

Ich denke auch, dass sich private Vermittler mit ALG IIern nicht so viel Mühe geben. Denn die zweite Rate der Prämie erhalten sie erst nach sechs Monaten – wenn der Kunde dann noch bei der Firma in Arbeit ist. Leider haben sich viele ALG IIer dann doch als etwas „unstet“ erwiesen, was berufliche Verpflichtungen angeht, nennen wir es mal so. Daher ist für einen privaten Vermittler das Risiko sicher einfach höher, dass er bei einem ALG IIer den zweiten Teil der Prämie nicht erhält, weil der Kunde den Job schon längst wieder los ist/ihn hingeworfen hat. Aber das ist nur meine Einschätzung, weil ich wie gesagt, noch keinen erfolgreichen VGS im Bereich ALG II gesehen habe.

Ich würde dennoch versuchen, ob ihr ALG II erhalten könnt. Erstens, weil damit klar wäre, dass ihr bedürftig seid und es euch dann ein bisschen besser geht und zweitens, weil dein Mann dann andere Unterstützung erhalten kann (Bewerbungscenter, Fahrkosten für Vorstellungsgespräche, evtl. Qualifizierungen…).

LG
Ch.

Beitrag von falkster 19.01.11 - 16:31 Uhr

sehr guter ,erfreulich sachlicher Beitrag! :-)

Beitrag von chaosmal4 19.01.11 - 16:58 Uhr

Hoff das bleibt auch so;-)

Beitrag von chaosmal4 19.01.11 - 16:53 Uhr

Soll keine Entschuldigung sein aber jeden anderen Bewerbungsweg - initiativ oder auf direkte Firmenausschreibungen waren immer mit Absagen ohne Vorstellungseinladung.
Laut der einen Vermittlungsfirma waer es als gelernter Verkäufer eh sinnfrei sich zu bewerben da keine Firma die nach Tarif bezahlt diese Fachkraefte mehr einstellt....
Ich hab keine Ahnung was wir wie noch machen können.Arbeitsamt hatte auch keine Anregung in was umzuschulen sinnig wäre.....
Der Versuch mit dem Vermittlungsgutschein waer meine letzte Idee.... :-(

Beitrag von chaosmal4 19.01.11 - 16:56 Uhr

Laut dem Arbeitsamt sind Bewerbung,Werdegang und Zeugnisse ok

Beitrag von marion2 20.01.11 - 20:58 Uhr

Hallo,

Umschulungen?

Sinn macht zurzeit alles in der Pflege - vom Krippenerzieher bis zum Altenpfleger.

LG Marion

Beitrag von bruchetta 19.01.11 - 18:11 Uhr

Gerade bei Verkäufern ist mir eher selten eine Stelle über einen Arbeitsvermittler untergekommen.
Die werden, so wie ich es für unsere Region erlebe, meistens direkt und auch nicht zu knapp gesucht.
Ich hatte auch mal was über einen Vermittler in Aussicht, der schlug mir dann eine geringere Provision vor, die ich hätte abzahlen können.
Vielleicht sollte sich Dein Mann das ja mal überlegen, dann hat er wenigstens einen Job!

Beitrag von chaosmal4 19.01.11 - 18:16 Uhr

Also als Verkäufer werden in unserem PLZ Bereich 241 nur 400e Stellen angeboten - so eine hat er.
Über die Homepage der Agentur für Arbeit ist in unserem Bereich fast alles via diese merkwürdigen Arbeitsvermittler.
Das 2. Problem ist das die dann immer ordentlich Kohle abziehen.
Das derzeitige Angebot ist 100€ bei Vertragsabschluss an die Vermittler. Pro Monat müssen wir dann 50e zahlen - max für 12 Monate.
Das Arbeitsangebot ist auf 6Monate begrenzt. Derzeit ob es verlängert wird konnte sie mir nicht sagen.
Find es schon krass das man für das Arbeiten gehen bezahlen muss.........vielleicht bin ich ja auch zu blöd um sowas zu kapieren.....verstehe den Sinn dahinter nicht.#kratz