Endlich schwanger!

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von batzenkeller 19.01.11 - 13:51 Uhr

Hi Leute,
kurz zu meiner Geschichte: Ich habe im Jan. 09 die Pille abgesetzt, muss aber dazu sagen, dass wir im Jahr 09 von Juni - ca. Okt. eine "Übungspause" eingelegt haben (im Nachhinein welch blöde Entscheidung...), somit ging's dann ab Okt./Nov.09 wieder richtig los. Ich hab mir dann auch im Jan. 10 einen Clearblue Monitor besorgt, der mir immer mit drei Balken anzeigte, wann der Eisprung ist (natürlich keine Garantie, dass tatsächlich auch ein Eisprung stattfindet!), und genau das war das Problem: Ich hatte nämlich keinen. War aber die ganze Zeit der Überzeugung, dass es so ist.
Ich hab ein bischen Druck bei meiner FÄ gemacht, gefragt, woran es denn liegen könnte, dass sich bisher noch nix tut (das war, als ich noch nicht wusste, dass ich keinen ES hab), und sie fing dann mal an, div. Dinge zu testen. Der Schilddrüsenwert war zu hoch (knapp bei 4,0 glaub ich), sollte aber möglichst unter 2,0 liegen oder noch weiter drunter). Also hab ich Tabletten bekommen und es hieß warten. Die Werte änderten sich erst nach ca. 2-3 Monaten, aber auch dann stellte sich keine SS ein ;-(
Dann kam die Sache mit dem Eisprung erst raus!! Zwischendurch ärgerte ich mich dann schon mal über dieses "Sie sind ja noch jung (31!), haben ja noch Zeit, manchmal dauert's halt-Gerede" von der Ärztin. Sie bemühte sich nicht so sehr um Erkenntnisse, wie ich es mir viell. gewünscht hätte. Der Grund, warum ich keinen ES hatte, lag an dem milchbildenden Hormon Prolaktin, welches bei mir zu hoch war. Ich bekam Tabletten zur Senkung (Liserdol), es hat ca. 3 Monate gedauert und dann hat es tatsächlich geklappt. Im Nov. 10 hielt ich überglücklich einen positiven Test in meinen Händen.
Obwohl ich die Hoffnung nie wirklich aufgegeben habe, und so manche Paare es wesentlich länger probierten als wir, ging es mir doch Monat für Monat immer schlechter, als meine Periode einsetzte. Ich spielte schon mit dem Gedanken an eine Bauchspiegelung (hab höllische Angst davor, obwohl es sicher gar nicht schlimm ist..) oder dachte an künstliche Befruchtung. Aber die Hoffnung und das positive Denken waren stärker und haben sicher ihren Teil dazu beigetragen!
Was ich euch damit sagen will: Habt ihr wirklich alles was geht, testen lassen? Wir sind keine Ärzte und unwissend, an welchen Kleinigkeiten es teilweise nur liegen kann! Klar, wenn die Eileiter verstopft sind muss man einen anderen Weg gehen. Aber wenn es keinen wirklichen Grund gibt und der Arzt nur mit den Schultern zuckt, dann müsst ihr auf jeden Fall mehr Druck machen!! Fragt lieber zweimal mehr nach und scheut euch nicht.
Ich persönlich kann es irgendwie noch immer nicht glauben, dass ich nun bereits in der 15. Woche bin, es also tatsächlich klappte. Mein Mann und ich sind überglücklich.
Bei meiner FÄ bin ich übrigens geblieben, weil ich mich wohl bei ihr fühle und sie im Grunde eine fähige und sympatische Ärztin ist. Sollte aber irgendwann nochmal so eine fast ausweglose Situation eintreten und ich bekomme nicht genug Unterstützung, werde ich auf jeden Fall wechseln.
Ich hoffe, der einen oder anderen "Hoffnungslosen" hier wenigstens ein bischen geholfen zu haben.
Ich drücke jedem einzelnen von euch die Daumen, dass ihr auch bald so glücklich seid. Und das wichtigste ist, gebt die Hoffnung nicht auf!

Liebe Grüße
batzenkeller

Beitrag von biene1707 19.01.11 - 14:49 Uhr

Hallo,

na, das ist doch mal eine "Erfolgsgeschichte", die uns anderen Mut macht! Herzlichen Glückwunsch und ich wünsche Dir alles Gute für die Schwangerschaft!

Ich kann gut mitfühlen, denke ich. Auch bei uns tut sich nach 2,5 Jahren üben nichts. Gar nichts. Auch ich habe immer geglaubt, einen Eisprung zu haben. Wir haben es quasi 2 Jahre einfach so probiert ohne wirklich was dafür zu tun, weil wir dachten, es wird schon irgendwann klappen. Tja. nach 2 Jahren hatte ich dann auf einmal 3 Monate keine mens und SS-Test waren alle negativ. Da bin ich dann doch mal zum Arzt - und dann kam raus, dass auch ich selten einen ES habe (obwohl Ovu's öfters mal positiv waren). Erst dann habe ich angefangen, mich mit der ganzen Thematik zu beschäftigen und auch die Temperatur zu messen.
Ich bekam dann Utrogestan verschrieben, weil der Progesteronwert viel zu niedrig war bei den Bluttests (er lag wohl bei 0,29 oder so, also quasi kein Eisprung). Das nahm ich im darauffolgenden Zyklus ein, trotzdem kein ES und Zyklus viel zu kurz (22 Tage - das gab's bei mir noch nie). Dann habe ich Clomifen bekommen (habe gelesen, dass das helfen soll und meine Ärztin drauf angesprochen, sie hat es mir auch gleich verschrieben und gemeint, ich könne es damit mal versuchen). Naja, die letzten beiden Zyklen habe ich das Clomi dann genommen und auch super vertragen, ES hatte ich sogar auch (ein Mal am 19. ZT und ein Mal am 14. ZT), aber schwanger wurde ich trotzdem nicht. Naja, jetzt versuch ich es erst mal mit MöPf und Zyklustee. Bis jetzt sieht's ganz gut aus (ES am 21. ZT). Ich hoffe nur, dass sich bei mir nun auch bald mal was tut.

Also, die Schilddrüsen wurden bei mir glaube ich noch nicht untersucht - oder sind diese Werte vielleicht im normalen Blutbild / Bluttest standardmäßig mit drin??
bei meinem Bluttest wurde zwar festgestellt, dass das Prolaktin und auch die männlichen Hormone minimal erhört waren, aber laut meiner Ärztin nur ganz, ganz ganz kleines bisschen und es müsse nicht behandelt werden. Hm. Sollte man eigentlich in regelmäßigen Abständen so einen Hormon-/Blutcheck machen lassen, wenn's mit dem ss nicht klappt???

Also nochmal alles Gute für Deine Schwangerschaft - genieße es!
LG #klee

Beitrag von batzenkeller 19.01.11 - 15:10 Uhr

Hallo biene1707,
Also ich muss wirklich mit dem Kopf schütteln, weil es offensichtlich mehrere Ärzte gibt, die einen einfach nicht ernst genug nehmen!! Dass man den Arzt darauf bringen muss zu untersuchen, ob ein ES stattfindet, tss...
Bei Dir klingt es im Grunde ähnlich wie bei mir, außer dass ich Sachen wie Clomi etc. nicht eingenommen hab. Ich hatte allerdings immer einen Zyklus von ca. 23-24 Tagen, länger so gut wie nie. Dachte auch schon, das wär viell. zu kurz, ist aber nicht so.
Meine FÄ hat bei dem Bluttest, bei dem Sie nach Ursachen für das Ausbleiben der SS gesucht hat, eben die Schilddrüsenwerte mit untersucht. Ob das prinzipiell dabei ist, weiß ich leider nicht. Sie hat die Ergebnisse von einem Endokrinologen bekommen (vom Labor), der wohl sehr genau ist was solche Werte betrifft. Und wir wollten darauf hinarbeiten, dass die Werte eben nicht nur "ein kleines bischen" sondern überhaupt nicht zu hoch für eine SS sind. Ich würde auf jeden Fall da nochmal nachhaken, viell. liegt es tatsächlich daran?! Und übrigens war ich jeden Zyklus zu einem bestimmten Tag dort zur Blutabnahme (musst Du mit der Ärztin besprechen), nur so kannst Du Veränderungen feststellen.
Ist aber seltsam gewesen, dass Deine Periode mal so lang ausgeblieben ist, oder? Woran lag das denn
Mir ist eingefallen, dass ich selbst auch Mönchspfeffer genommen hab (hatte ich ganz vergesen#kratz, viell. hat es ja auch mitgeholfen). Ich bin überzeugt davon, dass es letztendlich am Prolaktin lag, weil es mithilfe von Liserdol dann klappte.
Tu Dir selbst den Gefallen und lass Dir da auch was verschreiben, damit Du es (notfalls) ausschließen kannst.
LG :-p

Beitrag von biene1707 19.01.11 - 15:33 Uhr

ja, da hast Du Recht, ich sollte da meiner FÄ wahrscheinlich nochmal auf den Kecks gehen :-)

sag mal, habst Du nur bei Dir Untersuchungen machen lassen oder hat sich Dein Freund / Mann auch mal durchchecken lassen (also SG zum Beispiel)? Ich überlege noch meinen Freund mal zum SG zu schicken, aber der ziert sich ziemlich. Ich will einfach nur, dass ausgeschlossen ist,d ass es an ihm liegt. Nicht, dass bei ihm auch was faul ist und ich stopfe mich mit Hormonen und nicht gut schmeckenden Tees voll. Aber er ist nicht so begeistert von der Idee. Wie war das denn bei euch?

LG
#winke

Beitrag von batzenkeller 19.01.11 - 15:44 Uhr

Ja, mein Mann hat zweimal ein SG gemacht. Beim ersten mal war alles super, sogar überdurchschnittlich gut. Beim zweiten mal lag es eher unter dem Durchschnitt, das hat mich noch mal zusätzlich runtergezogen, wie Du Dir denken kannst. Der Arzt meinte aber zu ihm, dass es dennoch völlig ausreichen würde für eine SS! Hat es ja dann auch ;-)
Dein Freund sollte das wirklich machen! Meist läuft es so, dass er vom entsprechenden Arzt einen Becher mit nach Hause bekommt, den er dann vorbeibringen kann, ich glaub innerhalb ca. 1 Stunde ungefähr. Von daher hat er den in seinen Gedanken unangenehmen Teil ja zuhause schon erledigt, oder? Er macht es ja schließlich für Euren Nachwuchs, und Du tust schon alles mögliche.

LG ;-)

Beitrag von nigna 19.01.11 - 21:19 Uhr

Hast du die Beschreibung dieses Forums gelesen?

Man kann davon ausgehen, dass die Mädels hier sich intensiv mit ihrem KiWu beschäftigt haben und das auch mussten. D.h. sie wissen mittlerweile, was man alles testen kann und sollte und befinden sich fast immer in Behandlung in einer KiWu Praxis, wo sich Spezialisten um die Paare kümmern.

Deine Geschichte ist sicher schön und du kannst glücklich sein, dass es "nur" am Prolaktin und deiner SD gelegen hat und es im groben Zeitraum von nur 1 Jahr geklappt hat...

Soviel Glück haben nicht viele hier.

#blume LG nigna

Beitrag von batzenkeller 20.01.11 - 10:55 Uhr

Hallo nigna,

klar kenne ich dieses Forum, bin ja selbst schon ne ganze Weile dabei und hab mich hier auch schon ausgetauscht.
Sicher hat der Großteil der Mädels sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ich selbst hab das wohl nicht genug, daher kam das mit dem Prolaktin auch erst so spät raus. Ich hab auch eine Antwort bekommen (wenn Du die Diskussion liest, kannst Du's sehen) von einer, die da ebenfalls nicht so ganz bescheid wusste.
Der Großteil hier geht sicher schon in Richtung künstliche Befr., da sonst alle Mögl. schon ausgeschöpft wurden, aber eben auch nicht alle.
Es sollte halt einfach nur ein kleiner Anreiz für eben diejenigen sein, die noch nicht 100%ig alles versucht haben, das ist alles. Und für alle anderen sollte es keineswegs angreifend sein.

LG batzenkeller :-)