Zu früh, zu wenig Vorbereitung, zu viel Angst

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von contergan 19.01.11 - 13:55 Uhr

Ich weiss nicht so genau wie ich anfangen soll...

Also, ich bin ungeplant (früher als von mir gedacht) mit dem dritten Mäuslein schwanger. Die Frage ist für uns nicht ob wir es behalten, ganz und gar nicht. Mein Mann freut sich sogar sehr und fände den Altersabstand der Kinder ideal (gut zwei Jahre).

Das Problem ist das ich Antidepressiva nehme, da ich einige Monate nach der Geburt unserer Kleinen Depressionen bekam. Ich kann sie auch nicht von heute auf morgen absetzen, das braucht in etwa sechs Wochen. Ich habe versucht einfach damit aufzuhören, was zu massiven Entzugserscheinungen geführt hat. Und ich meine WIRKLICH massiv, nichts was man mit "Die paar Tage wirst schon aushalten" runterspielen kann.

Die Ärzte (Neurologe und Gyn) sind der Meinung es wäre nicht sooo tragisch, das Baby würde schon gesund kommen. Mein Gyn hat angeboten öfter und mit Blick auf eventuelle Schädigungen zu schallen.

Ich weiss, hier wird oft von der Alles-oder-nichts-Regel in den ersten Wochen der SS gesprochen, sprich die Natur wird das schon richten. Aber mal ehrlich:
Meine Mutter arbeitet seit 15 Jahren im Behindertenbereich. ICH WEISS was die Natur zulässt. ICH BIN IN PANIK!!!!!!!

Versteht mich nicht falsch, ich werde keine Punktion oder ähnliches vornehmen lassen, nichts auf der Welt könnte mich zu einem Abbruch bewegen. Wenn ich es austragen und gebären kann dann hat das seinen Grund.
Aber ich habe Angst. Es wird sich wohl niemand ein Kind mit Handicap WÜNSCHEN.

Ich weiss auch nicht genau was ich mir von diesem Beitrag erhoffe...ich habe einfach Angst um meinen Zwerg.

Beitrag von connie36 19.01.11 - 14:11 Uhr

hi
meiner freundin ging es wie dir. nach der zweiten geburt, depressionen. seitdem muss sie medis nehmen. aber in der ss ist sie auf homöopathische mittel umgestiegen, die bei ihr gut angeschlagen haben, und mit fortschreitender ss ging es ihr wegen der hormone eh besser.
sie hat dann eine gesunde nr. 3 und auch noch eine gesunde nr. 4 bekommen.
muss aber wohl lebenslang ihre medis nehmen.
lg conny

Beitrag von hoffnung2011 19.01.11 - 21:05 Uhr

ich verstehe dich. Ich musste in der Schwangerschaft Schmerzmittel. Ich war die ganz Zeit unter ärtzlicher Kontrolle aber es war eine irre unsicherheit.

Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich zur Nackenfaltungmessung und dann zum großen Organscreening gehen und dass bei einem DEG'UM III spezialisten. Du wirst nie im Leben Sicherheit haben. du kannst genauso ein gesundes Kind bekommen und es erkrankt mit einem jahr an keine Ahung was..

Vertraue ???? kannst du an den da oeben vertrauen oder sonst an was, dass es dir einfach nicht passiert.. Diese Angst ist schlimm, die kann einen zerfressen, du hast aber schon genug sorgen oder ???? Es ist eher die fRage, wie kommst du mit deiner Krankheit klar ohne antidepressiva ?

Es tut mir seh leid und gleichzeitig glaube ich, dass sowas nicht ,,nur so´´ passiert.

Ich wünsche die viel viel viel viel Glück auf deinem Lebensweg!!!

Beitrag von super_mama 20.01.11 - 13:34 Uhr

Hallo du.

Ich verstehe diene Panik. Jede werdende mutter hat diese Ängste und da du Medikamente nehmen musst die es evtl beeinflussen ist deine Angst nur umso verständlicher.

Viele Ärzte machen grundlos Panik, das dein Frauenarzt von sich aus sagt er schallt häufiger und schaut nach Auffälligkeiten ist schon mal eine große Beruhigung.

Es gibt viele, sehr viele Frauen die Medikamente nehmen müssen die nicht als gut für das Baby gelten. Angefangen von Antibiotika (musste ich satte 3 x während meiner 2. Schwangerschaft nehmen), über Antidepressiva, bis hin zu anderen Neuropharmaka und dergleichen. So lange es überschaubar ist, gehen die Ärzte dieses Risiko ein.
In Beipackzetteln - die mich fast abgewöhnt habe zu lesen ! - stehen viele Nebenwirkungen bei denen man sich wirklich 2 x überlegen sollte ob es das wert ist, sie stehen, zur Absicherung der Hersteller drin.

Alles kann, nichts muss !

Genauso könnte man von einer Kopfschmerztabeltte eine Trombose oder sonstiges bekommen (ist natürlich nicht vergleichbar wenn es um das eigene Kind geht ! Aber es ist so.)

Nimm das Angebot deines Arztes an, und versuch ruhig zu bleiben und dich einfach nur zu freuen !!!

Evtl ist es eine Beruhigung für dich wenn ich dir erzähle das eine Freundin ihre Kleine, trotz schweren Medikamenten wegen ihrer schweren Epilepsie, gesund zur Welt gebracht hat und die Ärzte allesammt wirklich in Panik waren ob die Kleine gesund zur Welt kommen würde #verliebt