bin verunsichert...Kaiserschnitt oder Spontan

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von sunrise74 19.01.11 - 15:16 Uhr

Hallo ihr lieben...

ich komme gerade vom Arztgespräch, bin 38.SSW.
Kurze Vorgeschichte: Oktober 2007 Notkaiserscnitt nach Einleitung und
schlechten Herztönen

Heute im Gespräch sollte ich mich entscheiden für Kaiserschnitt oder Spontangeburt. Da mein kleiner (inside) größer und schwerer ist als der erste, könnte es zu Komplikationen kommen, bei einer Spontangeburt.

Ich weiss echt nicht was ich machen soll. Hat jemand Erfahrung und war in einer ähnlichen Situation? Ich freue mich über eurer Erlebnisse und Erfahrungen.

die verzweifelte sunrise74 mit vinny 3 Jahre und (mit #baby inside)

Beitrag von widowwadman 19.01.11 - 15:42 Uhr

Ich hatte im Dezember 2008 einen ungeplanten KS, und habe mich fuer einen zweiten KS entschieden.

Mein Arzt hat meiner Entscheidung zugestimmt, besonders da ich nach dem KS eine Infektion hatte, was das Risiko einer Ruptur bei einem vaginalen Versuch weiter erhoeht.

Ansonsten haette er mir vorgeschlagen es bei Einsetzen der Wehen vaginal zu versuchen, und ich haette dann immer noch nen KS verlangen koennen. Aufgrund meiner Vorgeschichte hat er aber meinem Wunsch im Fall von einsetzenden Wehen vor dem geplanten Termin direkt nen KS zu machen zugestimmt.

Falls du englisch kannst, mir hat dieses Dokument bei der Entscheidungsfindung sehr geholfen.

http://www.rcog.org.uk/files/rcog-corp/uploaded-files/GT45BirthAfterPreviousCeasarean.pdf

Beitrag von frierschaf 19.01.11 - 17:01 Uhr

Hallo,

ich hatte in meiner 1. Schwangerschaft auch einen sekundären Kaiserschnitt, angeblich wegen Wehenschwäche - oder wegen Panik der Ärzte, weil mein Kind angeblich so groß war.

Ich würde mich an deiner Stelle wegen der Größe nicht verrückt machen lassen. Die Messungen sind absolut ungenau. Bei mir würde mein Kleiner mindestens 500g zu schwer geschätzt und es gibt noch stärkere Abweichungen. Gerade das Gewicht wird aber gerne dazu benutzt, um Frauen Angst zu machen, damit sie sich für einen - geplanten - Kaiserschnitt entscheiden. Das ist nämlich für die Klinik günstiger als die unplanbare natürliche Geburt.

Es gibt viele Frauen, die nach einem Kaiserschnitt auch sehr große Kinder spontan entbunden haben. Wichtig ist dabei wohl vor allem, auf so viele Eingriffe wie möglich zu verzichten wie Einleitung und PDA.

Ich will zumindest mein nächstes Kind auf natürliche Weise entbinden - denn Komplikationen kann es schließlich auch bei einem Kaiserschnitt geben.

Vielleicht kannst du dich ja auch noch mit einer Hebi beraten.

Alles Gute für die Geburt

frierschaf

Beitrag von miau2 19.01.11 - 18:01 Uhr

Hi,
wieso sollte "größer und schwerer" direkt ein Problem sein?

Kommt ja auch ein bißchen darauf an, WIE groß. Und dann um wie viel sich vermessen wurde...

Mein kleiner war auch größer als mein Großer. Allerdings wog der Große 2.270g, der Kleine 2.570g...Beide Kinder wurden vor der Geburt schwerer geschätzt.

Ich hatte bei meinem großen einen ungeplanten KS wegen Geburtsstillstand, grünem Fruchtwasser und pathologischem CTG.

Mein Kleiner kam 2,5 Jahre später spontan.

Meine Klinik hatte ein gutes halbes Jahr vor meiner zweiten Geburt angefangen, bei Frauen, die nach einem KS eine Spontangeburt gewünscht haben (ich hatte eine Klinik, die den KS im Normalfall als 2. Wahl ansieht und die Spontangeburt vorzieht, es sei denn, es gibt wirklich Gründe für einen KS) die Dicke der inneren Narbe auszumessen. Bis zu einer bestimmten Dicke wurde den Frauen ein erneuter KS empfohlen, ab dieser Dicke wurde eine Spontangeburt als unproblematisch angesehen.

Die "Erfolgsquote" lag wohl bei 100%, wenn die frauen sich an die Empfehlung gehalten haben - es gab bis dahin keinen Fall, wo danach unter einer Spontangeburt die alte Narbe Probleme gemacht hätte. War zwar noch nicht sooooo lange eingeführt, aber bei einer auf Risikoschwangerschaften spezialisierten Klinik mit weit über 2000 Geburten im jahr waren einige darunter, wo ein Kaiserschnitt vorausgegangen war.

Ich wurde gut beraten, aufgeklärt, und gut betreut - und ich würde jederzeit wieder so entscheiden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von widowwadman 19.01.11 - 20:11 Uhr

Eine Erfolgsquote von 100% glaube ich nicht. Die gibt's ja auch nicht bei Frauen ohne vorherigen KS.

Beitrag von miau2 20.01.11 - 08:55 Uhr

Wie im nachfolgenden Satz erklärt bezog sich das auf Komplikationen durch die KS-Narbe. Daher auch die ""-Zeichen.

Und (natürlich kann ich nur sagen, was mir die Ärzte gesagt haben) da gabe es eben keinen Fall von Komplikationen nach Einführung der Methode und mit Folgen der Empfehlung.

Wie ja ebenfalls noch mal betont gab es diese Untersuchung noch nicht so lange.

Ob es irgendwann im Laufe der Zeit doch mal einen Fall mit Komplikationen DURCH eine eigentlich für dick genug befundene Narbe gab oder geben wird ist damit natürlich nicht ausgeschlossen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von tragemama 19.01.11 - 20:33 Uhr

Meine Narbe wurde alle vier Wochen ausgemessen und für völlig in Ordnung befunden. Meine Narbe ist von lächerlichen Senkwehen gerissen - GsD erst in der Klinik...

Beitrag von miau2 20.01.11 - 08:56 Uhr

Hi,
wie dick war sie denn?

reine Neugier ;-). "Dick genug" ist vielleicht auch Ermessenssache...kann ja sein, dass Kliniken das unterschiedlich beurteilen?

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von minnie85 19.01.11 - 18:38 Uhr

Hmmm, komischer Arzt - wenn der KS damals wegen schlechten Herztönen war, was hat das mit dem jetzigen, vielleicht etwas schwereren Kind zu tun?!

Ich habe spontan nach KS geboren und es war die beste Entscheidung.

Beitrag von sunrise74 19.01.11 - 20:33 Uhr

Hallo nochmals...

also mein zweiter soll um die 4000gr. wiegen und da ich sehr klein bin sehen es die Ärzte als "sinnvoller" an einen Kaiserschnitt zu machen. Sicherlich haben sie mir die Entscheidung überlassen, aber wie schon geschrieben...bin ich total unsicher.

ganz lieben Dank für eure bisherigen Berichte#danke

sunrise 74 die gleich zum Italiener geht und mit ihrem Mann beim Essen alle Pro´s und Kontra´s abwegen wird und hoffentlich zu einer Entscheidung kommt #schein

Beitrag von icknick 19.01.11 - 20:40 Uhr

Ich bin auch klein und habe nach KS (wegen BEL) ein Kind spontan geboren. Und ich würde/werde mich auch immer wieder so entscheiden.
Letztlich mußt Du auch für Dich entscheiden, ob Du mit einem KS gut leben kannst. Wenn ja, dann kannst Du ihn auch machen lassen (Dein Bauch ist ja ohnehin nicht mehr ganz jungfräulich:-p). Es gibt aber auch viele Frauen, die eine Art Verlust-Gefühl haben, wenn sie nicht spontan gebären können und denen würde ich immer empfehlen, es wenigstens zu versuchen. Wenn es dann nicht klappt, hat man sich zumindest nichts vorzuwerfen, wenn Du verstehst was ich meine #kratz

Beitrag von minnie85 19.01.11 - 20:54 Uhr

In den meisten Fällen passen die Kinder, echte Missverhältnisse sind sehr selten. Eine Alternative wäre ein MRT, bei dem das Kind und dein Becken abgemessen werden. Das macht eine Klinik hier bei uns recht häufig bei solchen Bedenken und hat sehr gute Erfolge.

Beitrag von uvd 20.01.11 - 09:51 Uhr

was heißt "sehr klein"?

ich bin 1,58 m groß und wiege unschwanger 54 kg.

mein 4. kind kam zuhause im geburtspool zur welt.
es wog 4050 gramm und es war die erste geburt, aus der ich absolut verletzungsfrei hervorging (die anderen kinder waren alle leichter und wurden im KH geboren).

am besten du verzichtest auf so einleitungsquatsch. die meisten einleitungen enden mit not-sektio. man sollte einfach nicht in den geburtsverlauf reinpfuschen.
problemvermeidung ist besser als problembewältigung.
such dir doch eine kompetente hebamme, die dich begleitet.

wenn du im laufe der geburt an einen punkt kommst, wo du denkst, es geht nicht mehr, kannst du immer noch einen KS machen lassen.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 20.01.11 - 18:37 Uhr

Hallo,

"die meisten einleitungen enden mit not-sektio" - Sorry, aber so ein Unfug. Ich kenne viele Leute, die eine Einleitung hatten. Klar hatten dabei auch ein paar einen KS - aber erstens ist das definitiv nicht die Regel und zweitens ist bei Weitem nicht jeder sekundäre KS ein Not-KS!!!

Vielleicht hast du dein Kind auch nur darum so verletzungsfrei geboren weil vorher schon drei da durch gekommen sind. Oder weil es eine andere Kopfform hatte (das Gewicht ist komplett unerheblich weil es auf den Kopf ankommt und auch der KU muss nicht unbedingt ausschlaggebend sein). Oder es den Weg besser in den Geburtskanal gefunden hat. Oder du einfach entspannter an die Sache rangegangen bist. Oder, oder, oder. Den wirklichen Grund kennst du nicht und den kann dir auch niemand sagen.

Und ich kann es nur immer wieder sagen - ein KS ist nur bis zu einem gewissen Punkt einer vaginalen Geburt möglich!!!

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von serafina.nr.1 20.01.11 - 12:23 Uhr

hallo du -
es ist die frage was du willst- du allein. willst du das was du schon hattest- kommst mit dem kaiserschnitt gut zurecht- fühlst dich damit sicher und geborgen- dann spricht das für den kaiserschnitt.
bist du aber der meinung du kannst es so wie die natur es vorgesehen hat auch selbst schaffen, egal wie gross und schwer du oder dein baby bist/seid, dann ist eine natürliche geburt das tollste das es gibt. und zwar besonders wenn man so wenig wie möglich eingreift, so wenig wie möglich mit medikamenten welcher sorte auch immer reinpfuscht...auch keine schmerzmittel am besten- ausser du willst sie- und schon gar keine PDA. meiner meinung nach hatte keine frau die eine PDA hatte ein gefühl dafür was im letzten teil der geburt passiert....und das ist ja der entscheidenste teil.eine natürliche geburt versorgt die mutter( und das kind??) auf jeden fall mit sovielen körpereigenen glückshormonen, wie man sich das gar nicht vorstellen kann, wenn man es vorher noch nie erlebt hat.es ist ein absolut unvergessliches ereignis. ich weiss, jede geburt ist das- auch jeder kaiserschnitt- da du dadurch dein geliebtes baby bekommst.
aber für dich- für deinen körper- deine hormone und das high-gefühl nachher- ist eine natürliche geburt auf jeden fall bereichernder. es wird immer soviel wert auf die schmerzen gelegt....man muss nicht dagegen ankämpfen- jede mehrfachmami kämpft nicht wenn sie erfahren ist, sondern geht mit den schmerzen mit wie mit einer welle die sie überrollt, in die sie sich reinfallen und weitertragen lässt - ans ufer, an dem sie ihr kind im arm halten wird!!!!!diese schmerzen sind nicht der wesentliche teil einer geburt- wesentlich ist was eine geburt in dir innerlich verändert- diese grenzerfahrung kann man einfach nicht beschreiben.....es ist wie neben einem tosenden wasserfall dahinter über einem schmalen felsvorsprung zu wandern- bist du am anderen ende, sitzt neben dem wasserfall auf der wiese, mit deinem kind im arm, sagst du, was für eine unfassbare naturgewalt!!! welch stärke, welche erhabenheit!!! und ich war ein teil davon und durfte es (mit) erleben!!!! und ich hab es geschafft, ich bin da unterhalb durchgeschritten und hab mich und mein kind gut und sicher auf die andere seite- die schöne grüne wiese -gebracht, wo wir gemeinsam den anblick des wasserfalls geniessen können und uns freuen was wir gemeinsam erlebt haben!!!
das ist eine natürliche geburt!!!
hab keine angst, vertrau auf dich, deine kraft und deine fähigkeit als mutter dich und dein kind heil durchzubringen auf das andere ufer!!!
ich bin auch klein, hatte vor der schwangerschaft 55 kilo, 8-9 kilo zugenommen, mein sohn war 4,10 und ohne probleme ohne schmerzmittel etc. natürlich geboren in einem geburtshaus!!!!! ein wahnsinnserlebnis das ich ejder frau wünsche!!! man verändert sich als mensch wenn man das geschafft hat!!!
liebe grüsse
serafina

Beitrag von anne_loewe 19.01.11 - 23:33 Uhr

Liebe Sunrise,

meine Freundin haben sie auch in den zweiten Kaiserschnitt "reingeredet" weil das Kind angeblich noch grösser war als das erste. War dann aber kleiner.
Sie ist immer wieder traurig, dass ihr das Gebusrtserlebnis fehlt.

Ich habe meinen Sohn mit 4450g spontan entbunden... warum auch nicht? Die Natur wird`s grundsätzlich schon so eingerichtet haben dass die Kinder geboren werden können. Wenn`s garnicht geht kann man das Baby ja immer noch per Kaiserschnitt holen.
Die Wahrheit ist, dass eine Klinik weder organisatorisch noch finanziell Interesse an Spontangeburten hat, an Kaiserschnitten aber schon.

Ich würde mir das intensive und tiefe Erlebnis nicht entgehen lassen wenn Du die Wahl hast. Es gibt keinen reineren und stolzeren Moment!

LG Anne

Beitrag von zwei-erdmaennchen 19.01.11 - 23:38 Uhr

Hi Anne,

"Wenn`s garnicht geht kann man das Baby ja immer noch per Kaiserschnitt holen. "

Ein KS ist nur bis zu einem gewissen Punkt möglich. Meine erste Tochter musste ich letztenendes trotz Missverhältnisses vaginal gebären - und war danach monatelang ein Totalschaden. Für einen KS war es nämlich zu spät.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von zwei-erdmaennchen 20.01.11 - 18:52 Uhr

Hallo Anne,

die Natur hat das sicherlich so eingerichtet. Dennoch werden die Babies immer größer und die Becken der Frauen leider nicht. Du konntest ein großes Kind spontan gebären - herzlichen Glückwunsch. Aber nicht jede Frau ist gebaut wie du und nicht jeder Frau ist das möglich.

Ich hatte wie gesagt eine normale Geburt und einen KS. Ich empfand den KS als genauso intensiv und genauso stolz. Ich muss mir nichts beweisen und mir ist es egal aus welcher Öffnung mein Kind auf diese Welt kommt. Ich schenke dem Kind so oder so dieses Leben - habe also allen Grund stolz darauf zu sein.

Liebe Grüße
Ina #winke

P.S. Mir wurde in der Klinik zum Spontanversuch geraten - soviel zum finanziellen Interesse an KS. Dann muss man sich eben eine gute Klinik suchen.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 20.01.11 - 00:12 Uhr

Hi sunrise,

darf ich fragen warum es damals zu den schlechten Herztönen kam. Also war es ein Geburtsstillstand der lang andauerte oder was war der eigentliche Grund. Oder kamen die schlechten Herztöne einfach so??? Ich meine die Einleitung alleine wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein...

Ich habe meine erste Tochter (leider) vaginal geboren. Hatte einen vierstündigen Geburtsstillstand und für einen KS war es zu spät weil sie bereits zu tief im Becken steckte und nicht mehr rückschiebbar war. Darum haben sie sie letztendlich mit Megadammschnitt, Saugglocke und unendlicher Gewalt auf die Welt gerissen. Mit dem Ergebnis, dass ich ein körperlicher Totalschaden war und mich monatelang nicht alleine um mein Kind kümmern konnte. Und unsere Tochter kämpft bis heute mit den Geburtserlebnissen. Diese Geburt hätte für uns beide ganz übel enden können.

Trotz Allem habe ich mich von der Klinik (!!! - soviel zum reinen Interesse von Kliniken am KS) zu einem normalen Entbindungsversuch bei der zweiten Tochter überreden lassen #klatsch. Da sie für etwa gleichgroß wie ihre Schwester befunden wurde dachte die Oberärztin, dass das schon klappen könnte. Letzten Endes kam die Kleine ebenfalls nach stundenlangem Geburtsstillstand per KS auf die Welt. Sowohl die Kleine als auch ich haben diese Entbindung viel besser verkraftet. Ich würde nie wieder spontan entbinden - wobei das keine generelle Empfehlung sein soll.

Ich bin 1,53 - also auch ein ziemlicher Mini. Und kleinere Frauen haben häufig (natürlich nicht immer) ein relativ enges Becken. Darum schauen die in den Kliniken da einfach etwas genauer drauf. Ich finde, dass man diese Sorge schon ernst nehmen sollte. Wenn du dich für eine Spontangeburt entscheidest, dann achte bitte genau auf jegliche Anzeichen eines Missverhältnisses. Das kann z.B. sein, dass der MuMu trotz stundenlanger starker Wehen nicht oder kaum aufgeht. Oder der Körper erst gar keine eigenen Wehen produziert. Oder dass das Kind nicht ins Becken rutscht. Klar kann all das auch ohne Missverhältnis auftreten aber es kann eben auch ein Anzeichen dafür sein.

Was war der Grund der Einleitung damals wenn ich fragen darf?

Meine zweite Tochter wog übrigens bei der Geburt 4195g und 54cm - das ist für eine Frau meiner Statur wirklich viel. Ich hätte sie niemals spontan gebären können.

Allerdings sind die Messungen nicht sooo genau. Da kann es schon erhebliche Abweichungen geben (bei mir wurde die 2. auf etwa 3500g geschätzt). Da sollten dann eben mehrere Messungen durchgeführt werden um möglichst genau hinzukommen.

Ich kann dir nur aus meiner persönlichen Sicht sagen, dass ich eine Spontangeburt nur versuchen würde wenn ich keine erhöhten Risiken sehen würde. Hätte ich bei der ersten schon einen KS gehabt hätte ich niemals einen zweiten Spontanversuch gewagt. Allerdings lag bei mir ja schon ein tatsächliches Missverhältnis vor. Ich wäre das Risiko mit der Narbe nicht eingegangen wohl wissend, dass Komplikationen wie bei der ersten Geburt durchaus möglich waren. Und das hätte die Narbe außerordentlich belastet. Falls das auch bei dir die Befürchtung ist würde ich es mir sehr gut überlegen.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von sunrise74 20.01.11 - 13:02 Uhr

Ich möchte mich erstmal bei allen für die geschilderten Erlebnisse bedanken#danke

Hey Ina...um deine Frage zu beantworten:
1. die Einleitung musste wegen zu wenig Fruchtwasser erfolgen, habe eine Tablette gelegt bekommen...aber nie Wehen erfahren
2. zum Notkaiserschnitt kam es, weil die Herztöne bis auf 60 runtergingen und sich nicht wieder stabilisierten...hatte letztendlich was mit der Nabelschnur zu tun...lag eng umschlungen um den Hals

Schlußendlich bin ich mir immer noch nicht sicher, aber ich tendiere eher zu eienem Kaiserschnitt. Da ich, glaube ich, für eine spontane Geburt zu verkrampft bin. Ich hätte immer die Gedanken...reißt die Narbe oder passt meine kleine Maus nicht durch oder eben andere Dinge. Sicher finde ich es schade nie eine Spontangeburt erahren zu haben #aerger aber bei dem Kaiserschnitt kann einfach schneller reagiert werden.

ich wünsche allen eine schöne Schwangerschaft
liebe Grüße sunrise#blume

Beitrag von minnie85 20.01.11 - 14:34 Uhr

Bedenke: die Risiken des KS sind statistisch höher als die einer Narbenruptur!

Beitrag von zwei-erdmaennchen 20.01.11 - 18:46 Uhr

Hi,

und bedenke du, dass es bei einer vaginalen Geburt deutlich mehr Risiken als "nur" eine Narbenruptur bei vorangegangenem KS gibt.

Außerdem hat die TE lediglich gesagt, dass die im KH Komplikationen fürchten und darum zum KS raten. Nicht, dass eine mögliche Narbenruptur das einzige befürchtete Risiko darstellt.

Eine vaginale Geburt wurde von der Natur so eingerichtet - klar. Aber es ist und bleibt kein Spaziergang und sollte meiner Meinung nach nicht immer so runtergespielt werden. Nicht ohne Grund sind früher reihenweise Mütter und Kinder während und/oder nach der Geburt gestorben. Das sollte man schon auch sehen.

Versteh mich nicht falsch - ich bin absolut ein Verfechter von natürlichen Geburten solange man dadurch kein übertriebenes Risiko eingeht und wenn keine Komplikationen zu fürchten sind. Aber sobald es berechtigte Bedenken gibt finde ich es falsch anderen Menschen pauschal zum natürlichen Geburtsversuch zu raten.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von widowwadman 20.01.11 - 22:22 Uhr

*seufz*, das kommt immer drauf an wie man die Statistiken riggt - ein KS der aufgrund eines fehlgeschlagenen vaginal Versuch dringlich wird, vielleicht sogar ein Not-KS, traegt ein vielfach hoeheres Risiko.

Das bei erfolgreichen vaginalen Versuchen kaum Risiken auftreten, liegt mit daran, dass die sobald sie als KS enden ja nicht mehr in die Vaginal-Statistik fahren.

Ein geplanter KS hat ein vielfach geringeres Risiko als ein ungeplanter, bzw NotKS, auch und gerade fuer das Kind.

Beitrag von linagilmore80 20.01.11 - 13:32 Uhr

Ich wollte vor 17 Wochen nach 2 KS auch eine Spontangeburt versuchen. Es sah soweit alles gut aus, die Ärzte wollten mitmachen. Aber ich durfte nicht übertragen. Also wurde am errechneten ET ein Wehencocktail gemacht, der auch schön Wehen ausgelöst hat - nur die haben nicht angehalten und waren nicht wirksam.
Also wurde 2 Tage nach ET der Kaiserschnitt gemacht und unterm Kaiserschnitt wurde klar, dass das immense Komplikationen unter der Geburt gegeben hätte, hätte ich spontan entbunden. Sogar meine Hebamme meinte, der KS war eine gute Entscheidung. Mein Sohn war über 4 KG schwer und hatte einen KU von 36,5 cm.

Unterm Strich musst Du entscheiden, welche Risiken Du eingehst. Du kannst ja spontan anfangen und hinterher immer noch auf KS umsteigen, wenn es Probleme gibt.

LG,
Lina

Beitrag von schlumpfine1702 20.01.11 - 20:50 Uhr

Hallo Sunrise!

Ich habe vor 8 Jahren meinen Sohn per Notkaiserschnitt entbunden. Der Kleine war einfach zu groß (57cm, 4260g, Ku 38cm). Jetzt bin ich in der 37. Woche schwanger und stehe vor demselben Problem wie Du. Die Messungen letzte Woche beim Gyn haben ergeben, das das Baby jetzt schon einen Ku von 38 cm hat.
Mein Arzt hat mir aber dazu geraten, die Ruhe zu bewahren und es erst mit einer spontanen Geburt zu versuchen. Wenn man dann merkt, das es definitv nicht klappt kann man immer noch einen KS machen.
So habe ich das dann auch mit der Klinik absprechen können, Obwohl ich, bei der Indikation, auch einen geplanten KS hätte haben können. Aber irgendwie finde ich es befremdlich ins Krankenhaus zu gehen und zu wissen heute um 15.05 Uhr ist dein Kind auf der Welt.

Ich kann dir nur raten, die Ruhe zu bewahren und es erstmal auf die natürliche Weise zu versuchen. Wenn es dabei Probleme gibt kann man immer noch auf "Plan B" zurückgreifen.

LG Schlumpfine

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