Angstzustand/Panikattacke *sehr lang*

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 20:51 Uhr

Hey Mädels
So jetzt muss ich mich auch mal ein bisschen bei Euch ausheulen :-(

Ich hätte heute gegen Nachmittag/Spätnachmittag eigentlich zur Akkupunktur gemusst. Wäre die erste Sitzung gewesen.
Es war kein wirklich ausgemachter Termin. Hatte letzte Woche am Mittwoch einfach angerufen und die Hebamme meinte, ich kann heute kommen wann ich möchte, es sind auf jeden Fall 2 Leute da die die Akkup. durchführen.

Ich muss vornweg sagen, dass ich eine Phonophobie habe (Angst vorm Telefonieren). Hab das aber mittlerweile schon besser im Griff als vorher. Heißt also, dass ich ab und zu ohne jegliche Probleme mit jemandem telefonieren kann oder telefonisch Termine ausmachen kann :-)
War natürlich dementsprechend erleichtert als ich es geschafft habe für die Akkup. anzurufen.

So nun hatte ich also eine Woche lang Zeit mich drauf vorzubereiten. Und gestern hatte ich auf einmal Angst vor heute. Hab meiner Mom und meinem Schatz gesagt, dass ich ein mulmiges Gefühl habe, da ich ja nicht so wirklich weiß was auf mich zukommen wird etc.
(Ich hab oft Angst vor Dingen die ich nicht kenne - vorallem wenns um sowas geht wie Ämtergänge, Anmeldungen, Termine etc)

Ich konnte die Nacht nicht wirklich schlafen, bin immer wieder aufgewacht. Dann war ich um 10.15Uhr mal wach da ich schreckhaft ausm Schlaf gerissen wurde (warum auch immer). Ich stand auf, bin auf die Toilette und hab was getrunken. Mein Freund saß im Wohnzimmer (er konnte die Nacht auch nicht wirklich schlafen)
Bin dann zurück ins Bett da ich einfach noch hundemüde war. Mein Freund kam irgendwann auch wieder zurück und blieb bis kurz nach 12Uhr bei mir. Ich bin wieder eingeschlafen und endgültig um 13.15Uhr aufgewacht. Die ganze Zeit über hab ich mich total kaputt und geschlaucht gefühlt (das ist aber schon seit 3 Tagen so)

Naja ich hab mich dann langsam (wirklich gaaaaanz langsam) gerichtet da ich absolut nicht in die Puschen gekommen bin :-(

Meine Angst zur Akkup. zu gehen wurde immer schlimmer und schlimmer. Ich konnte mich erst nicht Aufraffen zu gehen. Irgendwann haben meine Mom und mein Freund auf mich eingeredet ohne Ende. Ich hab dann meine Schuhe etc angezogen um rauszugehen aber auch nur weil ich so sauer war da ich mich total unter Druck gefühlt habe. Ich wollte nicht, dass ich irgendetwas sage was ich später bereuen würde.

Ich stand gut 45Minuten vor der Haustür, habe geheult ohne Ende, gezittert, Hitzewallungen bekommen etc. Das glich wirklich schon einer Panikattacke.
Das kannte ich überhaupt nicht von mir. Selbst wenn ich zB. nen Amtstermin habe, habe ich Angst aber trotzdem schaffe ich es dorthin zu gehen.
Irgendwann hat meine Mom mich sozusagen vor die Tür gesetzt (ich weiß sie meinte es nur gut; sie wollte, dass ich es schaffe)
Ich bin dann die 2 Treppen im Haus runter und vor der Eingangstür stehengeblieben. Ich hab total schwer geatmet etc.
Meine Mom kam dann bis zur Hälfte auf die Treppe und fragte was jetzt los ist (aber eher forsch). Nach 10 Minuten hin- und her bin ich dann wutenbrannt durchn Keller rausgegangen. Ich hab geweint und war einfach total fertig mit den Nerven. Ich bin bis zu nem Laden an der Ecke gekommen (5 Mins von unserer Wohnung weg) und hab dort fast nen Nervenzusammenbruch erlitten. Also bin ich wieder zurückgegangen.

Ich weiß nicht ob das irgendjemand auch schon hatte aber ich war mit der Situation völlig überfordert. Eben weil ich es in diesem Ausmaß nicht kannte.
Ihr fragt Euch sicher warum ich nicht einfach meine Mom oder meinen Freund mitgenommen habe? Ganz einfach: Ich wollte das alleine schaffen.
Sonst hab ich immer gesagt "Mama, kannst du mal..." "Schatz, machst du mal..." etc
Nicht, dass ihr jetzt denkt ich krieg rein gar nichts alleine auf die Reihe aber ab und zu kommt das wirklich vor.

Ich hab mich irgendwann später wieder beruhigen können, habe aber ein richtig schlechtes Gewissen deswegen. Wollte die Akkup. ja eigentlich auch für unsern Kleinen machen - eben weil es sein kann, dass die Geburt deswegen um 2-4Std reduziert werden könnte)
Aber ich habe es einfach nicht geschafft #heul#heul

Bitte werft keine Steine auf mich, das hat mich schon alles fertig genug gemacht :-(

Sorry für das viele #bla#bla aber ich wollte das einfach mal loswerden

Gruß
Erdbeer-#hasi + Babyboy (ET-28), die schon wieder heulen könnte :-(

Beitrag von lucie286 19.01.11 - 21:00 Uhr

Musst dich doch nicht entschuldigen. Ich kenne solche Angstzustände und Panikattacken, aber Andere und fange demnächst eine Therapie an.

Hast du daran vielleicht schon mal gedacht?

Besser wird es bestimmt nicht...

Fühl dich#liebdrueck

Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 21:02 Uhr

Also wie gesagt ich hab das öfters aber nicht in so einem heftigen Ausmaß.
Hab heute das erste Mal wirklich dran gedacht (und auch gesagt), dass ich mich mal erkundige wegs Therapie etc...

Beitrag von wunschmamiii 19.01.11 - 21:01 Uhr

Zu allererst: Du bist nicht alleine mit solchen Problemen! #liebdrueck

Ich kann dich voll und ganz verstehen! Ich leide ebenfalls seit rd. 5 Jahren unter Panikattacken. Es ist viel besser geworden, aber nicht ganz weg.

Manche Termine sage ich auch ab, weil ich es nicht schaffe. Meist bekomme ich dann erst mal Kreislaufprobleme, Durchfall, und wenn es richtig heftig wird hyperventiliere ich und kann meine Beine nicht mehr kontrollieren und sowas. Mein Mann hilft mir immer total (bekomme diese Panik auch ganz oft plötzlich nachts ohne erkennbaren Grund) und er weiß meist schon vor mir was gleich kommt.

Hast du mal eine Therapie gemacht oder nimmst du Medikamente? Also ich nehme seit Jahren Medikamente und ohne die geht es einfach nicht. Mein Arzt meint ich werde die die nächsten Jahre weiter nehmen müssen wie andere Leute Medis gegen Bluthochdruck brauchen. Ich habe mich damit abgefunden.

Wenn du noch Fragen hast oder mal reden willst, dann schick mir einfach eine PN!

Ich wünsche Dir alles alles Gute!

LG wunschmamiii 33. SSW

Beitrag von kiri23 19.01.11 - 21:01 Uhr

hallo...lass dich erstmal drücken!!#liebdrueck

ich kann dich verstehen,leide selber seit 2 jahren unter agoraphobie-das ist eine angststörung mit panikattacken(angst vor menschenmassen,weiten plätzen,engen räumen,angst vor unvorbereiteten situationen)
war in therapie und hab es jetzt gut im griff...

ABER es gibt immer wieder situationen die mich zurückwerfen..

will zum beispiel seit wochen zum friseur...aber wenn der tag kommt gehe ich nicht hin und bekomme panik. bin gestern dann doch hingegangen,habe angefangen zu zittern,bekam kreislauf und schweißausbrüche auf dem stuhl---einfach aus angst weil ich ja nicht "fliehen" konnte!:-(

dann habe ich einfach der friseuse gesagt dass ich kreislaufprobleme habe und irgendwie war das gut einfach zu sagen was los ist und plötzlich ging es mir besser.

stelle dich deinen situationen das ist wichtig..ich weiß wie schwer es ist..für mich sind termine beim arzt,beim amt usw auch die hölle und ich steh dort oft panikatacken durch aber nach einigen minuten ist alles vorbei und man ist froh dass man "es geschafft" hat!!

anscheinend hast du unterbewusst so eine angst vor dem termin bei der akupunktur aufgebaut obwohl du es ja für deinen krümel machen wolltest..

ich drück dir die daumen dass es dir in der nächsten situation nicht so schlimm ergeht und weiterhin alles gute!!!

PS: und denk dran,du bist nicht die einzige mit solchen problemen,es gibt viele von uns;-)

Beitrag von tina4370 19.01.11 - 21:01 Uhr

Hallo, Erdbeer-Hase!

Ich werfe keine Steine.
Lass Dich mal drücken! #liebdrueck

Sprich unbedingt mit deiner Hebi darüber, denn schließlich wird auch die Geburt eine ganz neue Situation für Dich, und die Hebi soll Dir doch da durch helfen, oder?!

Ich finde es nicht schlimm, dass Du das nicht geschafft hast.
Nimm Hilfe an, wenn Du sie bekommen kannst und bitte Deinen Schatz oder Deine Mutter nächstes Mal, mitzukommen - vielleicht auch zu dem Gespräch mit der Hebi.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße!
Tina mit Maria Elisabeth *10.09.09 und Krümelchen im Bauch 12+5

Beitrag von sternchen-0207 19.01.11 - 21:07 Uhr

Hallo!

Die Probleme haben ja nichts mit der SS zu tun, die waren ja schon vorher da.
Versteh das nicht falsch, aber du solltest dir vielleicht Hilfe holen, deine Phobien behandeln lassen.
Wenn das Baby da ist, gibts noch mehr Termine, und je älter dein Kleiner wird, umso mehr werden das.

Vielleicht wirds aber auch besser, wenns Baby da ist. Ich mach so Sachen auch nicht gerne, aber meine Große wird bald 4, und jetzt ist das alles so gewohnt, das ich nich mal mehr tief durchatmen muss bevor ich wähle. Ich plapper einfach drauflos. Und dir sollte es auch egal sein, was Andere denken, denke an das Beste für dein Kind, dann wirds leichter. Wenn nicht, hol dir Hilfe!

Alles Gute!!!#liebdrueck

Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 21:11 Uhr

Ja es ist ne 50:50 Chance
Entweder es wird weiterhin so bleiben trotz Kind oder aber es geht komplett weg weil es dann eben für mein Kind ist.

Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 21:09 Uhr

Also ich nehme keine Medis und bin auch nicht in Therapie.
Wie gesagt, dass war das erste Mal dass es dieses Ausmaß annimmt.

Eine eigene Hebi hab ich gar nicht sondern eben welche ausm KH.
Das Blöde ist eben dass weder meine Mom noch mein Schatz es verstanden haben, trotz dass ich so gut wie möglich versucht habe zu erklären was da bei mir grad los ist.
Schlimm war auch, dass mein Freund erst dann die Finger von der X-Box losbekam als ich richtig angefangen hatte zu weinen

Ich will ihn eigentlich nicht in Schutz nehmen aber ihm gehts seit gestern irgendwie auch nicht so gut.. Total nervös, hibbelig etc...

Beitrag von wunschmamiii 19.01.11 - 21:21 Uhr

Aber gerade dann würde Dir oder vielleicht sogar Euch eine Therapie total gut tun!

Am Anfang wollte ich das auch nicht... Ich? Nein ich geh nicht zum Therapeuten! Naja und dann bin ich doch irgendwann hin und das half mir sooooo gut!! Die verstehen Dein Problem, geben Dir Tipps und Hilfestellung!

PS: Mein Therapeut hat zu beginn immer gesagt man soll nur das machen wo man sich sicher ist es auch zu schaffen (z. B. alleine einkaufen gehen). Wenn man nicht sicher ist, soll man es lassen, da sich negative Erfahrungen sehr deutlicher ins Hirn "brennen". Wenn man dann etwas geschafft hat, soll man auch wirklich stolz auf sich sein! Und diese ganz vielen kleinen positiven Erfahrungen helfen dir, das irgendwann die Dinge selbstverständlich werden!

LG

Beitrag von anyca 19.01.11 - 21:14 Uhr

Hey #liebdrueck,

nimm es nicht so schwer, bzw. mach Dir nicht noch ein schlechtes Gewissen. Es war ja kein wirklich wichtiger Termin, Akupunktur ist ja nett, aber weder Du noch das Kind werden einen Schaden davon tragen, nur weil Du einen Akupunkturtermin versäumt hast. Ich hatte nie Akupunktur und trotzdem zwei schöne Geburten!

Du stehst kurz vor der Geburt, da ist eh alles stressiger und Du bist sensibler als sonst. Da kann es schnell gehen, daß man mal die Nerven verliert, mach Dir bitte keine Vorwürfe!

Alles Gute!#klee

Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 21:17 Uhr

Und genau das ist es was mich nicht noch weiter runterzieht
Die Tatsache, dass ich nicht unbedingt zur Akkup. MUSS
Es ist freiwillig und nicht zwingend.

Vielleicht schaff ich es doch noch und wenn nicht, dann solls einfach (erstmal) nicht sein

Beitrag von tula_75 19.01.11 - 21:18 Uhr

Hallo!
Ich habe jetzt noch nicht alle Antworten gelesen, die Du bekommen hast.

...


Ich hatte nach der Geburt meines 2.Kindes urplötzlich eine relativ schwere Wochenbettdepression, auch mit Angstzuständen und Panikattacken. Ich kannte das vorher gar nicht. Ich war höchsten ein manchmal etwas sentimentaler und melancholischer Mensch...
Was ich gelernt habe:
SS und Wochenbett sind hormonelles Chaos. Psychische Probleme können hier leicht erstmalig in Erscheinung treten, bereits bekannte "Störungen" können sich extrem verschlechtern.
Besprich Dich mit Deiner Hebamme, es wäre gut, wenn sie Bescheid wüßte - auch in Hinblick auf das Wochenbett.
Solltest Du schon mal therapeutische Hilfe in Anspruch genommen haben, könntest Du den Therapeuten/in von damals auch konsultieren.

Wegen der Akkupunktur und der Geburt mach Dir mal keine Sorgen, das Kindchen kommt auch ohne raus...und 4 Wochen haste ja noch...
:-)

Nimm das mit der Panikattacke ernst!
Hebamme einweihen!
Hausarzt oder Therapeuten aufsuchen und besprechen.

Muss ja alles nicht so kommen, kann aber.

Viel Glück! Alles Gute!
Jule #klee

Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 21:34 Uhr

Ja also ich das heute hatte, hab ich mir natürlich auch Gedanken darüber gemacht wie das dann kurz vor/bei der Geburt und/oder auch im Wochenbett wird
Ich werde das auf jeden Fall nun etwas ernster nehmen - da ich selbst erschrocken darüber bin wie das heute verlief.

Beitrag von tula_75 19.01.11 - 21:38 Uhr

hab jetzt noch alles gelesen.


Mein Tip: such Dir noch eine Nachsorge-Hebamme, die zahlt die KK.
Sie macht Besuche im Wochenbett. Es wäre echt gut, wenn Dich da jemand im Auge behalten würde.
"Hebamme suchen" bedeutet natürlich Telefonieren.
Du solltest jemanden bitten, das für Dich zu organisieren.
Das dauert nicht lange.
Googelste Dein PLZ Gebiet + Stichwort Hebammen.
Dann noch ein paar Anrufe...da findet sich noch eine! Bestimmt.
Oder geh erstmal "nur" zu einem allg. Arzt und erzähl was los war.

Die viell. eleganteste Lösung wäre viell., wenn Du den Vorfall beim nächsten FA-Termin erzählen würdest, die kennen sich auch damit aus (psychische Probleme im Wochenbett sind nämlich gar nicht sooo selten) - dann leiten die dich ev. sogar an ne Hebi weiter.

#klee J.

Beitrag von erdbeer-hase 19.01.11 - 21:44 Uhr

Danke dir
Ich hab nächste Woche wieder einen FA-Termin, werde das wohl mal ansprechen