Gibt es hier jemanden der gebaut hat?

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von adventicia 20.01.11 - 08:35 Uhr

Morgen zusammen!
Wir wollen auch irgendwann man bauen, aber bis dahin müssen wir auf jeden fall noch einbisschen Eigenkapital sammeln...

Manchmal frage ich mich wie Leute das machen...
Ich habe eine Freundin, sie hat 2 Kinder und bekommt im Sep. das 3. Sie geht nicht arbeiten und ihr Mann ist alleinverdiener. Er ist Busfahrer! Im moment wohnen sie in einer 3 Zimmer Wohnung!
Ich hatte sie dann auf die Wohnsituation angesprochen und dann meinte sie, sie wollen bauen oder in einen Neubau einziehen.... da frage ich mich doch im erst, wie sie das machen wollen?? Es ist ja nicht nur der Kredit der dann abbezahlt wird, man hat seine laufenden kosten ja weiterhin. Aber ich glaube manche sehen das dann nicht...

Wir gehen hier beide arbeiten und können uns das auch nicht mal eben leisten wie machen die das dann??#kratz

Könnt ihr verstehen was ich meine??
Lg
Nicole

Beitrag von smeedy 20.01.11 - 08:48 Uhr

Wir haben das Haus meiner Eltern übernommen und angebaut.

Tja wie macht man das mit wenig Geld ... man muss eben auf andere Sachen verzichten wie z.B. Urlaub, teure Klamotten usw. aber es funktioniert, muss es ja irgendwie.

LG smeedy

Beitrag von melli1579 20.01.11 - 09:23 Uhr

Hallo!! Wir sind noch ein 5 Personen Haushalt. Sprich mein Mann und ich und unsere 3 Kinder. wollen noch ein 4. ;-)
Mein Mann ist alleinverdiener, ich bin daheim. Wir ziehen in ca. 6-8 Wochen in unser Eigenheim um. Wir haben " selber " gebaut. Bauzeit ca. 1,5 Jahre!! Es war nicht immer einfach aber es hat sich finanziell ausbezahlt :-) Wir haben unser Traumhaus von grund auf selber geplant und alles , wirklich alles selber erschaffen. An Material kann man nicht wirklich viel sparen, aber an Stundenlohn für Arbeiter. Das heißs aber auch, das wir jede freie Minute auf dem Bau sind. Meist mein Mann,mein Vater und ich!!! Meine Mutter hat sich bereit erklärt über die Bauzeit unsere kinder immer wieder mal zu nehmen, das wir arbeiten können.
Mein Mann arbeitet Schicht. Man merkt es ihm langsam auch an, das es jetzt einfach dem Ende zugehen muß. Er kommt von Arbeit heim, oder vor der arbeit - immer ist Baustelle angesagt!! Sonntage gabs die letzten Monate auch nicht. Natürlich wird da die Beziehung auch auf eine harte Probe gestellt. Aber wir packen das bisschen jetzt auch noch.
Wir sind nicht wirklich reich, aber auch nicht arm. Wir hatten beide bausparverträge und Eigenkapital. Was das A und O ist.
Natürlich waren wir auch Gespräch im Ort, wie das geht das ich daheim bin und nur mein Mann arbeitet. Alles Neider!!!
Wir sind stolz drauf was wir erschaffen haben.
LG Melanie

Beitrag von 280869 20.01.11 - 09:46 Uhr

Wir haben nicht gebaut wir haben ein fertiges Haus ersteigert. Das kostete dann nur noch die Hälfte wie selbstgebaut
Innen den Umbau nach unseren Wünschen haben wir dann alles selbst gemacht.Immer dann wenn wieder Geld da war.Vor dem 3. Kind waren wir fertig mit allen drum und dran.
Zu dem Zeitpunkt des Kaufes war ich mit dem 2. Kind schwanger und mein Mann Alleinverdiener.
Wir haben das Haus ohne einen Kredit bezahlt(sowas gibt es auch) Dafür haben wir vorher jeden,damals Pfennig, gespart, keine Neuwagen, keine teuren Möbel keine großen Ausgaben die nicht sein mußten.
Auserdem verdanken wir unseren Eltern das wir zum sparen erzogen wurden, so ging als Kind vieles aufs Sparbuch.

Jetzt haben wir 3 Kinder, mein Mann ist immernoch Alleinverdiener,wir können uns nun das alles leisten auf das wir damals verzichtet haben.

Jeder setzt seine Prioritäten anders. Weißt du was deine Freundin auf der Kante hat?

Wir frisch verheiratet wurden immer belächelt weil wir alte Autos fuhren, wir wurden als "Arm" abgestempelt, weil wir eben keine teuren Reisen machen sondern Campen fuhren.

VG 280869

Beitrag von muqq 20.01.11 - 10:01 Uhr

Man muss auch bedenken das Traum und Realität oft weit auseinander liegen.

Dass deine Freundin und Ihre Familie bauen oder in einen Neubau kaufen wollen, heisst noch lange nicht, dass auch was daraus wird.

Denn die Bank die das unter Umständen finanzieren soll, hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und es soll auch vorkommen, dass eine Bank die Finazierung ablehnt, weil das Einkommen eben nicht reicht.

Zu knapp darf man eh nicht kalkulieren, denn wenn mal was dazwischenkommt, kann es sehr schnell passieren, das man den Kredit nicht mehr bezahlen kann und die Bank das Haus Zwangsversteigert.

Klar kann man auch wenn man begabt dafür ist, viel selber machen. Ich war es nicht:-p.

Wir haben uns vor 5 Jahren ein Haus von einem Bauträger gekauft, einen Teil finaziert und ein Teil Eigenkapital.

Bin seit dem Einzug auch Alleinverdiener, aber es langt damit wir nicht am Hungertuch nagen müssen.

Beitrag von maari 20.01.11 - 14:50 Uhr

Hi,

das wird dir nicht viel weiterhelfen, aber die Frage habe ich mir seitdem wir angefangen haben zu bauen auch schon häufiger gestellt.
Wir haben allerdings auch den Anspruch unser Haus in allerspätestens 15 Jahren abbezahlt zu haben und uns trotzdem noch einen gewissen Lebensstandard leisten zu können. Das können wir und das wird auch gehen, wenn mein Mann zeitweilig Alleinverdiener sein wird. Ich weiß nicht, ob ich mich sonst für's Bauen entschieden hätte. Und so setzt halt jeder seine Prioritäten ein bißchen anders...

LG Maari

Beitrag von moulfrau 20.01.11 - 19:56 Uhr

Hallo Nicole,
ich habe auch gebaut. Und vorher gespart was ging, Bausparverträge usw.

Den Bauplatz hatte ich 1996 gekauft, Bar bezahlt (60.000,-- DM). Angefangen zu bauen habe ich 2003 im Oktober und eingezogen bin ich 2005 im Juli.

Wenn man Zeit hat und handwerklich begabt und evtl. mit handwerklich geschickten Freunden gesegnet ist (die hatten wir nicht) ist es doch möglich, auf dem Dorf ein ganz normales 1,5 Stöckiges Einfamilienhaus zu bauen.

Ich habe 120 m² Wohnfläche, kleine Doppelgarage und alles Vollunterkellert, auch die Garage!!

Verputzen lassen haben wir 2009 im August und die Aussenanlage und Hofeinfahrt ist immernoch zu machen. Wir wohnen aber mietfrei in unseren eigenen Wänden und der Rest wird auch gemacht wenn das Geld wieder da ist.

Geld einem Vermieter in den Hals zu werfen ist nicht meine "Gesinnung" und auch die meines Mannes nicht. Denn er hatte sich schon ein Haus gekauft, bevor wir uns kennengernt hatten. Das muss jetzt noch 8 Jahre abbezahlt werden, wohnen aber Mieter drin.

Man muß halt auf vieles Verzichten, und auch die 1,5 Jahre Bauerei gingen an meinem Vater und mir nicht spurlos vorrüber, aber es hat sich gelohnt.

Gruß Claudia

Beitrag von kleine1102 21.01.11 - 00:37 Uhr

Hallo Nicole!

Von einem Eigenheim träumen darf doch erstmal Jeder ;-)! Noch scheint ja bei Deiner Freundin der berühmte Wunsch der "Vater des Gedanken" zu sein, ist doch total okay.

Bezüglich der Kosten für Grundstücke und Häuser sowie darüber hinaus auch der Lebenshaltungskosten hängt es SEHR davon ab, wo man wohnt/wohnen möchte. Was in einem kleinen Dorf irgendwo im Sauerland oder im Harz auch für Normal- bis eher Wenigverdiener halbwegs erschwinglich ist, wäre z.B. in München oder Hamburg und Umgebung für Viele unbezahlbar. Auch als Busfahrer kann man im Laufe der Jahre durchaus etwas Eigenkapital angespart haben, denke ich. Trotzdem muss natürlich "unter'm Strich" abzüglich ALLER laufenden Kosten eine bestimmte Summe X übrig bleiben, damit die Banken bezüglich einer (Teil-)Finanzierung "grünes Licht geben". In NRW sollen/müssen (ganz grob) für einen 4-Personen-Haushalt 1250€ übrig bleiben für Lebensmittel, Kleidung, Benzin, Geschenke, Hobbies, ... . Je nachdem, welche Ansprüche man hat, ist das nicht viel- der Eine wird locker das Doppelte haben und benötigen, der Andere kommt, weil's vielleicht nicht anders geht, auch mit 200€ pro Woche hin.

Soll heissen: es hilft einem wenig bis gar nicht weiter zu sehen, ob Andere sich ein Haus wirklich leisten können. Man muss sich da für sich selbst jedoch 200%ig sicher sein- und die Banken sich, wie gesagt auch.

Wenn alles wirklich fachlich und konkret geplant ist und man sich nichts "schön redet" (oder ~ rechnet ;-)), ist so ein Eigenheim oft durchaus realisierbar.

Lieben Gruß #stern,

Kathrin