wer hat recht? jugendamt oder arge? unterhalt

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ja-frager 20.01.11 - 09:07 Uhr

ich habe in der zeit der umschulung alg2 erhalten, für mich und meine tochter, bzw. ein jahr wohngeld für sie, dass natürlich dann auf den alg2-bezug angerechnet wurde.

seit beginn der geburt besteht die beistandschaft, mit der ich zwar nicht immer zufrieden war, aber gut, ich wollte mich auch nicht mit der unterhaltsberechnung selbst rumärgern, denn schließlich zahlt der kv und das ist ja schon viel wert.

nun ist es aber so, dass erst vor einem jahr post vom ja kam, dass der vater ab 2010 den betrag xy an unterhalt zahlen muss. das tat er auch genauso.

vor zwei monaten trat der kv an mich ran, dass die arge für den zeitraum der umschulung unterhalt von ihm nachfordert, und das sind immerhin 60 euro monatlich, also mal eben 1440 euro...

die aufschlüsselung hab ich auch gesehen und an sich verdient er gar nicht so schlecht. das ja hat wohl versicherungen, kredite etc. berücksichtigt, die arge wohl eher weniger.

wer hat denn nun schlussendlich recht?

und ist es rechtens, dass die arge nach zwei jahren plötzlich ankommt? angeblich soll sie den vater schon mehrfach nageschrieben haben, dieser ist allerdings zwischendrin umgezogen...

und wonach richte ICH mich jetzt? welche unterhaltshöhe ist denn nun, wo ich komplett aus den staatlichen bezügen raus bin, maßgebend? mündlich hab ich ihm gesagt, dass es erstmal bei dem alten uh bleiben kann, da sie ja nicht sooo viele ansprüche hat...

achja, es gab weder eine neue altersstufe, noch eine gehaltsveränderung bei ihm...

Beitrag von seikon 20.01.11 - 10:45 Uhr

Wirklich maßgebend ist die Unterhaltshöhe, die vom Familiengericht festgesetzt wird.

Die DD ist ja nur eine Empfehlung/Richtlinie. Und Arge und Jugendamt setzen gern mal einen höheren Unterhalt fest, als er dann tatsächlich zu leisten ist. Der KV kann ja gewisse Ausgaben beim Einkommen absetzen.
Hab nun schon öfter gelesen, dass diese Ausgaben aber von JA zu JA unterschiedlich gewichtet werden und teilweise nicht anerkannt. Daher rate ich euch (auch wenn ihr euch gut versteht, weil ihr dann einfach rechtssicherheit habt) den Unterhalt gerichtlich festlegen zu lassen.

Beitrag von ja-frager 20.01.11 - 10:51 Uhr

wie funktioniert das genau?

eigtl. ist der uh ja auch durch die anerkennung der vaterschaft festgelegt, was ist denn damit?

und was kostet sowas?

Beitrag von seikon 20.01.11 - 11:59 Uhr

Puh, was das kostet kann ich euch leider nicht sagen. Am besten direkt einfach mal beim Familiengericht anfragen. Wenn ihr euch eh einig seid und alles passt, dann sollte das ja ohne großen Aufwand gehen.
Dein Ex muss halt sein Einkommen und seine Ausgaben offen legen und dann wird geprüft, was er an anrechnungsfähigen Aufwendungen hat, die das Einkommen schmälern. Und von dem bereinigten Einkommen wird dann der Unterhalt fest gesetzt.

Wie gesagt, wenn ihr euch einig seid, dann geht das schnell und unkompliziert. Aber der Vorteil ist eben, dass das dann ein Titel ist. Also für dich einfacher, weil du den Unterhalt (sollte er mal nicht mehr zahlen, was ich euch nicht wünsche) sofort pfänden lassen könntest. Und für euch beide natürlich die Sicherheit, dass nicht jede Behörde eine andere Summe als Berechnungsgrundlage zugrunde legen kann.

Beitrag von ja-frager 20.01.11 - 12:47 Uhr

es gibt ja bereits einen titel, das ist es ja!

in der vaterschaftsanerkennung ist bereits prozentual die höhe des uh festgelegt, allerdings eben prozentual und schon 9 jahre alt...

Beitrag von seikon 20.01.11 - 13:08 Uhr

Naja, wenn es bereits einen Titel gibt, und sich an seinem Einkommen usw. in der zwischenzeit nichts geändert hat, dann ist der nach wie vor gültig.

Wie alt war dein Kind denn zum Zeitpunkt der Umschulung? Bzw. wart ihr da verheiratet (auch wenn ihr im Trennungsjahr wart).

Das Jugendamt kümmert sich nämlich nur um den Unterhalt für das Kind. Es kann aber sein, dass der Kindsvater dir gegenüber unterhaltspflichtig war während deines Alg 2 Bezuges. Da kümmert sich dann in der Tat nur die Arge drum und nicht das JA.

Beitrag von ja-frager 20.01.11 - 13:29 Uhr

wir waren nie verheiratet und sie war 8-9...

trotzdem unterhalt auch für mich?

ich habe nie einsicht in seine einkünfte erhalten bzw. ihn nie gefragt, das hat ja das jugendamt alle zwei jahre wohl getan und anhand dessen immer berechnet, was er zahlen muss und das hat er auch immer getan...

ich finde, sie hätten es auch mir mitteilen können, wenn sie schon mehr von ihm fordern, dann hätte man es zeitnah prüfen können.. ich wusste ja, dass sie sich von ihm haben auch sämtliches einkommen darlegen lassen, aber das das jetzt daraus resultiert, ohne worte... umso mehr kann man die männer verstehen, die sich verarscht fühlen und erst gar nicht zahlen wollen.