Was würdet ihr tun - arbeiten in Elternzeit...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von einfachich77 20.01.11 - 12:53 Uhr

Hallo,

ich bin jetzt in der 32. SSW und neulich kam mein Chef zu mir und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, wieder arbeiten zu kommen, wenn mein Kleiner 6 Monate alt ist. Ich habe bereits seit Anfang der SS ein Berufsverbot und meine Vertretung will Ende diesen Jahres nochmal ihr Examen versuchen, so dass 2 Monate wohl keiner den Platz übernehmen kann.

So, jetzt ist es aber so, dass ich bei mir auf Arbeit für 40 Stunden so wenig Geld verdiene, dass ich lediglich ca. 670 Eur Elterngeld bekomme. Wenn ich jetzt 20 Stunden arbeiten gehen würde, würde ich ja letztlich auch nicht mehr bekommen, so dass es sich finanziell schon mal nicht lohnen würde. Hinzu kommt, dass ich ein gaaaaanz schlechtes Gewissen meinem Kleinen gegeüber hätte, wenn ich ihn so klein schon in die Einrichtung geben müsste. Diese würde selbstverständlich ja auch wieder geld kosten und somit sich das Gehalt nochmals schmälern. Andererseits hänge ich selbstverständlich an meinem Job und möchte ihn ja auch behalten...

Ach menno, was mache ich denn jetzt??? Wie würdet Ihr entscheiden?

Eigentlich möchte ich gerne das Jahr zu Hause bleiben und die Zeit mit meinen Kindern genießen. Der Große ist zwar schon in der Schule, profitiert aber letztlich auch davon, dass er früh zu Hause ist und nicht bis abends betreut wird.

LG

einfachich77

Beitrag von june2011 20.01.11 - 12:59 Uhr

hallöchen,

natürlich ist diese Entscheidung jedem selbst überlassen...
Ich persönlich würde es nicht machen, ich möchte gerne solange es geht (...finanziell...) bei meinem Kind sein, dafür bekomme ich es schließlich und nicht um es abzuschieben...
Habe größtes Verständnis, wenn Leute arbeiten gehen müssen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen, aber bei Dir scheint sich das ja auch nicht zu lohnen.
Und Deinen Job kannst Du auch erst mal nicht verlieren, Du hast schließlich Kündigungsschutz; oder meinst Du, dass Du GENAU DEINEN jetzigen Job zurück bekommst und später nur einen ANDEREN, aber gleichwertigen?

Wie gesagt, ich würde es nicht machen, aber ich kann nur für mich sprechen...

Wünsche Dir trotzdem, dass Du für Dich und Dein Baby die richtige Entscheidung treffen kannst.

Viele Grüße

june

Beitrag von einfachich77 20.01.11 - 13:05 Uhr

Danke für Deine schnelle Antwort... Ja, ich tendiere auch mehr dahin, nicht arbeiten zu gehen. Auch mein Mann stünde da hinter mir.

Ich könnte wenn dann nur meinen jetzigen Job komplett verlieren. Eine Ausweichstelle gibt es nicht und es gibt leider auch keinerlei Vertretungen für meinen Platz. Wurde nie so eingeplant. Aber ehrlich gesagt, mag ich das nicht zu meinem Problem machen... Ist immer schon kompliziert, wenn ich mal Urlaub habe... Dann muss ich vorher länger arbeiten und hinterher auch, damit ich die Arbeit überhaupt noch schaffe, da kein anderer da ist, der es machen kann.

Was mich halt nur erschreckt, ist die Möglichkeit, dass man mich rausschmeissen könnte - ist ja dann irgendwann auch wieder möglich. Ich wohne nämlich in einer Region, wo es arbeitsmäßig seeeehr schlecht aussieht und man ist froh über das, was man bekommt... Sonst würde ich ja auch nicht für das bissl Geld arbeiten gehen... ;-)

Beitrag von elame 20.01.11 - 13:02 Uhr

Hallöchen,

ich muss leider nach einem halben Jahr mitunter aus finanziellen Gründen wieder arbeiten gehen. Hätte ich wie du die Wahl, würde ich liebend gern bei meinem kleinen daheim bleiben. Die Zeit hast du nur einmal. Beneide jeden, der das kann #schmoll

LG

Ela
19. SSW

Beitrag von marjatta 20.01.11 - 13:03 Uhr

Das ist wirklich ein schwierige Situation. Dein Chef hat Dir gezeigt, dass er Deine Arbeitskraft schätzt, aber letztlich sollst Du die privaten Examenseskapaden Deiner Kollegin ausbaden, und das bei dem Gehalt finde ich schon bedenklich.

Natürlich kannst Du nach 6 Monaten zurückkommen und weiter arbeiten, aber ich würde, wenn es Dir nicht wirklich passt, dem Chef sagen, dass Du ja noch nicht weißt, wie es Deinem Krümel dann gehen wird und Du ihm deshalb nur ungern eine Zusage machen möchtest.

Es hängt auch von Deinem Job ab, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, dass eine Zeitarbeitskraft / befristete Arbeitskraft die Zeit überbrückt. Letztlich, was rechnet sich Dein Chef da aus? Nimmt er sich für das eine Jahr Elternzeit eine befristete Kraft, die deinen Job schmeisst, dann bräuchte er sich auch nicht wegen der 2 Monate Fehlzeit der anderen Kollegin sorgen.

Du musst da echt auf Deine innere Stimme hören, was für Dich passt.

Generell ist es so, dass Du deinen Job nicht verlieren kannst. Es gelten absolut scharfe Spezialregelungen für eine Kündigung während Mutterschutz und Elternzeit. Die Elternzeit beträgt ab Geburt nun mal 3 Jahre (entweder 1 Jahr mit vollem Elterngeld oder 2 Jahre mit halbiertem Elterngeld). Da kommt Dein Chef auch nicht drum rum. Und zwar solange, wie Du maximal 30h/Woche arbeitest.

Chefs möchten gerne viel, am besten kostenlos. Nur selten erwischt man mal ein Exemplar, dass einen weiteren Horizont hat, als den eigenen Geldbeutel bzw. die mit der Suche nach einer Elternzeitvertretung verbundenen Bemühungen sieht.

Beitrag von pegsi 20.01.11 - 13:08 Uhr

Ich persönlich habe mich entschieden, diesmal schon nach 7 Monaten wieder arbeiten zu gehen (letztes Mal nach 9 Monaten), aber auch wieder nur mit 20 Stunden.

Für meine Tochter war und ist Kita das Größte. Für mich ist es wunderbar, nicht "nur" Hausfrau und Mutter zu sein. Ich bin einfach nicht dazu geboren, 3 Jahre lang zu Hause zu sein.

So freue ich mich morgens auf die Arbeit und ab mittags auf meine Zwerge.

Allerdings habe ich trotz Kitagebühren auch finanziell einen Vorteil davon, arbeiten zu gehen...

Beitrag von dresdnerin86 20.01.11 - 13:09 Uhr

Hallo,

also bei mir ist es haargenauso. Ich bin Alleinverdiener und ich sollte auch schon eher wiederkommen (so wurde mir angeraten). Nächste Woche habe ich ein Personalgespräch wo das weitere geklärt werden soll.
Ich denke aber das ich 1 Jahr nehmen werde. Schließlich muss ich die Familie ernähren und wenn ich dann noch Arbeiten gehe und Krippe bezahle und mir durch das Arbeiten finanzielle Nachteile entstehen, muss ich nunmal das tun was fürs Kind und unser Leben besser ist.

LG,
Gwen

Beitrag von bonsche 20.01.11 - 13:23 Uhr

hallo,

natürlich musst du das für dich alleine entscheiden, aber ich würde nicht wieder arbeiten gehen. das problem ist, dass dir das gehalt komplett auf dein elterngeld angerechnet wird und so gut wie gar nichts übrig bleibt. ich hatte damals auch bei der elterngeldstelle nachgefragt, wie sich das verhält, wenn ich während der zeit für ein paar stunden arbeiten gehen würde. er hat mir sofort davon abgeraten. ich solle das eine jahr geniessen und wenn ich dann unbedingt wieder arbeiten gehen möchte, solle ich das im 2. jahr machen. er hat schon ganz viele eltern bei sich sitzen gehabt, die das nicht geglaubt haben. sind wieder arbeiten gegangen und dann sassen sie wieder bei ihm und haben sich bei ihm beschwert, dass ja so gut wie gar nichts bei über bleibt und das obwohl er den eltern das vorher gesagt hat!

ich fange jetzt am 01.02.11 wieder an zu arbeiten und bin froh, dass ich es so gemacht habe.

liebe grüsse, ivi & finn (24.01.2010)#herzlich

Beitrag von susannea 20.01.11 - 18:05 Uhr

Ohne konkretere Zahlen kann man dazu nciht viel sagen, aber das dir ncihts wirklich bleibt, kann ich mir nur vorstellen, wenn die Kidnerbetreuung so teuer ist oder du weiter Wege hast!