haus kaufen ja oder nein?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von °°°° 20.01.11 - 12:59 Uhr

hallo

gerne würden wir uns ein haus kaufen. mit der bank ist auch schon alles geklärt und haben auch "grünes licht" bekommen....
das haus (neubau) kostet 295.000 €, dazu kommen noch oberböden und malerarbeiten. also nochmal rund 15.000 € hinzu.
laut bank aber kein problem...
eigenkapital ist rund 65.000 € vorhanden.
wir sind beide verbeamtet, um den job brauchen wir uns also nicht zu sorgen!
ich weiß nur nicht so recht, ob wir bzw ich mich das traue.... #kratz
hm.... ich weiß es nicht.

was meint ihr so aus dem bauch heraus ?

bank hat "ja" gesagt. nur wir überlegen #zitter

die monatliche belastung wäre geringer als derzeit.

danke für eure antworten

lg

Beitrag von zahlen 20.01.11 - 13:11 Uhr

Bei solchen Sachen interessiert nicht der Bauch, sondern die Zahlen.

Laßt es doch bleiben, wenn ihr nicht kalkulieren könnt und euch nur auf die Bank verlassen müßt.

Beitrag von °°°° 20.01.11 - 13:13 Uhr

häh?

wieso können wir nicht kalkulieren?

versteh grad nicht was du meinst

Beitrag von litalia 20.01.11 - 13:19 Uhr

was willst du denn hören? andere kennen doch die zahlen nicht!

für mich käme nie ein haus für 300.000 euro in frage ...vielleicht wenn wir im lotto gewinnen aber so?

nur ihr kennt doch eure ein und ausgaben, nur ihr könnt beurteilen ob das geld für so eine finanzierung locker reicht oder nicht.

meine grobe einschätzung: wenn ihr zusammen monatlich nicht mind. 10.000 euro verdient würde ICH es nicht machen.

Beitrag von gh1954 20.01.11 - 14:30 Uhr

>>>wenn ihr zusammen monatlich nicht mind. 10.000 euro verdient würde ICH es nicht machen. <<<

Das ist maßlos übertrieben, dann dürfte nimand mehr ein Haus kaufen.

Beitrag von litalia 21.01.11 - 00:06 Uhr

Ich sagte ja, ich würde so eine summe eben nicht finanzieren :) kalkulieren muss jeder selbst. hier bekommt man ein schönes häuschen für 100.000. ICH würde die summe nur finanzieren bei etwa 3000 netto. Bei 300.000 wären das für mich also etwa 9000 netto. Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Jeder hat ja andere ausgaben, lebt anders etc aber ich könnte mir eben nie vorstellen mit z.b 3000 netto 300tausend zu finanzieren.

Beitrag von redrose123 20.01.11 - 14:33 Uhr

Wie gh schon schrieb dann dürfte keiner mehr ein Haus kaufen, kennst du die Rate fürs Haus und die Laufzeit die sie haben?

Beitrag von asimbonanga 20.01.11 - 17:17 Uhr

<<<für mich käme nie ein haus für 300.000 euro in frage ...vielleicht wenn wir im lotto gewinnen aber so?<<<
Das hängt von der Lage ab.Unter 300.000 ist ein Neubau in einigen Gegenden gar nicht machbar.

Beitrag von ronjaerika 20.01.11 - 13:23 Uhr

So lange ihr zweifelt, lasst es.

Wenn alles passt, dann zweifelt ihr auch nicht mehr.

Und neben den Zahlen weiß ich gerne auch darauf hin, ein Hausbau ist auch eine sehr große Belastung für Familie/Partnerschaft, seid euch dessen bewusst.

Beitrag von redrose123 20.01.11 - 14:29 Uhr

Wenn Ihr das monatlich bezahlen könnt wieso nicht? Wenn ihr euch abe rso unsicher seid lasst es ...Wir haben ein günstigeres Haus gekauft und kommen gut über die runden....Können nicht alles auf einmal renovieren aber pöh a pöh halt

Beitrag von frieda05 20.01.11 - 15:04 Uhr

Ein stückweit sind Zweifel wohl normal. Wer sich übereuphorisch und ohne jegliche Bedenken in Immobilieneigentum stürzt, zumal wenn noch Eigenleistungen auf einen warten, dürfte ein kompletter Narr sein.

Bei 300.000,- Tacken sollte auch ein Gehalt deutlich unter der hier erwähnten 10.000,- Eurogrenze reichen. Wenn ich 10.000 netto (oder auch brutto) hätte und mich nicht mehr zu investieren traute, würde ich wahrscheinlich auch mit nem Sicherheitsgurt auf`m Klo sitzen #augen.

Da Beide verbeamtet, darf man schließen, daß Ihr keine Hasadeure seid.

Empfehlungen gibt es (von mir) hier keine. Erfahrungen habe ich einige auf dem Gebiet, durchaus auch welche, die kein Mensch braucht. Dafür wohnen wir z. Zt. aber auch in einer annehmbaren Kemenate

GzG
Irmi

Beitrag von frieda05 20.01.11 - 15:05 Uhr

#klatsch... - und übrigens - falsche Forum....#rofl....

Beitrag von wemauchimmer 20.01.11 - 16:23 Uhr

Hi °°°°,
Ihr müßt noch Notar und Grunderwerbsteuer dazurechnen, evtl auch Hausanschlußkosten, eventuell auch Außenanlagen. Das müsst Ihr mal alles genau aufstellen.
Wie es scheint, habt Ihr dann ca. 20% Eigenkapital. Das ist nicht sehr üppig aber auch nicht schlecht.
Interessant ist, daß "die monatliche Belastung geringer ist als derzeit". Wie kommt Ihr auf diesen Wert? Rechnet Ihr mit 1% Anfangstilgung? Das solltet Ihr lieber nicht, weil Ihr da bei dem heutigen Zinsniveau sehr, sehr lange zahlen müßt, was die Bank natürlich freut, für Euch die Sache aber extrem teuer macht. Also: 2-3% aufwärts als Tilgung, dann hat die Sache Hand und Fuß! Selbst, wenn dann die Belastung auch etwas höher ist als jetzt. Es ist doch wichtig, mit der Abzahlung sehr weit fortgeschritten zu sein, wenn die ersten Reparaturen anfallen.
Wichtig ist auch die Frage, ob Ihr sicher seid, daß Ihr da wohnen bleiben wollt und ob das Haus kompatibel ist mit Eurer Famlilenplanung. Denn ein späterer Wiederverkauf ist meist ein Verlustgeschäft.
Ansonsten - macht es doch! Es ist natürlich immer ein Sprung ins kalte Wasser und für die meisten eine ganz fremde Sache, sich solche Schulden ans Bein zu binden - aber letztlich kann es auf lange Sicht weitaus sinnvoller - und günstiger - sein als Miete zu zahlen.
LG

Beitrag von joy1975 20.01.11 - 16:44 Uhr

Also trennt euch erstmal von dem Gedanken, dass das Haus 295.000€ kostet. Oder wollt ihr nur die billigste der billigsten Standardausstattung ohne Sonderwünsche?
Wir haben letztes Jahr ein Haus gebaut, wir wollten es nett haben, aber nicht luxuriös. Wir haben zusätzlich zum Listenpreis von 230.000€ bestimmt nochmal 80.000€ für Sonderwünsche (zweites Bad, bessere Fliesen, neue Küche, schöne Sanitär, Erdwärme etc.pp.) "verballert". Letzten Endes lief alles auf locker 340.000€ raus.

Hinzu kommen, wie schon erwähnt, die Bau-Nebenkosten.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Bau letzten Endes um die 350.000€ kosten wird, ihr habt 65.000€ EK, braucht also um die 290.000€ Kredit.
Da müßtest ihr dann mindestens mit 1500€ monatlicher Belastung rechnen, und da ist höchstens 1% Tilgung bei.
Gut, ihr seid unkündbar, aber bitte überlegt sich evtl. ändernde Lebensumstände (Kind, nur ein Gehalt etc.).

Ihr solltet die Finanzierung so machen, dass ihr keinesfalls länger als 25-30 Jahre braucht, um es abzubezahlen. Ihr müßt ja auch noch Rücklagen bilden für Reparaturen.

Ich sag nicht, dass ihr es nicht machen soll. Gerade mit zwei Beamten und ziemlich sicher keinem Wohnortwechsel macht das total Sinn. Es sollte nur finanzierbar sein.

Beitrag von badguy 20.01.11 - 18:47 Uhr

Das war auch mein erster Gedanke, dass im Normalfall die veranschlagten Kosten nicht reichen. 10% Baunebenkosten für ungeplante Dinge, die neue Küche, die eine Investition in die Zukunft darstellt und die kleinen nice to have dazu.

Allerdings darfst du nicht vergessen, dass gerade Erdwärme und Solar für Brauchwasser eine extrem praktische Investition in die Zukunft darstellen, die dir wiederum eine deutliche Reduktion der Nebenkosen bringt, die seinerseits wieder zur Finanzierung genutzt werden kann.

Beitrag von asimbonanga 20.01.11 - 17:13 Uhr

Hallo,
ich würde mir von drei Stellen eine Finanzierung machen lassen.Gerade für Beamte gibt es Sonderkonditionen.Wart ihr schon bei der bekannten deutschen Bausparkasse für Beamte.
Mit deren Tipps hat unsere Familie mehrfach positive Erfahrungen gemacht.
Das ist keine Entscheidung für den Bauch-es sei denn du hast generell Probleme dich langfristig zu binden?!

L.G.