geburtshaus- wer hat erfahrungen?

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Beitrag von dagma 20.01.11 - 13:26 Uhr

hallo,
ich überlege, ob ich mein 2. kind im geburtshaus bekommen möchte, habe nachher auch einen termin zum persönlichen gespräch u. bin schon ganz gespannt. die psych. nachbetreuung ist dort wesentlich besser als im krankenhaus, aber was ist z.b., wenn man eine wehenschwäche hat oder das kind übertragen ist?
überhaupt: welche erfahrungen habt ihr im geburtshaus gemacht?
danke im voraus für jede antwort.

dagma

Beitrag von janimausi 20.01.11 - 13:33 Uhr

Hi

Also ich wollte im Geburtshaus entbinden, weil ich die Atmosphäre da wesentlich angenehmer empfunden habe.
Meine Hebamme hat mir auch immer super zur Seite gestanden, als ich meine ewigen Vorwehen hatte.

Als es dann endlich wirklich so weit war und ich im Geburtshaus war war ich total entspannt.
Es waren nur meine Hebi, meine Schwester und ich da und es war ruhig und nicht so ein Stress wie im Krankenhaus.
Doch leider sind die Herztöne von meinem Kleinen immer wieder abgesackt, so das sie dann die zweite Hebi gerufen hat, was dort so Standart ist, wenn die eine sich nicht mehr sicher ist, was sie tun soll oder eben wenn die Geburt in den Endspurt geht.
Einfach das eine da ist, die sich um das Kind kümmern kann und eine die sich um die Mutter kümmert.
So das beide dann gleich versotgt werden können...

So als die zweite da war haben die sich kurz beratschlagt und dann habe ich einen Wehenhemmer bekommen, und meinem kleinen ging es wieder besser.
Als wie Wehen wieder anfingen sackten seine Herztöne wieder ab und sie fuhr mich ins KH.

Im Geburtshaus gehen die Hebammen immer auf Nummer sicher und riskieren weder die Gesundheit vom Baby noch die von der Mutter.

Ich würde es aber immer wieder so machen.

LG Janina

Beitrag von kaeseschnitte 20.01.11 - 13:35 Uhr

hi dagma
ich habe selber keine erfahrung, aber 5 freundinnen und bekannte, die im geburtshaus geboren haben bzw. wollten.
eine hat alle drei kinder im geburtshaus geboren und fand es gut. hatte keine probleme während der schwangerschaft, die geburten verliefen normal.
eine freundin hat den ersten sohn im krankenhaus bekommen mit notkaiserschnitt. diese erfahrung war so traumatisch, dass sie das nicht mehr wollte und hat den 2. sohn dann im geburtshaus bekommen, was sie viel entspannter und schöner fand.
eine befreundete hebamme hat beide söhne im geburtshaus bekommen und hatte auch keine probleme (wobei sie selber in einem anthroposoph. kk arbeitet). und von zweien weiss ich, die wollten im geburtshaus gebären und die mussten dann ins krankenhaus überführt werden, weil es bei zu lange ging und die mütter jeweils am ende ihrer kräfte waren. da wollte das geburtshaus wohl die verantwortung nicht länger tragen.
ich glaube allerdings nicht, dass das prozentual aussagekräftig ist.
unter welchen bedingungen (vor und während der geburt) du im geburtshaus gebären kannst, hängt auch von der institution ab.
ich bekomme zwillinge und darf sowieso nicht. würde es aber auch nicht wollen, ich will möglichst viele drogen kriegen ;-).
aber eben, das muss jede selber entscheiden.
alles gute!
ks

Beitrag von pegsi 20.01.11 - 13:36 Uhr

Ich wollte eigentlich mein zweites Kind im Geburtshaus entbinden. Allerdings habe ich dann beim zweiten Termin dort festgestellt, daß sie inzwischen so überrannt sind, dass dort die reinste Bahnhofs-Atmosphäre herrschte. Da hatte ich im Krankenhaus mehr Ruhe:

Hinten liefen zwei Geburten gleichzeitig, vornen ein Babykurs, mittendrin hat eine Hebamme versucht, mit mir ein Gespräch zu führen, während permanent das Telefon klingelte etc.

Daraufhin habe ich mich enttäuscht entschieden, doch wieder in die Klinik zu gehen. Eine tolle Hebamme zur Vor- und Nachbetreuung sowie zur Geburt habe ich ja auch so.

Es hängt also ganz von dem Geburtshaus und den Hebammen ab, wie entspannt es dort zugeht.

Beitrag von inis 20.01.11 - 13:51 Uhr

Hallo dagma,

ich hab im Geburtshaus nur gute Erfahrungen gemacht (Link zum Geburtsbericht in meiner VK) und werde jetzt mit dem zweiten Kind auch wieder dorthin gehen. #huepf

Grundsätzlich geben sie einem im Geburtshaus einfach auch Zeit für die Geburt, d.h. eine Phase mit schwächeren Wehen würde dann zu so Tipps führen wie "leg dich erstmal ne Runde hin, oder möchtest du lieber in die Wanne?". Zumal die Hebammen dort meist sehr fit sind mit Homöopathie und Akupunktur, man würde also versuchen, auf "sanftem Wege" die Geburt wieder in Schwung zu bringen.

Wenn natürlich nichts mehr passiert, wird in aller Regel IN RUHE ins nächste Krankenhaus verlegt - laut Erfahrungsberichten der Geburtshaushebammen reicht die Verlegung dann oft schon aus, um die Wehentätigkeit wieder in Gang zu bringen. Auch ohne Beleghebammenvertrag kommt die Geburtshaushebamme oft mit ins KH, um zumindest alles gut zu übergeben.

Auch bei Übertragung würden die Hebammen im Geburtshaus zunächst versuchen, mit natürlichen Mitteln die Geburt in Gang zu bringen - die Rufbereitschaft der Hebammen umfaßt den Zeitraum von drei Wochen vor bis zwei Wochen nach ET.
(Mir ist ein Fall bekannt, wo bei ET+10 das Geburtshaus die Frau bat, lieber ins KH zu gehen - allerdings hatte diese Frau bei der vorherigen Geburt bei ET+15 ihr Kind verloren (in einem KH!), sodaß ein ganz anderes Risiko vorlag.)

Mir gefällt vor allem am Geburtshaus, daß du eben dein Team von Hebammen schon kennenlernst und daher auf eine nicht mehr ganz fremde Person triffst. Auch die 1:1-Betreuung ist sicher ein großer Vorteil, und die deutlich gemütlichere Atmosphäre trägt auch dazu bei, daß frau sich unter der Geburt besser entspannen kann.
Deswegen: Daumen hoch! #pro

Bei weiteren Fragen kannst du mich auch gern über VK anschreiben.

lg,
inis

Beitrag von nana13 20.01.11 - 14:18 Uhr

Hallo,

ich war bei beiden Kinder im geburtshaus, aber nur unsere Tochter kam auch dort zur welt.

Ich wurde durch die ss gut von meiner hebamme betreut, ängst, sorgen, und co wurden auch gleich angeschaut.

beim lukas hatte ich nie vorwehen, darum wurde regelmässig akupunktur gemacht.
bei et+3 geburtsfördente akkupunktur(hatte einen total unreifen geburtsbefund)
4 stunden später hatte ich schon richtig wehen.

am morgen früh sind wir dan ins gh, ging lansam aber stetig vorwärts.
bis am nachmittag, da hatte ich dauerwehen und einen geburtstillstand.

eine 2 hebamme kam dazu und da der kopf nicht ins becken rutschte und irgendwie "schief" war, wurde der entscheid gefällt ins kh zugehen.
meine hebamme hat uns dan ins kh gefahren, und ist geblieben bis, ich richtig dort ankam die pda sass, und ich mich soweit wohl fühlte ging sicher fast 2std.

3 stunden später kam lukas auf die welt.

bei neela hatte ich angst wider ins gh zugehen um wider während der geburt ins kh zumüssen.

meine hebamme hat mich da gutbetreut und wir haben oft darüber geredet.
da ich dismal 10 tage über dem et war, musste ich 2 mal ins kh wegen ul kontrolle.

dismal kam die kleine in der wanne im gh auf die welt.
ich würde immer wider so entscheiden.

ich fühlte mich sehr sicher.
in einem gh gehen sie kein risiko ein, und fahren lieber einmal mehr ins kh als das irgendwas pasiert.

die fahrt ins kh war für mich nicht schlimm.

vor, während der geburt, und danach wurde ich super gut betreut. im geburtshaus,gab es super gutes essen, die atmospher da ist sehr gut.

das geburtshaus kan ich nur empfeheln.