Kind wird zurückgestellt, wer hat Erfahrung?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von powergirl3007 20.01.11 - 16:16 Uhr

Hallo ihr Lieben,

eigentlich gehören wir noch nicht in dieses Forum, da unsere Maus erst im Sommer eingeschult wird bzw. werden sollte. Jetzt hat allerdings die ärztliche SChuluntersuchung, sowie die Ergotherapeutin und der KiA festgestellt, dass Isabel noch so weit zurück liegt, dass sie nicht schulfähig ist im Sommer. Heißt für sie, sie darf noch nicht zur Schule, aber auch nicht im Kindergarten bleiben.

Bei uns gibt es in der Grundschule einen so genannten Schulkindergarten, in den die Kinder dann gehen, die noch nicht in die erste Klasse gehen können.

Meine Frage:
Wie ist das bei euch gelaufen? Habt ihr den Antrag gestellt und gut war? Oder musstet ihr noch zig andere Wege und Stellen anlaufen, bis die Zurückstellung genehmigt wurde? Ich war heute in der Schule, um einen Bezirkswechsel zu beantragen, da wurde ich dann gebeten, den Antrag auf Schulkindergarten gleich mit auszufüllen. Wenn wir nichts mehr hören würden, wäre alles in Ordnung und dem Antrag wäre stattgegeben. Darauf kann ich mich aber doch nicht verlassen, oder??

Was mich auch ärgert, ist, dass er jetzt schon zu spät ist, noch was zu machen, damit Isabel doch noch in die Schule gehen kann. Alle sagen, dass sie das Defizit nicht mehr aufholen kann. Da fragen wir uns allerdings, warum dies nicht bereits bei der U8 aufgefallen ist? Erst bei der U9 hat der KiA was gesagt, allerdings gemeint, dass es noch Zeit hat und uns auf November vertröstet. Da haben wir mit Ergo dann angefangen und nun heißt es, es ist zu spät. Warum verlässt man sich als Eltern eigentlich auf die Aussage von Ärzten?? Hätte ich nur auf mein Bauchgefühl gehört. Wir haben zwar mit ihr geübt, aber gebracht hat es wohl nicht wirklich viel...

Ach ja, wir wohnen übrigens in RLP, vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir sagen, wie es war, was ihr gemacht habt und ob euer Kind dann 1 Jahr später in die normale Regelschule gekommen ist.

LG
Powergirl & Isabel *15.04.05

Beitrag von meringue 20.01.11 - 16:32 Uhr

Sei doch froh, dass sie nicht zur Schule gezwungen wird, wie es in NRW jetzt Pflicht ist. Wenn sie erst ihre Schullaufbahn begonnen hat, wird sie durchgeprügelt auf Gedeih und Verderb.
Und was Kinderärzte so sagen..............die sind nur froh, wenn du nach 5 Minuten wieder aus der Tür bist. Sie werden doch nie zur Rechenschaft gezogen.:-p

Beitrag von sandra7.12.75 20.01.11 - 16:56 Uhr

Hallo

Ich komme auch aus RLP und wir sind in Bad Kreuznach(habe ich deiner PLZ entnommen) mit unserer Tochter im SPZ wegen der Epilpsie in Behandlung.

Mit Anna sind wir auch von der U8 bis zur Einschulung gelaufen.

Sie hatte eine Wahrnehmungsverzögerung,Sprachprobleme,allg. Entwicklungsverzögerung.

Sie war im Hunsrück um Schulkindergarten und das war echt gut für sie.In der zwischenzeit hatten wir dann erfahren warum sie diese Verzögerung hatte und konnten sie dann auf Medikamente einstellen und im Anschluss an das Schulkigajahr war sie dann Schulreif.

Ich bin mit dem bericht vom Arzt,Logopäde,Ergo und Kiga in die Schule und um Rückstellung gebeten.Dann kam noch eine Untersuchung vom Gesundheitsamt(Einschulungsuntersuchung)die auch der Rückstellung einverstanden waren dazu und gut war.

Ich würde es auf jeden Fall machen,machst du es nicht und dein Kind versagt in der 1.Klasse gibt es kein zurück mehr.Das ist nämlich seid 2-3 Jahren so.

Vorher zählte der Elternwille was den Schulkiga betraf und wenn das Kind dann in der 1.KLasse Probleme hatte konnte es zurück in den Schulkiga.

Ich kann nur sagen das es echt toll ist das es sowas gibt.Das Jahr wird auch nirgendwo auftauchen.

lg

Beitrag von powergirl3007 20.01.11 - 17:35 Uhr

Hallo Sandra,

ja, wir kommen aus Bad Kreuznach :-) und sind dort bereits beim SPZ einmal vorstellig gewesen, wegen der Frühgeburt unserer Tochter. Isabel kam in der 34. SSW auf die WElt und das wird wohl mit allen Frühchen so gemacht. Auf Grund ihrer Frühgeburtlichkeit war Isabel im ersten Jahr sehr oft im KH, hatte einmal auch mit 13 Monaten ne Not-OP wegen Invagination (mit Lalülala nach Mainz in die Uni) und hat sich wirklich alles eingefangen, was man sich einfangen kann. Sie ist auch sehr spät gekrabbelt und gelaufen. Wir haben immer beim Arzt angefragt, aber der meinte halt, nein, ist alles noch der Norm entsprechend...

Da wir jedenfalls schon einmal im SPZ waren, haben wir jetzt wohl mehr Chancen früher an nen Termin dran zu kommen. Die schicken uns jetzt erstmal nen Fragebogen und wollen nen Bericht von der Ergotherapeutin.

Wir haben nichts dagegen, Isabel noch ein Jahr laufen zu lassen, mein Mann und ich sind beide auch erst mit 7 Jahren eingeschult worden, und haben beide unseren Weg gemacht. Trotzdem macht man sich jetzt Gedanken, ob sie es denn nächstes Jahr dann schafft. Ich bin aber guter Dinge, denn Isabel ist schlau, nicht auf den Kopf gefallen und will eigentlich in die Schule. Sie steht sich nur selbst im Weg... Der Test von der Ergo hat mich umgehauen gestern. Der Normwert liegt wohl bei 30 und Isabel lag bei beiden Tests (Graphomotorik und Feinmotorik) bei 5!!!! Das gibt einem dann schon zu denken.

Ich find´s toll, dass deine Maus ihren Weg gegangen ist bzw. geht und hab wirklich die Hoffnung, dass es bei uns dann auch so sein wird. In den fast 1 1/2 Jahren kann noch so viel passieren. Ich hoffe nur, dass der Direktor der Martin Luther King das auch so sieht und der Rückstellung zustimmt...

LG
Jenny

Beitrag von schnecki82 20.01.11 - 20:52 Uhr

Hallo Powergirl,

dass man die Kleine nicht "auf Teufel komm raus" durch die Schule schleifen will, finde ich wirklich gut eingeschätzt.

Wenn Dir aber die Aussage entgegenschießt, es sei zu spät, um noch etwas zu rütteln, frage ich mich, in welche Kita die Kleine denn geht?

Dass ein Arzt in so einer kurzen Untersuchung nicht sooooo viel Aussagen kann, ist irgendwie sogar noch verständlich. Aber was ist denn bitte mit den Pädagogen aus der Kita, die täglich mit und an Deinem Kind arbeiten? #kratz

Liebe Grüße

Sabine

Beitrag von powergirl3007 20.01.11 - 22:05 Uhr

Hallo Sabine,

das habe ich mich auch gefragt. Zumal meine Mutter dort Erzieherin ist und ich dachte, dass sich dann besonders um sie gekümmert wird (nicht in dem Sinn, aber zumindest, dass man dann mal drauf angesprochen wird) Mir wurde immer nur gesagt, dass sie den Eindruck haben , Isabel sieht nicht richtig etc. Da ich selbst Brillenträger bin und bei -5,5 Dioptrien bin, wurde Isabel dementsprechend untersucht. Dann hieß es, sie habe halt keine Lust etc.
KLar hat unsere Tochter einen starken Willen und wenn sie keine Lust hat, kannst du dich manchmal auf den Kopf stellen, aber die hätte schon mal eher wirklich die Lage verständlich machen sollen.

Ich kenne unsere Tochter nur zu Hause (logischerweise bin ich ja nicht mit im KIGa) und dort hab ich sie um 5 Uhr nachmittags nicht mehr zum üben usw. gezwungen. Am WE mal, klar, aber nicht wirklich immer...Jetzt bin ich schlauer, aber bringen tut es auch nix mehr :-(

LG
Jenny

Beitrag von wenckal 21.01.11 - 05:34 Uhr

Hallo Powergirl,

leider kann ich Dir zu dem Vorgang, wie das bei Euch mit der Rückstellung läuft nicht viel sagen, da ich in Österreich lebe. Wollte Dir nur nahelegen, es dem Knd zu liebe, dabei zu belassen und ihr das eine Jahr im Schulkinderrgarten zu schenken.

Bei meinem Sohn war es so, dass sich die Lehrer nach dem Schulreo
Reifetest nicht sicher waren, ob er reif ist oder nicht. Wir haben dann noch mal eine Ergotherapeutin zu Rate gezogen und haben ihn dann, auf ihren Rat hin, eingeschult. Er hat sich sehr schwer getan und wurde immer unglücklicher. Die Lehrerin hat mich schon nach wenigen Wochen angesprochen und ich habe mich von da an jede Woche mit ihr getroffen und beraten. Schließlich war es aber so, dass Niklas zuhause plötzlich in Tränen aufgelöst vor seiner Hausaufgabe gesessen ist und mir sagte: "Mama ich bin doof, ich kann das einfach nicht, ich bin der Schlechteste in der Klasse und du weißt ja gar nicht wie schlimm das ist. " Darufhin habe ich sofort Kontakt mit der Schulleiterin aufgenommen und einen Wechsel in die Vorschulklasse in die Wege geleitet. Die Vorschulklasse ist hier in Österreich wahrscheinlich so etwas wie Euer Schulkindrgarten, die Kinder werden langsam an den Schulalltag gewöhnt, haben keine Hausaufgaben und viermal die Woche Turnen (was Nik am besten gefällt! ;-))
Jedenfalls macht es ihm jetzt richtig Spaß zur Schule zu gehen und wenn er dann im Sommer in die 1. Klasse kommt tut er sich hoffentlich leichter!

Es ist gut, dass Dein Ind die Chance hat, sich an den Schulalltag zu gewöhnen und das ganz ohne Druck, der kommt noch früh genug!

Wünsche Euch alles Liebe
Wenckal (sorry sehr lang)

Beitrag von prinz04 21.01.11 - 10:05 Uhr

Hallo,

unser Sohn (allerdings ein Kann-Kind) geht dieses Jahr in einen Schulkindergarten, der genauso ausgerichtet ist, wie Du es beschreibst.

Etwas besseres hätte unserem Helden nicht passieren können!!! Er hatte zwar keine Defizite, war aber superschüchtern. Jetzt blüht er richtig auf. Sie machen in dem Schulkindergarten aber auch wirklich superviel. Sie gehen mindestens einmal im Monat in ein Museum bei uns in München. Sie bekommen kleine Hausaufgaben auf (z.B. Bring xxx mit, Überlegt Euch, was man da machen könnte, Malt ein Bild,...) und üben so schon mal für die Schule. Sie basteln und turnen sehr viel, um die bei einigen Kinder vorhandenen Defizite aufzufangen. Manche Kinder erhalten sogar noch extra Förderstunden dort.

Eine Rückstellung ist keine Katastrophe. Bei uns ist dieses zusätzliche Jahr ein wahrer Gewinn.

viele Grüße
Bettina

Beitrag von sandra7.12.75 21.01.11 - 10:40 Uhr

Hallo

So ein Schulkiga wie ich ihn beschrieben habe und die Posterin meint ist nur für Schulkinder die nicht Schulreif sind.

Kann Kinder bleiben hier entweder im Regelkiga und halt direkt in die 1.Klasse,wobei das zurück dann nicht mehr geht.

RLP hat vor 2-3 Jahren ein neues Grundschulgesetz erhalten.

Aber schön das es bei euch sowas gibt da für Kann Kinder der normale Kiga doch schnell langweilig wird.

lg

Beitrag von prinz04 21.01.11 - 12:36 Uhr

Hallo,

der Schulkindergarten bei uns nimmt zurückgestellte Kinder und Kinder, die jeweils bis Ende des Jahres geboren sind und schon 3 Jahre in ihrem Kindergarten waren.

Wir hatten einfach dieses Jahr Glück, weil so wenige Kinder zurückgestellt wurden (da kurzfristig der Stichtag für die Einschulung auf den 30.09.2010 wieder vorverlegt wurde).

Viele Grüße
Bettina