Haben Rechtsanwälte absolute Schweigepflicht?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von was tu ich denn jetzt? 20.01.11 - 17:22 Uhr

Ich hab ein blödes Problem.

Mein Mann ist Richter und behandelt mich und die Kinder sehr schlecht. Ich überlege mich zu trennen.

Nun wollte ich einen Anwalt aufsuchen um mich beraten zu lassen und steh vor einem Problem. Die Leute auf die ich bei der Suche treffe kennt er entweder freundschaftlich, aus seinem Studiengang oder von Arbeit. Sein Name ist bekannt.

Was mach ich denn nun? Haben die Schweigepflicht?

Beitrag von ug2712 20.01.11 - 17:28 Uhr

Rechtsanwälte unterliegen der Schweigepflicht.
Wenn die von dir aufgesuchten RA jedoch mit deinem Mann befreundet sind oder beruflich mit ihm zu tun haben, könnten sie das Mandat wegen Befangenheit ablehnen.

Beitrag von manavgat 20.01.11 - 17:41 Uhr

Rein theoretisch haben sie Schweigepflicht.

Ich würde Dir empfehlen eine Anwältin zu suchen, die ihn dem Namen nach kennt und mehr nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von 20.01.2011 20.01.11 - 18:23 Uhr

würde auch zu einer Anwältin tendieren, die ihn nicht kennt.


drücke dir die daumen!!

Beitrag von nick71 20.01.11 - 18:24 Uhr

"Die Leute auf die ich bei der Suche treffe kennt er entweder freundschaftlich, aus seinem Studiengang oder von Arbeit."

Es kann ja nicht sein, dass dein Mann alle Anwälte kennt, die es gibt.

Vielleicht suchst du mal etwas weiter von eurem Wohnort entfernt...also in den angrenzenden Städten oder so?

Ansonsten solltest du dich mit deinem Problem ggf. an die Anwaltskammer wenden und dort um Rat fragen. Du bist sicher nicht die erste Frau in Deutschland, die sich von einem Richter scheiden lassen möchte.

Im übrigen dürfte der Beruf deines Mannes in eurem Scheidungsverfahren keine Rolle spielen...er ist da ein Mensch wie alle anderen auch.

Beitrag von ratatouille 20.01.11 - 19:15 Uhr

Hallo erstmal#winke...

...drolligerweise habe ich gerade mit meinem Vater (RA) telefoniert, als ich nebenbei deinen Thread durchgelesen habe...ich habe ihm deinen Thread vorgelesen und er sagte mir, daß gerade dann, wenn ein freundschaftliches Verhältnis besteht, die Schweigepflicht gilt -der Anwalt könnte dir auch das Mandat verweigern, ansonsten könntest du diesen Anwalt bei der Anwaltskammer anzeigen und ihn so "an den Eiern packen", sollte er etwas erzählen... (sorry, wörtliches Zitat meines Vaters#rofl).

Abgesehen davon, gibt es immer Anwälte, die mit irgendeinem Richter "auf Kriegsfuß stehen"...#schein;-)

BTW: hast du deinem Mann nicht gesagt, daß du vor hast, dich von ihm zu trennen?...und welcher Anwalt ihm "genehm" wäre? Den von ihm vorgeschlagenen würdest du natürlich NICHT nehmen...;-)

LG und alles Gute!#klee

Beitrag von 111111111111111 20.01.11 - 20:04 Uhr

Kennst du nicht den alte Spruch: Bevor ein Mann merkt, dass in seiner Ehe etwas nicht stimmt, war die Ehefrau schon längst beim Scheidungsanwalt. ;-)

Beitrag von super_mama 21.01.11 - 07:44 Uhr

Hallo,

also Schweigepflicht wurde ja schon erörtert, die hätte dein Anwalt, aber eine mögliche Befangenheit lässt sich nicht ausschliessen.

An deiner Stelle würde ich ausserhalb des Einzugsgebiet des Gerichts bei dem dein Mann ist, nach einem Rechtsbeistand suchen.
Damit ist die Möglichkeit einer beruflichen Bekanntschaft geringer.

LG