Bammel vor Februar :( - Aufbauen bitte :(((

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ohneplan 20.01.11 - 19:12 Uhr

Guten Abend ihr lieben,

Nun ist bald Februar und meine Kleine beginnt mit der Eingewöhnung im Kindergarten - vor 2 Wochen wurde sie 1 Jahr alt und die Elterngeldzahlungen enden im Februar. Somit muss ich arbeiten für uns und sie geht deshalb den ganzen Tag in den Kindi.

Ich sage mir immer - es ist gut für uns - sie hat den ganzen Tag andere Kinder umsich, mir hats ja damals auch nicht geschadet, so lerne ich loszulassen (mutiere nämlich langsam zur Superglucke) ... und und und - und trotzdem zerreisst es mir das Herz wenn ich mir vorstelle das ich sie den ganzen Tag nicht sehen #schmoll nicht zu wissen was sie gerade macht, sie nicht trösten zu können wenn sie hinfällt (und das tut sie grad so oft bei ihren versuchen zu rennen und überall drauf zu klettern) ach manno #schmoll#schmoll

wie war das bei euch? gewöhnt man sich dran? bitte nur aufbauende Antworten bitte - ich kann es nicht mehr hören das ich doch bitte Harz4 beantragen soll damit ich weiter für sie da sein kann - ich will ihr das nicht vorleben - wenn ich arbeiten gehe können wir uns auch mehr leisten - kann ich ihr mehr bieten und muss nicht bei jedem Eis nachdenken ob es im Budget drin ist. Und ich hab das Glück das es hier einen Kindi gibt der so kleine aufnimmt also nutz ich es. Höre oft genug das ich deshalb eine schlechte Mutter bin - also bitte wenn ihr auch so denkt einfach den nächsten Beitrag lesen ok? DANKE dafür!

LG

Beitrag von artemisia 20.01.11 - 19:40 Uhr

hallo,

nur keine bange, das wird schon wieder. mir ging das auch nah, als meine kleine in die krippe gekommen ist. mittlerweile ist sie im kiga. sie musste auch gleich von anfang an ganmztags gehe, weil ich leider nicht teilzeit arbeiten konnte. die eingewöhnung lief super, nur als sie gemerkt hat, dass das jetzt jeden tag so ist hatten wir ein paar harte tage, aber das ist einfach so. auch die kurzen brauchen zeit.

ich denke nicht, dass du eine schlechte mutter bist. geldsorgen können einem das leben sehr vermiesen und so könnt ihr die zeit, die ihr zusammen verbringt auch freier gestalten und urlaube sind auch drin. das sind auch extrem wichtige eindrücke für kinder und werden eure beziehung stärken. #liebdrueck

in der krippe meiner tochter und auch jetzt im kiga wird jeden nachmittag ein plan ausgehängt, was die mäuse so gemacht haben. und du wirst sehen, dass es deine tochter stärken wird, auch "ihr eigenes" zu haben. meine kleine ist immer mächtig stolz, wenn sie mir ihr selbstgebasteltes vorführt. unbd sie klettert gerne. passiert ist nie was #cool

loslassen gehört zum mama-dasein dazu. das tut natürlich weh und ich denke, dass darf und muss es auch. es zeigt dir, wie stark eure verbindung ist und das ein abschnitt zu ende geht. nur dann kann ein neuer beginnen. das baby-jahr ist vorbei und für euch beide beginnt was neues.
gesteh dir zu, traurig zu sein, las es raus, tu deiner seele was gutes - und dann sie gespannt auf das, was kommt. :-)

alles gute für euch zwei und lass dir kein schlechtes gewissen einreden
#liebdrueck

arte

Beitrag von ohneplan 20.01.11 - 19:45 Uhr

Hallo

oh ich danke dir - wirklich - danke! Das tut echt gut grad.

Tagsüber gehts ja auch da kann ich stark sein - aber Abends allein aufm Sofa wirds schlimm #schmoll aber das kennen die alleinerziehenden Mamas wohl fast alle.

Nochmal vielen lieben Dank!
#klee

Beitrag von bluebelle 20.01.11 - 20:08 Uhr

Lass dich erstmal #liebdrueck

Was du gerade denkst und fühlst hab ich auch gerade durch. Meine Kleine Maus geht seit 3.1 in die Kita und da die Eingewöhnung ziemlich kurz war, hab ich mir auch schon Tage vorher ne Platte gemacht, wie wird sie wohl den ganzen Tag ohne Mama überstehen bzw ich ohne Kind. Ja ich hatte ein schlechtes Gewissen sie von jetzt auf gleich in die Kita zu geben. Die ersten Tage waren hart und auch wenn mir alle gesagt haben, ihr geht es gut da und sie gewöhnt sich dran. Hab mit meinen Arbeitsgeber vereinbart, das ich weniger Stunden gehen kann, damit sie nicht so lange erstmal in der Kita ist. Das haben wir jetzt zwei Wochen so gemacht, auch wenn früh die Tränen kullern, bekomme ich ein fröhliches Kind wieder zurück und ich bin auch entspannter gewurden und nächste Woche will ich ne halbe Stunde erhöhen.
Arbeiten ist meine Kindfreie Zeit, kann mich mit Kollegen unterhalten und das nicht nur über die Kinder. Dagegen lernt mein Kind in der Kita viele neue Dinge, lernt schon zeitig das miteinander mit anderen Kindern und das es auch gewisse Regeln gibt im Leben. Man denke mal an unsere eigne Kita Zeit.
Ich persönlich würde nie zu jemanden sagen, es sei eine schlechte Mutter oder soll Hatz 4 beantragen. Warum?Weil es bei uns in der Region ganz normal ist das man 1 Jahr Elternzeit nimmt und dannach wieder der Ernst des Lebens beginnt, da werden ehr die Mütter angeschaut die ihre Zerge so lange am Mama´s Rockzippel hängen lassen.
Am Ende ist es jedem seine Entscheidung, was das beste für sein Kind ist.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, das ich keine schlechte Mutter bin nur weil meine Kleine mit 14 Monaten in die Kita geht.

LG bluebelle

Beitrag von arvid-2007 20.01.11 - 21:43 Uhr

Ach Du Arme,

das ist nicht leicht... ich kann mich dunkel erinnern. Aber wer bezeichnet Dich wegen Deinem Willen zur Eigenständigkeit als schlechte Mutter??? Denen gehört mal ordentlich der Kopf gewaschen! Was sind das denn für Vorbilder?

Aber im Endeffekt wissen die in der Krippe schon was sie da tun...und die Kinder profitieren wirklich davon. Du wirst sehen wie sie sich entwickelt wenn sie erst da eingewöhnt ist.

Der erste Zeit ist blöd für den der sich bis dahin immer um das Kind gekümmert hat. Das ist eine Umstellung. Aber Du wirst es auch genießen etwas Verantwortung abzugeben. Du machst das schon richtig! Laß Dir nicht von anderen reinreden, die nicht in Deiner Situation sind oder Dich nicht verstehen.

Alles Gute!

Beitrag von super_mama 21.01.11 - 08:26 Uhr

Hey du,

ich kann dich gut verstehen ...
Die ersten Tage die mein Zwerg in der Krippe war damals, waren für mich wohl noch schlimmer als für ihn. Ich fühlte mich nutzlos ;-). Die erste Woche blieb ich noch für mindestens 1 Std in unmittelbarer Nähe (nebenan war ein Café), dann ging ich maximal einkaufen und wartete sehnsüchtig darauf ihn abholen zu dürfen #verliebt
In der 2. Woche fing ich dann an zu arbeiten - ab da konnte ich natürlich nicht mehr in der Nähe bleiben, aber ich litt trotzdem #zitter
Auch wenn es "verboten" war, hatte ich mein handy immer in der Hosentasche - auch Blödsinn, man hätte auch bei der Arbeit angerufen wenn etwas gewesen wär, aber so ging es mir besser.

Es dauerte eine Weile, aber dann hatten wir uns eingespielt.

Sei stolz auf dich das du es für EUCH tust und nicht zu haus sitzt. Es ist hart sein Kind abzugeben, aber irgendwann wird sie dir dafür dankbar sein - spätestens wenn du bedenkenlos und glücklich ein Eis kaufen kannst beim bummeln durch die Stadt :-)

Beitrag von ohneplan 21.01.11 - 08:55 Uhr

Hallo Ihr lieben

vielen vielen Dank für eure aufbauenden Antworten das hat wirklich gut getan und geholfen. Die kann ich jetzt immer lesen wenn ich mal wieder traurig werde und an mir zweifel :)


ganz lieben lieben DANK

Ihr seid toll!

#klee#blume#klee