Heute ist irgendwie mein "Nachdenk"-Tag...

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Beitrag von marion0689 20.01.11 - 22:07 Uhr

Hallo!!

Eigentlich ist es ein Silopo....aber irgendwie muss ich das heute mal loswerden.

Könnt ihr euch noch erinnern, wie es war als ihr kinderlos ward??
Ich habe mir nie Sorgen gemacht über irgendwelche Krankheiten, dass mir etwas zustoßen könnte oder das mir bei einer normalen Fahrt zur Arbeit ein schlimmer Unfall passiert.

Heute habe ich einen Sohn und ich bekommen Gänsehaut, wenn ich lese oder mitbekomme, wie kleine Kinder an schlimmen Krankheiten leiden oder gar sterben, wie Kinder einfach weggeworfen werden in irgendwelchen Tüten...
Und jedes mal sitze ich da und heule und habe Angst, dass ich irgendwann mal in der Situation sitze, dass etwas mit meinem Sohn ist.
Jeden Abend stehe ich an seinem Bettchen und bete für ihn,meinen Mann und mich, dass alles gut bleibt.
Und wenn er dann morgens aufwacht und mich anlacht bin ich der glücklichste Mensch der Welt.

Kennt ihr diese Gefühle oder neige ich einfach nur zu "Übertreibungen"??

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße!

Beitrag von sillysilly 20.01.11 - 22:09 Uhr

Hallo

ja kenne ich....

es ist immer das Gefühl da jemand behüten und aufpassen zu müssen.

Der Spruch sagt doch alles:

Die Entscheidung, ein Kind zu haben,
heißt man beschließt für alle Zeit,
dass das eigene Herz außerhalb
des eigenen Körpers herumläuft.


Grüße Silly

Beitrag von romance 20.01.11 - 22:50 Uhr

Ein toller Spruch.:-)

Beitrag von daddy69 20.01.11 - 22:33 Uhr

Nein, ich denke nicht dass Du übertreibst.

Bei mir ist es nicht ganz so ausgeprägt, aber ähnlich. Ich weiß nicht, wie oft ich schon nachts an sein Bett bin und geschaut habe ob er noch atmet. Naja, und manchmal hab ich ihn auch geweckt. Aber sanft. Immerhin.

LG
Peter

Beitrag von docmartin 20.01.11 - 22:37 Uhr

So extrem ist es bei mir nicht, aber ich weiß, dass ich eine Angst in mir habe, die ich vorher nicht kannte.
Ich liebe meinen Mann und wir sind seit 16 Jahren zusammen. Aber dennoch weiß ich, dass mein Leben auch ohne ihn weitergehen würde. Ich wäre natürlich sehr, sehr traurig, stieße ihm etwas zu. Aber mit Kindern ist es anders. Ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen könnte, wenn einem von ihnen wirklich etwas zustoßen sollte.
Ich empfinde für sie eine ganz andere Art von Liebe. Beschützend und zärtlich. Und das ist nue.

Und abgesehen davon ärgere ich mich, dass ich nicht früher die Zeit zum gepflegten Schlafen genutzt habe...morgens einfach liegen bleiben können und auch mal nen Sonntag im Schlafanzug vertrödeln...das habe ich wirklcih verpasst!

Franziska

Beitrag von gh1954 20.01.11 - 22:51 Uhr

>>>Aber dennoch weiß ich, dass mein Leben auch ohne ihn weitergehen würde.<<<

Dazu hab ich mal folgenden Satz gelesen:

Ein Mann geht von meiner Seite, ein Kind geht mir aus dem Herzen.

Beitrag von docmartin 21.01.11 - 13:02 Uhr

Ja, genauso ist es.

Franziska

Beitrag von sausi72 21.01.11 - 11:57 Uhr

Hallo,
ich empfinde ganz genau wie Du...

LG Sausi

Beitrag von romance 20.01.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

ja ich kenne das zu gut. Ich weiß gar nicht wie es davor war, ohne Kinder. Wie trostlos mein Leben doch war. Es hatte einfach kein Sinn für mich...Und nun ist da ein Wesen, das mich braucht. Ich habe die Verantwortung über dieses Wesen, das es eigentständig wird und flügge wird.

Und die Angst, das mein Mann und mein Kind was passieren könnte. Boah nein daran kann ich nicht denken. Ich bekomme schon das große #schwitz wenn es glatt auf den Straßen ist, wenn er zu lange unterwegs ist oder weit weg fahren muß. Oder es könnte was mit ihr sein....

Ich weiß, ohne sie möchte ich auch nicht sein. Dann hört mein Leben an dem Tag auf, wo sie von dieser Welt gehen werden. Da binich mir sicher, die Kraft hätte ich nicht. Weiter zu leben und weiter zu machen.

Und ich bin dankbar, ich bin froh eine Frohnatur als Baby zu haben. Es ist pflegeleicht, macht zwar auch Sorgen. Wäre sonst kein Kind;-) Und den Mann, der mir alles gibt. Der mich so nimmt wie ich bin, egal ob ich Rechtschreibfehler habe in dem Text, ob ich 30 kg übergewicht habe oder mich mal wieder falsch ausdrücke. Es ist der Mann, der für mich bestimmt ist.
Meine zwei sind mein Leben.

Egal was andere darüber denken. Jeder Mensch braucht Halt im Leben, ob es der Job ist, Hobby, Freunde, Beziehung oder kInder. Ohne diesen Halt, sind wir verloren. Wir müssen glaueben, sonst können wir nicht leben. Meine Meinung zum Thema.

Ich muß gestehen, heute Abend sah ich einige Babyfotos von mir an. Und meine Tochter ähnelt mir sehr. Und dann war ein Bild, von meinem Sandkastenfreund. Und da kam ich ins grübeln. Er lebt nicht mehr, hat sich das Leben genommen als eigentlich noch das Leben vor sich hatte. Und wie sinnlos sein Tod doch ist...

LG Netti
die dankbar ist, das sie überlebt hat. Dankbar, sich Mutter nenen zu dürfen. Und dankbar den Mann gefunden zu haben, der für mich bestimmt war.
Leben ist nicht selbstverständlich. Leben bedeutet auch dankbar zu sein, für das Leben an sich. Mann muß nur das Beste draus machen. upps ist lang geworden.

Beitrag von marion0689 20.01.11 - 22:45 Uhr

sooo schön geschrieben :)
Viele Dank für diese tolle Antwort!

Beitrag von romance 20.01.11 - 22:48 Uhr

Danke.

An solchen Tagen schreibe ich so...

Beitrag von frau-mietz 21.01.11 - 00:00 Uhr

Nein, für mich übertreibst Du nicht.

Ich bin auch sehr empfindlich geworden, seitdem ich Mutter bin.

Ich weine (ehrlich) bei Trauer und Trost ,wenn ich von stillen Geburten lese.

Ich verkneife mir das weinen, wenn ich Filme sehe, wo ein Kind sterben muss(nicht Horrorfilme,guck ich nicht)

Wir sind so vorsichtig geworden, wir fahren auf der Autobahn lieber einem LkW hinterher, als zu überholen (Egal,kommen dann eben 30 min später an)

Ich gehe in ihr Zimmer und höre, ob sie noch atmet, wenn ich das "Glück" habe und sie echt lange durchschläft!


Und mir tut meine Mutter leid, die ich jetzt aufeinmal so sehr verstehe und ich ihr nicht den Kummer nehmen kann, den ich ihr bereitet habe.

LG

Beitrag von gingerbun 21.01.11 - 00:27 Uhr

Hallo,
ja ich erinnere mich an die Zeit als wir noch keine Kinder hatten. Aber im Gegensatz zu Dir mache ich mir ehrlich gesagt nicht andauernd Sorgen. Ich denke nicht daran dass unsere Tochter mal eine schlimme Kinderkrankheit bekommen könnte. Ich gehe auch nicht davon aus dass ich mal einen schweren Unfall haben werde. Ist scheinbar alles Einstellungssache.
Wenn ich schlimme Dinge in Funk und Fernsehen sehe berührt mich das schon aber ich kann nicht alles an mich heranlassen und das gelingt mir auch. Ich habe gelernt, dass ich die Welt leider nicht ändern kann (nur meine unmittelbare Umwelt kann ich schöner machen :-))
Gibt es denn einen Grund dass Du so "sorgenvoll" bist? Ich finde das behindert einen im Leben nur und macht es Dir um vieles schwerer. Freue mich auch eine Antwort.
Gruß!
Britta

Beitrag von marion0689 21.01.11 - 08:44 Uhr

Hallo!!

Vllt habe ich mich etwas falsch ausgedrückt. Ich habe manchmal solche Tage, an denen ich all diese denke.

Ständig Sorgen mache ich mir nicht.
Es ist im Vergleich zu früher nur komplett anders.
Früher hab ich mir nicht einen Tag darüber Gedanken gemacht, dass etwas passieren könnte. Und heute mache ich das eben öfter.

Mein Kleiner ist auch relativ oft in Fremdbetreuung ( Oma,Opa ), weil ich noch ein Semester studiere.
Und da sitze ich dann auch nicht da, und denke die ganze Zeit, dass was passiert :)

Liebe Grüße

Beitrag von ayshe 21.01.11 - 07:33 Uhr

Ja, das ist doch ganz normal.
Es ist eben auch Instinkt, daß man sich um den Nachwuchs sorgt.

Es fängt mit der Schwangerschaft an, daß man sich Sorgen macht ob auch alles gut verläuft, das Kind gesund auf die Welt kommt,
die Geburt gut übersteht, dann Angst vor SIDS und so geht es immer weiter.
Und es wird nie aufhören, auch wenn sie groß sind.
Gut, wenn sie groß sind, man selber ja älter wird, dann wird man sich vllt nicht mehr so darum sorgen, selber krank zu werden und sterben, denn dann sind sie erwachsen und versorgen sich allein, leben selber ihr Leben.

Beitrag von maischnuppe 21.01.11 - 08:20 Uhr

Das ist vollkommen normal. Genauso normal ist es, dass du ihn irgendwann an die Wand klatschen möchtest:-p Wenn er dir den letzten nerv raubt oder in der pubertierenden Flegelphase ist, freust du dich schon, dass es nicht mehr allzulang ist, bis er auszieht#rofl
Natürlich alles sinnbildlich#schein

Beitrag von pocahontas60 21.01.11 - 10:59 Uhr

Hallo,

ich kenne dieses Gefühl auch sehr gut.
Gerade in den letzten Tage musste ich öfter dran denken, was wäre wenn...
Aber ich versuche mich da nicht reinzusteigern. Klappt ganz gut#schein
In 2 Wochen steht bei mir eine Op an und ich brauche ja wohl nicht erwähnen was gerade in mir vorgeht#zitter
Da denke ich auch, was wäre wenn....Oh man, früher hatte ich nie solche Gedanken und heute?
Aber so geht es sicher jeder Mutter und jedem Vater.
Mein Mann war anfangs schlimmer als ich. Heute ist es ausgeglichen:-)

LG poca