Das ist doch gemein

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von angle07 21.01.11 - 10:50 Uhr

Morgen...fast Mittag,

das Leben ist doch ungerecht und gemein und fies und und und (Scherz beiseite).
Da haben wir uns entschieden ein Häusschen zu kaufen. Kredit wäre kein Thema. Zinsen, monatlicher Zahlbetrag etc. stimmt alles.
Nun rechne ich mal spaßeshalber die Nebenkosten durch.
Einiges wird ja nun Jährlich bezahlt, da muss monatlich was auf die Seite gelegt werden.
Mein Ergebnis.... inkl. aller Gebühren müssten wir ca. 380 Eur im Monat nur für Nebenkosten auf die Seite legen.
Die Hauspezifischen Sachen mal im ca. gerechnet.
Wenn ich zu den Nebenkosten den Kredit rechne und dann noch was für Reps usw. auf die Seite legen will, dann haut das überhaupt nicht hin.

Jetzt verdient mein Mann schon nicht schlecht und ich werde demnächst auch was zusteuern können, aber es reicht immernoch nicht.

Wie habt ihr nur Euch euer Häusschen finanzieren können?
Muss ich denn erst 50 sein und 30 Jahre gespart haben damit ich mir eins leisten kann?

Jetzt bin ich deprimiert #schmoll

Liebe Grüße
Angi

Beitrag von windsbraut69 21.01.11 - 10:53 Uhr

Ja, 50 Jahre alt vielleicht nicht aber dass nicht alles auf einmal in Eurem Alter klappen kann, ist doch klar.

Wenn Du wieder (voll) arbeitest, sieht es doch finanziell sicher ganz anders aus, dann wird das schon realistischer.
Je mehr Eigenkapital Ihr bis dahin angespart habt, um so besser und um so niedriger ist dann auch die monatliche Belastung.

LG

Beitrag von ida-calotta 21.01.11 - 11:07 Uhr

Hallo!

Naja, vielleicht früher mal was zur Seite gelegt haben? Ich war 24 als wir den Bauvertrag unterschieben hatten. Wir hatten 32% Eigenkapital, da uns früh klar war das wir Eigentum haben wollen. Wir haben uns lange mit dem Thema auseinander gesetzt. Wir zahlen jetzt weniger als andere Leute Miete im Monat.

LG Ida

Beitrag von joy1975 21.01.11 - 11:10 Uhr

Also erstmal Lob, dass Du Dir überhaupt vorher so detailliert Gedanken machst. Viele steuern sehr blauäugig in das Thema Haus hinein und immer mit dem Argument "ist billiger als Miete zahlen und dann ist es unser".
Stimmt schon, wenn die Rahmenbedingungen richtig sind und man auch die Nebenkosten stemmen kann.

Ich kann jetzt nicht beurteilen, ob 380€ zu hoch sind oder nicht, weiß ja auch nicht, was drin steckt.
Bei uns fallen im Monat circa 230€ Nebenkosten an:
130€ (Heizung, Wasser, Strom (heizen sehr günstig mit Erdwärme))
25€ Müllabfuhr
40€ Grundsteuer
33€ Versicherungen (Gebäude, Hausrat)

Insofern finde ich Deinen Betrag mit 380€ schon recht hoch angesetzt. Was hast Du denn noch eingerechnet oder was ist bei euch so teuer, dass es so hoch geht? (vielleicht hab ich bei mir jetzt auch was übersehen).
Geld für Reparaturen legen wir nicht regelmäßig beiseite. Wir sparen pauschal auf der "hohen Kante", so dass im Notfall immer ausreichend Geld für irgend etwas da ist.

Ich denke, ihr werdet euch schonmal eine Finanzierung ausgerechnet haben lassen und wisst, wieviel ihr euch leisten könnt. Eventuell müßt ihr hier etwas Abstriche machen in der Art von Haus, die ihr euch wünscht. Wir haben auch immer vom großen, freistehenden Haus mit Garten geträumt und natürlich noch in zentraler Lage. :-p Bei uns in der Gegend nicht unter 450.000€ zu verwirklichen.
Jetzt sitzen wir glücklich in einem Reihenendhaus mit mittelgroßem Garten. Für uns absolut in Ordnung, wir sind dafür ruhig, aber dennoch zentral, das war uns wichtig. Naturschutzgebiet und S-Bahn/Straßenbahn sowie Einkaufsmöglichkeiten sind alle fußläufig, das war uns letzten Endes am allerwichtigsten.

Vielleicht könnt ihr ja eure Ansprüche etwas verändern, oder etwas sanierungsbedürftiges kaufen und einiges selber machen.

Ach ja, wie haben wir das finanziert. Alles beruht nur auf einem Gehalt (meinem), weil ich sicher gehen wollte, dass ich im Falle einer Trennung das Haus behalten kann. Eigenkapital hatte ich angespart, seit ich Mitte 20 bin und dann mit Mitte 30 gekauft, da war schon einiges zusammen gekommen.
Die Belastung ist so hoch wie unsere vorherige Miete (1000€) und da es ein Neubau ist, werden wir auch erstmal von Reparaturen größerer Art verschont.

Beitrag von tiffysb 21.01.11 - 11:10 Uhr

Hallo Angi,

also für ein 1FH sind 380€ im Monat für Nebenkosten UND Rücklagen doch wirklich nichts aber gar nichts.

Wir zahlen für 3 Personen im Monat für unser Haus 670€ Nebenkosten und da sind noch keine Rücklagen dabei :-)

Liebe Grüße
Tiffy

Beitrag von ida-calotta 21.01.11 - 11:12 Uhr

Ihr zahlt im Monat 670 Euro Nebenkosten????

Wir zahlen im Monat das gleiche inkl. Nebenkosten.

Beitrag von tiffysb 21.01.11 - 11:15 Uhr

ja, also nicht jeden Monat, da sind dann Dinge auch schon umgelegt, die normal nur jährlich oder quartalsweise kommen.

wir haben:

192,00€ Haushaltstrom
300,00€ Heizung (Fernwärme)
25,00€ Pellets
27,00€ Versicherungen
2,50€ Schornsteinfeger
10,00€ Ofenwartung
38,00€ Wasser
35,00€ Müll/Grundsteuer

o.k. sind nur etwa 630€ hab mich vorhin verrechnet

Beitrag von coppeliaa 21.01.11 - 11:17 Uhr


wieviel strom braucht ihr denn ihm jahr in kWh? scheint bei euch sehr viel zu sein!

Beitrag von tiffysb 21.01.11 - 11:20 Uhr

wir haben letztes Jahr um die 8000kw/Verbraucht.

Hier muß man aber dazu sagen, dass wir hier auch einige Stromfresser haben:

-der Pelletofen läuft auch nur mit Strom
-Aquarium
-im Keller haben wir zusätzlich noch einen älteren Kühlschrank, sowie Gefrierschrank, die jedes Jahr von Mai-Oktober laufen
-und im Sommer läuft die Pool-Pumpe praktisch auch Tag und Nacht

das läppert sich

Beitrag von coppeliaa 21.01.11 - 11:25 Uhr

dann müsst ihr aber irre strompreise bei euch in der gegend haben. zahlt ihr wirklich 28 cent / kWh? oder habt ihr immens hohe grundgebühren?

wir brauchen auch viel (7-8000 im jahr), zahlen aber lange nicht soviel...

lg

Beitrag von tiffysb 21.01.11 - 11:29 Uhr

jetzt hab ich extra mal die Abrechnung von 2010 rausgekramt :-)

Also wir haben verbraucht: 8.144,40 kw/h und die haben gekostet: 1.981,93€ inkl. Grundgebühren und Steuern usw.

Und der neue Abschlag für 2011 ist nun 192,00€/Monat.

Beitrag von kathi.net 21.01.11 - 11:40 Uhr

Strom find ich schon extrem viel. Aber nicht wegen des Verbrauchs, sondern eher preislich.

Fernwärmeheizung + Pellets? Also 325 € Heizkosten..... #schock Warum ist das so viel bei euch?

Beitrag von tiffysb 21.01.11 - 12:18 Uhr

wir beheizen halt 240m², haben ein großes Treppenhaus, zwei Katzen und ein Kind, da sind halt nicht immer alle Türen geschlossen und ich habs gern etwas wärmer *g*

im Wohnzimmer haben wir den Pelletofen stehen, find ich gemütlicher als die Heizung. Der Rest vom Haus, wird mit der Heizun geheizt.

Beitrag von ida-calotta 21.01.11 - 12:17 Uhr

Wow, heftige Nebenkosten.

Wir zahlen:

104 Euro für Wasser, Abwasser, Heizung im Monat
45 Euro Strom/Monat
Schornsteinfeger 75 Euro im Jahr ca.
Müll 13 Euro/ Monat
Hausrat und Wohngebäude ca. 18 Euro/Monat
Grundsteuer B 20 Euro/Monat
Holz für dem Kamin 25 Euro Rücklage pro Monat

Wir sind zu dritt und bewohnen eine 130 qm großes Doppelhaus. Stromfresser haben wir nicht, da achten wir drauf.

LG Ida

Beitrag von bruchetta 21.01.11 - 18:55 Uhr

Strom und Heizung sind ja wahnsinnig hoch!!!

Wir zahlen € 56,-- Strom und € 65,-- Heizung!

Bei den hiesigen Stadtwerken würden wir allerdings mindestens doppelt so hoch liegen, von daher, wechseln lohnt sich manchmal!

Beitrag von joy1975 21.01.11 - 11:14 Uhr

Wie setzt sich dieser Betrag denn zusammen, wenn ich fragen darf?
Hab ja oben meine Nebenkosten aufgelistet. Gut, wir sind nur zu zweit, aber auch eine dritte Person, würde Wasser und Strom nicht so in die Höhe schnellen lassen und Heizung, Grundsteuer etc. sind ja fix, egal, wieviele da wohnen.

Beitrag von tiffysb 21.01.11 - 11:16 Uhr

hallo habe bei "ida-charlotta" eine Aufstellun gepostet

Beitrag von coppeliaa 21.01.11 - 11:14 Uhr


"Wie habt ihr nur Euch euer Häusschen finanzieren können?"

wesentlicher punkt: in dem ich auch arbeiten gehe. sonst wärs nix.

übrigens: wenn die 380 euro über haus oder nicht haus entscheiden habt ihr sowieso zu knapp geplant!

wieviel verdient dein mann denn?

lg

Beitrag von seikon 21.01.11 - 11:17 Uhr

Du rechnest wenigstens vorher gescheit und siehst, dass es doch nicht alles so einfach ist, wie hier immer geschrieben wird.

Viele Leute (nicht nur bei Urbia) sehen immer nur die reine Kreditrate und reden sich das ja schön, dass sie sich für ihre aktuelle Warmmiete ja schließlich auch ein Haus leisen können.

Wenn man dann aber die Nebenkosten, Rücklagen, Steuern usw. dazu rechnet, dann ists unterm Strich auf einmal doch viel mehr.
Außerdem muss man ja mit unvorhersehbaren Ausgaben rechnen z.B. Straßensanierungskosten. Da können dann auch mal schnell einige zehntausend Euro nochmal zusätzlich auf einen zu kommen.

Oder was ist, wenn der Hauptverdiener seinen Job verliert, und auf einmal nur noch 67% des Einkommens da sind?

Solche Dinge muss man ja berücksichtigen. Und wenn man nicht wirklich viel EK hat, dann müssten sich viele eingestehen, dass sie es finanziell eigentlich gar nicht wuppen können.

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige Paare, da würde alles zusammen brechen, wenn einer von beiden seinen Job verlieren würde. Vorallem MÜSSEN dann beide arbeiten um sich das Haus überhaupt gerade eben so leisten zu können. Und ehrlich gesagt möchte ich das gar nicht. Da wohn ich lieber weiter zur Miete und gönne mir den Luxus von 3 Jahren Elternzeit pro Kind, als dass ich mich vollzeit abrackern muss, kaum was von meinen Kindern habe und trotzdem noch jeden Cent 5 mal umdrehen muss.

Beitrag von hoeppy 21.01.11 - 11:37 Uhr

Ich stimme Dir zu.

Meine Eltern haben auch ein Haus gebaut. Sie mussten immer beide arbeiten. Mein Bruder und ich wurden mehr oder weniger von Verwandten groß gezogen.
Meine Eltern sah ich morgens eine halbe Stunde, Abends ein bis zwei Stunden und am Wochenende (wenn keiner arbeiten musste)

Ich habe als Kind sehr darunter gelitten.

Das Geld reichte immer nur gerade so. Einmal wurde mein Vater arbeitslos, da musste der Gürtel noch enger geschnallt werden.
Dann ging die Heizung kaputt, also wurde ein kleines Darlehen aufgenommen, denn so viel konnten meine Eltern nicht sparen.
Es musste immer gespart werden für Heizöl, Wasser und alles, da war kein Geld übrig für unvorhersehbare Dinge.
Ein Drama war es wenn ein E-Gerät den Geist aufgab. Noch schlimmer wenn zwei gleichzeitig hinüber waren.

Und dann das schlimmste, es wurde irgendwas an der Straße gemacht und meine Eltern musste 10.000 Euro zahlen.

Es war schrecklich.

Mein Bruder und ich sollen das mal bekommen. Keiner von uns will es, weil ich lieber LEBE anstatt mein Leben lang zu buckeln nur für ein Haus.

So habe ich ein leichtes Leben. Ich zahle und dafür funktioniert alles. Wenn heute die Heizung ausfällt wird sie heute oder morgen repariert. Der Hausmeister kümmert sich um alles und mich belastet das nicht.

Wenn ich arbeitslos werde kann ich mir das immer noch leisten und ich war bei meinen beiden Kindern jeweils 3 Jahre voll Zuhause.
Und auch jetzt arbeite ich nur Stundenweise um Mittags für meine Kinder da zu sein.

Man muss sich eben entscheiden was man will.
Mir war immer die Familie wichtiger.

Ich habe es meinen Eltern erst vor wenigen Tagen gesagt-lieber hätte ich Eltern gehabt die für mich da gewesen wären als in nem eigenen Haus zu leben...

Und was hatten meine Eltern von ihrem Leben?
Nichts. Schuften, schuften, schuften und am Ende steht ein abbezahltes Haus das niemand erben will...

LG Mona

Beitrag von seikon 21.01.11 - 12:02 Uhr

Ja, das ist es eben. Und das möchte ich nicht. Klar haben wir auch schon das eine oder andere Mal drüber nachgedacht, ob wir nicht Eigentum kaufen sollen.

Aber es spricht einfach so viele dagegen.
Wenn bei mir was kaputt geht, dann schreibe ich meinen Vermieter an und der repariert das dann. Für mich entstehen keine (oder sehr sehr geringe) Kosten und ich muss mich nicht drum kümmern.
Wenn ein Mangel entsteht, dann kann ich die Miete entsprechend kürzen. Versuch doch mal als Häuslebauer der Bank geschmeidig zu machen, dass du die Rate nicht mehr zahlst, weil das Dach undicht ist.
Wenn ich meinen Job verliere oder berufsbedingt umziehen muss, dann kündige ich einfach mit 3 Monaten Kündigungsfrist und ziehe um.
Wenn man dann nicht grad sehr viel EK hat sind die Raten sehr hoch und/oder die Laufzeit sehr lang. Und solang ist es ja nix eigenes, denn solang die letzte Rate nicht gezahlt ist gehört das Haus ja der Bank mit.

Dann die ganzen Zinsen, die man an die Bank zahlt. Da kann ich über 20 Jahre für zur Miete wohnen, ehe ich auch nur einen Cent vom eigentlichen Kredit getilgt habe.


Was für mich aber am wichtigsten ist ist der folgende Aspekt:

Wenn man jung ist und Kinder hat, dann braucht man eigentlich am meisten Geld für sich selber. Kinder kosten nunmal bis zum 18. Lebensjahr sehr viel Geld. Ist so. Im Alter sind die Kinder aus dem Haus und für sich selber braucht man dann wieder weniger Geld.

Wenn man aber ein Haus kauft oder baut, dann muss man erst mal sehr viel Geld ausgeben bis der Kredit abbezahlt ist.

Das heißt das ganze kollidiert total. In der Zeit, wo man das meiste Geld für sich selber bräuchte geht das Geld aber fürs Haus drauf. Und wenn das Haus dann abbezahlt ist und viel Geld da wäre braucht man das nicht mehr, weil die Kinder aus dem Haus sind.
Und meistens ist das Haus dann für einen selber viel zu groß und macht nur unnötig Arbeit. Man will es dann aber auch nicht wieder verkaufen, weil man ja schließlich seinen Kindern was hinterlassen will (saublöder Gedanke).

Ich möchte einfach nicht, dass sich in den nächsten 30-40 Jahren alles nur ums Haus, ums Haus erhalten und ums Arbeiten fürs Haus dreht und das eigentliche Leben zu kurz kommt.

Beitrag von fuxx 21.01.11 - 11:47 Uhr

vollkommen recht hast Du!
Ich wundere mich auch immer über die Leute, die ein Haus haben, der Mann aber Alleinverdiener ist und auch nicht gerade einen Vorstandsposten bekleidet. Wie die das machen ist mir unerklärlich.

Ich würde mir niemals ein Haus anschaffen wenn ich dafür die nächsten 25 Jahre auf alles Schöne verzichten müsste.
Dinge wie Elternzeit, Arbeitslosigkeit, Arbeitsplatzwechsel werden von vielen Hauskäufern meines Erachtens gar nicht berücksichtigt.

Wenn ich mir ausrechne, wie viel Geld ich bei einem Hauskauf an Zinsen zahlen muss, wird mir regelmäßig schlecht.
Mein Freund und ich haben uns mittlerweile dazu entschieden, bis zur Rente günstig zur Miete zu wohnen. Ein Mietverhältnis ist i.d.R. binnen 3 Monaten kündbar - so kann ich mich sehr flexibel auf neue Lebensabschnitte (Arbeitslosigkeit, Arbeitsplatzwechsel etc.) einstellen.
Das Geld, was ich jetzt schon in einen Hauskauf investieren würde, legen wir gut verzinst beiseite.
Wenn wir dann endlich das Rentenalter erreicht haben, kaufen wir uns eine tolle Immobilie, die von der Größe her zu uns passt und zahlen dann gleich in BAR.
Somit können wir zum Rentenbeginn ebenfalls mietfrei wohnen, haben aber in den nächsten 30 Jahren keine finanziellen Verpflichtungen.

Beitrag von willnix 21.01.11 - 13:10 Uhr

"Wenn ich mir ausrechne, wie viel Geld ich bei einem Hauskauf an Zinsen zahlen muss, wird mir regelmäßig schlecht. "

Na ja, wenn ich bedenke, wieviel Geld man für Miete aus dem Fenster wirft und im Endeffekt nix davon hat........
Hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich denke mal, eine perfekte Lösung für alle gibt es nicht. Muss man immer Fallbezogen betrachten.
Ich z.B. würde nie wieder in eine Etagenwohnung ziehen. Dafür genieße ich viel zu sehr die Freiheiten, die mir mein Resthof bietet. Okay, wir hatten damals das Glück, ihn recht günstig erwerben zu können, so dass ich die lfd. Kosten allein bestreiten kann. Insofern konnte sich meine Frau auch um unsere Kinder kümmern, und wir müssen nicht auf alles Schöne verzichten.
Der Nachteil ist halt, dass ich jeden Tag 80 km (eine Strecke) zu Arbeit fahren muss. Aber dafür wohne ich so, wie andere Leute Urlaub machen.
Aber wie gesagt: DIE Patentlösung gibt es nicht.

Beitrag von seikon 21.01.11 - 13:23 Uhr

"Na ja, wenn ich bedenke, wieviel Geld man für Miete aus dem Fenster wirft und im Endeffekt nix davon hat........ "

Naja was hast du denn von einem Haus, für das du 10 Jahre abbezahlt hast, und das dann zwangsversteigert wird, weil du die Raten nicht mehr stemmen kannst wegen Trennung o.ä.?
Meistens geht das dann mit dem finanziellen Ruin einher.
Dann hat man schön Kohle für Reperaturen/Renovierungen usw. rein gesteckt. Hat sich jahrelang krumm gemacht und steht oftmals ohne Haus aber einem riesen Schuldenberg da.

Ich sehe es nicht so, dass ich bei Miete etwas aus dem Fenster werfe ohne was davon zu haben.
Mit meiner Miete ist alles abgegolten. Wenn die Heizung kaputt ist, dann interessiert mich das nicht die Bohne, wie der Vermieter das wuppt.
Und wenn er nicht in den Pott kommt, dann kürze ich die Miete.

Bei einem Haus habe ich eben die Kosten für die Reparatur und muss trotzdem weiter die Raten an die Bank zahlen. Das interessiert die Bank doch nicht, was bei mir dann kaputt geht.

Wir machen es auch lieber so, dass wir günsitg zur Miete wohnen und lieber ordentlich sparen. Wenn wirklich eine Notlage kommt, dann haben wir jederzeit einen komfortablen Notgroschen. Und wenn keine Notlage kommt, dann haben wir im Alter so viel Geld zur Verfügung, dass wir uns dann eine angemessene Immobilie kaufen können ohne groß finanzieren zu müssen.

Beitrag von willnix 21.01.11 - 13:37 Uhr

Komisch, wieso wird man hier immer "angegriffen", wenn man mal anderer Meinung ist??????
Ich habe hier für mich gesprochen und auch ausdrücklich betont, dass man den Einzelfall betrachten muss.
Für mich ist Miete nun mal Geld, wo ich außer einem Wohnrecht keinen realen Gegenwert erhalte bzw. mir einen Wert erschaffe.
Bei mir ist es nun mal so, dass die gesamten lfd. Kosten für das Haus in etwa dem entsprechen, was ich vorher an Miete gezahlt habe. Klar, ab und zu investieren wir auch noch mal zusätzlich ins Haus. wie z.B. in einen Kaminofen mit Heizungsunterstützung. Aber dadurch senke ich meine Heizkosten. Das würde ich in einer Mietwohnung nie tun.
Und noch einmal: Ich spreche hier für mich und meine Situation.



Wenn es für Dich anders in Ordnung ist: Klasse. Das ist dann eben Dein Ding. Ach ja.... und eine Mietwohnung muß man nicht renovieren und keine Klein-Reparaturen bezahlen????

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