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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von arwen-berlin 21.01.11 - 14:24 Uhr

Mein bester Freund hat sich von seiner Frau getrennt. Er verdient mit Kindergeld im Monat 2700,00€ netto. Sie haben zwei Kinder ( 3 und 8 Jahre alt). Sie arbeitet gar nicht. Alle sind privat versichert. Nun meine Frage.

Er bekam heute von seiner Frau die Aufforderung ihr neben den Kindergeld 1440,00€ Unterhalt zu zahlen. Ich weiß aber das ihm 950,00€ selbstbehalt bleiben. Nun muss er sich ja davon noch privat Krankenversichern. Er soll nun von den Geld was er übrig hat, alle Versicherungen weiter bezahlen. Sie hat eine Lebensversicherung und die private KK für sie und die Kinder 220,00€.

das kann doch aber nicht sein,oder? Was bleibt ihm denn dann noch zum Leben?
Und die private KK wird die vorher von den eigentlichen Netto abgezogen?

Ich kann mir nicht vorstellen das sie von den 2700,00€

184,00€ Kindergeld für Kind 1
184,00€ Kindergeld für Kind 2
1440,00€ Unterhalt
220,00€ private KK für seine Kinder und sie
160,00€ für Lebensversicherung sie
und 150,00€ private KK für ihn bezahlen muss.
dann bleiben ihm ja zum Leben nur noch

362,00€

wer kennt sich etwas aus damit?

lg steffi

Beitrag von windsbraut69 21.01.11 - 14:31 Uhr

Warum Kindergeld?
Die Versicherung für sich muß sie dann von ihrem Unterhalt zahlen aber über den Daumen sind 1400 Euro Unterhalt für Frau und Kinder m. E. nicht so abwegig.

LG

Beitrag von arwen-berlin 21.01.11 - 14:37 Uhr

weil in den 2700,00€ das Kindergeld mit drin steckt.

Beitrag von kruemlschen 21.01.11 - 15:32 Uhr

Dein Freund sollte sich schleunigst an einen Fachanwalt für Familienrecht wenden.

K.

Beitrag von gr202 21.01.11 - 16:06 Uhr

War seine Frau schon beim Anwalt? Oder hat sie sich diesen Betrag selber ausgedacht?

Das Kindergeld steht der Mutter zu, da die Kinder bei ihr wohnen, allerdings darf er den halben KG-Betrag beim Unterhalt (DDF-Tabelle) abziehen.

Wie hoch ihr Unterhalt ist, legt ein Anwalt fest. Ich meine, daß seine PKV-Beiträge zuerst abgezogen werden, ihre Versicherungen zahlt natürlich sie selber.

Er muß auf jeden Fall zum Anwalt.

Gruß
GR

Beitrag von parzifal 21.01.11 - 17:17 Uhr

Ohne mich damit auszukennen kann ich sagen, dass diese Berechnung nicht stimmt.

Das Kindergeld erhält ja die Mutter und wird beim Unterhalt berücksichtigt.

Das Netto verringert sich also schonmal um 368 EUR.

Abzugsfähig ist auch die Krankenkasse und ich glaube auch die Altersvorsorge (falls er selbständig ist).

Und dann muss ja immer der Selbstbehalt übrigbleiben.

Gruß
parzifal

Beitrag von hedda.gabler 21.01.11 - 17:20 Uhr

Hallo.

Also, das lässt sich alles ja recht einfach ausrechnen...

Das Kindergeld steht nicht ihm zu, sondern der Mutter, bei dem die Kinder leben. Damit bleibt ein Netto-Einkommen von 2.332 Euro.

Unterhalt (Kind 3 Jahre) laut Düsseldorfer Tabelle: 365,- abzgl. hälftiges Kindergeld in Höhe von 92,- = 273,-

Unterhalt (Kind 8 Jahre) laut Düsseldorfer Tabelle: 419,- abzgl. hälftiges Kindergeld in Höhe von 92,- = 327,-

Er muss zusätzlich die private Krankenversicherung für die Kinder tragen:
http://www.rechtsanwalt-news.de/familienrecht/unterhalt-und-private-krankenversicherung/

Wenn ich jetzt mal seinen Selbstbehalt von 950 um die 150,- seiner eigenen privaten KK erhöhe, wären wir bei 1.100,-.

Da er den Unterhalt plus die Krankenversicherung für die Kinder voll tragen kann und trotzdem leistungsfähig ist, bleibt auch was für seine Frau.

Und somit ein Gesamtbetrag von ca. 1.232 Euro, den er zu zahlen hat.
Und, wie gesagt, das Kindergeld steht ihm nicht zu, da hat die Ehefrau recht.

So oder so, ist er ruiniert.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von zwiebelchen1977 21.01.11 - 20:17 Uhr

Hallo

Wenn die beiden verheiratet warenund sie nicht gearbeitet hat, hatte er sicherlich die Steuerklasse 3, oder?

Somit verringert sich dann sein Netto. Davon muss er dann noch das KIndergeld abziehen uns seine PKV. Auch die private Altersvorsorge und berufsbedingte Aufwendungen kann er noch abziehen.

Das Netto, was dann bleibt, wird für den Unterhalt herangezogen.
Die PKV muss er weiter zahlen, aber nur für die Kinder, zusätzlich zum Unterhalt. Die Frau muss ihre selber zahlen.



Bianca

Beitrag von arkti 21.01.11 - 21:00 Uhr

Warum soll er ihre Lebensversicherung zahlen?
Die ist ja wohl nicht zwingend notwendig.
Komische Träume hat die Frau.