Sprache, soziale Kontakte.Habe ein problem...Hat jemand Erfahrung??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von monika13 21.01.11 - 15:19 Uhr

Hallo Ihr Lieben.

Ich bräuchte unbedingt Eure Erfahrungen, und Meinungen....

Mein Kind war Sprachverzögert( ist zwar immernoch, aber da sind rassante Vortschritte passiert), geht in die Kita und hat einen I-Platz...halt wegen seine Verzögerung.

Er hat halt seine defitziete im Bereichen Soziale Kontakte ....aber im bezug zu den Kindern..

Der ist sehr offen, geht auf die Erwachsenen zu, auch auf die kleinen babys....spricht sie an, redet mit denen.

Anders ist es bei den Kindergartenkindern....er spricht die von alleine nicht an, er spielt mit den nicht....ausser einer ihm fragt, zb..."spielen wir mit dem Luftbalon??".....sagt er dann "ja"

Er braucht viel Begleitung, ANREGUNG von Aussen....er weisst einfach nicht, wie, was er in bestimmten Augenblick sagen, reagiernen, oder machen soll.....
Die Erzieher arbeiten dadran, Ergotherapeutin auch......
aber ich frage mich DAUERND, ob es einfach Frage der zeit ist....., ob jemand von Euch so was kennt, und wie sich das ganze bis heute entwickelt hat.

Bitte um die antworten .

Ganz liebe grüsse
Moni :-))

Beitrag von girl08041983 21.01.11 - 15:36 Uhr

Hi Moni,

ja das kenn ich. Mein Großer ist auch Sprach- und Entwicklungsverzögert, leider musste er öfters negative Erfahrungen machen und wurde dann "schüchtern".

Mittlerweile hat sich bei ihm das sowie seine Behinderung gebessert. Nächsten Monat hat er Geburtstag, bin mal gespannt ob er wen einladen möchte und im Sommer kommt er in die Schule.

Lg

P.s. einen richtigen Freund hat er seit paar Monaten, da sein anderer zur Schule kam und er eben zurückgestellt wurde

Beitrag von lyss 21.01.11 - 16:15 Uhr

Also, mein Grosser war (und ist) nicht entwicklungsverzögert oder sprachverzögert. Gerade im sprachlichen Bereich liegt seine Stärke.

ABER: er hatte immer Probleme im Umgang mit etwa gleichaltrigen Kindern. Gerade das hier: "er weisst einfach nicht, wie, was er in bestimmten Augenblick sagen, reagieren, oder machen soll..." kenne ich sehr gut von ihm. Mit Erwachsenen oder älteren Kindern hatte er nie Probleme.

Jetzt ist er 5,5 Jahre alt und es hat sich sehr verbessert. Oh sicher, eine "emotionale Unreife" ist noch vorhanden (laut Erzieherin, was aber nicht dramatisch ist) - aber ehrlich jetzt, wenn man mit 5 nicht mehr unreif sein darf, wann dann? ;-)

Das hat sich alles im Laufe der Zeit entwickelt - wir und auch die Erzieherinnen sind halt eben auf seine "Schwäche" eingegangen (so wie sie bei anderen Kindern auf deren Schächen eingehen) und das hat gereicht.

Ergotherapie wird ihm schon nicht schaden - aber ich würde sagen: mach' dir keinen Kopf. Er bekommt Unerstützung - er schafft das schon.

LG,
Lyss

Beitrag von bine3002 21.01.11 - 16:44 Uhr

Ich kenne natürlich dein Kind nicht. Aber grundsätzlich bin ich sehr misstrauisch, wenn so kleinen Kindern schon Sprach- und Entwicklungsverzögerungen diagnostiziert werden, denn erfahrungsgemäß verwächst sich vieles ganz von alleine. Und zwar völlig ohne Therapeuten.

Dass ein 3jähriges Kind noch nicht unbedingt mit allen Finessen des sozialen Umgangs vertraut ist und deswegen erstmal eher beobachtet anstatt aktiv Kontakt aufzunehmen, halte ich für vollkommen normal. In Entwicklungsbegleitern, die Kindergärten für die Beurteilung der Entwicklung einsetzen, wird der Punkt "Schließt Freundschaften" und "Geht aktiv auf andere zu" erst bei 4 bis 4 1/2 Jahren angegeben: http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.kindergarten-bruenen.de/images/Konzpad-August-2006_img_26.jpg&imgrefurl=http://www.kindergarten-bruenen.de/brd.html&usg=__gI7FToW1QIhCQ3KihTdbzrPtqbQ=&h=1419&w=927&sz=203&hl=de&start=5&zoom=1&um=1&itbs=1&tbnid=VADkrdlj7aaFaM:&tbnh=150&tbnw=98&prev=/images%3Fq%3Dgelsenkirchener%2Bentwicklungsbegleiter%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN%26tbs%3Disch:1&ei=tKg5TevWGdT24QaGgbGeCg

Das Problem, was ich bei dieser ganzen Therapierei sehe ist, dass Kindern allzu früh ein Stempel aufgedrückt wird "Du bist nicht normal!" und dass sie sich kaum noch unbeobachtet entwickeln können.

Meine Tochter war letztes Jahr sprachlich auch hinterher, was sogar an ihrem Selbstbewusstsein genagt hat. Das einzige, was ich getan habe war sie beim Ballett anzumelden, wo sie von sich aus gerne hin wollte. Und dadurch ist sie dann selbstbewusster geworden. Sprachlich hat sie im letzten Jahr enorme Fortschritte gemacht und zwar ganz alleine.

Im letzten Jahr wäre sie auch niemals alleine auf andere Kinder zugegangen. Sie wäre nachts auch nie alleine aufgestanden und hätte sich dann wieder hingelegt (etwa weil sie aufs Klo musste). Also kurz gesagt: Allein, was sich in einem Jahr so getan hat ist schon enorm.

Vielleicht solltest Du auch etwas mehr Gelassenheit aufbringen und deinen Sohn einfach mal machen lassen.

Beitrag von nana141080 21.01.11 - 17:06 Uhr

Hi,

mein Großer wird im März 6J.!

Ach was mir nciht alles prophezeit wurde mit ihm....NICHTS ist eingetroffen. Er hat viele Freunde und der kindergartenwechsel von nachmittags auf vormittags und einer Gruppe auf 3 Gruppen haben ihm sehr gut getan.

Mit 3J. hat er sich nichts getraut...jetzt schon seeeehr viel.
Schüchtern wird er immer bleiben. bzw. introvertiert. Aber das ist sein Wesen und auch gut so.

Ganz viele Kinder sind mit 5/6 jahren komplett anders als mit 374Jahren.

LG Nana