Zähne verschieben sich - Zahnspange für Erwachsene???

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von cori0815 21.01.11 - 17:07 Uhr

Seit etwa 1,5 Jahren habe ich immer mehr Probleme mit meinen Zähnen. Nicht Karies ist das Problem, sondern ich habe immer mehr das Gefühl, dass meine Zähne nicht mehr "aufeinander passen".

Etwa seit dieser Zeit wache ich morgens auch völlig gerädert auf, obwohl ich augenscheinlich gut und auch genug geschlafen habe. Meine Zähne/mein Kiefer tun weh, das Kiefergelenk auch, Kopfschmerzen und Nackenschmerzen häufen sich...

Ich bekam vom Arzt im Sommer des letzten Jahres daraufhin eine Beißschiene für Nachts angefertigt, die dafür sorgte, dass mir morgens der ganze Kiefer schmerzte. Ich ließ sie irgendwann weg, weil sie mir mehr Probleme zu bringen schien als mein Problem zu bessern.

Mittlerweile ist es so weit, dass beim Schließen des Kiefers die unteren Schneidezähne dermaßen unter/hinter die Schneidezähne drücken, dass es schmerzt und ich auch kein "Spiel" mehr habe, wenn die Zähne so ineinander "verkeilt" sind. Kauen bereitet mir zunehmend mehr Probleme, einen Faden kann ich schon lange nicht mehr durchbeißen (vor 2 Jahren ging es aber problemlos).

Kann das sein? Ich kann mir das gar nicht erklären? Was kann man tun? Kommt ein kieferorthopädische Behandlung in Frage? Und übernimmt das die Kasse (es ist ja keine ästhetische Korrektur)?

Vielleicht kommt ja jemand aus der Branche und hat Erfahrungen, ich freu mich über eure Antworten.

LG
cori

Beitrag von dodo0405 21.01.11 - 17:19 Uhr

Wurdest du geröngt und was sagt der Arzt zum Thema Weisheitszähne?

P.S. Eine Schiene, korrekt angefertigt, hilft. Wurde dein Kiefer korrekt vermessen?

Beitrag von cori0815 21.01.11 - 17:25 Uhr

Der Arzt hat - bevor er die Schiene gemacht hat - bei mir 3 Inlays angefertigt und eingesetzt (von denen eines ständig Probleme macht). Bevor er das gemacht hat, hat er geröngt. Die Weisheitszähne unten sind raus, die oben haben bis jetzt augenscheinlich nie Probleme gemacht (was aber ja nicht heißt, dass sie nicht jetzt schieben können...)

Die Schiene wurde nach Abdruck angefertigt. Vermessen wurde der Kiefer insofern nicht, glaube ich (oder hab ich es nicht mitbekommen???).

Was hälst du davon?

cori

Beitrag von dodo0405 21.01.11 - 20:15 Uhr

Normalerweise wird der Kiefer vermessen.

Da bekommst du so einen Metallhut aufgesetzt und musst auf so ein Metalldings beißen. und dann werden links und rechts so Schrauben angezogen. Ist zwar recht unangenehm, soll aber glaub ich die korrekten Kiefermaße beim Aufbiss (und die Kräfte, die sich aufs Kiefer übertragen) wiedergeben, was ja ein Abdruck, der dir bei geöffnetem Mund angefertigt wird, nicht kann.

Beitrag von cori0815 21.01.11 - 21:41 Uhr

Also diese Vermessung wurde bei mir defintiv nicht gemacht, daran könnte ich mich erinnern #schock

Du hast natürlich Recht: so ein Abdruck bei geöffnetem Mund gibt ja nicht wieder, wie die Zähne aufeinander Druck ausüben. Und das genau scheint ja mein Problem zu sein.

Ich werde also Montag mal meinen Zahnarzt kontaktieren. Macht das denn überhaupt jeder Zahnarzt? Oder sind das Spezialisten?

LG
cori

Beitrag von dodo0405 21.01.11 - 23:43 Uhr

Bei mir hat es mein nomaler Zahnarzt gemacht+

Beitrag von schwilis1 21.01.11 - 20:12 Uhr

ich hätt auch sofort an weisheitszähne gedacht.

nebenbei fällt mir noch ein... gerade wenn ich lese von wegen der ganze kiefer schmerzt etc nach dem aufwachen

WIE geht es dir? Bist du super glücklich und zufrieden? belastet dich was.
ich wach nur mit kieferschmerzen auf wenn es mir momentan eh schlecht geht. dann ist da alles die ganze nacht angespannt und verkrampft

Beitrag von cori0815 21.01.11 - 20:33 Uhr

Nee, mir gehts eigentlich gut. Probleme habe ich nur die üblichen, aber ich würde es eher die Alltags-Problemchen nennen, also nichts wirklich problematisches. Also sowas wie "Die Kinder haben schon wieder einen Schnupfen" und "Mensch, ich müsste unbedingt mal die Küche wischen, aber ich schaff es einfach nicht." Du siehst: nix, was eine Frau aus den Fugen haut.

Und die "Problemchen" hab ich ja auch schon ein paar Jährchen mehr. Die Zahnproblematik ist ja eher frisch. Eigentlich hat sich meine "Problem-Situation" (wenn man da so nennen kann) seitdem eher entspannt als verschärft.

Mit der Anti-Knirsch-Schiene hätte es ja abgefangen werden sollen, aber eben damit fingen ja die langfristigeren Probleme erst an.

LG
cori

Beitrag von alana 22.01.11 - 19:51 Uhr

Hallo Cori!
Dein Beitrag hätte von mir kommen können. Nachdem an verschiedenen Zähnen was an den Füllungen gemacht wurde, stimmte mein Aufbis nicht mehr. Meine unteren Schneidezähne stiessen plötzlich beim Kauen an die oberen, weil die Füllungen zu tief waren, und der Biss nun auch. Ich war im letzten Jahr bestimmt 40 mal beim Zahnarzt. Meine Zähne wurden eingeschliffen, aber alles wurde nur noch schlimmer.Die schmerzen waren mal an dem Zahn, dann wieder an dem. Dann wurde ich auf CMD behandelt. Am besten du googelst das mal.
Es wurde eine Kiefergelenksdiagnostik gemacht, Aufbissschiene, Physiotherapie für das Kiefergelenk, dann wurde mein Biss erhöht.
Jetzt bin ich sozusagen austherapiert, meine Schmerzen sind aber nicht weg. Ein unterer Schneidezahn drückt immer noch gegen den oberen.Das stört furchtbar, ich mache da auch den ganzen Tag unbewusst dran rum.
Ich denke, eine Genaue Bissvermessung könnte bei dir sinnvoll sein, vielleicht stimmt die Höhe deiner Inlays nicht.
LG Alana

Beitrag von cori0815 24.01.11 - 16:26 Uhr

hi Alana!

Das ist ja interessant: ich habe ja schließlich auch - bevor die Problematik anfing, 3 Inlays bekommen, die auch sehr flächig die Oberfläche des Zahns bedeckten.

Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass es an der Höhe der Inlays liegt. Aber selbst drauf gekommen bin ich nicht.

Ich werde auf jeden Fall jetzt mal meinen Zahnarzt kontaktieren, um mit ihm die Sache zu besprechen.

Warst du weiter bei deinem "normalen" Zahnarzt in Behandlung oder hast du dir einen Spezialisten gesucht? Und wer IST ein Spezialist (wodurch zeichnen sich die aus?).

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Beitrag von alana 25.01.11 - 09:44 Uhr

Hallo!
Ich war zuerst bei meinem normalen Zahnarzt, und habe dann zu einem anderen gewechselt, weil der in diesem Gebiet mehr Ahnung hatte. Letztlich hat mir der dann nach Monatelanger erfolgloser Behandlung zum Zahntechnikermeister geschickt, dort wurde die Kiefergelenksdiagnostik dann gemacht.
Es gibt auch Zahnärzte, die sich auf sowas spezialisiert haben.Ist allerdings eine kostspielige Angelegenheit. Die Krankenkasse übernimmt das nicht. Mit Bissvermessung, Schienentherapie, und dann anschliessende Korrektur an den Zähnen, sind da zwischen 2 und 3 tausend Euro weg.
Ich quäle mich auch seit einiger Zeit damit herum, doch zu einem Spezialisten auf diesem Gebiet zu gehen, weil ich eben immer diese Schmerzen in den oberen Frontzähnen habe, oft auch nach dem Essen. Aber das ist so furchtbar teuer. Ich habe mitlerweile glaub ich schon leichte Depressionen wegen der Sache. Den ganzen Tag hab ich meien Zähne im Kopf..... furchtbar.
LG Alana

Beitrag von cori0815 25.01.11 - 10:49 Uhr

#rofl#rofl#rofl

hi Alana!

sorry, ich muss gerade furchtbar lachen, weil du schreibst "den ganzen Tag habe ich meine Zähne im Kopf". UND DAS IST GUT SO, finde ich. Denn da gehören sie ja auch schließlich hin ;-) Hättest du sie nicht mehr im Kopf, würde es noch teurer werden, hihi. Aber Vollprothesen werden ja von der Kasse übernommen, sind ja auch günstiger als einzelne "Ersatzteile".

Ich habe die Hoffnung, dass meine KK (privat) ein bisschen was übernimmt. Aber sicher bleibt noch so viel übrig, dass der Sommerurlaub dieses Jahr etwas dürftiger ausfällt.

Lg
cori