PID - Eure Meinungen?

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Beitrag von 2froesche 21.01.11 - 18:57 Uhr

Hallo,

mich würden mal Eure Meinungen zur Präimplantationsdiagnostik interessieren. Sollte es erlaubt sein und wenn ja, warum und in welchem Unfang?
Sollte es verboten bleiben und wenn ja, warum?

Liebe Grüße,

2froesche

Beitrag von nordengel 21.01.11 - 19:10 Uhr

Hi,

ich bin grundsätzlich dafür. In dem Sinne, als dass man kranke Embryonen (sind das dann schon welche oder wie heißen sie in dem Stadium?) nicht einsetzt, um den Eltern eine evtl. Fehl- oder Totgeburt oder einen schweren Pflegefall und die damit verbundene seelische und körperliche Belastung zu ersparen.
Auswahl nach Geschlecht lehne ich aber auch ab.

VG! Andrea

Beitrag von angeldragon 21.01.11 - 19:16 Uhr

ich bin dafür da ich nicht gerade für abtreibung und schon gar nicht auf grund von behinderungen bin

den so kann eindeutig ausgeschlossen werden ob die babys krank werden und die spätere frage nach leben oder tod im falle einer behinderung stellt sich erst gar nicht

intresant wäre auch dieser artikel zum thema reprudoktions medizin da ich auch dafür währe bei künstlicher befruchtung nur einen ebryo (heist er dan schon so??) einzupflanzen http://www.mehrlinge.com/Reduktion/dreisind1zuviel.pdf (sehr langer artikel es lohnt sich)

Beitrag von geli0178 21.01.11 - 19:22 Uhr

Hallo,

ich bin dafür wenn es zum Ausschluss von schwerwiegenden Krankheiten und Behinderungen dient. Ich hatte als Kind Kontakt zu zwei geistig behinderten Kindern und Jugendlichen. Einer dieser Menschen war (ist?) so schwer körperlich und geistig behindert, das ein Leben ohne dauerhaft fremde Hilfe nicht möglich war und ist. Der Familie wäre dank PID vielleicht geholfen. Damals gab es das noch nicht, aber wenn Familien in einer ähnlichen Situation geholfen wird dann finde ich das gut.

VG Geli

Beitrag von sabrina1980 21.01.11 - 19:33 Uhr

#sonne

mmhhh...bis vor kurzem hatte ich noch eine andere Meinung...das hat sich dann geändert als ein Bericht im Fernsehn dazu gezeigt wurde.

Es sollte in gewissen Maße erlaubt sein...schlimmer ist es für eine Frau wenn sie später vor der Entscheidung steht...abtreiben oder nicht.

Was ich nicht verstehe ist...PID ist verboten...aber in Falle einer Behinderung des Fötus- da kann man jederzeit einen abbruch vornehmen....hmmmm....schlimm#gruebel

lg
Sabrina

Beitrag von angeldragon 21.01.11 - 19:37 Uhr

mehr als schlimm aber nicht zu ändern #schwitz

Beitrag von candy84 21.01.11 - 20:57 Uhr

Hallo!


Ich hab vor kurzem einen ausfürlichen Artikel darüber gelesen. Ich finde es gut, das es verboten ist und hoffe, das es auch so bleibt. Denn wenn es erlaubt ist, wo setzt man die Grenze? Es wird dann auch Eltern geben, die unbedingt wollen, das es zb. ein Junge wird. So ein eingreifen in den natürlichen Lauf der Dinge, finde ich abstossend. Vorallem in China werden extrem viele Mädchen abgetrieben.

Man stelle sich folgene Situation vor: Zwei Freundinnen sind gleichzeitig schwanger. Die eine hatte vorher eine PID und die andere nicht. Die Frau mit der PID bekommt ein gesundes Baby und die andere ein Baby mit Down-Syndrom. Es kann mir keiner erzählen, das sich die Mutter mit dem behinderten Baby nicht auch fragt, ob sie eine PID hätte machen lassen sollen. Was aber auf keinen Fall heisst, das sie es weniger liebt!




LG Candy

Beitrag von allyl 21.01.11 - 21:08 Uhr

Hallo Candy,

Du kannst wohl die Situation in China (1-Kind-Politik) nicht mit der in Deutschland vergleichen.

Ich kann mir wirklich absolut nicht vorstellen, dass man hier die PID "aus Spaß" macht. Sie wird ja auch nur im Rahmen einer künstlichen Befruchtung durchgeführt. Wenn ein Paar schon diese Belastung der KB auf sich nimmt, dann hat es meistens schon einige schwere Schicksalsschläge hinter sich. Die Frage, ob das Kind dann ein Mädchen oder ein Junge (oder gar wie in Horrorszenarien ausgeführt blond oder dunkel, braun- oder blauäugig) wird, ist für ein ungewollt kinderloses Paar nicht nur zweitrangig, sondern absolut irrelevant.

Dieses Paar hat Probleme, überhaupt ein Kind zu bekommen, und ich persönlich kann überhaupt nicht verstehen, warum die PID verboten ist, durch die die Wahrscheinlichkeit verringert werden kann, dass die Patientin eine Fehlgeburt erleidet oder das Paar später vor die Entscheidung gestellt wird, ein behindertes Kind abzutreiben (was ja erlaubt ist!).

@TE - ich befürworte die PID bei medizinischer Indikation eindeutig.

LG Ally#klee

Beitrag von sabrina1980 21.01.11 - 21:18 Uhr

#pro So sehe ich das auch...kann mich nur nicht so klar ausdrücken#schein

lg
Sabrina

Beitrag von candy84 21.01.11 - 21:19 Uhr

In Indien gibt es keine 1-Kind-Politik und dort werden auch sehr viele Mädchen abgetrieben, weil sie teurer sind(Mitgift bei der Hochzeit).

Beitrag von allyl 21.01.11 - 21:23 Uhr

Tolle Erkenntnis#augen, und was hat das wiederum mit der Situation in Deutschland zu tun#kratz?

Es geht doch darum, ob PID in Deutschland erlaubt werden sollte, warum argumentierst Du mit Praktiken in Ländern wie China oder Indien?

LG Ally#klee

Beitrag von angeldragon 21.01.11 - 21:23 Uhr

ich ja aber nicht durch die pid methode die angewand wird BEVOR der embryo in den mutterleib gepflanzt wird ;-);-)

Beitrag von sabrina1980 21.01.11 - 21:38 Uhr

Was hat das mit dem Thema PID zutun?

Beitrag von angeldragon 21.01.11 - 21:10 Uhr

grenzen gibt es schon zu wenige und bald keine mehr pid ist in anderen ländern durchaus erlaubt sowie es glaub ich in den usa?? auch bereits möglich ist einen weiblichen oder mänlichen föten zu bekommen wen man genug geld hat ist alles möglich

findest du es besser das die vileicht behinderten kinder dan später wo sie alles mitbekommen abgetrieben werden ??? schließlich wird fast jedes behinderte kind abgetrieben und wen man von vornherein weis das dass entsehende leben krank sein wird ist es einfacher 8 zellen zu vernichten als ein fertiges menschliches leben oder?

und naja china , china ist der inbegriff des grausamen :: zwangsterilisation , zwangsabtreibung , abtreibung ohne einschränkung bis zum tag der geburt und ja besonders abtreibung bei weiblichen föten
aber china ist kein beispiel weder in der hinsicht noch in irgenteiner anderen wir werden niemals gesetze haben wie in china da wir gott sei dank in einem freien land leben mit menschenrechten die auch eingehalten werden

Beitrag von sabrina1980 21.01.11 - 21:15 Uhr

#sonne

Hallo Candy

so wie du, habe ich auch mal gedacht...nun sehe ich das anders (habe auch einen Bericht dazu gesehen)

PID ist (denke ich mal ) nicht zur Geschlechterbestimmung gedacht...wohl eher um gesunde Embryonen vorher auszusuchen und bei der Frau einzusetzen...

...lieber so als hinterher (falls das Kind behindert wird) vor der Entscheidung zustehen abtreiben oder nicht...das darf man dann...finde ich schlimmer.

lg
Sabrina

Beitrag von sneakypie 22.01.11 - 00:22 Uhr

Definitiv pro.
Schon allein, weil eine PID erlauben würde, bei einer Kinderwunschbehandlung nur einen, nämlich den besten Achtzeller einzusetzen - statt zwei oder drei nehmen zu müssen in der Hoffnung, dass sich irgendeiner davon entwickelt und mit dem Risiko, dass einer der Föten wieder totgespritzt werden muss, um die Überlebenschancen für die anderen zu erhöhen.

Und dann gibt's einfach Erkrankungen, bei denen ist es ein Segen, wenn man sie nicht geerbt hat. Morbus Huntington, "Veitstanz", etwa. Da verstehe ich jedes Paar, das lieber eine PID hätte als auf pures Glück zu vertrauen.

Die Frage nach dem Designerbaby stellt sich doch gar nicht, solange die PID nur aus medizinischen Gründen durchgeführt wird.

Gruß
Sneak