Insolvenzverwalterin informieren?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von emma-2011 21.01.11 - 19:09 Uhr

Hallo,

der Vater meines Sohnes zahlt nun seit 2 Monaten keinen Unterhalt mehr. Den Monat davor, hat er mit einem Monat Verspätung gezahlt, nachdem er vom JA ein Lohnpfänungsankündigung erhalten hat.

Nun habe ich Kontaktdaten seiner Insolvenzverwalterin erhalten.
Sollte ich die mal anrufen oder anschreiben? Ihr "Schützling" darf doch in der Insolvenz keine weiteren Schulden machen oder?
Er verdient 1700€ netto.. also auch nicht wirklich wenig finde ich.

Wie würdet ihr nun weiter vorgehen?

Danke emma

Beitrag von cinderella-79 21.01.11 - 20:40 Uhr

Das er in der Insolvenzzeit keine weiteren Schulden machen darf stimmt nicht. Nur werden diese Schulden, die er während der Insolvenzzeit bzw. in der Wohlverhaltensperiode macht nicht in die Insolvenzmasse mit aufgenommen und kommen somit nicht mit in die Restschuldbefreiung. schulden kann er weiter machen, aber wer macht den sowas? Gut, es wird immer ein paar Unbelehrbare geben.

Warum machst Du nicht eine Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung?
Lass ihm doch seinen Lohn dann pfänden, soweit er pfändbares Einkommen hat. Kommt halt drauf an für wieviele Personen er Unterhaltspflichtig ist.

Und das mit den Schulden während der Insolvenzzeit weiß ich ganz sicher da ich leider vor drei jahren auch Insolvenantrag stellen musste, da ich für meinen Mann mich selbständig gemacht habe. Ein großer Fehler.

Wünsche Dir alles gute und viel erfolg wegen dem Unterhalt für Dein Kind.
Mein Exmann zahlt nicht und ich kann auch nicht pfänden da er nicht arbeitet.

Beitrag von schnecki82 21.01.11 - 21:18 Uhr

Hallo!

Komisch ... #kratz

Ich kenne mich mit dem Thema Insolven nicht aus.

ABER:

Warum heißt es Wohlverhaltensperiode, wenn man dennoch vergnügt weiter Schulden machen kann?

Da stimmt doch was nicht ...

LG Sabine

Beitrag von thea21 23.01.11 - 14:21 Uhr

Eine Insolvenz bedeutet, das alle Schulden die gemacht wurden, erst versucht werden außergerichtlich zu "einigen", klaüppt das nicht, läuft die Insolvenz via Antrag an, alle Schulden fließen dort ein.

Niemand kann mehr pfänden, alles Einkommen, was über den Pfändungssatz kommt, wird zur Masse gezogen und an die Gläubiger verteilt, bzw die Verfahrenskosten davon beglichen.

Nach 6 Jahren ist man schuldenfrei, niemand kann mehr beitreiben, von den Gläubigern, die auf der Liste stehen.

Macht man innerhalb dieser 6 Jahre Schulden (neue Schulden), sprich man nimmt einen Kredit auf (was unwahrscheinlich ist), zahlt diesen nicht, kauft ein, zahlt dies nicht, kann dies nicht zur Masse gezogen werden, sondern es sind halt neue Schulden.

Das hat mehrere Auswirkungen.

Auswirkung 1:

Man kann Betrug unterstellen, da man nachweislich nicht zahlungsfähig war (da spielen Zeiträume noch eine Rolle), diesk ann zur Anzeige gebracht werden.

Auswirkung 2: Nach einer Insolvenz kann man nicht direkt in die nächste, hier gibt es eine Sperre von 10 Jahren, nach durchlaufen des Verfahrens, also Beendigung.

Das bedeutet wiederrum, dass alle Schulden die neu aufgelaufen sind, bezahlt werden müssen, beigetrieben werden können, ect. pp.

Man sollte es also trotzdem tunlichst vermeiden, neue Schulden zu machen.

Beitrag von emma-2011 24.01.11 - 10:53 Uhr

Hallo,

die Unterhaltsschulden die er hat sind glaub ich nicht mit in der Insolvenzmasse drin. Sonst würde ich davon ja was zurück bekommen oder?

Was mich ärgert ist, dass er sich ein neues Auto gekauft hat u über Silvester mit seiner Partnerin im Wellnessurlaub war, aber beim Jugendamt angibt, er hätte finanzielle Engpässe u hätte deshalb nicht zahlen können!! :-[

Er kann ja machen mit seinem Geld was er will, aber erst, nachdem er sich um seine Kinder gekümmert hat denke ich.
Glaube, so sieht es auch das Gesetz oder??

Nun hat er zu den über 3000€ Unterhaltsrückstand bei mir noch 440€ Rückstand für die letzten 2 Monate.
Ob er dann nun im Februar zahlt u die kommenden Monate, bleibt abzuwarten.

Beitrag von thea21 25.01.11 - 07:24 Uhr

Ich meine Unterhaltsschulden sind von der Insolvenz ausgenommen, denn dann könnte jeder Vater einfach den Unterhalt seiner Kinder nicht zahlen und beruhigt in Insolvenz gehen.