Vollnarkose, auf was achten ???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von franziny 21.01.11 - 19:27 Uhr

Hallo,
unser Sohn wird nächste Woche operiert, Leistenbruch - angeboren. Jetzt wollte ich mal fragen, wer Erfahrung mit Vollnarkose hat, oder sogar mit Leistenbruch.
Werden die Kleinkinder (knapp 3 Jahre) auch intubiert? Oder bekommen Sie eine Beatmungsmaske? Ist das gefährlich, weil die Kinder da evtl. während der Vollnarkose erbrechen oder Mageninhalt oder Speichel in die Lunge laufen kann (habe ich mal gelesen).
Was gibt es sonst noch zu beachten ? Habe total Schiss !!!

Beitrag von tinaxx 21.01.11 - 19:49 Uhr

Hallo!

Bei einer richtigen Vollnarkose werden die Kinder intubiert. Da sie 12 Stunden vorher nichts mehr essen dürfen, ist der Magen so gut wie leer.

Jede Narkose, jede OP birgt Risiken, über die du vorher vom Chirurgen und Anästhesisten aufgeklärt wirst. Da solltest du deine Fragen und Bedenken äußern, damit du weißt, wie in eurer Klinik verfahren wird.

Viel Glück,
Tina (deren Tochter seit dem zarten Alter von 4,5 Monaten schon etwa 20 Vollnarkosen hatte - ohne Komplikationen!).

Beitrag von zahnweh 21.01.11 - 19:51 Uhr

Hallo,

ich wurde schon öfter operiert, auch schon als Säugling wegen Leistenbruch.

Zur genauen Art, weiß ich nichts. Als Kind bekam ich oft so einen (Zauber-) oder (Schlummer-)Trank oder eine kleine Spritze, die mich müde machte und ich ab da schon wie benebelt war.

Danach wurde ich erst in den Op geschoben zur Op.

Wegen Erbrechen:

Die Ärzte und Schwestern sagen ganz genau, bis wann man SPÄTESTENS etwas zu sich nehmen darf. Da ist dann aber auch Schluss!! Also wenn es heißt um Mitternacht das letzte Mal trinken, auf keinen Fall einfach danach noch was gegeben. Bei jedem Schluck Wasser vorsichtshalber fragen.

Es geht darum, dass der Magen dann leer ist.
Ist noch was im Magen und die Ärzte wissen bescheid (Not-Op) wird z.B. ausgepumpt oder sie reagieren drauf. Gibt man gegen der Anweisung noch was, kann es dazu kommen, wenn sie es nicht wissen.
Jedenfalls war das früher so. Wie das mit den heutigen narkose-Mitteln ist, weiß ich nicht. Eher schwächer.

Aber besser lieber einmal mehr fragen.

Wie lange man vorher nichts essen darf hängt vom Alter des Kindes ab (kleinere dürfen ggf. noch mal etwas trinken, bei Älteren erwartet man eher, dass es auch so geht).
Und auf wann die Op geplant ist. Ob gleich als erstes in der Früh oder erst gegen Mittag. Wobei kleinere oft eher früher dran kommen ;-)

Im KH findet meist noch ein Gespräch mit der/m Anästhesisten/tin statt. Da alle Fragen stellen, die dir wichtig sind (Notizzettel machen. Notizzettel sortieren - wichtigste Fragen zuerst. Manche beantworten sich schon im Gespräch).

Gute Besserung.

Beitrag von schnuffel0101 21.01.11 - 20:04 Uhr

Das mit dem Erbrechen kann eigentlich nur passieren, wenn das Kind nicht nüchtern ist. Du bekommst aber Vorgaben, wie lange vorher nichts mehr gegessen werden darf.
Ich denke schon, dass intubiert wird. Mein Sohn hatte letztes Jahr eine sehr kurze OP (15 Minuten) und ist dabei intubiert worden.
Ich habe mir auch tierische Sorgen gemacht. Es ist natürlich nicht schön,wenn man sieht dass das eigene Kind in Narkose gelegt wird. Nimm vorher Baldrian, das hilft. Hab ich auch gemacht. Du darfst Dein Kind nur nicht Deine Angst merken lassen, das überträgt sich. Ist sehr schwer, aber man ist in dem Moment stärker als man selber glaubt.
Ich musste allein im letzten Jahr 3 OP´s mit meinen Kindern hinter mich bringen. Zwar keine rieisigen Sachen, aber alles mit Vollnarkose.
Mehr fällt mir jetzt gerade nicht ein.
Wünsche Euch alles gute, es geht schon alles gut.

Beitrag von sweety1988 21.01.11 - 20:33 Uhr

Hallo,

mein Sohn wurde vor ein paar Monaten in vollnarkose operiert, und wird es nächste woche noch einmal :(.

Ob er intubiert wurden ist, weiß ich garnicht, erhlich gesagt #kratz

Aber vorher wird gesagt ab wann er nicht mehr essen darf (bei ihm war es am abend davor).

Wichitg finde ich (was du auch nachfragen solltest):

-ich durfte bis er eingeschlafen ist bei ihm bleiben
-bevor er aufwacht zu ihm
-er hat vorher die stelle mit "zauberpflaster" betäubt bekommen wo die Kanüle gesetzt wird


Mir hat der Arzt gesagt, die kinder wachen so wieder auf wie sie eingeschlafen sind, bei mir war es schreiend (*heul*) aber ich denke es lag absolut an meiner unruhe, denke das hat irgendwie auf ihn übertragen!

Ein Risiko ist jede Op, aber was sein muss muss wohl sein :(

Wünsche dir ganz ganz viel ruhe und geduld und das der kleine das gut übersteht!

Liebe Grüße

Beitrag von mille78 21.01.11 - 20:50 Uhr

Hallo,

ich bin Anästhesiefachschwester. Bei einer Leistenbruchop werden die Kinder meisten intubiert. Die Kids erbrechen während einer Narkose nicht, da sie tief, fest und schmerzfrei schlafen. Du solltest probieren so ruhig wie möglich zu sein. Die Kinder spüren die Aufregung und dann hat das Anästhesieteam ein unruhiges Kind.
Selbst wenn man sich für eine sogenannte Laryngsmaske entscheidet, ist es kein Problem. Die Dinger würde es nicht geben, wenn man ständig damit Komplikationen hätte (ausserdem haben sie den Vorteil, dass die Kinder in der Regel keine Halsschmerzen haben). Das Anästhesieteam weiß schon was sie tun.

LG
mille78

Beitrag von schnuffel0101 21.01.11 - 21:56 Uhr

Genauso sehe ich das auch. Meine Kinder hatten auch diese Maske auf und das hat super gut geklappt damit.

Beitrag von franziny 22.01.11 - 10:28 Uhr

DANKE für Eure Antworten, das hat mich jetzt schon etwas mehr beruhigt. Bei mir ist es immer so, dass ich vorher wahnsinnig verrückt bin und beim "Vorgang" selber bin ich die Ruhe selbst, also habe ich noch Hoffnung, dass ich wenn´s drauf ankommt wieder ruhiger bin! Danke Danke Danke! Besonders der Anästhesiefachschwester!!!