Sohn (3) im Kiga - - sorry länger....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von leefu 21.01.11 - 20:08 Uhr

Hallo zusammen!

Vielleicht gehts jemandem ähnlich. Ich habe irgendwie das Gefühl, daß mein Sohn (3) nicht so richtig Anschluß findet in seiner Kindergartengruppe. Er ist recht ruhig und steckt eher zurück als daß er sich von vorn herein herumstreitet. Zwar fängt er schon so langsam an, auch sein Recht einzufordern, aber eben noch selten, glaub ich. Und da er nicht wirklich die große Klappe hat, denke ich, er geht oft irgendwie unter und wird von den anderen kaum bemerkt. Vielleicht täuscht es auch, keine Ahnung, aber ich habe oft den Eindruck, daß er nicht wirklich richtige Spielkameraden findet. Noch dazu sind in seiner Gruppe nicht soviele Jungen, sondern mehr Mädchen, die eben eher unter sich sind... Habt Ihr Erfahrungen mit so einer Situation? Wie wars bei Euren Kindern? Ich denke, das gibt sich noch, aber mich würden doch Erfahrungsberichte interessieren...

Das nächste ist, daß eine der zwei Erzieherinnen der Gruppe sehr merkwürdig zu ihm ist. Sie verteilt immer so Spitzen, die er zwar in seinem kindlichen Verständnis nicht mitbekommt. Allerdings erzählt er manchmal, was sie gesagt haben soll und da denke ich dann, ich würde sowas nicht zu meinen Kindern sagen (bin auch Erzieherin in einem anderen Kindergarten). Neulich hat er wohl mal gehustet und hat sich nicht gleich die Hand vor den Mund gehalten und sie hat wohl zu ihm gesagt (sinngemäß), "hier wird niemand angehustet, du kannst zu Hause die Mama anhusten." Auch kann sie ihn morgens einfach nicht richtig begrüßen. Nur mal ein "Hallo" aus der anderen Zimmerecke, das wars. Ich kenne das anders und die zweite Erzieherin macht das auch ganz anders. Sie kommt zu ihm und nimmt ihn in den Arm und begrüßt ihn oder gibt ihm wenigstens die Hand.
Ich habe mir am Anfang erlaubt, viel zu fragen. Was den Tagesablauf angeht, nach der Konzeption, ob es Bastelangebote oder sonstiges gibt usw. Naja, und einmal, kurz nach seinem Start da (letzten Sommer), wollte man ihm ständig irgendwelchen Süßkram geben. (Die haben es sich zur Tradition gemacht, den Kindern vorm Schlafengehen Gummibärchen zu geben - finde das furchtbar, aber inzwischen seh ich drüber weg) Naja, und da mir beim Aufnahmegespräch erzählt wurde, man sei sehr sparsam mit Süßigkeiten, habe ich eben einmal dankend (freundlich!!) abgelehnt, als sie ihm was geben wollte, zumal er damals generell auch keine Gummibärchen gegessen hat. Seitdem ist diese Frau so. Hab ich sie damit wirklich in ihrer Erzieherehre gekränkt? Ehrlich, ich war immer freundlich und nie irgendwie doof zu ihr. Aber fragen muß man doch dürfen. oder? Ich meine, die Eltern, mit denen ich zu tun habe, fragen mich jeden Tag, was die Kids gemacht haben, was ich mit ihnen gemacht habe und alles. Und ich muß sagen, ich finde das gut. Ich mag Eltern, die "mitarbeiten". Ich würde aber auch nie Probleme, die ich vielleicht mit einer Mutter habe, am Kind auslassen. Das finde ich echt ganz schlimm und ich habe den Eindruck, daß sie genau das tut...

So, jetzt hab ich mir meine Gedanken mal von der Seele geschrieben. Meint Ihr, ich sollte mich irgendwem Neutralen anvertrauen (Elternsprecher oder so)? Was wenn es dadurch nur noch schlimmer wird? Oder soll ich es einfach laufen lassen, bis er im Sommer oder so, in die nächsthöhere Gruppe wechselt?

Danke fürs Durchhalten und Antworten!

Beitrag von sillysilly 21.01.11 - 20:22 Uhr

Hallo

mit der Erzieherin - keine Ahnung -
vielleicht machst du mal ein Elterngespräch aus, wo sie dabei ist - einfach um Euch besser kennen zu lernen - zum Austausch - vielleicht kommt ihr Euch da näher. Kein Kritikgespräch beim ersten Mal, wirklich für den Austausch und du bekommst wichtige Informationen über deinen Sohn.
Es ist immer schwierig einzuschätzen, was wer über wen denkt, und welcher Eindruck entsteht.
Vielleicht ist sie vom Typ her schwierig und zu allen Kindern so.

Wegen dem nicht in die Gruppe finden -
einfach viele private Kontakte ausmachen, mit Kindergartenfreunden oder auch andere Kinder.
Private Kontakte helfen deinem Sohn, daß er sich wohler fühlt, Sicherheit gewinnt und noch offener wird. Bekanntschaften aktiv als Mutter unterstützen.

Ich habe immer sofort versucht die Kontakte meiner Töchter zu vertiefen, durch private Einladungen - und aktiv den Aufbau von Freundschaften zu fördern.
Auch habe ich immer geschaut, daß sie Nachmittags soziale Kontakte hat, unabhängig vom Kindergartenalltag. So ist sie freier in den Gedanken, daß sie nur im Kindergarten auf Freundschaften angewiesen ist.

Und macht Euch doch interessant #winke
Lade Spielpartner zu einer Piratenparty ein
oder zum Kuchen backen, Salzteig machen
und ruhig auch Mädchen als Spielpartner in die Überlegung miteinbeziehen

Wenn die Kinder bei Euch mit Euch positive Erfahrungen verbinden habt ihr bald eine Scharr Freunde.


grüße Silly


Beitrag von leefu 22.01.11 - 13:26 Uhr

Danke für die Tips. Ich kenne im Moment eigentlich noch niemanden der Eltern da näher, aber das ändert sich mit der Zeit sicher auch. Und da werd ich das mal im Auge behalten.
Daß man Erziehereltern gegenüber eher kritisch ist, kann ich gut nachvollziehen, auch wenn mir das persönlich total neu ist. Nie drangedacht! Ich habs aber wirklich nie raushängen lassen irgendwie. Im Gegenteil. Ich habe einfach viel gefragt, um rauszufinden, ob man sich eventuell irgendwo einbringen sollte. Weißt Du, so Sachen, die stillschweigend erwartet werden, aber niemand wirklich offen verlangt oder so. Wie man´s macht...#gruebel

Na jedenfalls vielen Dank für Deine Antwort!

Beitrag von sillysilly 22.01.11 - 13:29 Uhr

Hallo

Meiner nach werden Erzieher, Pädagogen, Lehrer - erstmal mit Vorsicht genossen ..... bis man weiß woran man ist ....
.... habe selbst auch schon einige sehr schräge Erfahrungen mit dieser Elterngruppe gemacht .......

Sei einfach wie du bist, offen, interessiert, freundlich und sie werden schnell sehen, daß du kein Typ bist der gleich alles negativ auslegt oder es besser weiß

Grüße Silly

Beitrag von die_eva 21.01.11 - 21:09 Uhr

mal so unter Pädagogen:

Ich habe im Kiga gearbeitet und war kritisch gegenüber Erziehereltern.


Bei meinem Sohn wars nun auch so, dass ich sehr unter die Lupe genommen wurde, wie ich als pädagogin wohl so bin.

Nun sind wir schon das dritte Jahr dabei und es wird langsam besser, was unsere Beziehung zum Kigateam angeht. Ich habe mich einfach eingebracht, wo Hilfe nötig war, aber nicht zu sehr. Mein Sohn ging (bís vor Kurzem) nie gerne in den Kiga, aber an sich war ich mit den Erzieherinnen zufrieden, was sie so gemacht haben. Nicht mit allem, aber manches kann man auch schlucken, wenn die Grundeinstellung stimmt.

Also, kleiner Tipp meinereseits:
Lade andere Kinder ein, mach was mit Eltern aus,
sei nett und höflich, wahrscheinlich ist die Erzieherin nur im Stress und es hat gar nichts mit dir zu tun.

Und wenn ihr Euch besser kennt, dann wird das schon. Sei nicht so kritisch, solange nichts gravierendes vorfällt. (und blöde Bemerkungen a la Husten, sind mit auch schon rausgerutscht. Zwar unqualifiziert, aber menschlich.)

Und auch ich berichte gerne meinen Eltern, was am Tag so war.

Im Kiga meines Sohnes ist die Erzieherin aber nicht so, sie widmet die Zeit (beim Abholen) lieber den Kindern. Ist mir auch Recht, ich brauch die Aufmerksamkeit nicht so, wenn was vorgefallen ist, kann man ja auch wann anders drüber reden.

Eva#hasi

Beitrag von sillysilly 21.01.11 - 21:21 Uhr

Hallo

mal unter uns

ich habe die Höchststufe an Schwierigkeit :-D

Kenne alle Erzieherinnen von Früher :-p
arbeite als Kindergartenleitung im Nachbarkindergarten #schock
und mein Mann ist auch Erzieher #schein

und bin mit der Kindergartenleitung meiner Töchter privat befreundet. #liebdrueck

Also der Spion, der Spione in den Gruppen
meine Töchter gehen nicht in eine Gruppe


Superschön fand ich als die Erzieherin meiner zweiten Tochter zur Leitung ( die weiß nichts von unserer Freundschaft ) gesagt hat:
daß sie selten eine so nette unkomplizierte Familie hatte mit so tollen Kindern #verliebt #winke




Und ja - ich bin bei Erzieher- Pädagogen- Lehrerfamilien sehr vorsichtig, denn die machen oft ganz schön Ärger wenn ihnen etwas nicht paßt, weil sie es ja besser wissen

Und ja - teilweise werden aus dem Platz diese oben genannten Familien bei der Platzvergabe benachteiligt.

Grüße Silly

Beitrag von leefu 22.01.11 - 13:36 Uhr

"Und ja - ich bin bei Erzieher- Pädagogen- Lehrerfamilien sehr vorsichtig, denn die machen oft ganz schön Ärger wenn ihnen etwas nicht paßt, weil sie es ja besser wissen"

Bei uns sind es nie die Lehrer oder Erziehereltern, die Ärger machen. Es sind IMMER diejenigen, die eigentlich von berufswegen null Ahnung von der Kiga-Arbeit und -organisation haben. Echt unglaublich, manchmal.

Beitrag von leefu 22.01.11 - 13:33 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Ich habs grad eben schonmal geschrieben, ich habe nie dran gedacht, daß ich als Erzieherin da irgendwie eher auf der "Abschußliste" (ist gar nicht so hart gemeint, wie´s klingt) stehen könnte. Aber es ist durchaus nachvollziehbar. Ich kenne das selber so nicht. Mir hat das nie was ausgemacht, ob die Eltern Erzieher sind oder nicht. Im Gegenteil, ich würde mir oft wünschen, daß man sich unter Erziehern viel mehr austauschen würde und häufiger jemanden zur Hospitation dabeihaben könnte - auch und gerade von anderen Kindergärten. Einfach, um nicht in der eigenen Soße zu dümpeln, sondern um immer mal neue Überlegungen zur eigenen Arbeitsweise anzustellen. Leider scheinen viele Erzieherinnen da eher die Konkurrenz zu sehen, oder denken, man wolle ihnen Fehler nachweisen oder so. Ich finde das schade, und es entgeht einem auch viel, glaub ich.

Na mal schauen wie sich das entwickelt.
Schönes WE!