Bin ich alleine auf der Welt oder was ist los *leidersehrlang

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von echtfertigimmoment 21.01.11 - 20:10 Uhr

Hallo,

Bitte vorab: Thema nicht wo anderst hin verlegen, möchte gern hier schwarz schreiben, danke.#blume


in letzter Zeit macht mir alles, so wie es ist, schwer zu schaffen.

Ich komme mir oft vor, als wär ich tatsächlich alleine auf der Welt.

Wie das kommt?

Seit meiner Scheidung vor ein paar Jahren ziehe ich meine Kinder alleine groß.
Der Kleine hat praktisch nie einen Vater gehabt, er konnte noch nicht sprechen, als wir Eltern uns trennten.

Nun, alles klappt ansich rein äußerlich hervorragend.
Meine Söhne sind lieb, ich habe trotz langer Familienpause eine tolle Arbeitsstelle erhalten, für die ich auch sehr gekämpft habe.

Ich habe mich nach den vielen Jahren Alleinsein daran gewöhnt, alles selbst in die Hand zu nehmen, ganz egal, ob es um banale Alltagsdinge geht, oder auch wichtigere.
Was die Jungs angeht, ist mein Exmann keine Hilfe, mehr als 14tägig den Kleinen bespassen ist ansonsten zuviel für ihn.

Probleme des Älteren in der Pupertät in den letzten Jahren (und es waren heftige) haben wir, also Junior und ich, gelöst.
Ich wußte so manches mal nicht weiter, hatte Sorgen, Ängste um den Jungen.
Zum Glück hat er nun diese schreckliche Phase überwunden.


Aufgrund, daß ich im Alltag keine Zeit mehr habe, gingen nach und nach wirklich alle Freundschaften kapputt.

Unter der Woche kann ich einfach nicht mehr, die Arbeit ist sehr anspruchsvoll, an manchen Tagen tun mir die Beine vom vielen Laufen dermaßen weh (Plegebereich), ich kann einfach ncht mehr.

Aufgrund dieser Dinge und auch anderer waren wir letztes Jahr in Kur. Hat uns tatsächlich war gebracht, ich kam da auch innerlich gestärkt raus.
Aber das Leben geht halt weiter danach.

Die wenige Zeit, die ich nach dem Arbeiten habe, gestalte ich natürlich mit dem Kleinen. Hausaufgaben kontrollieren, miteinander Spielen, Haushalt in Ordnung bringen, dauermüde dabei.

Was mich wahnsinnig enttäuscht, sind meine Eltern und Schwester.
Gut, meine Eltern sind über 80, aber es kommen so oft Vorwürfe, wenn ich mich mal drei Tage am Stück telefonisch bei ihnen nicht gemeldet habe.
Aber, wenn ich anrufe, passt es oft nicht. "Wir sind am essen, wir schauen grad einen Film", usw.
Ich nehm mir doch auch die Zeit dafür.

Und meine Schwester, die eine gute halbe Stunde von mir weg wohnt, habe ich letztes Jahr sage und schreibe ein einziges Mal gesehen (habe ich angeleiert).
Hatte sie jetzt in den Weinachtsferien eingeladen, damit sie sich keine Umstände machen muß, aber sie wollte nicht.
Ihr würden die Knie wehmachen beim autofahren.
Enttäuschend.

Für Freundschaften reicht mir die Zeit einfach nicht, aber daß man nicht mal auf die eigene Familie zählen kann, ich versteh es nicht.
Z.B.alle wissen, daß ich handwerklich eine Niete bin.
Hier ist ja keiner, der mal eben was repariert, und im Laufe der Jahre liegt natürlich so einiges im Argen.
Sicher, ich könnte einen Handwerker kommen lassen.
Scheitert aber am Geld, mein Verdienst ist leider nicht besonders.
Mein Schwager (Mann meiner Schwester) ist ein begnadetet Handwerker, sie wissen auch von den Umständen hier, aber da kommt nichts.

Ich wäre ja schon glücklich, wenn man sich so alle 6-8 Wochen trifft auf einen Kaffee, aber Schwesterherz hat immer eine neue Ausrede.
Ich bin ihr wohl völlig egal.


Am liebsten würde ich grad den Kontakt mal für eine Weile einschlafen lassen.
Ich ruf hinter allen her, wenn ich mich aber nicht regelmäßig melde, kommt lange nichts oder gar Vorwürfe.

Vielleicht versinke ich derzeit auch im Selbstmitleid, mag gut sein.
Es ist einfach die Summe der Zeit, viele menschliche Enttäuschungen.
Und keiner da aus der Familie.
Niemals würde ich eines meiner Kinder mal so behandeln, sie können immer auf mich zählen, egal wie schlimm es ist, egal ob nachts um halb 3h.

Ach ja, da fällt mir gerade ein: Das wird mir auch zu meinem Nachteil ausgelegt, "ich würde zuviel für meine Kinder machen, das würde sich rächen". So ein Schmarrn.
Diese Aussage macht mich sowas von wütend.


Was ich fragen wollte:
Kennt das jemand von Euch?
Wie kommt Ihr damit klar? Wie geht Ihr damit um?
Also diejenigen, die auch völlig allein auf sich gestellt sind.
Gibts überhaupt noch andere in ähnlicher Situation?









Beitrag von pcp 21.01.11 - 20:53 Uhr

Hallo,

ja, kommt mir irgendwie alles sehr bekannt vor. Ich bin zwar nicht alleinerziehend, aber mein Mann ist auf Montage und ich kämpfe mich halt durch, mit den Kindern, der Ausbildung und dem Job.

Meine Eltern sind ja noch jung (Mitte 50) aber da kommt nicht viel. Wenn sie mal auf meine Kinder aufpassen, werden die vor den TV/Konsole/PC gesetzt und gut ist. Meine Schwester hab ich im letzten Jahr eigentlich nur beruflich getroffen, privat vielleicht 2x?

Keine Ahnung, naja, bei uns gibt es eben keinen familiären Zusammenhalt. Es gab Zeiten da hat mich das sehr traurig gemacht, um nicht zu sagen "aufgefressen". Das war ein sehr schmerzhafter Prozess. Mittlerweile hab ich das akzeptiert und ich weiß wie ich mein Leben (nicht) leben will.

Ich hab gottseidank meinen Freundeskreis und ein sehr harmonisches berufliches Umfeld, daraus bezieh ich schon auch viel Energie. Du solltest unbedingt in Deiner Freizeit unter Menschen gehen um Kontakte zu knüpfen, Deine Familie ist so wie sie ist, die kannst Du nicht ändern.

lg
P.

Beitrag von asimbonanga 21.01.11 - 20:59 Uhr

Hallo,
die Kräfte lassen nach, ganz normal und kein Wunder-du schreibst von einigen Jahren.
Bei mir waren es nur dreieinhalb Jahre, alleine mit drei Kindern.Allerdings konnte ich auf meine Familie zählen.
Vielleicht wäre es an der Zeit deine Akkus aufzufüllen-du brauchst eine Schulter zum Anlehnen und überhaupt ;-)
Es gibt bestimmt Alleinerziehenden Treffs und Single Börsen.
Hast du schon mal an eine neue Partnerschaft gedacht?

L.G.

Beitrag von sunshine1176 21.01.11 - 21:36 Uhr

Hallo,

du bist ganz bestimmt nicht allein auf der Welt! Ich kann dir leider nicht wirklich helfen, stecke nicht in einer ähnlichen Situation, ausser der Sache mit der Schwester, aber da wäre jammern hier in meinem Fall unangebracht.

Aber ich möchte dir Mut zusprechen und dir sagen, lass dich weiterhin nicht unterkriegen, auch wenn es oft schwer ist! Sei weiterhin eine liebevolle Mutter und kämpfe dich weiter durch! Es kommen ganz ganz sicher ganz bald bessere Zeiten!

Es tut mir leid, dass niemand da ist, auf den du zählen kannst! Kannst du nicht vielleicht beruflich Kontakte knüpfen? Dass sich dort eine liebe Freundin findet, die dich ab und zu mal unterstützt? Hast du einen Babysitter, dass du mal etwas nur für dich tun kannst?

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Stärke und schnell bessere Zeiten!

Alles Liebe
sunshine

Beitrag von sunpower1977 21.01.11 - 23:13 Uhr

Hallo!

Es ist sehr grausam, wenn man das Gefühl hat, mit allem allein gelassen zu werden.
Du hast das bisher super gemeistert, sicher manchmal funktioniert man nur, doch es gibt immer die Momente, die einem sehr viel wiedergeben.

Die Welt ist voller Menschen, sicher im Winter verstecken sich viele, aber nicht alle. Versuch soviel wie möglich mit Deinem "Kleinen" unter Menschen zu kommen.

Wenn Dein Sohn irgendwelche Hobbies hat, begleite ihn, so kommt man am besten mit anderen Müttern in Verbindung. Oder lade doch einfach mal seinen besten Kumpel zum Spielen ein, vielleicht hat die Mutter ja auch Lust auf `nen Kaffee.

Wenn Deine Eltern nicht wirklich Interesse an Deinen Kindern haben, dann such Dir evtl. eine Ersatzoma.
Es kann auch helfen, eine Familienberatungsstelle aufzusuchen,dort findest Du jemanden der Dir zuhört und Dir evtl. Tips gibt, auch mal Zeit für Dich zu finden, denn niemand ist in seiner Freizeit nur Vollzeitmami. Man muß nicht warten, bis es gar nicht mehr geht, vielleicht gibt es da ja einen Müttertreff, in dem Du Dich mit anderen austauschen kannst.

Ich habe 2 Kinder und die meisten Kontakte mit Erwachsenen meist über die Kinder und Ihre Hobbies.

Wenn Du morgen frei haben solltest, dann schnapp Dir Deine Kinder und raus aus der Wohnung, denn da fällt Dir scheinbar im Moment die Decke auf den Kopf.

Ich wünsch Dir viel Kraft und bin zuversichtlich, dass es auch wieder bergauf gehen wird.
#blume

Gruß sunpower1977

Beitrag von rosenduft84 22.01.11 - 10:06 Uhr

Mir komt das ganze mega bekannt vor

bei mir is es gleich nur das ich verheiratet bin

aber trozdem meine 3 geschwister plus mama intreseiren sich für mich nicht gar nicht

hab den kontakt abgebochen und zwahr komplet als ich den schrit vor ca 1 jahr gemacht habe geht es mir seither viel besser

ach ja meine mutter is alkoholikerin dazu


sowas brauche ich nicht .würd dir vorschlagen lass die links liegen weiss is schwer du darfst dein leben nicht mit forwürfen oder nicht melden kaputt machen lassen


geh dein weg was die andren tun egal ob familie oder frreunde kann dir herzlich egal sein