soll ich mit meinem kind weiterhin lernen? einschulung dieses jahr.

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von minniewinnie 21.01.11 - 22:47 Uhr

Hallo

Mein Kind kommt dieses Jahr zur schule.

Sie liebt es mit mir zu lernen, sie ist wissbegierig und will alles wissen. es macht ihr freude wenn ich ihr etwas beibringe.
sie will immer das ich ihr aufgaben auf ein blatt papier schreibe und sie löst sie dann, ich kontrolliere dann ob es richtig ist.

nun frage ich mich allerdings ob das richtig ist? ist es ok wenn sie schon aufgaben löst und quasi lernt? nicht das sie sich dann langweilt in der 1. klasse.

mal als beispiel was wir lernen.

Ich schreibe ihr ein A4 blatt mit folgenden aufgaben voll

* 5+4=
* 3+3=
* 10+4=
* 9+ 8=
* 14+6=
* 11+ 8=
* 9-5=
* 12- 8 =
* 18-6 =

USW.

dann solche aufgaben

* 8 + .... = 12
* 12+ .... = 20

USW

und dann machen wir noch nachvolger und vorgänger, also welche zahl vor 12 kommt und welche danach usw.

ich schreibe damit also ein A4 blatt voll, sie setzt sich an den tisch und löst diese aufgaben.
meisst ist immer alles richtig außer mal kleinere fehler wie die zahlen falsch geschrieben (bei der 6 passiert es manchmal noch das sie den bogen falsch rum macht) oder das sie 12 und 21 verwechselt.

was meint ihr: kann ich mit ihr unbedenlich weiterhin solche aufgaben machen oder sollte ich es lassen? wie gesagt, sie möchte das immer von sich aus machen und liebt es wenn sie mir stolz ihre lösungen präsentiert ;-)

Beitrag von engel2405 22.01.11 - 06:52 Uhr

Guten Morgen.

Beim lesen Deines Beitrags kam mir die Frage, ob Du wirklich Interesse an der Antwort auf Deine Frage hast oder ob Du nur hören willst, wie toll weit entwickelt Dein Kind doch ist ...

Warum sollte es Deinem Kind schaden, wenn es jetzt schon Matheaufgaben löst?

Ina

Beitrag von minniewinnie 22.01.11 - 10:07 Uhr

nein das stimmt doch überhaupt garnicht.

aber schön das du mir das frecher weise unterstellst.

jedes kind ist doch anders entwickelt.

mein kind kann dafür andere sachen nicht was gleichaltrige mitunter schon können (schleife binden, hintern abwischen z.b.)

ich wollte lediglich wissen ob es sinnvoll ist diese matheaufgaben jetzt schon zu "lernen" oder ob man besser davon abstand halten sollte damit es in der schule nicht langweilig wird.

mehr wollte ich nicht wissen aber du scheinst die weißheit mit löffeln gefressen zu haben

Beitrag von grizu99 22.01.11 - 07:33 Uhr

Ich würde sie lassen. Mein Kleiner (5) kommt auch zur sSchule und hat ein Lernheft der 1.Klasse mit genau solchen Aufgaben ,was er löst, wenn sein großer Bruder Hausaufgaben macht.

Wenn ich ihn jetzt bremse, kann es sein, das er die lust verliert. Sollt er nachher schon schneller und weiter sein, gibt die Lehrerin ihm Zusatzaufgaben. war bei meinem großen Sohn auch so ;-)

Beitrag von juniorette 22.01.11 - 09:05 Uhr

Guten Morgen,

mein Sohn interessiert sich auch für Rechenaufgaben (und Rätsel allgemein) und das Spiel "welche Zahl kommt vor/nach der ... ?" war zeitweise sein Lieblingsspiel, seit er 4 ist.

Das Argument "das arme Kind könnte sich ja später in der Schule langweilen" zählt für mich nicht, weil die Alternative wäre, dass mein Sohn sich als 4Jähriger langweilt, wenn ich mich weigere mit ihm "Rätsel" (für ihn sind es welche ;-)) solcher Art zu machen.

Und dann könnte es ja auch passieren, dass ein Kindergartenkind, dem man immer wieder sagt "nein, das darfst du erst in der Schule machen", irgendwann das Interesse daran (in diesem Fall Rechenaufgaben) verliert, und sich in der Schule dann weigert, dem Unterricht zu folgen.

Ungewöhnlich finde ich das Verhalten deiner Tochter übrigens nicht. Ich habe genügend Vorschulhefte mit solchen Rechenaufgaben gesehen. Die Hersteller dieser Hefte würden nicht "ab 5 Jahren" drauf schreiben, wenn die Aufgaben nicht grundsätzlich für 5Jährige machbar wären.

Das Eigeninteresse eines Kindes an einer Sache ist ja immer die Voraussetzung dafür, dass es sich mit der Sache beschäftigt und eine Lösung findet.

Es ist Aufgabe der Schule, die Erstklässler mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

LG,
J.

Beitrag von minniewinnie 22.01.11 - 10:12 Uhr

Danke für die nette antwort.

nein ich finde das verhalten meiner tochter auch nicht unnormal sondern völlig normal.

ich fragte mich nur, beim aufgaben schreiben, ob es überhaupt richtig ist was ich da tue.

aber dank der antworten hier weiß ich jetzt das es wohl völlig ok so ist und es nicht schlimm ist wenn ein kind in der 1. klasse schon ein paar aufgaben lösen kann.

Beitrag von itsmyday 22.01.11 - 09:44 Uhr

Also, ich finde das auch völlig ok! Macht das ruhig....#liebdrueck

Mein Großer war auch so ein Kaliber und hat sich in der Schule trotzdem nicht gelangweilt, weil zum Schulegehen einfach mehr gehört, als rechnen und schreiben. Ihn haben die organisatorischen und sozialen Anforderungen so hinreichend gefordert, dass keine Langeweile aufkam. #schwitz

Und dann ist es heute auch üblich, Kinder individuell zu fördern. Dann kriegt Dein Kind eben "Knobelaufgaben" dazu.....denn Lehrern fällt schon was ein! #freu

Beitrag von minniewinnie 22.01.11 - 10:15 Uhr

vielen dank für deine antwort!

ich denke auch, ihr wird es sicher nicht langweilig... es gibt doch soooviel neues und es gibt soviel was sie noch lernen kann. da macht es sicher nichts aus wenn sie schon ein paar mathe aufgaben lösen kann zumal ich denke dass das bestimmt schon viele kinder können.

Beitrag von meringue 22.01.11 - 16:56 Uhr

Ja, du wirst dich wundern, wie heterogen die Leistungen sein werden. Es kommen im Klassenverband ja noch ganz andere Qualitäten dazu, die passen müssen: Wenn sie dann zB. den Hintern nicht richtig abgewischt hat, wird es unschön für sie.....

Beitrag von froehlich 22.01.11 - 10:49 Uhr

Keine Angst, sie wird sich schon nicht langweilen! Schule besteht ja nicht "nur" aus solchen Aufgaben.....; meiner jetzigen Erfahrung nach (mein Sohn kam heuer in Bayern in die erste Klasse) gehen die Lehrer mit einer flotten Klasse ziemlich zügig voran.....mein Sohn hat sich vor der Schule auch schon mit Rechenaufgaben beschäftigt und kommt sehr gut mit, aber langweilen tut er sich nicht... .

LG, babs

Beitrag von frauimbestenalter 22.01.11 - 11:26 Uhr

mach das ruhig, wenn das kind spaß dran hat, dann kann das nie falsch sein.
bei uns jetzt in der 1. klasse haben wir für mathe auch ein zusatzbuch empfohlen bekommen, welches die kinder nebenher zusätzlich zu den hausaufgaben machen können. oder sogar in der schule, wenn die eigentlichen aufgaben schon fertig sind, manche sind eben schneller als andere.
ich hatte auch erst bedenken, wenn sie das heft schon komplett durch hat und evtl. die themen in der klasse noch gar nicht vorher richtig erklärt wurden. aber unserer lehrerin meinte, wenn ich ihr das kurz erkläre und sie es dann versteht und maccht, ist das vollkommen ok.
grundsätzlich ist fördern immer gut, und in der schule wird auch versucht, solche kinder weiterzufördern, die schon von sich aus weiter sind.
somit besteht nicht die gefahr, dass sich die kinder tatsächlich langweilen.
und wenn dem tatsächlich in sämtlichen fächern so sein sollte, dann kann das kind vermutlich ne klasse überspringen, aber soweit muss es ja nicht gleich kommen, nur weil dein kind jetzt gerade mal ne phase hat, bei dem es gerne "lehrer" spielt,

ein gutes zahlenverständnis kann nie schaden, und solange du das ganze nicht zu verbissen siehst, ist das doch super

Beitrag von schnecki82 22.01.11 - 11:40 Uhr

Hallo!

Nö, finde ich nicht schlimm! Wenn sie will, dann lass sie halt.

Die meisten Kinder können heutzutage schon erstes Lesen und rechnen (addieren ;-) ) !

LG Sabine

Beitrag von ballroomy 22.01.11 - 12:08 Uhr

Ich halte nichts davon Kinder aus zu bremsen.
Lern ruhig mit ihr weiter. Warum auch nicht?


Grüße
ballroomy

Beitrag von otto123 22.01.11 - 14:30 Uhr

Hallo,
klar, mach weiter, ausbremsen ist das Blödeste, was du machen kannst!

Bei uns war es genauso, allerdings ist mein Kind auch jetzt im 1. Schuljahr im mathem. Bereich kaum zu bremsen, er ist den anderen um Längen voraus, was (noch) kein Problem darstellt. Allerdings hat er auch tolle Lehrerinnen, mit denen wir gut kooperieren und die ihn besonders fordern - so weit das möglich ist!

Gruß
Ottilie

Beitrag von woodgo 22.01.11 - 14:37 Uhr

Dein Kind wird es sehr schwer haben in der Schule und sich langweilen, nicht weil es hochbegabt sein könnte, sondern weil es alles schon weiß. Man kann es aber auch echt übertreiben#augen
In der Klasse meiner Tochter sind auch Kinder, die von Ihren Müttern verheizt werden. Nur erzählen die Kinder gleich mal dazu, daß Ihre Mütter das so wollen, ja die sogar die Haus- und Fleißaufgaben für sie machen#rofl#rofl#rofl aber eigentlich eher traurig.

Beitrag von otto123 22.01.11 - 17:22 Uhr

Hallo,
solange das Kind das will und fordert, ist das ok!

Und darum ging es ja hier, nicht um die nervigen ehrgeizigen Mütter/Eltern, sondern um Forderungen, die vom Kind selber ausgehen!

Das ist ein riesiger Unterschied!
Gruß
Ottilie

Beitrag von woodgo 22.01.11 - 17:32 Uhr

Na wenn ich die kompletten Rechenaufgaben ins Netz stell, dann ist das, meines Erachtens, nicht mehr normal#kratz

Beitrag von otto123 23.01.11 - 08:50 Uhr

Naja, das fand ich auch etwas übertrieben, wir hätten es sicher auch anhand einer einzigen Beispielaufgabe verstanden, oder?!

Beitrag von woodgo 23.01.11 - 13:48 Uhr

Seh ich auch so;-)

Beitrag von berta.in.schwarz 24.01.11 - 11:09 Uhr

Blödsinn.
Bei der Einschulung treffen immer ganz unterschiedliche Kinder zusammen.
Das läßt sich nicht ändern.
Gute Lehrer "füttern" die Kinder die dann entsprechend. Ich kenne keines, das sich langweilen mußte.

Der Rest, den du schreibst, hat nichts mit der TE zu tun.

Beitrag von juki 22.01.11 - 15:42 Uhr

Huhu...
dieses Problem kenne ich...Kim wollte auch immer Schule spielen usw...und auch ich war mir unsicher was das Richtige ist...
eine Lehrerin sagte mir dann, dass ich ihr geben soll was sie sich fordert!!Sie aber nicht von mir aus fragen soll ob ich ihr Aufg. stellen soll oder so...

Als sie zur SChule kam konnte sie schreiben, lesen und rechnen....aber sie hat sich trotzdem nicht gelangtweilt am Anfang, da sie z.B. die Buchstaben und Zahlen stellenweise falsch herum geschrieben hatte und dann "die richtige Schreibweise" lernte....

LG

Beitrag von s30480 23.01.11 - 15:09 Uhr

Mein Sohn 5J. würde auch liebend gern solche Zettel von mir haben, aber ich schreib ihm nichts auf, denn so wie es aussieht bekommt er die gleiche Lehrerin die mein Großer jetzt die ersten zwei Jahre hatte und sie haben erst 4 (!) Monate nach Schulbeginn richtig zu rechnen begonnen, vorher haben sie nur Zahlen geschrieben, Zahlen zugeordnet, Würfel beschriftet etc. Würfelaugen gezählt.
Und ich denke mir er dreht durch, wenn er schon so viel Rechnen kann und sie nie was machen... Und als sie dann gerechnet haben haben sie auch erstmal im Zahlenraum bis 6 gerechnet und dann mit Müh und Not bis zu den Sommerferien den Zahlenraum 20 geschafft...

Ich glaub ich tu ihm da dann keinen Gefallen, wir lösen jetzt lieber öfter so Knobel und Rätselhefte, er baut viele Puzzle und lernt jetzt Flöte und schwimmen, ins Fußball geht er sowieso, so ist er gut integriert kennt viele unterschiedliche Kinder, wird selbstständig und langweilt sich weder jetzt noch dann in der Schule nicht allzusehr.

LG Sandra

Beitrag von joel-laurin 27.01.11 - 09:28 Uhr

Hallo,

ist das echt so. Habe auch total Angst davor, dass sich mein Sohn langweilen könnte weil er mit Zahlen sehr weit ist.

Er ist fünf und muss dieses Jahr zur Schule (kommt gerade so hin Stichtag 31.08 und sechs wird er am 30.08). Wollen Ihn aber zurück stellen lassen, da er im sozialen Bereich große Probleme hat (Verdacht auf Asperger Syndrom) und seine Freunde erst alle 2012 hin müssen.

Mit zahlen ist er sehr weit viel weiter als andere Kinder in seinem Alter. Er bring sich auch alles selber bei lernen nicht mit ihm. Auf einmal kommt von Ihm Mama 4 mal 5 sind 20 da weiß ich echt nicht mehr was ich dazu sagen soll. Den Würfel z.b. braucht er gar nicht nachzaählen das erkennt er sofort und erkennt auch sofort wo er seine Spielfigur hinsetzen muss.

Aber die Zahlen kann ich ihm schlecht verbieten, da die für ihn eine große Rolle spielen.

LG Sandra

Beitrag von king.with.deckchair 24.01.11 - 01:06 Uhr

So lange es kein Zwang von deiner Seite aus wird - und du vor allem besser NICHT schreiben mit ihr übst!!! - sehe ich kein Problem.

Beitrag von ayshe 24.01.11 - 10:10 Uhr

Wenn sie es gern möchte, dann würde ich sie lassen.

Meine Tochter war vor der Einschulung auch so drauf, sie hat es eben gefordert und hätte gar keine Ruhe gegeben, wenn ich es einfach abgetan hätte.

Laß sie doch, wenn es ihr Spaß macht.


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nun frage ich mich allerdings ob das richtig ist? ist es ok wenn sie schon aufgaben löst und quasi lernt? nicht das sie sich dann langweilt in der 1. klasse.
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Das denkt man immer.
Aber ich kenne es so, daß in der Schule die Kinder eben entsprechende Aufgaben bekommen.
Wer eben weiter ist, kann sich noch genügend extraübungsblätter nehmen und die alle durcharbeiten.
Beschäftigt werden sie da alle, da muß sich keiner langweilen.

Und irgendwann sind sie mal angeglichen.

Zur Einschulung kommen ganz unterschiedliche Niveaus zusammen, das läßt sich eh nicht ändern.