Ich hab keine Kraft mehr *lang*

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von chris.1984 21.01.11 - 23:58 Uhr

Hallo...

das ist das erste mal, das ich hier schreibe und ich hoffe, das ich damit hier richtig bin.

Es geht um meinen Sohn. Er wird nächsten Monat 8 Jahre alt. Er hat ADHS und bekommt auch Medikamente.
Der Alltag mit ihm ist einfach nur anstrengend. Es gibt jeden Tag nur Gemotze oder Gebocke wegen nichts und wieder nichts. Wenn man was sagt, interessiert ihn meist garnicht, Konsequenzen werden ignoriert oder bewusst überschritten.
Wir haben als Familie eine sehr schwere Zeit durch, wo er auch viel zurück stecken musste. (2 Jahre hatten wir eine schwerkranke Tochter, die im April letzten Jahres gestorben ist). Ich weiß auch das wir viele Fehler gemacht haben und immernoch machen.
Aber ich weiß einfach nicht weiter.

heute war der Oberknaller und ich weiß nicht, wie ich das in meinen Kopf rein bekommen soll. Ich bin einfach nur schockiert und weiß nicht mehr weiter. Er ist in seinem gesamten Verhalten recht aggressiv und hat sich teilweise nicht unter Kontrolle.
Mitlerweile haben wir noch mal Nachwuchs bekommen, er ist 8 Monate alt.
Mein 8 jähriger nutzte heute einen kurzen Moment ohne Aufsicht dazu, auf seinem 8 Monate altem Bruder einzuschlagen. Er hat ihn mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Er war dann ganz erschrocken als ich auf einmal dazu kam. Musste natürlich erstmal den kleinen beruhigen, der geschrien hat wie am Spieß. Er hatte dann ein zu geschwolenes Auge und leicht blau.
Ich fragte meinen Großen warum er das gemacht hat und er sagte nur, weiß er nicht. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich musste mich wirklich zusammen reißen.
Er sagte dann er hat ihn 5 mal mit der Faust ins Gesicht gehauen.

Mir dreht sich immernoch der Magen um. Ich frage mich, was in seinem Kopf vorgeht, das er sowas macht. Es gibt dafür keine Entschuldigung, aber ich suche eine Erklärung. Es macht mich verrückt und ich habe heute nur geheult.

Wir waren jetzt auch schon in 2 Kinder- und Jugendpsychatrischen Einrichtungen wo wir uns Hilfe erhofft haben. Aber in der einen war er teilstationör, da wurde es nur noch schlimmer. Und in der anderen waren nur Untersuchungen. keiner nimmt uns so richtig ernst hab ich das Gefühl und ich weiß nciht mehr, was wir noch machen können.
Wo soll das denn noch hinführen. Erziehungshilfe haben wir schon beantragt, die kommt Anfang Februar. Aber diese Ausraster haben doch nichts mit Erziehung zu tun oder? Ich frage mich die ganze Zeit, was wir falsch gemacht haben, das jeder Tag so ausartet. Wobei das heute das erste mal passiert ist. Aber jeder Tag wird zum Horrortrip und teilweise rastet er wegen total labalen Dingen aus.

Ich weiß nicht mehr weiter und hab keine Kraft mehr. Kennt das jemand oder hat einen tip für mich?

Ich fühle mich als so schlechte Mutter und frage mich ständig, wo das hinführen soll.
Bin fertig mit den Nerven.

LG

Beitrag von sunpower1977 22.01.11 - 00:23 Uhr

Hallo!

Ich glaube er hat den Tod seiner Schwester nicht verarbeitet. Bezieht ihn in die Trauer mit ein, nimm ihn mit zum Grab. Vielleicht fühlt er sich unbewußt verantwortlich für den Tod der Schwester , auf jeden Fall mußte er mit ansehen, dass der Schwester nicht geholfen werden konnte, auch er war machtlos,konnte nichts daran ändern, hat gemerkt wie es euch geht und natürlich fehlte ihm in dieser Zeit Eure Zeit für ihn.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, auch wenn sie schon 8 sind. Meine Tochter ist auch 8 und hat Probleme den Tod zu akzeptieren. Ich denke das ist normal. Sie hat ihre Oma nie kennengelernt, weil diese an Leukämie gestorben ist.

Auch wenn es schwer ist neben einem 8 Monate alten nimm Dir unbedingt täglich Zeit für ihn, geh mit zu seinen Hobbies (auch mal ohne Geschwisterchen). Falls er keine Hobbies hat, sucht etwas, wo er sich auspowern kann.
Vor allem versuche ihn zu verstehen: da war eine Schwester um die Ihr Euch lange gesorgt habt, er wußte bestimmt nicht, wo er steht.

zeig ihm in jedem Fall Deine Liebe und dass erklär ihm dass die Liebe nicht weniger wird, auch wenn ein Geschwisterchen da ist. Erklär ihm, dass Du ihn als zuverlässigen Bruder brauchst, z.B. kann er ihr gut mal was vorlesen... und dann lob ihn dafür. Vor allem lernt er so,dass er gebraucht wird.

Vor allem das denke ich ist ganz wichtig, solltet Ihr Euch beraten lassen - Familenberatung oder eher Elternberatung - damit Ihr Euren Sohn besser versteht. Ich glaube ADHS wird heute viel zu schnell diagnostiziert - die Kinder brauchen einfach nur Aufmerksamkeit und eine riesen Portion Liebe - bei Jungs mit 8 aber bitte nur hinter verschlossenen Türen ;-) und nicht in der Öffentlichkeit.


Versuch einfach mal Dich in die Situation Deines Sohnes zu versetzen - er hat es auch nicht leicht gehabt . Ich habe einen "kleinen" Bruder und möchte den auch nicht verlieren - und schon gar nicht wünsche ich dies einem 7jährigen Jungen.

Gruß sunpower1977#herzlich

Beitrag von chris.1984 22.01.11 - 00:47 Uhr

Danke für deine ausführliche Antwort.

Er kannte seine Schwester auch kaum, da sie die 2 jahre überwiegend im Kh auf der Intensiv Station war, wo er nicht mit hin durfte.
Zum Grab nehmen wir ihn öfters mit. Natürlich nur wenn er möchte. Wir reden darüber wenn er möchte und wir weinen auch zusammen.
Klar ist das eine harte Zeit gewesen und auch die Trauerarbeit ist längst nicht durch.
Aber kann dies wirklich der Grund sein für solche Aggressivität?

Ich gehe mit ihm zum Fussball, allgemein macht er viel Sport, spielt mit Freunden und und und. Es ist nciht so das er zu Hause hier versauert und keine Beschäftigung hat.

ADHS wurde jetzt von 2 verschiendenen Stellen diagnostiziert. Er ist schon Verhaltensauffällig seit er 2,5 jahre alt ist. Was sich aber immer mehr ausgeprägt hat und seit er in die Schule geht, unerträglich wurde.

Wir haben schon so viel versucht und ich bin mit meinem Latein am Ende.
Keiner von Freunden und Bekannten hat ihn gerne um sich. Selbst meine und auch die meines Mannes haben ihn gerne bei sich. Alle finden ihn nur anstrengend und ärgern sich über seine respektlose Art. Donnoch lassen sie es ihn nicht spüren.
Aber es tut schon weh wenn man weiß, das das eigene Kind überall am liebsten gemieden wird.
um ehrlich zu sein, kann ich die leute aber sogar verstehen. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man das nicht einmal gesehen hat. Es ist richtig hefitg.

Ich weiß das er teilweise nichts dafür kann, da er eben nur "unter Strom steht". Aber es geht an die Substanz und man ist abends nur froh, wenn er endlich im Bett is.

Das hört sich schon wieder so hart an, das ich mich dafür schäme und schlecht fühle. Aber zur zeit bin ich froh, wenn er nicht um mich ist. Meine Nerven liegen blank, erstrecht nach heute.

LG und danke nochmal für deine Worte.

Beitrag von oekomami 22.01.11 - 10:57 Uhr

Hallo,

doch das kann der Grund sein.

Wieviel Zeit nimmst du dir nur für ihn? Hier liest man halt nur wie anstrengend er ist und sonst wird nur von Lara oder Tyler erzählt.

In deiner VK wird z. B. von Ihm als Kind geschrieben und bei Lara von deiner Prinzessin.

Kann es sein das er im Alltag mitläuft.

Was habt ihr für eine Therapie gemacht nachdem Tod von Lara?
Wieviel zeit habt ihr mit ihm verbracht als Lara in der Klinik war?

LG

Beitrag von chris.1984 22.01.11 - 12:05 Uhr

Hi...

danke für deine Antwort.

du hast Recht. Die Situation zwischen Maurice und uns ist mitlerweile schon sehr verzwickt. Es gibt nur noch Probleme, so das wir die guten Seiten nur noch wenig erkennen.
Aber genau aus diesem rund haben wir die Familienhilfe gefordert. Weil wir wissen, wir müssen unbedingt daran arbeiten, wieder einen Draht zu ihm zu finden.

Maurice hat nach dem Tod von Lara mit dem Kinderhospiz gearbeitet, die uns schon die ganze Zeit betreut hatten. Und auch ind der Kinder- und Jugendpsychatrischen Einrichtung, in der er teilstationät war, hat er daran gearbeitet. Zusammen haben wir keine Therapie gemacht.

in der Zeit, wo Lara immer im KH war hatten wir auch unsere Zeit zusammen. Wir waren ja immer nur im KH bei Lara, wenn Maurice im Kindergarten war.

Es ist alles so verzwickt und ich weiß, das ich wahrscheinlich alles falsch gemacht habe, was nur geht. Und darum fühl ich mich schlecht genug.

Ich liebe meinen Sohn, aber zur Zeit könnte ich ihn nur zum Mond schießen.

LG

Beitrag von lisasimpson 22.01.11 - 08:32 Uhr

Hallo!

Ja, Hilfe zur erziehung nennt sich die Hilfe, die von seiten des Jugendamtes zur verfügung gestellt werden kann, um die Eltern bei der Erziehung zu unterstützen oder dem Kind die möglichkeit zu geben ein aufwachsen zu gewaährleisten, daß seinen Bedüfrnissen entsprocht.
von daher seid ihr da richtig.
Jedoch hört sich eurer familiensituation schon aus deiner kurzen Schilderung so an, als gäbe es noch soo viele baustellen.
Eine schwer kranke schwester zu habnen war sicher nicht einfach, der tod eines familienmitliedes zudem eines kindes ist für eine familie ein so einscheidendes und dramatisches, angstmachendes ereigenis, daß es die geschwister zwangsläufig traumatisiert.
Dann ein neues gewisterchen, was ebenfalls wieder die familie völlig verändert.
diese massiven veränderungen der letzten jahren sind einfach ne menge für deinen sohn gewesen.
Ich würde euch dringend therapeutische Hilfe- am besten in form eienr gemeinsam wahrgenommenen familientherpaie empfehlen.
Es geht dabei nicht um schuld (ist die erziehung schuld, der sohn, der tod..) sondern darum gemeinsam lösungen zu entwickeln, wie euer familienleben wieder zur ruhe kommen kann und ihr verständis für die situation des jeweisl anderen bekommen könnt.

die Erziehungshilfe ist dazu ein wichtiges moment, die euch ganz praktische hilfen anbieten kann und wo es dann auch die möglichkeit gibt, diese so zu organisieren, daß sowohl dei nsohn zu seinem recht kommt als auch daß der schutz des babys in eurer familie gewährt wird (was erst mal höchste priorität haben muß- d.h. es darf KEINEN unbeaufsichtigten moment zwischen den geschwistern geben!)

lisasimpson

Beitrag von chris.1984 22.01.11 - 12:11 Uhr

Danke...

ja, wir haben jetzt den Tip bekommen, eine psychosomatische Familienkur zu beantragen. Vielleicht wäre dies etwas für uns und wir sind auch bereit, das zu machen. Wir wollen direkt diese Woche etwas unternehmen. Bevor ich völlig zu Grunde gehe.

Ich weiß das mein Sohn viel durchgemacht hat, und es tut mir auch leid, was wir ihm alles zugemutet haben.
Aber wir versuchen auch schon so lange Hilfe zu bekommen. Aber entweder werden wir nicht ernst genommen oder die gutgemeinten Hilfen brachten garnichts.

LG

Beitrag von lisasimpson 22.01.11 - 12:30 Uhr

ja- uf jeden fall diese angebot wahrnehmen und danach mit einer ambulanten familientherapeutischen behandlung ergänzen (adresen bekommt ihr auf der ur sicher!)

damit ihr als familie wieder lernen könnt zusammenzuwachsen, die vielen baustellen wirklich anschauen könnt (was ist mit dem leiblichen vater von maurice, wie habt ihr die stifelternprolematik gelöst, was war in den 2 jahren, in denen maurice die krankheit und den tod seienr schwester miterleben mußte, wie habt ihr die neue familiensituation vrsucht zu lösen, i nder nch eienr so hefitgen zeit ein weiteres baby hinzukam usw..)
damit das alles gelingt, müßt ihr als eltern wirklich bereit sein euch zu öffenen und zu sehen, welche veränderungen es braucht, damit ihr euch alle wieder wohl fülen könnt

das wird keien leichte aufgabe und niemand wird euch einen zauberspruch dafür geben können, sondern das wird richtig harte arbeit werden
lisasimpson

Beitrag von juniorette 22.01.11 - 12:24 Uhr

Hallo Chris,

ich habe deine traurige Geschichte teilweise mitverfolgt.

Wie lisasimpson schon schrieb, geht es nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, aber ich denke, das stärkste, stabilste, gesündeste Kind würde unter solchen Lebensumständen "verhaltensauffällig" werden - und eben erst Recht ein Kind, welches erwiesenermaßen an ADHS leidet.

Als Laie kann ich dir nichts raten.

Ich weiß nicht, ob dein älterer Sohn sich bei einer vollstationären psychatrischen Behandlung völlig abgeschoben fühlen würde und daran endgültig zerbrechen würde, auf der anderen Seite ist ein 7Jähriger, der einem Baby mit der Faust ins Gesicht schlägt, eine Gefahr für das Baby bzw. könnte eine darstellen.
Da hilft es auch wenig zu wissen, woher solche Verhaltensauffälligkeiten kommen (du weißt ja selber, was Maurice durchmachen musste und dass er ADHS hat).

Ich denke, dass Maurice professionelle Hilfe braucht, um die Ereignisse in seinen letzten 3 Lebensjahren zu verarbeiten. Es wird ja wohl irgendeinen Menschen (Psychater) auf diesem Planeten geben, der euer Problem ernst nimmt. Immerhin gibt es psychatrische Fälle, in denen die Patienten weit weniger durchmachen mussten als Maurice, die ernst genommen werden.
Spätestens beim "Maurice schlägt Baby 5x mit der Faust ins Gesicht" sollte jeder hellhörig werden, denn sowas ist nicht ein (V)Erziehungsproblem, sondern ein zu therapierendes Problem.

Und bis zu einer endgültigen Lösung würde ich Maurice und das Baby nicht mehr unbeaufsichtigt zusammen lassen.

LG,
J.

Beitrag von chris.1984 22.01.11 - 12:35 Uhr

Danke, deine Antwort gibt mir etwas Selbstsicherheit.

Denn genau das selbe sagte ich gestern zu meinem Mann. Ich hab nur geheult und sagte, was hab ich nur verbrochen.
Diese Gewalt und Unberechenheit die Maurice in sich trägt, das ist doch keine Erziehungssache. Und genau das ist das Problem. Erziehungssachen kann man (wenn nicht alleine, dann mit Hilfe) schaffen. Aber so etwas? Ich denke auch das Maurice dringendst Hilfe braucht. Und ich glaube, das wir das nciht hin bekommen.
Ich werde morgen in der zweiten Psychatrischen Einrichtung anrufen, in der wir erst letzte Woche Abschlussgespräch hatten. Auch sie hat Maurice ein mal ohne seine Medikamente erlebt und meinte, oh je, mal sehen wie lange wir die Untersuchung schaffen.
Mal sehen was sie zu der Sache sagt. Ich habe Angst das das herunter gespielt wird. Man weiß ja nie, was als nächstes kommt. Er ist wirklich unberechenbar. Ich hielt es nicht für möglich, das sowas vorkommt. Ja, er ist teilweise eifersüchig. Aber das rechtfertigtdoch nciht so etwas.
Ich bin echt fertig mit den nerven und habe Angst, das uns nicht geholfen wird. Das man uns nicht ernst nimmt oder ähnliches.

LG

Beitrag von karna.dalilah 22.01.11 - 14:23 Uhr

Liebe Chris,

ich habe eure Geschichte lange Zeit mitverfolgt
Hoffentlich ist dem Kleinen nichts schlimmeres passiert.

Zu deinem Großen:

Als Soforthilfe- den Großen nie alleine mit dem Kleinen lassen.
Dann habe ich im Internet einen Interessanten Artikel zum Thema Ritalin gelesen.
Ich denke das diese Medikamente nur über kurze Abstände, wenn überhaupt gegeben werden sollten.
Auf dem Beipackzettel sind unter anderem Nebenwirkungen wie psychotische Reaktionen mit Sinnestäuschungen, Depresionen....

Ich würde mich wirklich noch einmal nach alternativen Behandlungsmethoden umschauen.
Außerdem unbedingt zu einem guten Orthopäden gehen, Blockaden können Kinder unruhig, unkonzentriert, zappelig machen was dann auch zu Aggressivität durch Schlaf und Erholungsmangel führen kann.
Zum Anderen hat auch euer Sohn viel mitmachen müssen und ihr solltet mal schauen inwieweit er es aufgearbeitet hat.
Vielleicht sieht er in Tayler eine Art nicht gewollten Ersatz für Lara. als Verrat an Lara.

Ich würde wirklich in eurem Fall 3gleisig fahren und alle 3 Komponenten abchecken. Dazu werdet ihr Bereitschaft zeigen müssen, viele heutige Anschauungen über Bord zu werfen und neue zuzulassen.

Uns sagte der Psychologe man kann Kinder auch kaputt therapieren.
Für unseren Strolch wurde uns geraten
-Sport(keinen Manschaftssport wie Hand-oderFussball, eher Tischtennis, Tennis, Batminton, Kampfsport nur wenn er nicht leistungsorientiert geführt wird)
-Reiten ( weil er die motorischen Schwierigkeiten wie Gleichgewichts und Konzentrationsstörungen da ausgleichen kann, Kinder da Verantwortung übernehmen und den Kindern der Umgang mit Tieren einfach gut tut)
-ein Instrument lernen ( weil er sich konzentrieren lernt spielerisch, sein Selbstwertgefühl stärkt, eine andere Ausdrucksform erlernt. und er hat damit etwas fürs Leben)

bei unserem Sohn hat eine Athlastherapie nach Arlen entscheidenes gebracht.
Die Lehrerin meinte es seien Welten zwischen dem Strolch vor und nach der Therapie.
Nachteil Blockaden können immer wieder kommen und das heißt man muss ggf die Therpien wiederholen, so wie wir jetzt.
Im Moment ist es mit ihm stellenweise echt schwierig.

Hier noch einmal der Link ich hoffe du findest da etwas für euch
http://www.barbara-simonsohn.de/ritalin.htm

Alles Liebe für euch
Karna


Beitrag von marion2 22.01.11 - 15:17 Uhr

Hallo,

in der Zeit mit der kranken Schwester musste er sicher zurückstecken. Jetzt habt ihr ein Baby - da muss er garantiert auch zurückstecken.

Weiß er, dass er geliebt wird?

Ich will nicht wissen, ob du ihm das erzählst oder so, sondern, ob er es weiß.

Für mich klingt deine Beschreibung nach einem ziemlich "einsamen" Kind.

Das soll kein Vorwurf sein!

Gruß Marion

Beitrag von hoffnung2011 22.01.11 - 23:43 Uhr

Chris,
wenn man nur ansatzweise gelesen hat, was du mit Lara durchgemacht hast, wundert es mich an sich überhaupt nicht. In ihm muss ganz ganz ganz viel aufgestaute Frust sein. ich spinne jetzt mal,es kann sein, ich irre mich komplett.
Er musste zurückstecken, er musste die anspannungen austragen..auch wenn du dich tausend mal bemüht hast, musste er sachen miterleben an denen vollkommen normale kindliche seele zerbrochen könnte und nicht wenn man zusützlic noch adhs hat..

Und jetzt...und da würde ich mich auch nicht wundern...wenn es mit Lara vorbei ist und er denken könnte: ja, jetzt könnte ich aufatmen und jetzt werde ich endlich die Nr.1 sein kommt Nachwuchs Nr.3, der wieder eine verstädliche aufmerksamkeit bekommen muss, weil es von di auschließlich abhängig ist und da könnte wieder ein Gefühl verbunden sein, dass er wieder ,,hinter´´ steht..die Frustration auf den Bruder, mehr als verständlich..der kleine ist da, süß...und er kompliziert..wie gut bist du denn geschult, wie gut kannst du dich beherrschen..angespannt zu sein ihm gegenüber..vollkommen menschlich, verschlechtert seine Situation..

Ihr habt eine solche Begleitung bitter nötig, das heißt nicht, ihr seid irgendwie unnnormal aber was er durchmachen musste, dass muss eine Familie bearbeiten..verdauuen..

Ich habe keine AHung, ob er während der Probleme mit Lara eine Begleitung hatte ????

du, du meinst, ich labbere wieder.. an sich ja..ich bin Sozialpädagogin und solche probleme sind an sich..und nimm mir es nicht übel..klassische Vorlesungsbeispiele zum ,,üben´´..

Ich hoffe, die Hilfe die ihr bekommt, wird keine Studentin, die es nebenbei macht aber wikrliche eine Erfahrene hilfe, die shcon was gesehen hat und die euch allen hilft...weil nicht nur ER ist das ,,Problem´´ Es sind Internaktionen in der Familie, die Vergangneheit..

Es braucht Zeit, sehr viel Zeit.

Eins ist aber wichtig, komme weg von dem:ich fühle mich als schlechte Mutter..wenn du dieses Gefühl auf Dauer ernst meinst, brauchst du genauso eine Therapie, glaube es mir..deine Zweifel, deine Wut, deine verzweifelung..diese ganzen Geüfhle müssen in einem geschützten Rahmen raus, sie brauchen eine Bearbeitung..

ich frage mich, ob du nach dem TOd von Lara eine psychotherapeutische Begleitung hattest..

Es ist normal, dass du bald mit Nerven fertig bist. Jeder wäre es. Das ist normal. Die hilfe kommt aber. Die erste Hilfe im Februar. Gehen dem Jugendamt auf den Sack, wenn die person nicht gut sein sollte..

Dein drittes Kind ist eine neue Hoffnung aber die Vergangneheit wird dich ab und zu einholen und es ist mehr als gut, sie zu verarbeiten..

eins föllt mir noch ein..hast du kontakt zu anderen ADHS-eltern, damit du siehst, wie es anderen in der situation geht ??????

Fühle dich fest gedrückt. Es ist deine verdammte Aufgabe, sich Hilfe zu suchen und das tust du. Du tust wie immer deine Rolle als Mama großartig!!! Und zu verfehlen, sich mies zu fühlen gehört dazu.

Ich wünsche der gesamten (!!!!!!) Familie alles Gute. Und deinem Sohn wünsche ich von ganzen Herzen, dass er die gesamte Geschichte aufarbeiten kann und dass sie für seine Zukufnt so weni wie gar keine rolle spielt...

In Gedanken bei dir H.

Beitrag von alexma1978 23.01.11 - 13:35 Uhr

Hallo Chris,

Du bist bestimmt keine schlechte Mutter. Nach allem, was Ihr erleiden musstet,hast Du meinen vollen Respekt!!!

Ich kenne mich mit ADS etc. nicht wirklich aus, stelle es mir aber echt schlimm vor,dass DEin GRoßer den Tod seiner SChwester miterlebt hat. Auch die ständige Aufmerksamkeit, die DEine Tochter verständlicherweise bekommen hat, ist sicher nicht leicht für ein KLeinkind, das auch Bedürfnisse hat.

Habe ich es richtig verstanden, dass DEin Mann nicht Maurices Vater ist?


Mir ist auch aufgefallen, dass Du in all DEinen Beiträgen total liebevoll von DEiner Tochter und Tyler schreibst. Aber ganz selten erwähnst Du den Großen. Das ist nicht böse gemeint, aber ich habe das Gefühl, dass Du DEine beiden anderen Kinder "bevorzugst".Vielleicht auch unbewusst.


Ganz lieben GRuß,

Alexandra

P:S: Ich habe die Antworten zu DEinem BEitrag noch nicht gelesen, also sorry, wenn es Überschneidungen gibt.

Beitrag von chris.1984 23.01.11 - 20:22 Uhr

Hallo...

danke für deine Antwort.

Zuerst, ja, mein mann ist nicht der leibliche Vater von Maurice. Jedoch sind wir zusammen seit Maurice 7 monate alt war. Maurice kennt auch seinen leiblichen Vater und hat regelmäßigen Kontakt zu ihm.

Ähm, ob die anderen beiden bevorzugt werden. Eigentlich eher nicht. Ich schreibe bewusst eigentlich, da es wenn dann unbeansichtigt ist. Klar, zugegebenermaßen war die ganze Zeit mit Lara ein völliger Ausnahmezustand. Und ob man es will oder beabsichtigt oder nicht, ich glaube schon das Lara mehr beachtet wurde. Die ständige Angst um sie usw. Ich denke schon das man da oft unbewusst zu wenig aufs weitere Umfeld geachtet hat.
Aber das gestehen wir uns ja auch selber ein das wir da viele "Fehler" gemacht haben.

Das ich Maurice wenig in meinen Beiträgen erwähne (denke du meinst Frühchen-Forum), das liegt eher daran, das er eben kein Frühchen ist und es von Anfang an wenig von ihm zu berichten gab, was in diesem Bereich des Forums gehören würde.

Heute kam der Große von seinem leiblichen Vater zurück und wir haben gerade ganz viel gesprochen. Hab ihm gesagt was hätte alles passieren können und das sowas nie wieder vorkommen darf.
Denn haben wir noch ein bisschen gekuschelt und denn ist er mit ner gute-Nacht-Geschichte ins Bett.

Mal sehen wie es jetzt weiter läuft.

LG

Beitrag von amile 24.01.11 - 12:54 Uhr

Hallo!

Ich sehe die Sachen etwas anders.

Klar ist das was Dein Großer gemacht hat absolut unmöglich. Un dich rate Dir dringend die beiden nicht mehr ohne Aufsicht zu lassen.

ABER, überlege Dir doch mal was in seinem jungen Leben schon alles auf ihn eigeprasselt ist.

Da kommt eine kleine Schwester auf die Welt, viel zu früh, schwer krank. Auch wenn sie nicht oft zu Hause war, so wurde doch an seinem Thron als Erstgeborener gewackelt.

Eine, für ihn, unendliche lange Zeit in der seine Schwester krank ist, seine Eltern so viele Sorgen haben und wenn sie zu Hause ist, noch viel mehr Sorgen.

Dann habt ihr auch viel Stress mit den Ärtzten gehabt, sei es Kiel oder Giessen. Das kommt unweigerlich mit nach Hause und er spürte das.

Laras Tod, der so schwer für alle war, auch wenns eine Erlösung für sie war.

Und dann die Zeit der Trauer, an der selbst Erwachsene zerbrechen können.

Kurze Zeit später wird Mama wieder schwanger, die Schwangerschaft mit Problemen und Kh. Die Geburt als "Frühchen", wenn auch als spätes.

Wieder Probleme mit dem Baby, Kh, Ernährungsprobleme.

Usw.

Sei mal ehrlich, wie soll so ein kleiner Junge das wegstecken? Das geht nicht so ohne weiteres.

Wo, wenn nicht zu Hause soll er diesen Seelenmüll loswerden?

Ihr müßt bei der Suche nach Hilfe für ihn und Euch als Familie viel aktiver werden. Und wenn ich ganz Schleswig-Holstein abklappern müßte um ihm die Hife zu besorgen die er benötigt. Lasst Euch doch nicht von 2 gescheiterten Versuchen ermutigen.

Er ist 8Jahre und hat mehr erlebt als manch Erwachsener.

amile

Beitrag von amile 24.01.11 - 13:56 Uhr

Und um nochmal auf Deine Überschrift zu kommen.

Habt ihr Euch als Familie mal die Zeit gegeben Kraft zu schöpfen, ich glaube nicht.

Ich will Dich nicht verurteilen. Ich wünsche niemanden das was ihr durchgemacht habt.

LG

Beitrag von hexe3113 24.01.11 - 19:07 Uhr

Hallo,

danke für diesen Beitrag...

...den ich vom ersten bis zum letzten Wort unterschreiben würde.

Gruß,
:-(
Andrea, die die Geschichte um Lara auch monatelang verfolgt hat...

Beitrag von hexe3113 24.01.11 - 19:09 Uhr

Der hier :-( sollte natürlich ans Ende meines Beitrags.

Beitrag von froehlich 25.01.11 - 12:44 Uhr

Mal was ganz anderes - ich hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen, aber Du hast bzgl. des Großen schon viele Tips bekommen: warst Du denn aber mit dem Kleinen beim Arzt?! Mir wird ganz schlecht, wenn ich daran denke was Du geschrieben hast!!!!! Mit der FAUST ins Gesicht eines 8-Monate alten Babys?! So daß sein Auge BLAU und sogar geschwollen ist? Das hätte ich auf jeden Fall von einem Arzt kontrollieren lassen. Und in Zukunft darst Du die beiden Geschwister natürlich NIE mehr alleine lassen!!!!!! Ein 8-jähriger, der so eine geringe Hemmschwelle hat ist eine tickende Zeitbombe, tut mir leid, wenn das jetzt brutal rüberkommt. Aber Du stehst Deinem Baby gegenüber ja schließlich auch in der Verantwortung!!!!!!!!!

Beitrag von chris.1984 26.01.11 - 10:17 Uhr

Hallo...

danke für deine Antwort...

nein, wir waren mit dem kleinen nicht beim Arzt. Aber auch nur, weil keinerlei Anzeichen für einegrößere Verletzung war. Das Geschwollene war recht schnell wieder weg und blau wars erst später. Aber weder konnte man irgendwie einen Schädelbruch spüren (hab da Erfahrung, mein Großer hatte mal einen) und auch Hirnblutungen machen sich bemerkbar.
Wir wollten ihn beobachten und falls er spuckt oder irgendwelche Zeichen gibt, das doch etwas schlimmeres passiert ist, wären wir ins KH.
Vielleicht kann das jetzt manch einer nciht verstehen.
Aber dadurch das man eben nichts feststellen konnte das was ist, hatten wir uns entschieden, ihn erst zu beobachten.
Mir war total schlecht, mir hat sich der Magen total umgedreht und wenn ich an die Bilder denke, fange ich an zu heulen.
Aber was hätte ich im KH sagen sollen? Mein Großer hat den Kleinen verbrügelt? Mir war das total unangenehm und ich hatte Schuldgefühle. Außerdem hatte ich Angst.

Wir haben nochmal in der Kinder- und Jugendpsychologischen Einrichtun in der wir bis vor kurzem waren angerufen. Die Dame ist für ADHS spezialisiert. Sie möchte meinen Großen gerne stationär aufnehmen. Aber darüber bekommen wir noch genauer bescheid. Sie sagte, dadurch das er selber nicht weiß, warum er das gemacht hat, ist er als gefährlich einzustufen, und da der Kleine nun mal das schwächste Mitglied der Familie ist, muss er es dann ausbaden, wenn der Große mal nen schlechten Tag hat.

Auf der einen Seite hoffe ich, das dieser Schritt dann uns hilft und auf der anderen Seite hab ich Angst, das der Schuss nach hinten losgeht. Weil er ja wochenlang nich zu Hause sein wird, nur am WE.

Mal sehen... zugegebenermaßen bin ich momentan total damit überfordert wie und was. Ich weiß was das betrifft nicht weiter.

Aber im Grunde sehe ich es wie du. Mir ist auch bei dem Gedanken ans Geschehene total schlecht. Und ich frage mich, wo das enden soll. Solche unberechenbaren Wutausbrüche haben meines Erachtens nicht großartig viel mit Erziehung zu tun, vor allem weil es aus dem nichts kam und ohne Grund.

Mal schauen.
So, nun wurde es doch länger als ich vorhatte.

LG

Beitrag von txbaby 26.01.11 - 10:31 Uhr

"nein, wir waren mit dem kleinen nicht beim Arzt. Aber auch nur, weil keinerlei Anzeichen für einegrößere Verletzung war. Das Geschwollene war recht schnell wieder weg und blau wars erst später. Aber weder konnte man irgendwie einen Schädelbruch spüren (hab da Erfahrung, mein Großer hatte mal einen) und auch Hirnblutungen machen sich bemerkbar.
Wir wollten ihn beobachten und falls er spuckt oder irgendwelche Zeichen gibt, das doch etwas schlimmeres passiert ist, wären wir ins KH.
Vielleicht kann das jetzt manch einer nciht verstehen.
Aber dadurch das man eben nichts feststellen konnte das was ist, hatten wir uns entschieden, ihn erst zu beobachten."

Sorry, aber da dreht sich mir der Magen um - Gerade, wenn man bereits ein Kind verloren hat, sollte man nicht so fahrlässig sein. Ich kann Dich in dieser Hinsicht nicht verstehen!

Beitrag von arielle11 26.01.11 - 13:22 Uhr

"vor allem weil es aus dem nichts kam und ohne Grund."

Hast Du Dir mal den Thread von amile durchgelesen?

Dein Sohn hat viele Gründe warum er solch ein Verhalten an den Tag legt.

Und ganz ehrlich im Moment sehe ich als schwächstest Mitglied in Eurer Familie Deinen Großen Sohn.

Dieses Kind hat mehr durchgemacht als manch ein Erwachsener, das einfach so unter den Teppich zu kehren und seine ADHS vorzuschieben, finde ich traurig.

Du bist hilflos, aber was ist mit Maurice?

Mag sein das Eure "Erziehung" nicht Schuld ist, aber Euer Leben, das ihr als Eltern bestimmt, das kann nicht richtig für ihn sein. Hat er seit der Geburt von Lara mal Zeit für sich gehabt, wo nur er im Vordergrund stand?
Ich glaube kaum.

arielle

Beitrag von froehlich 26.01.11 - 21:10 Uhr

O.K., irgendwo verstehe ich Dich ja, aber bitte achte gut auf den Kleinen!!!!!!!! Versteh mich nicht falsch, mir tut Dein großer Maurice furchtbar leid - und daß er selbst sagt, er wisse nicht, warum er geschlagen hat spricht ja Bände und offenbart AUCH eine verwundete Kinderseele (wobei sowas natürlich auch manchmal von meinem großen Sohn kommt, nicht bzgl. einer solchen Geschichte zwar, aber bzgl. anderer "Wut"gefühle....da wissen Kinder oft wirklich nicht, warum sie WAS getan oder gesagt haben). Aber DAS ist ja einfach supergefährlich und ihr müsst unbedingt das Baby schützen!!! Ausserdem glaube ich, ihr braucht dringend ne Pause - stationäre Aufnahme fände ich gut, ich hoffe, ihr bekommt Hilfe!!

LG, babs

Beitrag von xyz74 27.01.11 - 11:50 Uhr

Hallo Chris,

Wow!
Ziemlich heftig!

Ihr alle habt sehr viel durchmachen müssen.
Für Dich als Mutter muss es die Hölle sein ein Kind verloren zu haben.
Das stelle ich mir so unglaublich schlimm vor.
Daher erstmal mein ganz herzliches Beileid zu Deinem Verlust.

Nun zu Deinem "großen" Sohn.
Nicht nur du hast Verluste erlebt.
Schau Dir mal den "Lebenslauf" von Maurice an.
Deiner VK entnehme ich, dass er schon eine Familie verloren hat oder es eventuell mit seinem leiblichen Vater nie eine gegeben hat.
Dann verliert er Dich an Lara. Ich weiß wie viel Aufmerksamkeit ein krankes Kind kostet. Da fällt das "Große" Kind komplett hinten runter.
Jetzt gibt es wieder ein Baby. Wieder muss er seine heißgeliebte Mami teilen.
Maurice scheint entsetztlich zu leiden. Sein gesamtes Verhalten ist ein einziger Hilferuf "Mami bitte beachte mich." Mami sei für mich da!"
Dein Sohn braucht ganz, ganz dringend Mama-Zeit.
Mein "Großer"(2 1/4) musste wg seiner Schwester (7Monate) ganz schön zurückstecken. Sie war ein Schreibaby und hätten wir nicht unsere Tagesmutter gehabt, wäre er hier total untergegangen. Gott sei Dank kannte er die TaMu schon bevor die Kleine kam so dass er sie schon als feste Bezugsperson akzeptiert hat und sie auch unglaublich gern hat. Wäre er hier zuhause gewesen, weiß ich nicht was für Auswirkungen das auf ihn gehabt hätte.
Aber auch so merke ich ihm an, wie sehr er um mich kämpft. Er war immer ein richtiges Papa-Kind. Seit die Kleine da ist hängt er wie eine Klette an mir.Er liebt die Kleine aber ich merke, dass es ihm ganz schön zu schaffen macht mich teilen zu müssen.
Seit ich nicht mehr vollstille und es der Kleinen auch besser geht, achte ich darauf mit ihm ganz allein etwas zu unternehmen.
Man merkt richtig wie er das genießt. Letzten Sonntag waren wir im Wald spazieren und sind dann zu einem Reiterhof gelaufen.
Er blüht so auf wenn er mich ganz für sich hat.
Abends bringe ich ihn ins Bett und kuschel mit ihm.
Versuch Maurice halt zu geben. Ihm täglich ein eine feste Mama-Zeit zu widmen.
Du wirst sehen wie Dein Sohn aufblühen wird.
Viel Glück für Euch #liebdrueck

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