Probleme in der Schule...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sunflower18121982 22.01.11 - 11:15 Uhr

Hallo,

es wird wahrscheinlich ein wenig länger, wie gesagt es geht um meine Tochter. Sie wird jetzt im April 9 Jahre alt und geht noch in die zweite Klasse in einer Regelschule.
Ab dem 01. Februar geht sie dann auf eine Förderschule, was für sie natürlich viel besser ist und dort werden dann auf die Probleme von ihr auch eingegangen.

Aber trotzdem habe ich das Gefühl was falsch gemacht zu haben. Sie geht seit sie 5 Jahre alt ist zum Ergotherapeuten, wird aber jetzt ausgesetzt, weil es laut der Psychologin nichts mehr bringt.
Sie hat auch festgestellt, dass Antonia eine Minderbegabung (scheiß Wort) hat. Dazu kommen noch Motorische Probleme und Verdacht auf eine AVWS.
Wir sind wirklich von A-Z überall hin um zu schauen, was sie hat, aber keiner kann eine richtige Diagnose sagen, wieso und warum das so ist.
Sie lernt zwar, aber sie braucht sehr sehr lange und fragt dann immer ob auch alles richtig ist.

Sie hat auch gar kein Selbstwertgefühl mehr und ist immer richtig traurig und manchmal auch depressiv. Sie ist auch deswegen schon in Behandlung.
Gut dann sind noch unschöne Dinge vorgefallen, als im Kiga war, da haben sie zu ihr gesagt, sie wäre zu blöd, sie würde das eh nie lernen (danach habe ich sie zuhause gelassen)! Wir wohnen auch schon seit 5 Jahren hier und haben nie richtig Kontakt bekommen, weil wir ja "Assis" waren/sind (haben halt ALG II bekommen und jetzt sind wir Geringverdiener) Wir tun doch schon alles für unsere Kinder, aber die Arbeit wächst auch nicht auf den Bäumen und ich war so froh endlich was gefunden zu haben.

Antonia hat auch gar keine Freundin hier und jedes mal wenn sie jemanden einladen wollte, kamen nur absagen und sie hätten Termine.

Das traurigste war ihr Geburtstag:-[, sie hatte 6 Kinder eingeladen und es kam kein einziger, da wusste ich gar nicht wie ich sie trösten sollte.
Sie ist jetzt auch kein schwieriger Mensch, eben nur sehr schüchtern und das liebste Kind.
In der Schule gab es diesbezüglich nie Probleme, nur das sie geärgert wurde. Sie schlägt und wehrt sich nicht, weil sie Angst hat von den Lehrern Ärger zu bekommen.

Sport macht sie leider keinen, da sie Momentan kein Intresse dran hat, welcher ihr gefallen könnte.

Ich freue mich, wenn sie ab Februar endlich in der neuen Schule ist und sie freut sich erst.

Aber was können wir noch tun? Die Psychologin meinte wir können nur noch eine liebevolles zuhause geben, mehr können wir nicht machen. Aber das kann es doch nicht sein.

Ich hoffe, ich habe es nicht allzu durcheinander geschrieben, mir geht es selber nicht so toll!

LG Lena #heul mit Family

Beitrag von tagpfauenauge 22.01.11 - 11:59 Uhr

Hi Lena,

tut mir leid zu lesen, dass Antonia so ausgegrenzt wird.

Aber wirklich verstehen tu ich dein Posting nicht. #herzlich Es sind noch 4 1/2 Schultage, mehr nicht. Dann ist sie auf der Schule, die offensichtlich die richtige für sie ist.

Dort kann ein neues Schulleben anfangen mit Kindern, die im Lerntempo zu ihr passen und sie kein Außenseiter ist.

Müssest du da nicht eigentlich :-D :-D :-D :-D :-D :-D ? #liebdrueck

Hör auf zu #heul über die Vergangenheit, die kannst du nicht ändern. Es ist nicht gut für deine Kinder, wenn sie dich nur betrübt sehen.

Vor dir liegt die Zukunft und in diese musst du optimistisch gucken. Du musst drauf vertrauen, dass alles gut wird. Vllt. anders als durchschnittlich üblich aber - was soll's!

vg
#winke

Beitrag von sunflower18121982 22.01.11 - 12:09 Uhr

Hallo,
ja ich bin doch froh, das sie endlich nach langem Kampf dort auch hin geht.
Nur wohnen tun wir immer noch im gleichen Ort und hier hat sie halt keine Freundinnen.

Gut jetzt ist halt die frage, ob sie überhaupt noch in die alte Schule geht oder ob sie so zusagen Ferien hat? Aber das lasse ich sie entscheiden.

Nein meine Kinder bekommen meine Gedanken gar nicht mit und ich zeige es ihnen auch nicht!

LG Lena

Beitrag von brotli 22.01.11 - 12:20 Uhr


wenn du kannst, dann laß sie zuhause. so als abstand und neubeginn.
da es ihr ja nicht gut geht in der alten schule, die paar tage. frag nach ob du das so machen könntest.

und vielleicht ein ortswechsel,muss ja nicht so weit weg sein?

Beitrag von sunflower18121982 22.01.11 - 12:29 Uhr

Ein Ortswechsel ist schon angedacht, aber erst in ca. 2 Jahren, wenn unser kleiner in die Schule kommt, er hat gerade im Kiga Freunde gefunden und Toni geht ja eh auf Antrag in Kassel auf die Schule.

Beitrag von brotli 22.01.11 - 12:16 Uhr

hallo

es gibt orte da kann man nie fuß fassen und kann selber gar nichts dafür.
vielleicht könnt ihr das auch nochmal verändern?

und statt viele kinder, versuch einmal richtig dolle zu gucken wo es noch ein "Außenseiterkind" gibt an der neuen schule. vielleicht sogar ein jahr jünger, egal.sprich auch ruhig kinder direkt an, die schon länger in der klasse sind und bitte sie, das sie doch deiner tochter ein wenig zeigen sollen ander neuen schule.
das habe ich nach einem schulwechsel auch gemacht und habe die erfahrung gemacht, das die kinder es gerne taten und schon war mein sohn nicht mehr so ganz alleine und als neuer und zockelte hinter denen her.
laß sie einen kurs machen, irgendwas wo wenig kinder sind, nur darauf achten das nicht nur freunde zusammen da sind.
psychomotorik...macht sie das? wird das an der neuen schule angeboten?
da finden sich auch oft freunde, da einzelne kinder dort sind.
es ist schwer, ja, aber es verändert sich ja nun was und schlechter kann es doch gar nicht laufen #liebdrueck als jetzt, also verändert sich doch schon mal was zum positiven.
l.g.




Beitrag von sunflower18121982 22.01.11 - 12:22 Uhr

Hallo,

danke schön für deine Antwort!

Also die neue Schule ist super toll, wir haben sie auf Antrag dort hin bekommen!

Weil dort soviel für die Kinder angeboten wird! Psychomotorik, Therapeutisches Reiten, Logopädie, LRS-Kurse usw.


Die alte Schule ist jetzt erstmal abgehakt!

Lg Lena

Beitrag von manavgat 22.01.11 - 13:28 Uhr

Ab dem 01. Februar geht sie dann auf eine Förderschule, was für sie natürlich viel besser ist und dort werden dann auf die Probleme von ihr auch eingegangen.

Das bezweifle ich.


Es ist für die Kinder besser, wenn sie in der Regelschule bleiben und einen Integrationshelfer bekommen.


Gruß

Manavgat

Beitrag von sunflower18121982 22.01.11 - 13:43 Uhr

Hallo,

nur mal aus Intresse, warum ist eine Integration besser?
Wir hatten zwar mal gefragt, was eine Integration ist, aber so richtig konnten sie uns das auch nicht erklären!
Die haben nur erzählt, wenn der Antrag auf Integration abgelehnt wird, muss sie sowieso auf eine Förderschule, deswegen haben wir uns auch (leider) nicht weiter damit beschäftigt.

LG Lena

Beitrag von manavgat 22.01.11 - 14:11 Uhr

Unsere Gesellschaft sortiert alles aus, was nicht passt und verbannt die Kinder, die Lernschwierigkeiten haben oder einfach nur sozial schwierig sind in ein Ghetto namens Förderschule.

Das ist aus mehreren Gründen problematisch.


1. Passen sich diese Kinder dann dem dort niedrigen Niveau an und leisten weniger als sie eigentlich könnten.

2. Können sie von den anderen nichts lernen.

3. Ist es auch für die Kinder auf der Regelschule schlecht. Sie lernen nicht, mit besonderen Mitschülern umzugehen und dass sie selbst von diesen auch viel lernen können.

4. Was für ein Schulabschluss kommt nach der Förderschule? Hier bei uns klappt nicht mal der qualifizierte Hauptschulabschluss, da an der Förderschule kein/kein ausreichendes Englisch unterrichtet wird.

5. Die Schüler werden danach weitergereicht, irgendwo geparkt und sind kaum in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Mein Kind würde nicht auf eine Förderschule gehen!

Gruß

Manavgat

Beitrag von sunflower18121982 22.01.11 - 14:39 Uhr

Ich #danke dir!

Beitrag von charleen820 22.01.11 - 14:41 Uhr

Was du hier erzählst ist völliger Schwachsinn......
Meine Schwester ging bis zum 10. Schuljahr auf eine Förderschule und hat danach ihren Hauptschulabschluss mit Erweiterung gemacht. Mittlerweile macht Sie ihren Realschulabschluss und ist fast fertig - danach kann Sie direkt in Ihre Ausbildung starten.....

Und geparkt werden die Kinder nirgends. Ich würde mir Gedanken machen, da wo du wohnst, woran das Liegen mag!!??? #kratz


Du verunsicherst m.M. nach die Leute hier viel zu sehr. Und manches Mal kommt nur Blödsinn aus Deinem Mund......

#nanana

Beitrag von sandra7.12.75 22.01.11 - 16:57 Uhr

Halloo

Sie kennt sich bestens aus.

Und in einigen bzw. fast allen Punkten muß ich ihr Recht geben.

Unsere Tochter besucht leider auch eine Förderschule und das ist nicht Berlin Neukölln sondern eine kleine Stadt und was hier abgeht schreibe ich lieber nicht weil sonst muß ich gleich mein essen zum Klo schleppen.

S.

Beitrag von biene301971 22.01.11 - 14:48 Uhr

Hallo
Ich kann jetzt nur von meiner Tochter und unserer Förderschule hier sprechen .(Sehr kleine Schule momentan nur knapp 100 Schüler)
Für Lisa war es ein Segen das sie dort hingegangen ist , weil sie in der Regelschule dicht gemacht hat und nur Misserfolge hatte . Sie ist allerdings erst seid dem 7. Schuljahr dort und gehört ltd. Lehrern dort überhaupt nicht hin.
Die Lehrer die sie hat sind echt Klasse sie setzten sich super für die Schüler ein und haben schon mehrere Seminare etc. in den 3 Jahren wo sie da ist gestartet ist. In Mathe hat sie Bücher der Hauptschule Klasse 10.In 2 Dingen muß ich dir zwar recht geben denn sie macht wirklich nur das nötigste und für den Hauptschulabschluss geht sie jetzt im Sommer auf eine andere Schule aber alles in allem hat es ihr gut getan nicht mehr nur schlechte arbeiten zu schreiben und als doof abgestempelt zu werden.


.

lg

Claudia

Beitrag von meringue 22.01.11 - 16:45 Uhr

Ich bin deiner Meinung, aber ich glaube, wir können uns tlw. kein Bild davon machen, wie gering das Leistungsniveau mancher Kinder ist.
Eine meiner Freundinnen arbeitet neuerdings in der Hausaufgabenbetreuung, hat selbst 3 Kinder auf dem Gymi, und war zuversichtlich, die Kinder in der Betreuung fördern zu können. Sie verzweifelt nun reihenweise an Schülern, denen sie auch nach einer Stunde noch nicht 60 : 3 veranschaulichen konnte.

Mein Kind war jahrelang als Frühchen im Frühförderzentrum. Leider muss ich sagen, ganz viele der Kinder dort hatten Eltern, die keine Termine einhalten konnten (immer gab es zwingende Gründe), die ihre Kids ungepflegt und schlicht dreckig mitbrachten, sie alsbald (im Kiga-Alter!) mit Spielkonsole im Wartezimmer parkten und entspannt mit Boulevardpresse in der Hand darauf warteten, dass ihre Sprösslinge bestens gefördert wieder angeliefert wurden.

Was soll aus solchen Kindern mit solchen Vorbildern werden?????
Ich weiß nicht, ob ich meine Kinder immer solchem Niveau ausliefern möchte.... Man muss die Lage von Fall zu Fall beurteilen.