BARF

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von ach-menno 22.01.11 - 13:52 Uhr

Hallo Barf-Freunde,

2 Fragen

- was zählt bei den verschiedenen Fleischsorten zum Muskelfleisch?

- füttert ihr zusätzlich Mineralien in Pulverform??

LG ach-menno

Beitrag von zwillima 23.01.11 - 09:06 Uhr

Hallo,
Schulter, Keule, Brust, Kopffleisch , Herz, Zunge.
Da mein Hund keine Knochen bekommt, gebe ich zusätzlich Calziumcitrat.
Ich gebe auch täglich "Komplement" von Per Naturam.

L.G.
zwillima

Beitrag von xanadoo 23.01.11 - 09:25 Uhr

Hallo,
Muskelfleisch haftet am Skelett, um sorgt beim Zusammenziehen für eine Bewegung der Gelenke. Fleisch ist gleich Muskelfleisch. Alle Fleischsorten sind Muskelfleisch. Wenn man von Fleischerzeugnisse spricht, kommen noch die Innereinen dazu. Herz gehört zwar zu den Innereien, allerdings hat es eine Sonderstellung, weil es ebenfalls wie Muskelfleisch kontrahiert. Von daher würde ich es eher dem Fleisch zuordnen.
Wenn Deine Frage darauf abzielt, dass überall zum Thema Barfen über Abwechslung mit verschiedenen Fleischsorten geschrieben wird, um alle Nährstoffe bedarfsgerecht über einen Zeitraum zu erfassen, so würde ich sagen, dass dieses durch eine Kombination der Fleischsorten nicht erreicht werden kann. Denn die Nährstoffwerte schwanken in unterschiedlichen Fleischsorten zu gering, um Defizite der anderen auszugleichen. Ebenso ist eine Kombination mit Innereien, Obst, Gemüse, Käse, Kräuter etc. fragwürdig. Demzufolge muß man Mineralstoffe in Pulverform hinzugeben. Dieses ist meine Meinung. Leider bekommt man zu dieser Frage immer auch sehr unterschiedliche Meinungen. Diese unterschiedlichen Meinungen beruhen auf unterschiedliche Wissenschaftsergebnisse oder eigenen Erfahrungen anderer.
Es gibt 3 Quellen, die sich dem Thema der bedarfsgerechten Ernährung gewidmet haben. Es sind 2 amerikanische: AAFCO (American Feed Control Officials entwickelt Standards für Nährstoffprofile für Hunde- und Katzennahrung) und NRC (National Research Council), sowie in Deutschland die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie der Haustiere (DGE). Alle drei haben Bedarfswerte veröffentlicht, mit zum Teil unterschiedlichen Ergebnissen. Die Ami's liegen bei einigen Werten zum Teil erheblich unter der deutschen Version. Man sagt, dass es sich bei den Amerikanern um absolute Mindestwerte handelt, die auf keinen Fall unterschritten werden dürfen. Der DGE geht bei den Bedarfswerten eher auf Nummer sicher, ohne aber eine schädliche Überversorgung zu riskieren.

Deine zweite Frage wurde ja nun schon etwas angeschnitten. Ich denke, dass man Mineralstoffe auf jeden Fall hinzugeben sollte. Allerdings machen wir das nicht selber, sondern haben einen Lieferanten hierfür, der es als eine Art "Fertigbarf" anbietet. Hier sind die Zusätze etc. bereits enthalten. Zu finden ist es bei http://www.barfexpress.de
Es gibt zwar noch eine Handvoll anderer Fertigbarf Anbieter. Allerdings bin ich mir dort nicht so ganz sicher, inwieweit diese sich mit den Bedarfswerten aller Nähsstoffe auseinandergesetzt haben. Denn nur mit Calcium und Phosphor hört die Geschichte lange nicht auf........

Vernünftiges Fertigbarf gibt es in den USA und so schon länger und öfter. Es ist schon komisch, dass diese sich eher an die Werte der DGE halten, wohingegen hierzulande eher (wenn überhaupt) nach NRC gearbeitet wird....