Schwanger! Betrieb will mich, wie vermutet, loswerden!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von duchovny 22.01.11 - 18:36 Uhr

Hallo,

hatte schon mehrmals wegen meinem AG Rat gesucht, nun auch wieder!

Ich habe am 01.11.2010 in einer Spielhalle angefangen. Am 24.11.2010 erfuhr ich dass ich schwanger bin und bekam ein BV!

Mein AG murmelte was von arglistiger Täuschung und zahlte meinen Lohn erst nach einigem Druck, und mit Androhung eines Rechtananwalts weiter! Es schien den Anschein zu haben, dass er erst nicht wollte!

Ich habe bisher keinen schriftlichen Vertrag erhalten, nur einen mündlichen! Ich hatte Mitte Nov. nach einem Vertrag gefragt und da meinte der Personalleiter, dass könnte noch dauern! Danach kam halt die SS und es wurde nicht weiter drüber gesprochen!

Nun ist der Personalleiter verstorben! Die Neue rief bei mir an, und meinte beim dursehen der Personalakte, hätte sie keinen Vetrag von mir gefunden! Ich erläuterte ihr, dass ich keinen häte nur einen mündlicehn (die gelten ja auch)!

Sie fragte nach einer Befristung, ich sagte ihr wahrheitsgemäß, dass keine vereinbart wurde. Sie meinte das könne nicht sein, weil sie die Verträge immer befristen! Bei mir war im Gespräch mit dem Personalchef nie die Rede von Befristung! Sie meinte dann, ja ich bräuchte ja was schriftliches!

Heute kam der Vertrag mit einer Befristung zum 30.04.2011 drin, an! Und ehrlich gesagt, ich habe nicht vor ihn zu unterschreiben, denn ich denke sie wollen mich nur loswerden! Es war vorher nie die Rede von Befristung und Zeit genug mir einen Vertrag vorzulegen hatten sie ja eigentlich auch!
Und eigentlich können sie mir, meine ich, nichts, oder? Denn sie düfen mich ja nicht kündigen. Nur geht es irgendwie, dass sie mir trotzdem plötzlich ein befristetes Arbeitsverhältnis geben können?

Wie wäre die klügste Verfahrensweise? Abwarten und Tee trinken (und natürlich nichts unterschreiben) und einfach hoffen, dass sie mich nicht zum 30.04.2011 bei der KK abmelden und wissen, dass sie mich weiterbezahlen müssen?
Oder sollte ich aktiv werden und dagegen vorgehen? Und wenn ja, wie?

Ich sehe nicht ein, dass ich den Vertrag einfach unterschreibe! Dies würde für mich finanzielle Einbußen bei Elterngeld und Mutterschaftsgeld bedeuten und außerdem müsste ich ALG I beantragen!

Wie würdet ihr euch verhalten?

Vielen Dank für Hilfe!

LG

Beitrag von duchovny 22.01.11 - 18:38 Uhr

Ach ja, im Anschreiben steht, dass der neue Vertrag schon vorgefertigt in meiner Personalakte lag und er trägt das Datum vom 29.10.2010! (komisch am Telefon meinte sie noch, es wäre kein Vertrag in meiner Akte) Falls dies von Bedeutung sein sollte!

Danke!

Beitrag von zwillinge2005 22.01.11 - 18:55 Uhr

Hallo,

ist das eine geringfügige Beschäftigung? Wenn nicht würde ich einen Anwalt aufsuchen. Denn dem Betrieb entstehen keine finanziellen Nachteile.

LG, Andrea

Beitrag von wilma.flintstone 22.01.11 - 18:56 Uhr

Hallo duchovny,

da kann Dir nur ein Anwalt zur Durchsetzung Deiner Ansprüche helfen. Dein AG scheint mit harten Bandagen zu kämpfen.

Viel Glück

Gruß W.

Beitrag von ppg 22.01.11 - 19:14 Uhr

Dumme Frage: Aber warum ein BV??

Spielhallenaufsicht ist doch ein easy Job.

Ute

Beitrag von seikon 22.01.11 - 19:21 Uhr

Vermutlich wegen der Raucherei und der Nachtarbeit.

Beitrag von ppg 22.01.11 - 23:33 Uhr

Nachtarbeit muß nicht sein ( 24 Stunden Öffnungszeiten ), und ansonsten existiert in allen Bundesländern Rauchverbot.

Ute

Beitrag von duchovny 22.01.11 - 23:41 Uhr

In Spielhallen aber nicht! Da geb ich dir Brief und Siegel drauf! Bei uns im Landkreis darf in ALLEN Spielhallen geraucht werden! Darfst mich aber nicht fragen warum, nur ich habe es wirklich wegen dem Qualm bekommen!

Da wird gequalmt wie verrückt! Ich muss auch sagen, wir hatten schon die Polizei und das Ordnungsamt da und es gab von denen auch keine Beschwerden! Ich tippe mal, da gibt es irgendwie eine Ausnahme? Keine Ahnung, auf jeden Fall wird dort ohne Einschränkung geraucht, deshalb habe ich das BV bekommen.

LG

Beitrag von seikon 23.01.11 - 09:46 Uhr

Ja und nein. Im Allgemeinberech der Spielhallen herrscht Rauchverbot. Aber wenn es einen eigenen, abgeschlossenen Raucherbereich gibt, dann ist das ok. Sie als Mitarbeiterin muss aber diesen Raucherbereich ja auch mit abdecken mit dem Service.

Beitrag von devadder 23.01.11 - 11:07 Uhr

Werden dort Lebensmittel oder Speisen verkauft? Falls nein, greift das Rauchverbot nicht.
Im übrigem sollte man dann als schwangere auch nicht mehr am Strassenverkehr teilnehmen. Der Dreck der aus den Autos kommt ist bestimmt auch nicht gerade heilsam wie eine Ringelblumensalbe.

Beitrag von anthea21 22.01.11 - 22:26 Uhr

Erzähl das mal meiner Freundin, die nach 1,5 Monaten aufhören mußte weil sie nicht damit fertig wurde, schon nach 2 Wochen in dem Job ein Überfallopfer gewesen zu sein.

Liebe Grüße,
Karin

Beitrag von ppg 22.01.11 - 23:34 Uhr

Das glaub ich gerne, aber die TE ist nicht überfallen worden.

Ute

Beitrag von duchovny 22.01.11 - 23:57 Uhr

Oh Gott, die Arme. Einer Kollegin in der Kette in der ich vorher gearbeitet habe ist dies passiert. Die war über 2 Jahre krankgeschrieben gewesen, weil sie Angstzustände hatte, die ist aber danach wieder zur Arbeit!

Bei mir waren einmal welche, die haben ganz offensichtlich die Monopoly-Automaten manipuliert, so schnell ist der Jackpot noch nie glaufen und die hatten binnen einer halben h über 10.000 auf 4 Automaten. Ich habe denen ihre Getränke gebracht und bin dann auf die Toilette und habe die Polizei gerufen! Die dann, Gott sei Dank, ganz prompt kam! Die haben die noch in der Spielo gefilzt und beide hatten Messer dabei! Gott, da waren meine Knie die sowieso schon weich waren dann nur noch Wackelpudding und ich musste mich erstmal setzen! #zitter

Ich finde alls Spielhallenaufsicht hat man schon ziemlich viel Verantwortung!

Das geilste ist, dass mein Ag gedroht hat, wenn jemand überfallen wird und über 500 in der Kasse hat, der darf den Betrag über 500 € erstatten, weil die Kasse nur bis dahin versichert ist! Als ob man dann nicht ganz andere Probleme hätte!#klatsch

Beitrag von duchovny 23.01.11 - 00:03 Uhr

Weil in Spielhallen (jedenfalls in unserer und in allen anderen die ich kenne auch) geraucht werden darf! Da kannst du die Luft fast schneiden (besonders da bei uns die Abluft kaputt ist)! Und über 8h täglich Passivrauchen kann denke ich schon schädlich sein.

Ich war auch nicht bei meinem FA und hab um ein BV gebettelt. Der fragte mich wo ich arbeite, da fragte er ob ich irgendwo ins z.B. Büro gesetzt werden könnte! Geht nicht, da unsere Geschäftsführung über 100km weit weg ist! Da meinte er , ich bräuchte ein BV.

Auch wegen Schichtdienst besonders Nachtschicht! Obwohl das hätte man vielleicht noch klären können!

LG

Beitrag von vwpassat 23.01.11 - 10:24 Uhr

Heute bist Du mal weltfremd.

In Spielhallen wird geraucht = BV.

Meistens auch 3-Schicht-Betrieb, das geht dann auch nicht wirklich.

Beitrag von king.with.deckchair 23.01.11 - 11:12 Uhr

"Spielhallenaufsicht ist doch ein easy Job."

Unfug.

Beitrag von ppg 23.01.11 - 11:19 Uhr

Na klar......................da gibts wesentlich heftigere Wege sein Geld zu verdienen.

Es ist dramatisch, das gerade Du das nicht weißt

Ute

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.01.11 - 19:28 Uhr

Geh zu einem Anwalt. Das Geld wirst du dir nicht mit Fragen in einem Internetforum sparen können! Die Situation mit allen sich daraus womöglich ergebenden Nachteilen ist viel zu riskant!

Beitrag von zahlenhexe 22.01.11 - 20:05 Uhr

Rufe Deinen Anwalt an. Der wird ein entsprechendes Schreiben aufsetzen.

Wenn Du anfängst zu arbeiten, ohne einen schriftlichen Vertrag zu haben. Kriegst Du automatisch einen unbefristeten. Und der AG hat die Pflicht innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn, die wichtigsten Details des Arbeitsverhältnis nieder zu schreiben.

Achja zu dem Thema gibt es einige Urteile, auch mit der angeblichen arglistigen Täuschung. Verstehe gar nicht, wo das Problem beim AG ist. Das Geld was Du kriegst, bekommt er doch wieder, weil Du nen BV hast.

Ich denke Dein Anwalt wird auch in Zukunft noch ein bisschen was zu tun bekommen.

Beitrag von susannea 22.01.11 - 23:21 Uhr

Ab zum Anwalt. An deinem ersten Arbeitstag, an dem kein schriflticher Vertrag mit Befristung unterschrieben war, hast du damit einen unbefristeten Vertrag erhalten.

Da können sie dir gar nicht.

Evtl. schreibst du ihnen auch, dass du den Vertrag nicht unterschriebst, da es sich ja um eine Änderungskündigung handelt, da Befristungen nur in schriftlicher Form vor Vertragsbeginn zulässig sind.

Beitrag von king.with.deckchair 23.01.11 - 11:13 Uhr

"An deinem ersten Arbeitstag, an dem kein schriflticher Vertrag mit Befristung unterschrieben war, hast du damit einen unbefristeten Vertrag erhalten."

Eben.

Beitrag von duchovny 23.01.11 - 00:09 Uhr

Danke euch sehr!

Ich habe befürchtet, dass ich diesen Weg einschlagen muss! Ich werde mir anwaltliche Beratung holen!

Finde ich Mist, aber mein AG ist es gewöhnt, der ist seit letztem Monat schon von 2 Angestellten verklagt worden (davor war er sicher auch schon öfter vor Gericht)! Die eine hat am Fr. recht bekommen, weil er ungerechtfertigt Lohn einbehalten hat!

Schade!

LG

Beitrag von -0815- 23.01.11 - 06:35 Uhr

Mh ich würde sagen - dumm gelaufen. Unterschreibs und haks als Erfahrung ab und lern draus.


Sie könnte dir auch gar keinen Vertrag geben...... Klar zählt mündlich, aber wer wills beweisen?

Dass sowas passiert wenn du ednen von deiner SS erzählst
BV war doch schon klar oder?

Beitrag von seikon 23.01.11 - 09:51 Uhr

Wieso, sie kann doch beweisen, dass sie einen gültigen, unbefristeten Vertrag hat.

Sie arbeitet da seit 01.11.2010. Sie erhält (auch nach einigem Druck) ihre Gehaltszahlungen. Also hat sie beweis genug.
Wieso sonst sollte der AG ihr das Gehalt bezahlen?

Außerdem muss nicht sie beweisen, dass sie keinen Arbeitsvertrag hat, sondern der AG muss das nachweisen. Und nachdem sie da ja nun schon fleißig gearbeitet hat wird das schwer bis unmöglich.

Und da sie vor/bei Arbeitsantritt keinen befristeten Vertrag bekommen hat gilt ihr Arbeitsantritt automatisch als unbefristetes Verhältnis.
Pech für den AG. Der hat wohl gedacht, er ist mords clever, weil er ihr keinen Vertrag aushändigt. Aber damit hat er sich wohl ins eigene Bein geschnitten.


Ich würde da GAR NICHTS unterschreiben und meinen Anspruch im Zweifel durchklagen.

Beitrag von -0815- 23.01.11 - 13:36 Uhr

Nach welcher Frist ohne Vertrag hat man denn automatisch einen unbefristeten Vertrag? Gilt das in allen Lohnstufen? (400 € Basis, Teilzeit, Vollzeit)

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