Stillabstände?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von hella10 22.01.11 - 19:26 Uhr

Hallo,
nun habe ich so langsam doch mal eine Frage zu den Stillabständen.
Mein Zwerg kam zur Welt und wollte gestillt werden, ohne Pause, ohne Schlaf. Es war ein harter Kampf, da der Milcheinschuss sechs Tage auf sich warten ließ. Aber wir haben es ohne Zuzufüttern geschafft.
Es blieb jedoch dabei, dass er fast pausenlos gestillt werden wollte.
Nun ist er vier Monate alt. Ich stille ausschließlich nach Bedarf, aber der ist enorm hoch. Ihr könnt Euch vorstellen, was meine Umweld mir schon alles erzählt hat "der hat Dich ja voll im Griff", "unverdaute Milch darf nicht auf verdaute treffen", "zu häufiges Stillen bereitet Bauchschmerzen", "Du hast bald keine Milch mehr" #bla
Ich habe mich immer darüber hinweggesetzt, doch so langsam überlege ich, ob die Stillabstände tatsächlich ok sind?
Ich stille wie gesagt nach Bedarf, deswegen kann ich da gar keine genaue Struktur oder einen Rhythmus benennen. Fakt ist aber, dass es mindestens jede Stunde ist, oft auch schon nach 30 Minuten wieder. Manchmal hat er nachts (er schläft eh nie vor 1 Uhr nachts) eine einzige Phase, in der er fast zwei Stunden schläft. Aber gegen morgen ist es dann doch fast wieder jede Stunde.
Wenn ich mit dem Tragetuch unterwegs bin, dann können die Abstände manchmal auch etwas länger sein, falls er einschläft.
Es kommt mir schon recht häufig vor. Wenn ich jemandem davon erzähle, ernte ich nur Unverständnis. Haben die doch recht? Soll ich einen künstlichen Rhythmus erzwingen? Habt Ihr Erfahrungen? Werden die Abstände mit zunehmendem Alter vielleicht größer? Ich bin nämlich mittlerweile doch ziemlich am Ende meiner Kräfte.

#kratz

LG, Hella

Beitrag von simse1975 22.01.11 - 19:31 Uhr

Hallo,

also wenn es dir selber nicht zu viel ist, dann würde ich daran auch nichts ändern.
Mir geht es auch so. Das Längste was zwischen den Mahlzeiten liegt sind tagsüber mal 2-3 Stunden. Meist aber auch nur eine.
Nachts liegt er halt schon länger - bis zu 5 Stunden am Stück schafft er meist.
Aber das auch noch nicht so lange. Er ist jetzt 10 Wochen alt.
Für mich ist das OK. Auf das, was die guten Verwandten so meinen höre ich gar nicht mehr und lasse sie labern.......

Wir fahren so sehr gut und er ist sehr zufrieden!

LG
Simse

Beitrag von pegsi 22.01.11 - 20:03 Uhr

Meine Tochter war genauso. Alle 30 Minuten war die Regel.

Ich habe die Zeit überbrückt, indem ich es mir so leicht wie möglich gemacht habe: Die Kleine mit ins Bett bzw. anfangs Gitterbett ohne Gitter direkt an mein Bett gestellt als Beistellbett und beim Stillen weitergeschlafen. Wenn man ohnehin wach ist, ist es ja kein Problem.

Die Abstände wurden größer als sie länger am Stück geschlafen hatte bzw. wenn sie viel Ablenkung hatte. Das kam sehr, sehr langsam und schleichend.

Die Kids haben halt einen unterschiedlichen Bedarf. Sieh zu, daß Du Dich selbst so gut wie möglich entlastest. Ich habe selbst gut zwei Jahre lang gestillt, aber wenn für Dich irgendwann gilt, daß Du nicht mehr kannst, dann kannst Du nicht mehr. Dann nützt es Deinem Zwerg auch nichts, wenn Du es zu erzwingen versuchst. Also entspannen, so weit geht und nehmen wie es kommt. :-)

Beitrag von qrupa 22.01.11 - 20:04 Uhr

Hallo

das ging bei unserer großen Tochter die ersten gut 4 Monate auch so. Stillen oder im Tuch, etwas anderes gab es nicht. Mit 4 Monaten fing es langsam an besser zu werden und die Abstände wurden länger ganz ohne dass ich irgendwas dafür getan hätte.
Manche Babys brauchen das einfach und es ist völlig ok ihnen das zu geben solange es für dich in Ordnung ist.

LG
qrupa

Beitrag von dreamer79 22.01.11 - 20:05 Uhr

Hallo Hella,

vorab möchte ich sagen, das jeder selbst entscheiden sollte wie er das mit dem stillen machen möchte, aber dennoch finde ich die Stillabstände für ein 4 Monate altes Baby extrem kurz. Mein Maus wird in einer Woche auch 4 Monate und tagsüber haben wir einen Abstand von 2 1/2- 4 Std.! Manchmal biete ich ihr zwischendurch auch Tee an, das streckt die Zeit noch ein wenig.

Das was du beschreibst, hatte ich ziemlich zum Anfang mit meiner Maus, bis sich dann rausstellte das sie keinen Hunger hatte nach einer Std. sondern starke Bauchschmerzen. Meine Hebi empfahl mir dann den Tee Fenchel-Kümmel-Anis der Marke Bombastus und Windsalbe. Damit hat es wunderbar geklappt und die Abstände haben sich sehr gut eingependelt, es sei denn sie macht einen Schub durch, dann kommt sie auch mal nach 1 1/2- 2 Std.

Ich möchte dir nichts raten oder sagen das du es so oder so machen mußt, ich kann dir nur den Tipp geben mal zu versuchen die Zeit rauszuzögern. Trag deinen Schatz im Tragetuch oder ähnlichen und zeig ihm die Welt! :-D

LG
Mandy mit Lilly

Beitrag von lillyfee0381 22.01.11 - 22:59 Uhr

Hi,

lass dir nichts einreden von dem lieben Umfeld wie Verwandschaft etc. Wenn es dir nichts ausmacht nach Bedarf zu stillen, dann ist das doch ok. Ich habe auch immer ausschließlich nach Bedarf gestillt. Wenn Lilly alle 30 Min kam, dann war es halt so und wenn sie mal 2 oder 3 Stunden Abstand hatte war es für mich auch ok. Ich habe uns keinen Rythmus aufgedrückt. Der kam irgendwann von ganz alleine!


Lieber Gruß
lillyfee0381

Beitrag von pexhoffmann 23.01.11 - 07:28 Uhr

Hallo,
hast du mal geprüft, ob die Milch fettig genug ist ? Also z.b. mal etwas pumpen und dann schauen, ob sie milchig und fettig oder klar ist? Ich hab das grad hinter mir, dass die Abstände immer kürzer wurden, weil ich keine gute Milch hatte. Da hilft dann fettiger essen :-)

Beitrag von berry26 23.01.11 - 08:48 Uhr

Das hilft nix! Beim Pumpen kommt oft nur die Vordermilch und nicht die fette Hintermilch! Die kann bei manchen Frauen nur ein Baby rausmelken!

Reife Muttermilch ist bei ALLEN Frauen auf der Welt ziemlich gleich aufgebaut und hat ca. 70 kcal / 100 ml. Das gilt für eine halb verhungerte Afrikanerin genauso wie für eine übergewichtige Deutsche!

Beitrag von hella10 23.01.11 - 12:29 Uhr

Danke für Eure Antworten!
Da er ein kleiner Mopsi ist, der von Beginn an über der 90 Perzentile liegt, gehe ich mal davon aus, dass mit der Milch alles ok ist.
Ich habe noch nie abegepumt oder so. Habe auch irgendwie Angst, damit noch mehr durcheinander zu bringen.
Ich war mit ihm neulich kurze Zeit im Krankenhaus (es wurde geschaut, ob er einen Reflux hat), dort musste ich so eine blöde "Stillprobe" machen. Und er hatte (sehr zur Überraschung der Flaschenbefürwortenden Krankenschwestern) innerhalb ganz kurzer Zeit 170ml getrunken. Da er aber gerne 90 Minuten trinkt, schätze ich, kommt er gut an die Hintermilch, oder?
LG, Hella