Liebe (verlassenen) Mamis..

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von a.nicole 23.01.11 - 01:36 Uhr

..wie kommt ihr mit Allem zu recht :-(

Plötzlich ist der Traum aus und man steht da.. allein und verlassen mit Kindern die die Beziehung vollkommen machen sollten.

Ich weiß gar nicht was ich schr. soll. Habe schon im Trennung-Forum gepostet: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=27&tid=2993416&pid=18945350 Ich würde
mich aber sehr freuen wenn IHR mir von eurer Lage berichtet und wie es
euch geht und wie ihr euer Leben weiterführt mit dem was euch aus
eurer Beziehung geblieben ist.. die Kinder.

#schmoll

Mir geht alles durch den Kopf, vor Allem die Schwangerschaften: Das erste Ulltraschallbild, die ersten Bewegungen im Bauchi und die Freude auf das kleine "Ich und du" und alles war "umsonst" ..und die Mami sitzt da mit den Trümmern und der Frage: WARUM?

Sein Leben geht weiter, meins auch aber sein Leben einfacher. ES IST SO. Ich habe die
Kinder. Ich sorge mich um sie. Ich bin für sie da wenn sie zahnen, krank sind o.ä. Ich
habe keinen Feierabend. Ich kann nicht (einf. so mal) weggehen. Ich kann nicht
einf. so mal Dinge erledigen. Ich bin da. ICH.

SO doch nicht. WARUM??? Es tut so weh Kinder zu sehen die auf die Welt kamen und eine Familie zu sein. Und er ging.. einf. so "weil es zu viel ist" oder so ähnl. Ohne Grund.

Wie macht ihr das?
Wie kommt ihr damit zurecht?
Wie lebt ihr damit?
Welche Gedanken helfen euch?

#liebdrueck Danke euch ihr Lieben #herzlich

Beitrag von mss.fatty 23.01.11 - 08:37 Uhr

guten morgen,

ich seh du hast heute nacht geschrieben, warscheinlich haben dich da die emotionen überrannt.

1.
möchte ich dir gerne sagen, dass in deinem leben nichts "umsonst" ist.
aber ist ist nunmal leider so, dass man egal wie verheiratet man ist, sein leben nur für sich planen kann.
wenn der andere nicht mehr will muss man das leider akzeptieren.

2.
genau, dein leben geht weiter, zwar nicht so wie du es geplant hast aber weiter geht es.
ich bin ja der meinung, das man als frau immer damit rechnen muss alleinerziehend zu "enden" egal wie groß die liebe ist.
aber auch das kann man schaffen, ich weis nicht wie alt deine kinder sind, aber die zeit kommt in der du auch wieder freier wirst, was unternehmen kannst.
Deine kinder kamen auch nicht auf die welt um irgendetwas zu sein, weder kitt für eine beziehung die eh mehr wunsch als wahrheit war (so lese ich deinem link) noch um irgendetwas zu sein.
ihr seit nach wie vor eine familie, es wird sich mit der zeit herrausstellen wie sich das neue familienleben gestaltet.

ich bin nicht geplant schwanger geworden und kannte den vater noch nicht sehr lange (ich wahr gerade in dieser verknallten anfangsphase).
naja, ich sagte ihm das ich schwanger bin, er sagte mir das er verheiratet ist und kinder hat....
ich bin also in der glücklichen ausgangssituation, das ich von beginn der schwangerschaft wusste das ich es alleine machen muss, wenn ich es denn amchen will.
mein sohn ist jetzt 4 monate alt und ich komme sehr gut mit der situation zurecht. ich finde es sogar sehr angenehm das ich alleine entscheide was zu tun und zu lassen ist, das mir keiner reinredet....sicher werden da auch andere phasen kommen, aber auch die werden gemeistert.
ich habe ein starkes soziales umfeld das mir auch entlastung gibt wenn ich sie brauche.

nach einer trennung sieht alles so leer und trostlos aus. und das herz tut einem so verdammt weh....was soll man da sagen, ja es tut einfach weh und es ist scheisse wenn man so leidet an dem kummer.....
das geht aber vorbei. du hast deine kinder bei dir, das ist das schönste geschenk das man haben kann.
schau nach vorne orientiere dich neu und mal dein leben bunter.

lg anna

Beitrag von janamausi 23.01.11 - 11:31 Uhr

Hallo,

<<Mir geht alles durch den Kopf, vor Allem die Schwangerschaften: Das erste Ulltraschallbild, die ersten Bewegungen im Bauchi und die Freude auf das kleine "Ich und du" und alles war "umsonst" ..und die Mami sitzt da mit den Trümmern und der Frage: WARUM? <<

Eine kaputte Beziehung hinterlässt immer Trümmer, aber man kann (und muss auch) wieder aufstehen und sich aus dem Trümmern eine neue schöne Gegenwart und Zukunft aufbauen.

Als ich dein Beitrag gelesen habe, dachte ich erst, dass Du frisch getrennt bist. Aber wie ich dann im anderen Beitrag las, bist Du ja schon ein Jahr getrennt. Wenn Du nicht alleine damit klar kommst, dann such dir Hilfe. Es bringt nichts in der Vergangenheit zu leben sondern man muß damit abschließen und neu anfangen.

<<Sein Leben geht weiter, meins auch aber sein Leben einfacher. ES IST SO. Ich habe die Kinder. Ich sorge mich um sie. Ich bin für sie da wenn sie zahnen, krank sind o.ä. Ich habe keinen Feierabend. Ich kann nicht (einf. so mal) weggehen. Ich kann nicht einf. so mal Dinge erledigen. Ich bin da. ICH. <<

Aber es geht doch nicht darum, welches Leben einfach ist! Auch ein Leben allein mit Kindern kann man sich schön machen! Es kommt nur darauf an, was man sich selbst aus deinem Leben macht!

Wir haben auch nicht unsere Tochter bekommen um die Beziehung vollkommen zu machen, sondern weil wir uns Kinder gewünscht haben.

Schaue nicht auf deinen Ex sondern schau wie Du dir dein Leben mit Kindern so schön wie möglich machen kannst!

Du schreibst in dener VK nicht wie alt Du bist oder deine Kinder sind, da kann man dir auch schlecht einen Tip geben.

LG janamausi

Beitrag von melka1972 23.01.11 - 12:57 Uhr

Es ist nicht immer leicht.
Ich bin seit 1.11. alleine und mein Sohn ist jetzt 1,5. Die ersten Wochen waren ganz schlimm. Ich stand total neben mir, die ganzen Anträge und Formulare, die ich ausfüllen musste. Muss jetzt vorübergehend von Hartz 4 leben. Die Fragen, wie es weiter geht und und und. Dazwischen dieser kleine Wurm, der Mist machte, um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Ich, die total neben sich stand und ihn dann angeschrien hat. Hinterher hab ich geheult, weils mir leid tat. Es war eine furchtbare Zeit. Die schlimmste meines Leben.
Heute stehen wir wesentlich besser da. Es gibt immer noch Durchhänger, aber im Großen und Ganzen gehts. Was mir schon zu schaffen macht, ist dieses ständige funktionieren müssen.
Man muss alles in einer Person sein. Liebevolle Mutter, gute Hausfrau, jemand der dem Kind was beibringt, der mit ihm tobt usw. Wo bleibe ich dabei? Man kann zu keiner Zeit das tun und lassen, was man möchte. Möglichst nichtmal krank werden.
Das belastet mich schon manchmal. Aber dann seh ich den Kleinen, wie toll er sich entwickelt, was er alles dazu lernt in den letzten Wochen. Dann denk ich wieder: Ich habe mehr als ER. Er, der sich seit 4 Wochen nicht meldet, der jetzt vermutlich rund um die Uhr vor der Glotze sitzt und die Handball-WM schaut, ausschlafen kann, weggehen kann.
Es ist nicht leicht, aber der Weg findet sich. Und je größer die Kinder werden, desto leichter wirds auch irgendwann.
Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft. Es hilft auch sehr, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wenn Du magst, melde Dich per PN.
Alles Liebe, Melanie

Beitrag von zenturio 23.01.11 - 21:14 Uhr

Hallo,

ich bin zwar keine verlassene Mami, sondern ein verlassener Papi, da Du aber eine Frage nach dem WARUM in den Raum geworfen hast, will ich nur mal eine mögliche Antwort bzw. eine alternative Sicht auf die Frage geben.

Als Vater ist man nur Elternteil zweiter Klasse. Für jeden Mann ist es besser, sich von Beginn an nicht emotional und mit Herzblut an sein Kind und die Vaterrolle zu binden, denn im Falle der Auseinandersetzung wird einem dies alles genommen und man kann nur noch zusehen.

Sicher, Du hattest einen Traum von einer gemeinsamen Familie. Aber wie viele Väter hatten auch einen solchen Traum und stehen heute vor den Scherben, sehen ihre Kinder nie mehr wieder und dürfen nur noch bezahlen, während die Mütter die Kinder gegen den Vater beeinflussen, so dass sie diesen ablehnen.

Schließlich steht man als Vater da, seiner gewählten Lebensaufgabe beraubt und ohne Sinn im Leben. Irgendwann beginnt man diejenigen Väter zu beneiden, die sich rechtzeitig verabschiedet haben, bevor es anfängt weh zu tut. Sie sind besser dran und für die Kinder ist es auch besser. Frag diejenigen Mütter, die ihre Kinder vor den "bösen" Vätern beschützen. Sie alle werden Dir sagen, dass Kinder ihren Vater eigentlich gar nicht brauchen. Vater sein heißt, dies zu den Bedingungen zu sein, die die Mutter dir auferlegt, oder gar nicht. Die Entscheidung "gar nicht" ist die einzige die der Mann frei treffen kann.

Beitrag von a.nicole 24.01.11 - 14:01 Uhr

Elternteil zweiter Klasse.. usw. Was schr. du nur für dumme Sachen?

#gruebel

Beitrag von zenturio 24.01.11 - 20:09 Uhr

Dann erkläre mir doch, warum ein Kind im Fall der Trennung IMMER zur Mutter kommt. Warum IMMER die Väter ihre Eignung zum Umgang in irgendwelchen unpersönlichen Spielzimmern bei Jugendämtern unter Beweis stellen müssen. Warum der Umgang letztlich NIE durchgesetzt wird, wenn die Mutter dies entscheidet? Warum Unterhaltsleistungen aber IMMER vollstreckbar sind.

Wird daraus nicht die gesellschaftliche Rolle von Vätern deutlich?

Beitrag von janamausi 25.01.11 - 20:15 Uhr

<<Dann erkläre mir doch, warum ein Kind im Fall der Trennung IMMER zur Mutter kommt. <<

Ich selber kenne im nahen Bekanntenkreis zwei Väter, bei denen die Kinder leben. Somit kann das IMMER schon mal nicht stimmen.

Beitrag von zenturio 26.01.11 - 23:17 Uhr

Ich kenne auch einen ... da wollte die Mutter das Kind nicht.

Hätte sie es gewollt, darfst Du mal raten, wer es bekommen hätte.

Mein Bruder hat seine Kinder die überwiegende Zeit betreut. Nach der Trennung kamen sie dennoch zur Mutter.

Väter werden im Familienrecht allein aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt. Aber das sieht zumeist nicht einmal das Bundesverfassungsgericht so, weshalb Deutschland zuweilen auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgreich verklagt wird.

Aber wie sagte schon ein bekanntes deutsches Staatsoberhaupt in der Vergangenheit? "...dass nicht die Sorge für das Wohl des Kindes ausschlaggebend sei, sondern das ethische Recht der Mutter auf das Kind".

Beitrag von zenturio 24.01.11 - 20:30 Uhr

Grade in einem parallelen Thread gefunden:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=20&tid=2996157&pid=18962195

Zitat: "Du musst jetzt für dich und das kind sorgen,denk an euch und lass ihn einfach. er ist der vater und nicht mehr! "

Noch Fragen zum allgemeinen Väterbild?

Ja ja, mir ist auch bewußt, dass sich der Typ zimlich a....löchrig verhält. Aber er erfüllt damit nur ein vorgegebenes Bild.

Beitrag von janamausi 25.01.11 - 20:19 Uhr

Du verwechselst da etwas.

Bei dem Thread geht es um ein ungeborenes Kind!

Und so wie ich es vestehe sagt der Satz aus, dass er der Vater ist und nicht mehr ihr Freund.

Beitrag von zenturio 26.01.11 - 23:06 Uhr

Was? Der Satz ist doch eindeutig!

"er ist der vater und nicht mehr! " - nicht mehr! (Ausrufezeichen)

Da steht n i c h t, "er ist der vater und nicht mehr dein freund"

Beitrag von janamausi 24.01.11 - 16:00 Uhr

<<Für jeden Mann ist es besser, sich von Beginn an nicht emotional und mit Herzblut an sein Kind und die Vaterrolle zu binden, denn im Falle der Auseinandersetzung wird einem dies alles genommen und man kann nur noch zusehen. <<

Was ist denn das für ein Schmarrn!

Dann sollte man auch kein Auto fahren, denn im Falle eines Unfalls...

Wenn ein Vater sich in der Familie nicht emotional und mit Herzblut an sein Kind bindet, braucht er sich doch nicht wundern wenn die Frau ihn irgendwann verlässt #aha

Beitrag von a.nicole 24.01.11 - 19:07 Uhr

Richtig traurig find auch ich das :-(

Beitrag von zenturio 24.01.11 - 20:19 Uhr

Frauen verlassen die Männer heute schon wegen wesentlich geringerer Gründe. Die Kinder nehmen sie natürlich mit und dann gibt es einen Krieg der sich gewaschen hat. Dieser Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, ist von vorneherein die bessere Strategie.

Wohlgemerkt: für den Mann ist das das Beste, nicht für das Kind und nicht für die Mutter. Aber da viele Trennungsmütter sich ja nach einer Trennung ohnehin zum einzigen bedeutenden Elternteil für das Kind aufschwingen, kann man dem Mann nicht einmal Egoismus vorwerfen. #pro;-)

Beitrag von janamausi 25.01.11 - 20:13 Uhr

<<Frauen verlassen die Männer heute schon wegen wesentlich geringerer Gründe. Die Kinder nehmen sie natürlich mit und dann gibt es einen Krieg der sich gewaschen hat. Dieser Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, ist von vorneherein die bessere Strategie.<<

Die bessere Strategie ist dann ja wohl wenn der Mann gar keine Kinder zeugt.

Die Kinder bleiben meistens bei der Person, die überwiegend bisher die Betreuung übernommen hat. Das ist nunmal meistens die Mutter.

Jedenfalls kenne ich in Familien nicht viele Väter, die selber nur Teilzeit Arbeiten und sich um die Kinder kümmern, während die Mütter Vollzeit arbeiten und so das Geld heimbringen.

<<Wohlgemerkt: für den Mann ist das das Beste, nicht für das Kind und nicht für die Mutter. <<

Wenn man Kinder hat sollte man nicht schauen, was für den Mann (oder Frau) das Beste ist sondern was für die Kinder das Beste ist.

<<Aber da viele Trennungsmütter sich ja nach einer Trennung ohnehin zum einzigen bedeutenden Elternteil für das Kind aufschwingen, kann man dem Mann nicht einmal Egoismus vorwerfen<<

Ach so, weil eine Mutter sich fehl verhält ist es in Ordnung, wenn der Mann sich gegenüber dem Kind auch fehl verhält?!

Beitrag von zenturio 26.01.11 - 23:03 Uhr

Zitat:"Die bessere Strategie ist dann ja wohl wenn der Mann gar keine Kinder zeugt."

Das wäre der Idealfall. Zeugungsverweigerung bis das deutsche Familienrecht gerechter wird. Leider sind Väter vorher nicht informiert - war es selber auch nicht. Das habe ich nun davon.

Zitat: "Die Kinder bleiben meistens bei der Person, die überwiegend bisher die Betreuung übernommen hat. Das ist nunmal meistens die Mutter. "

Tja, wo ist da die vielgerühmte Emanzipation? Sag mir noch jemand, das liege daran, dass Frauen keine Chance im Job haben. Ich kenne fast keine Frau, die sich von Versorgungsdenken im Bezug auf ihr Verhältnis zu Männern freisprechen kann.

Zitat: "Wenn man Kinder hat sollte man nicht schauen, was für den Mann (oder Frau) das Beste ist sondern was für die Kinder das Beste ist."

Ist mir nicht neu. Leider wird durch freie Auslegung des Kindeswohls in Deutschland dermaßen Recht gebeugt, dass es nicht mehr auszuhalten ist. Als Mutter kannst Du den Umgang selbst dann noch ohne Folgen verweigern, wenn Dir die Entscheidungsgewalt über den Umgang zwischen Vater und Kind gerichtlich entzogen wurde und gutachterlich belegt ist, dass Du das Kind mit der ablehnenden Haltung zum Vater beeinflußt und das Kindeswohl damit gefährdet sei. Der Staat ist machtlos und kann den Umgang nicht durchsetzen, während diese Mütter über das Umgangsrecht zwischen Vater und Kind lachen.

Zitat: "Ach so, weil eine Mutter sich fehl verhält ist es in Ordnung, wenn der Mann sich gegenüber dem Kind auch fehl verhält?! "

Habe ich das so gesagt? Ich spreche hier von Selbstschutz und keine Mutter soll mir sagen, was in einer solchen Situation das richtige Verhalten ist, wenn sie ihre Kinder selber nicht mal einige Monate nicht gesehen hat und in der Ungewissheit leben musste, ob sie sie überhaupt jemals wieder sieht.

Daher: es ist sehr traurig, wenn Väter sich nicht um ihre Kinder kümmern. Aber vielleicht hilft es den verlassenen Müttern, sich Rat bei den entziehenden Müttern zu holen, die ihnen erklären können, warum Väter nicht wichtig für ihre Kinder sind.

Beitrag von prettyfly1 24.01.11 - 11:38 Uhr

Hallo#sonne,
deine Geschichte ist meiner ähnlich, ich habe auch mit einem Partner zusammengelebt der emotional sehr zurückgezogen war, hatte aber bei ihm andere Gründe. Was du dich erstens mal fragen solltest ist, ob du mit diesem Partner auf Dauer glücklich gewesen wärst? Hat er dich nicht in den wichtigsten Momenten deines Lebens (Schwangerschaft und Geburt) alleine gelassen? Ist das deine Vorstellung von Liebe und Partnerschaft? Ich hatte wie gesagt auch so einen "Partner", wir haben sozusagen nebeneinander hergelebt, ich hatte mein Leben, er seins, wir haben zwei Kinder. Bei der ersten Schwangerschaft hat er sich nicht viel gekümmert, bei der Geburt war er nicht dabei. Beim zweiten Kind war es auch nicht anders. Das Gute daran ist, dass ich eine selbstbewußte und vor allem eigenständige Mutter geworden bin, das schlechte, ja ich hätte auch gerne eine "perfekte Familie". Nach der Trennung hab ich ein Jahr gebraucht um wieder "normal" zu werden. Aber ich habe mich mit mir beschäftigt, mit meiner Seele, mit meiner Wut und meiner Trauer. Und jetzt weiß ich dass die Trennung das Beste war was mir passieren konnte. Denn mit diesem Mann wäre ich nicht glücklich geworden sondern seelisch verkümmert. Sieh doch mal die Vorteile, du bist FREI, unabhängig, kannst deine Entscheidungen für dich treffen, dir tut keiner mehr seelisch weh. Du kannst deine Kinder erziehen so wie du willst. Du hast deine Kinder, die lieben dich und die brauchen dich und schenken dir (trotz aller Anstregung und mancher schlafloser Nächte) so viel Freude. Schau positiv in die Zukunft und versuche dich mit den Gründen zu beschäftigen, warum du so an der Vergangenheit festhälst, obwohl er doch nicht der liebevolle Partner war. Laß ihm sein Leben und konzentriere dich auf deins. Du brauchst deine Kraft für dich und deine Kinder und laß dich nicht von deinen Erinnerungen und Wut fertigmachen. Und sicher geht dein Leben auch weiter, momentan halt mit Priorität auf die Kinder aber die werden auch größer und selbständiger. Dann hast du auch wieder Zeit für dich. Aber genieße die Zeit mit deinen Kindern, sie sind nur einmal klein und die Zeit vergeht so schnell. Und irgendwann findest du auch wieder einen Partner, wenn du dir Mühe gibst den "Richtigen" ;-)
#klee
prettyfly