Arbeitgeberwechsel in der Elternzeit

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Beitrag von stummel2006 23.01.11 - 10:48 Uhr

Hallo!!

Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen... Ich bin Angestellte und befinde mich noch knapp 2 Jahre in Elternzeit. Für mich besteht die Möglichkeit bei einem anderen Arbeitgeber einen Midijob anzunehmen.

Meine Frage ist, kann ich bei meinem jetztigen Chef kündigen und einfach diesen Midijob annehmen? Ist der Nachteil dadurch erstmal, dass ich nach der EZ keinen Anspruch mehr auf meinen "alten" Job habe? Oder gibt es noch mehr Probleme, die ich nicht bedacht habe?

Vielen Dank im Voraus! stummel2006.

Beitrag von seikon 23.01.11 - 10:58 Uhr

Warum überhaupt kündigen? Beantrage einfach bei deinem AG, dass du einen Nebenjob ausüben darfst. Dann kannst du in der Elternzeit bei einem anderen AG arbeiten. Es darf halt nur kein Job sein, mit dem du deinem Haupt AG Konkurrenz machst.

Wenn du kündigst, dann hast du keinen alten Job mehr. Und du verlierst natürlich auch den Kündigungsschutz, denn in deinem neuen Job hättest du ganz normal Probezeit.

Beitrag von stummel2006 23.01.11 - 11:28 Uhr

Die Krux ist, dass die neue Chefin mich gerne anstellen möchte, damit ich mich nicht irgendwann meinem alten Chef verpflichtet fühle und zu ihm zurückgehe.
Von meinem jetztigen Chef darf ich auch woanders arbeiten. Das wäre also nicht das Problem.
Bei der "Neuen" kann ich jetzt arbeiten, wohingegen mein Chef mich seit 3 Monaten immer wieder vertröstet.

Beitrag von seikon 23.01.11 - 11:39 Uhr

Ja, du hättest bei der neuen Chefin dann doch auch einen normalen Arbeitsvertrag. Dann beantragst du halt, solang du noch in Elternzeit bist bei deinem Haupt AG, eine zweite Lohnsteuerkarte mit Klasse 6 (wegen Zweitjob). Die Klasse 6 Karte gibst du dann deinem Haupt AG, weil du da ja grad kein Einkommen hast. Die andere, bessere Klasse gibst du dann deiner "neuen" Chefin.

Und wenn du merkst, dass es dir liegt und dass du da länger bleibst, dann kannst du immer noch bei deinem alten AG kündigen.

Beitrag von stummel2006 23.01.11 - 14:01 Uhr

Dann gelten bei der neuen Chefin also ganz normale Bedingungen, was Kündigungsfrist etc. angeht?

Ich glaube, die neue Chefin, möchte sicher gehen, dass ich nicht nach 3 Monaten wieder zu meinem alten Chef zurückgehe. Deswegen möchte sie meine einzige Arbeitgeberin sein.

Beitrag von seikon 23.01.11 - 15:09 Uhr

Ja, du hast bei deiner neune Arbeitgeberin die gleichen Rechte und Pflichten wie in deinem Hauptjob.

Ich verstehe die Sorge von deiner "neuen Chefin". Aber Arbeitgeber können auch Ärsche sein. Was ist denn, wenn du jetzt deinen Hauptjob kündigst, und dann merkt die neue in der Probezeit, dass du doch nicht da rein passt und kündigt dir wieder? Dann stehst du ganz ohne Job da.

Wenn deine neue Chefin nicht möchte, dass du zu deinem alten Chef zurück gehst, dann muss sie eben durch Gehalt, familienfreundlichkeit, interessante Arbeit und so überzeugen.
Ich würde frühestens nach bestandener Probezeit im neuen Job den alten kündigen. Und wenn dein Haupt AG dir das genehmigt hat, dann ist doch alles wunderbar.

Beitrag von blinki.bill 23.01.11 - 11:44 Uhr


Hallo du,

bin mir nicht sicher, aber ich glaube, wenn du jetzt kündigst, verfällt doch die elternzeit, oder?

aber zu 100% kann ich es dir nicht sagen, vielleicht weiß es ja einer sicher.

Lg

Beitrag von diana1101 23.01.11 - 13:54 Uhr

Hi,

bloß nicht kündigen!

Wenn du kündigst ist deine Elternzeit weg und dein Job auch.

Wie schon erwähnt wurde, lass die den Minijob genehmigen.
Wenn du einen kulanten AG wird er dies auch tun, wenn du Pech hast nicht.


MfG Diana

Beitrag von stummel2006 23.01.11 - 16:39 Uhr

Danke für die Antwort!

Der Minijob ist auch von meinem Chef genehmigt, es geht vielmehr um die neue Chefin. Aber ich werde mal mit ihr sprechen und dann muss ihr ja klar sein, dass ich zumindestens die Probezeit abwarten muss, bevor ich mich festlege. Bevor ich evtl. ohne alles dastehe.